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Vor 25 Jahren: Die Schliessung des „Needle Park“

Als die Zürcher Polizei am 5. Februar 1992 den Platzspitzpark hinter dem Landesmuseum schloss, war dies ein unter grossem öffentlichem Druck gefällter Entscheid der Politik, die den Schlussstrich unter einem seit Jahren bestehenden Problem zu ziehen versuchte: der offenen Drogenszene. Zunächst von Polizei und Politik toleriert, war der Platzspitz als „Needle Park“ international bekannt geworden. Bald stammte nur noch eine Minderheit der DrogenkonsumentInnen aus der Stadt Zürich. Süchtige aus der ganzen Schweiz und darüber hinaus kamen zum Platzspitz, wo zeitweise rund 3’000 Personen pro Tag verkehrten und bis zu 200 auch übernachteten. An Spitzentagen musste die Sanität 25 Wiederbelebungen vornehmen und allein im Jahr 1991 starben auf dem Platzspitz 21 Menschen. Im selben Jahr entstand mit der „Aktion betroffener Anrainer“, deren Vereinsakten sich heute im Schweizerischen Sozialarchiv befinden, eine Organisation, die die Drogenpolitik der Stadt Zürich kritisierte und die Räumung offener Drogenszenen forderte. Im Oktober 1991 erliess Statthalter Bruno Graf, der sich gerade im Wahlkampf um ein Nationalratsmandat befand, eine aufsichtsrechtliche Weisung zur Schliessung des Platzspitz-Parks, worauf die Stadtpolizei eine Spezial-Einsatztruppe namens „Turicum“ ins Leben rief. Ab Mitte Januar 1992 gab es um den Hauptbahnhof herum verstärkte Polizeikontrollen und wurde das Shop-Ville nachts geschlossen. Am 5. Februar riegelte die Polizei den Platzspitz ab, am Eingang wurden Gittertore angebracht. In den folgenden Wochen verhinderte intensive polizeiliche Patrouillentätigkeit ein erneutes Festsetzen der Drogenszene hinter dem Hauptbahnhof.

Der „Needle Park“ auf dem Platzspitz stellte zwar den Höhepunkt der stark medialisierten Drogendiskussion dar, war indessen weder Anfang noch Endpunkt der zürcherischen und schweizerischen Drogengeschichte. Im 19. und frühen 20. Jahrhundert hatte sich die Diskussion um Sucht und Drogen auf den Alkohol konzentriert. Unter den industriellen Lebensbedingungen wurde der Schnaps zu einem beliebten Nahrungs-Surrogat der Unterschichten. Eine erstmalige Erhebung in den frühen 1880er Jahren konstatierte einen Pro-Kopf-Konsum von 14,3 Litern Alkohol pro Jahr. Solche Befunde schreckten die gesellschaftlichen Eliten auf und mündeten in Zivilisationskritik und Degenerationsdiskurse. Die Formierung der Antialkoholbewegung mit verschiedenen weltanschaulichen Variationen fiel genau in diese Zeit. So entstand 1877 das Blaue Kreuz, 1892 die Guttempler-Organisation, 1895 die Katholische Abstinenten-Liga, 1900 der Sozialistische Abstinentenbund und 1902 der Bund abstinenter Frauen. Der 1885 in der Volksabstimmung mit knapp 60% gutgeheissene Alkoholartikel der Bundesverfassung, der den Alkoholkonsum mittels Besteuerung einschränken wollte, wurde zeitgenössisch als Sozialreform zugunsten der Arbeiterschaft gesehen. Zwei Jahre darauf konstituierte das „Bundesgesetz betreffend gebrannte Wasser“ ein Bundesmonopol für Kartoffel- und Getreideschnaps. Im Jahre 1908 hiessen dann 63,5% der Stimmenden die Eidgenössische Volksinitiative für ein Absinthverbot gut. Nach dem Ersten Weltkrieg witterte die internationale Abstinenzbewegung mit dem totalen Alkoholverbot in den Vereinigten Staaten von 1920 bis 1933 Morgenluft, allerdings zeigte sich rasch, dass die Prohibition zwar das organisierte Verbrechen stärkte, den Alkoholismus aber nicht wesentlich eindämmte. Die dem Prohibitionsgedanken verpflichtete Eidgenössische Volksinitiative für ein Branntweinverbot scheiterte denn auch 1929 mit weniger als einem Drittel Ja-Stimmen deutlich.

