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Ludi Fuchs (*1952)
Ludi Fuchs (*1952)

Ludi Fuchs als Gast im Sozialarchiv

Das Sozialarchiv geht dieses Jahr einen neuen Weg in seiner aktualitätsbezogenen Öffentlichkeitsarbeit: Eine kompetente Fachperson begleitet uns ein Jahr lang und entwickelt zusammen mit uns eine Reihe von Veranstaltungen zu einem aktuellen, sozial relevanten Thema. Gast im Jahr 2010 ist Ludi Fuchs. Zur Debatte stehen der öffentliche Raum, die Konflikte bei seiner Nutzung und die Akteure seiner Gestaltung.

Ludi Fuchs arbeitet als selbstständiger Projektentwickler mit den Schwerpunkten Gemeinwesenarbeit, Arbeitseinsatzprojekte sowie Planungs- und Infrastrukturfragen in Uster. Sein Wohn- und Arbeitsort eignet sich vorzüglich, um beispielhaft verschiedene aktuelle Probleme des öffentlichen Raums aufzuzeigen: Wer kann bei seiner Gestaltung mitreden? Wo liegen die Grenzen der Intervention? Am Beispiel Uster lassen sich auch Themen wie Wohnbaupolitik oder das Verhältnis der Agglomeration zu städtischen Zentren behandeln.

Um die gegenwärtigen Entwicklungen zu analysieren, hat Ludi Fuchs zusammen mit uns verschiedene Veranstaltungen konzipiert. Zwischen Frühsommer und Herbst werden in Uster Begegnungen und Begehungen stattfinden. Diese geografische Verschiebung fällt uns aus zwei Gründen leicht: Zum einen ist das Zürcher Oberländer Zentrum ein ideales Anschauungsobjekt; die «hot spots» des öffentlichen Raums liegen – quasi auf dem Präsentierteller – in Gehdistanz. Zum andern findet im Theater Stadelhofen dieses Jahr ein grösserer Umbau statt: der Theaterraum als Veranstaltungsort steht nicht zur Verfügung.

Den Auftakt zum Veranstaltungsjahr macht die Jahresversammlung des Vereins Schweizerisches Sozialarchiv. Für diese Veranstaltung dislozieren wir ein erstes Mal nach Uster: Die Jahresversammlung findet am 1. Juni 2010 um 18.15 Uhr im Stadthaussaal von Uster statt. Im Anschluss an den statutarischen Teil wird Prof. Thomas Sieverts unter dem Motto «In grossen Räumen denken» eine Einführung ins Thema geben. Sieverts’ Spezialgebiete sind das Verhältnis der Städte zu ihrem Umland und die Agglomerationsforschung. Als Beirat des Forschungsprojekts «S5-Stadt» ist Sieverts mit den hiesigen Verhältnissen bestens vertraut. Interessierten Vereinsmitgliedern bietet Ludi Fuchs als Appetizer vor der Jahresversammlung einen Rundgang durch Uster an (Treffpunkt siehe schriftliche Einladung).

Für die weiteren Begehungen und Begegnungen des ersten Gast-Jahres erhalten die Mitglieder demnächst eine separate Einladung.

<media 215>Prospekt</media> als PDF-File (441 kB)

 

Clément Moreau: Ausstellung

Der 1903 im rheinländischen Koblenz geborene Clément Moreau (mit bürgerlichem Namen: Carl Josef Meffert) gehört zu den bedeutendsten politischen Künstlern des 20. Jahrhunderts. Hauptwerke sind die im argentinischen Exil entstandenen antifaschistischen Karikaturen ("Mein Kampf") und die Linolschnittfolge "Nacht über Deutschland". 1962 liess sich Clément Moreau in der Schweiz nieder, wo er bis zu seinem Tod im Jahr 1988 lebte. Bereits 1984 hatte er eine seinen Namen tragende Stiftung gegründet, die den künstlerischen Nachlass betreut. Seit 1985 befindet sich das Stiftungsgut im Schweizerischen Sozialarchiv.

Linolschnitte von Clément Moreau aus den Jahren 1937-1938 können zur Zeit in der Galerie Wengihof in Zürich besichtigt werden. Sie sind dort zusammen mit Werken des Winterthurer Künstlers Heinz Keller ausgestellt. Clément Moreau und Heinz Keller verbindet nicht nur die Linol- bzw. Holzschnitttechnik, sondern auch die künstlerische Auseinandersetzung mit dem Krieg und seinen Opfern.

Ausstellung: 22. Januar – 5. März 2010

Clément Moreau – Nacht über Deutschland
Heinz Keller – Nacht über Bosnien

GALERIE WENGIHOF
Klubschule Migros, Engelstrasse 6, 8004 Zürich (Tram 2 und 3 oder Bus 32 bis Kalkbreite)

Öffnungszeiten:
Montag bis Freitag: 8.00 bis 20.00 Uhr
Samstag: 9.00 bis 11.30 Uhr

Relaunch www.sozialarchiv.ch

Das Schweizerische Sozialarchiv präsentiert sich ab dem 11. Februar 2010 mit einem rundum neuen Webauftritt. Die alte Website wird nach gut zehnjährigem Dienst in Pension geschickt. 
Die neue Website visualisiert mit der Dreigliederung auf der Portalseite die verschiedenen Abteilungen des Sozialarchivs und ermöglicht so je einen separaten Einstieg in die Bestände oder in die Recherche der Bibliothek, der Archivabteilung oder der Dokumentation. Wir hoffen, dass unsere Besucherinnen und Besucher so möglichst schnell den Weg zu den wichtigen Informationen über die Bestände und zum jeweils geeigneten Findmittel oder Katalog finden. Ganz Eilige können via Quicklinks direkt auf die Recherche im Online-Katalog NEBIS und auf die elektronischen Findmittel, Datenbanken und Verzeichnisse zugreifen.
Das aufgeräumte, frisch wirkende Design mit Rot als Leitfarbe setzt auf Klarheit und Übersichtlichkeit und integriert auf allen Ebenen Bilder aus dem Fundus des Bildarchivs des Schweizerischen Sozialarchivs. Dadurch erhält man auch beim virtuellen Besuch im Sozialarchiv einen Eindruck von den Schätzen unserer Sammlungen.
Technisch basiert die neue Website mit Typo3 auf einem Open Source Content Management System (CMS): alle Inhalte können browserbasiert erfasst und somit schnell und ohne Umwege auf der Website publiziert werden. Auch die Navigationsstruktur kann jederzeit den aktuellen Bedürfnissen angepasst werden.
Zu den Verbesserungen gegenüber der alten Website zählen nicht zuletzt auch die nun leicht zu findenden Service-Informationen wie Adresse, Öffnungszeiten etc. Ein omnipräsentes Suchfeld ermöglicht das Durchsuchen der Website. Und auf der Portalseite können in Zukunft jeweils die Aktualitäten aus den Abteilungen (z.B. wichtige Neuzugänge in den einzelnen Abteilungen) sowie Hinweise auf spezielle Veranstaltungen des Sozialarchivs prominent platziert werden.