Andere Formen des Drogenkonsums wurden im Windschatten der Alkoholismusdiskussion demgegenüber kaum wahrgenommen. Die Schweiz trat der Haager Konvention zur Kontrolle von Opiumproduktion und -handel von 1912 vorerst nicht bei, da das Problem nach Ansicht des Bundesrates das Land nicht betraf. Dass gerade zu jenem Zeitpunkt eine internationale Opium-Konvention abgeschlossen wurde, hing mit politischen Vorgängen in Ostasien zusammen. Im Jahre 1911 war in China, einem der globalen Brennpunkte von Opiumproduktion und -konsum, das Kaisertum gestürzt und im Anschluss daran die Anti-Opium-Gesetzgebung verschärft worden. China war ab Anfang des 19. Jahrhunderts von Opium aus Bengalen überflutet worden. Die königlich privilegierte „British East India Company“, die im Auftrag Londons weite Teile Indiens verwaltete, war zu jener Zeit der weltweit bedeutendste Drogenhändler. Die Briten wollten damit ihr beträchtliches Handelsbilanzdefizit mit dem Reich der Mitte ausgleichen, aus dem sie Seide, Tee und Porzellan importierten. Chinesische Widerstände gegen diese Handelspolitik, die zu grossen gesundheitlichen und gesellschaftlichen Problemen führte, wurden in den beiden Opiumkriegen (1840–1842 und 1856–1860) gewaltsam gebrochen. China musste sich dem internationalen Handel (inklusive Drogenhandel) öffnen, Territorien wie Hongkong abtreten und geriet in informelle Abhängigkeit von den westlichen Imperialmächten. Bis 1880 stiegen die jährlichen Opiumeinfuhren nach China auf 6’500 Tonnen und es gab geschätzte 20 Millionen Süchtige. Die chinesische Regierung förderte nunmehr die Opiumproduktion im Inland, die in der Folge nicht nur die Importe aus Britisch-Indien zunehmend substituierte, sondern ihrerseits auch für den Export arbeitete.

Ausgehend von Ostasien hatte sich im 19. Jahrhundert der Opiumkonsum als Produkt der frühen Globalisierung auch nach Europa und Nordamerika ausgebreitet. Insbesondere in Hafenstädten entstanden sogenannte „Opiumhöhlen“, die zumeist von Chinesen betrieben wurden. Schon 1840 existierten solche sowohl von Arbeitern als auch von Künstlern und Intellektuellen frequentierte Lokalitäten etwa in London, Marseille und Le Havre, in den folgenden Jahrzehnten zogen zahlreiche europäische Städte nach. Karl Marxens bekanntes Diktum von der Religion als „das Opium des Volkes“ aus seiner um die Jahreswende 1843/44 verfassten Einleitung zur „Kritik der Hegelschen Rechtsphilosophie“ sowie Heinrich Heines noch drei Jahre ältere Formulierung von der Religion als „geistiges Opium“ zeugen von der allgemeinen Bekanntheit des Opiums bereits zu diesem Zeitpunkt. Zugleich verbreitete sich auch der Kokainkonsum. Nachdem die ersten Coca-Sträucher Mitte des 18. Jahrhunderts aus Südamerika nach Europa gekommen waren, wurde Kokain im späten 19. Jahrhundert zur Behandlung von Morphinabhängigkeiten verwendet, geriet aber zugleich selber als Droge durchaus auch in gehobenen Gesellschaftsschichten in Gebrauch (literarisch verarbeitet etwa in der Figur des Meisterdetektivs Sherlock Holmes). Die Gefährlichkeit des Kokains wurde zunächst kaum beachtet. Die erste Rezeptur von Coca-Cola, das 1886 zuerst als Medizin, bald aber als Erfrischungsgetränk vermarktet wurde, enthielt bis 1906 250 Milligramm Kokain pro Liter.

Auch an der Schweiz gingen diese globalhistorischen Vorgänge nicht spurlos vorbei und in der Zwischenkriegszeit wurde der Konsum von Morphinen dann auch hierzulande zunehmend problematisiert. Man schätzte zu jener Zeit 500 bis 700 Süchtige, unter ihnen etwa der Schriftsteller Friedrich Glauser. Unter internationalem Druck führte die Eidgenossenschaft 1924 mit dem ersten Betäubungsmittelgesetz eine Bewilligungspflicht für Produktion und Handel mit Opiaten und Kokain ein – gegen den Widerstand der chemischen Industrie. Im folgenden Jahr unterzeichnete die Schweiz das Erste Genfer Opiumabkommen, das hauptsächlich aus Ergänzungen zum Haager Abkommen von 1912 bestand und den internationalen Betäubungsmittelhandel nicht verbot, sondern lediglich kontingentierte. Die vom neugegründeten Völkerbund in den 20er Jahren vorangetriebenen Bemühungen zur Austrocknung der internationalen Drogenschwarzmärkte wurden von den Schweizer Pharma-Produzenten als Bedrohung empfunden. Im Ersten Weltkrieg hatte die Schweizer Chemie mit der Massenproduktion von Morphin und Kokain, auf deren Basis Schmerzmittel hergestellt werden konnten, eine lukrative Exportstrategie entwickelt. In den frühen 20ern tauchten dann unter den von der Opiumkommission des Völkerbundes beschlagnahmten Waren auch Drogen aus Basler Produktion auf. Japan führte zu jener Zeit als Teil einer aggressiven imperialen Expansionspolitik einen Grossangriff mit Heroin-Lieferungen nach China. Die schweizerischen Heroinexporte nach Japan stiegen massiv an; von dort aus wurde die Ware ins Reich der Mitte geschmuggelt. Im Jahre 1930 einigten sich die deutschen, britischen und schweizerischen Produzenten auf verbindliche Quoten und Preise für Opiate, ein Jahr darauf wurde im Rahmen des Völkerbundes ein Abkommen zur Begrenzung der Herstellung von Narkotika abgeschlossen.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das schweizerische Betäubungsmittelgesetz in zwei Revisionen verschärft: Ab 1951 erfasste es auch die Cannabisprodukte und ab 1968 die Halluzinogene (wie das vom Basler Chemiker Albert Hofmann entdeckte LSD). Der Konsum war aber nach wie vor legal. Quantitativ blieb der Alkohol auch im späten 20. Jahrhundert das Suchtmittel Nummer eins. Der jährliche Pro-Kopf-Verbrauch nahm von den frühen 40er bis in die frühen 70er Jahre sogar wieder von 7,8 auf 11 Liter zu. In der öffentlichen Wahrnehmung verlor das Thema aber an Aktualität. Eine Eidgenössische Volksinitiative „Zur Bekämpfung des Alkoholismus“ des Landesrings der Unabhängigen, die eine verstärkte und nach dem Alkoholgehalt abgestufte fiskalische Belastung alkoholischer Getränke sowie Massnahmen gegen den Schwarzhandel mit Branntwein verlangte, erlitt 1966 mit lediglich 23,4% Zustimmung deutlich Schiffbruch.

Stattdessen rückten nun zunehmend die in der neuen jugendlichen Subkultur konsumierten Drogen ins Zentrum der Aufmerksamkeit, etwa im Gefolge der legendären Rockkonzerte der Rolling Stones (1967) und von Jimi Hendrix (1968) im Hallenstadion. Als nach dem Haschisch in den 70er Jahren vermehrt harte Drogen wie Heroin und Kokain in Gebrauch kamen und 1972 der erste Drogentote in Zürich zu beklagen war, reagierte die Gesetzgebung 1975 mit dem Verbot des Drogenkonsums. Dies tat dem rasanten Wachstum des Konsums harter Drogen aber keinen Abbruch: 1976 wurde die Zahl der intravenös injizierenden DrogenkonsumentInnen in der Schweiz auf 4’000 geschätzt, 1985 auf 10’000 und 1988 auf 20’000 bis 30’000, eine Grössenordnung, die sich dann in den frühen 90er Jahren stabilisierte, bevor sie aufgrund von Substitution (insbesondere durch Methadon) zurückging. Die Zahl der direkt oder indirekt durch den Konsum illegaler Drogen verursachten Todesfälle stieg von 52 im Jahre 1976 auf 118 bis 1985, 205 im Jahre 1988 und 420 im Jahre 1991. Bis 1995 ging die Zahl dann auf 360 zurück.

Grob gesagt etablierten sich drei, sich allerdings überlappende Gruppen von DrogenkonsumentInnen: Mitglieder der aus der Aufbruchsbewegung der 60er Jahre erwachsenen Subkulturen, weitgehend „unsichtbare“, sozial integrierte KonsumentInnen und die Angehörigen der offenen Drogenszenen, die nun in verschiedenen Städten entstanden. Es war vor allem diese dritte Gruppe, die das öffentliche Drogenbild prägte und von der staatlichen Drogenpolitik ins Blickfeld genommen wurde. In der Stadt Zürich verschob sich in den zwei Jahrzehnten vor der Entstehung des „Needle Park“ auf dem Platzspitz der topographische Schwerpunkt der Drogenszene mehrfach: Die „Autonome Republik Bunker“ unter dem Lindenhof wurde im Winter 1970/71 nach wenig mehr als zwei Monaten wegen zunehmender Drogenfälle wieder geschlossen. Dasselbe Schicksal ereilte das im November 1977 eröffnete Jugendzentrum Schindlergut („Schigu“), das im Juni 1978 wegen illegaler Übernachtungen und Drogenkonsums polizeilich geräumt wurde. Zeitgleich entstand Anfang der 70er Jahre am Limmatufer beim Bellevue die erste offene Drogenszene, genannt „Riviera“, an der Jugendliche zunächst vor allem Haschisch konsumierten, bald aber auch 100 bis 300 Heroinabhängige verkehrten. Rasch begann ein Katz-und-Maus-Spiel zwischen Polizei und DrogenkonsumentInnen. Die Drogenszene wechselte mehrfach zwischen Central, Hirschenplatz, Bellevue-Rondell und der „Riviera“. Während der Zeit der 80er-Bewegung zogen Teile der Drogenszene dann ins Autonome Jugendzentrum, bereits im Frühjahr 1982, nach der bürgerlichen Wende bei den Stadt- und Gemeindesratswahlen, wurde das AJZ aber geschlossen.

Die Drogenszene verlagerte sich nun wieder zu Bellevue, Stadelhoferplatz, Drahtschmidli („Haschisch-Brücke“) und Central, bevor sie sich ab 1986 auf dem Platzspitz konzentrierte, wo der Polizei die Kontrolle zunehmend entglitt. Einher mit dem Wachstum der Szene ging eine zunehmende Verelendung. Anders als die „unsichtbaren“ DrogenkonsumentInnen, die in integrierten Verhältnissen mit Wohnung und Arbeit lebten, waren viele der permanent auf dem Platzspitz Anwesenden mittel- und obdachlos und hielten sich mit Drogenkleinhandel, Prostitution oder Einbrüchen über Wasser. Verschiedentlich entstanden am Limmatufer kleine Siedlungen aus improvisierten Behausungen, die jeweils nach kurzer Zeit wieder abgebrochen wurden. Weitere Probleme waren die Verbreitung von HIV und Hepatitis durch den Gebrauch unsauberer Spritzen sowie die Prostitution. Dokumentiert ist das Elend vom Platzspitz etwa in unzähligen Aufnahmen der Fotografin Getrud Vogler, deren Vorlass das Schweizerische Sozialarchiv zurzeit erschliesst und digitalisiert (www.bild-video-ton.ch/bestand/signatur/F_5107).

Die städtische Politik blieb in dieser Situation nicht untätig. Bereits 1985 war die Suchtpräventionsstelle der Stadt Zürich eingerichtet worden. Im selben Jahr erliess der Zürcher Kantonsarzt Gonzague Kistler indessen ein striktes Verbot der Abgabe sauberen Injektionsmaterials an DrogenkonsumentInnen, das sich aber wenig mehr als ein Jahr hielt. 1988 beschloss der Stadtrat neben Repression, Prävention und Therapie die Überlebenshilfe als vierte Säule der städtischen Drogenpolitik. 1988 wurde das „Zürcher Interventionspilotprojekt gegen Aids“ (ZIPP-AIDS) als gemeinsames Unternehmen des Roten Kreuzes, des Universitätsspitals, der Psychiatrischen Universitätsklinik und der Stadt Zürich gestartet, das Hepatitis-Impfungen, ambulante medizinische Beratungen und die Spritzenabgabe umfasste. ZIPP-AIDS gab auf dem Platzspitz jährlich 1,5 bis 3,3 Millionen sterile Spritzen ab, ferner 50’000 bis 125’000 Kondome sowie Nadeln, Alkoholtupfer und Venensalben. 1989 forderte die städtische Sozialvorsteherin Emilie Lieberherr erstmals die staatliche Heroinabgabe an Süchtige, wozu der Bund aber erst vier Jahre später grünes Licht gab. 1990 beschloss der nunmehr mitte-links dominierte Stadtrat 10 drogenpolitische Grundsätze, in denen unter anderem festgehalten wurde, dass „eine offene, überwachte Drogenszene in der Stadt Zürich vorerst toleriert werden muss“. Im Dezember gleichen Jahres hiessen die städtischen Stimmberechtigten die niederschwellige Methadonabgabe an Süchtige gut. Die Drogenpolitik avancierte in den frühen 90er Jahren zu einem heftig umstrittenen Politikfeld, bei dessen Diskussion neben dem Ringen um valable Handlungsvarianten auch parteipolitische Profilierung mitspielte.

Die vom Statthalteramt erzwungene Platzspitz-Schliessung im Februar 1992 führte dann abermals zu einer räumlichen Verlagerung der Drogenszene. Da die Räumung vielen vorgängig bekannt war, hatten manche Dealer Anfang Februar bereits alternative Standorte bezogen. Zunächst wurde der Drogenhandel in Hauseingängen in den Stadtkreisen 4, 5 und 6 abgewickelt. Ab 1993 sammelte sich die Szene auf dem stillgelegten Bahnhof Letten, wo rasch ein neuer „Needle Park“ entstand, der im ersten Jahr von täglich 800 Drogensüchtigen und 300 Dealern frequentiert wurde. Die Schliessung des Lettenareals am 15. Februar 1995 war dann viel stärker in präventive, aber auch repressive Begleitmassnahmen eingebettet als diejenige des Platzspitzes drei Jahre zuvor. Dazu gehörten einerseits die Einrichtung von Fixerräumen, andererseits vermehrte Zwangspsychiatrisierungen mittels fürsorglichen Freiheitsentzugs (FFE) und die konsequente Rückführung kantonsfremder DrogenkonsumentInnen.

Die offene Drogenszene konnte dadurch weit nachhaltiger aufgelöst werden als noch 1992. Nach einer Versuchsphase billigte 1999 das Stimmvolk die ärztlich kontrollierte Heroinabgabe. Auch auf Bundesebene wurde der Mittelweg der Drogenpolitik zwischen Repression und Liberalisierung vom Stimmvolk in diesen Jahren bestätigt: Die auf eine stark repressive Politik setzende Volksinitiative „Jugend ohne Drogen“ scheiterte 1997 (mit 70,7% Nein) ebenso wie im folgenden Jahr die auf eine Liberalisierung des Konsums abzielende Volksinitiative „Für eine vernünftige Drogenpolitik“ (DroLeg), welche 74% der Stimmenden ablehnten. Die Volksinitiative „Für eine vernünftige Hanf-Politik mit wirksamem Jugendschutz“ (Hanf-Initiative) wurde vom Elektorat 2008 mit 63,2% Nein-Stimmen bachab geschickt. Am selben Abstimmungstag hiessen 68% der Stimmenden eine Revision des Betäubungsmittelgesetzes gut, das die von der Stadt Zürich schon zwei Jahrzehnte zuvor implementierte Vier-Säulen-Strategie übernahm. Mittlerweile hatte die Drogenpolitik indessen in den Augen der BürgerInnen stark an Aktualität verloren. Hatten Mitte der 90er Jahre in Umfragen noch drei Viertel der Befragten das Thema Drogen als wichtig eingestuft, so sank dieser Anteil seither kontinuierlich und liegt in der Gegenwart nur noch bei etwa 10%.

Dies heisst nun allerdings nicht, dass der Drogenkonsum zurückgegangen wäre; er ist indessen weniger sichtbar als zu Platzspitz-Zeiten. Die Palette konsumierter Substanzen hat zugenommen, nebst den „traditionellen“ Drogen Haschisch, Heroin, Kokain, Marihuana und LSD werden in der Partyszene Ecstasy, Amphetamine (Speed), Psilo-Pilze, Methamphetamine, K.o.-Tropfen und andere Substanzen konsumiert. Schätzungen gehen davon aus, dass gegen eine Million Menschen, also etwa 12% der Schweizer Bevölkerung, schon illegale Drogen konsumiert hat, wovon etwa ein Drittel dies mindestens wöchentlich tut. Der Anteil der KonsumentInnen illegaler Drogen an der Street Parade wird mit 5 bis 10% geschätzt, was allerdings weit hinter dem exzessiven Konsum von Alkohol und Medikamenten an diesem Anlass zurückliegt. Zürich gilt europaweit als eine Metropole sowohl des Koksens als auch des Ecstasy-Konsums. Die Zahl der KonsumentInnen harter Drogen in der Stadt Zürich wird auf 4’500 geschätzt; im Unterschied zu den HeroinkonsumentInnen auf dem Platzspitz und am Letten sind sie aber zumeist sozial und beruflich integriert. Zwar hat sich seit der Letten-Räumung keine grosse offene Drogenszene mehr gebildet, verdeckte Szenen gab und gibt es aber immer wieder, so in den späten 90er Jahren an der Kreuzung Langstrasse-Dienerstrasse, später auch wieder auf dem Platzspitz, beim Bahnhof Oerlikon, an der Konradstrasse („Haschgasse“) oder um die sogenannten „Gammelhäuser“ an der Neufrankengasse. Wie beim Alkohol korreliert auch bei anderen Drogen die mediale und politische Aufmerksamkeit also keineswegs mit der quantitativen Verbreitung ihres Konsums.

Material zum Thema im Sozialarchiv (Auswahl)

Archiv

  • Ar 1.114.9 Sozialdemokratische Partei der Schweiz: Kommission Drogenpolitik
  • Ar 1.114.9 Sozialdemokratische Partei der Schweiz: Kommission Drogenpolitik
  • Ar 182 Vorlass Liliane Waldner
  • Ar 184 Vorlass Hermann T. Meyer
  • Ar 201.52 Blaukreuz-Verein Ottenbach
  • Ar 201.58 Aktion betroffener Anrainer (ABA)
  • Ar 201.76 Autonome Republik Bunker
  • Ar 201.90 Alchemilla – Verein Wohnprojekte für drogengebrauchende Frauen
  • Ar 210.89 Dokumentation Umberto Blumati
  • Ar 417 Schweizerischer Fachverband der Alkohol- und Suchtfachleute
  • Ar 436 Sozialistischer Abstinentenbund der Schweiz SAB
  • Ar 437.57.1 Frauen/Lesben-Archiv: Diverses zur Sucht ca. 1983–2004
  • Ar 472.10 Dokumentation Subkultur Bern: Kultur- und Drogenpolitik Kanton Bern
  • Ar 473.30.1 Dokumentation Strafvollzug: AIDS und Drogen im Strafvollzug
  • Ar 578 Vereinigung unabhängiger Ärztinnen, Ärzte und Medizinstudierender
  • Ar SGG Schweizerische Gemeinnützige Gesellschaft

Archiv Bild + Ton

  • F 5107 Vogler, Gertrud
  • F 9056-003 TV-Beitrag einer französischen Station über die Zustände auf dem Platzspitz, Zürich, um 1990

Sachdokumentation

  • KS 610/25 Rauschgifte; Drogenpolitik
  • QS 64.4 * 1 Sucht & Suchtmittel allg.; Suchtverhalten; Suchtprävention
  • QS 64.4 * 2 Drogenpolitik
  • QS 66.3 Soziale Hilfe für Drogenabhängige & Süchtige
  • ZA 64.4 * 1 Sucht & Suchtmittel allg.; Suchtverhalten
  • ZA 64.4 * 2 Drogenpolitik: Allg.
  • ZA 64.4 * 3 Drogen: Suchtprävention
  • ZA 64.4 * 4 Drogenszenen
  • ZA 64.4 * 5 Drogen: Statistisches
  • ZA 64.4 * 6 Drogenarten: Anbau & Wirkung
  • ZA 64.4 * 8 Drogenkriminalität: Beschaffungsdelinquenz
  • ZA 64.4 * 21 Drogenpolitik: Abgabe von Spritzen, Methadon, Heroin etc.
  • ZA 64.4 * 81 Drogenkriminalität: Grosshandel; Internationaler Handel
  • ZA 66.3 * 1 Drogenabhängige & Süchtige: Therapien; Entzugsstationen
  • ZA 66.3 * 2 Drogenabhängige & Süchtige: Gassenarbeit, Fixerräume etc.
  • ZA 66.3 * 3 Drogenabhängige & Süchtige: Selbsthilfe- & Angehörigengruppen
  • DS 520 Schweizer Suchtpanorama 2017

Bibliothek

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  • Tanner, Jakob: Rauschgiftgefahr und Revolutionstrauma: Drogenkonsum und Betäubungsmittelgesetzgebung in der Schweiz der 1920er Jahre, in: Brändli, Sebastian et al. (Hg.): Schweiz im Wandel: Studien zur neueren Gesellschaftsgeschichte: Festschrift für Rudolf Braun zum 60. Geburtstag. Basel 1990. S. 397-416, 90671
  • Tornay, Magaly: Zugriffe auf das Ich: Psychoaktive Stoffe und Personenkonzepte in der Schweiz, 1945 bis 1980. Tübingen 2016, 134748
  • Treeck, Bernhard van (Hg.): Drogen: Alles über Drogen und Drogenwirkung, Prävention und Strafverfolgung, Beratung und Therapie. Berlin 2002, 110745
  • Uchtenhagen, Ambros und Dagmar Zimmer-Höfler: Heroinabhängige und ihre „normalen“ Altersgenossen: Herkunft, Lebenssituation, Zweijahresverlauf im Quervergleich. Bern 1985, 79578
  • Walder, Patrick und Günter Amendt : Ecstasy & Co.: XTC: Alles über Partydrogen. Reinbeck 1997, 101642
  • Zobel, Frank und Marc Marthaler: Neue Entwicklungen in der Regulierung des Cannabismarktes: Von A (Anchorage) bis Z (Zürich). Lausanne 2016, Gr 14055

Periodika

  • Drogenabstinenz Schweiz: Mitteilungsblatt für abstinenzorientierte Gruppierungen. Bern 2003–2006, D 5802
  • Eltern gegen Drogen: Informationsbulletin der Schweizerischen Vereinigung Eltern gegen Drogen und des Dachverbandes Drogenabstinenz Schweiz. Bern 2007–, D 5803
  • Schweizerische Fachstelle für Alkohol- und andere Drogenprobleme: Zahlen und Fakten. Lausanne 2001–, K 726 A
27. Oktober 2017Christian Koller zurück