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Russland aktuell

Der hundertste Jahrestag der russischen Revolution(en) ist dieses Jahr Gegenstand zahlreicher Veranstaltungen und Ausstellungen. Im Gegensatz zu diesen Erinnerungsaktivitäten steht in der Reihe „Russland aktuell“ des Schweizerischen Sozialarchivs und des Center for Eastern European Studies der Universität Zürich das gegenwärtige Russland im Zentrum.

Nach einem Blick auf die vielfältigen und wechselhaften Beziehungen zwischen Russland und der Schweiz, die ihre Spuren auch im Schweizerischen Sozialarchiv hinterlassen haben, befassen sich zwei Expertendiskussionen mit der aktuellen gesellschaftlichen und politischen Situation in der Russischen Föderation sowie der geopolitischen Rolle des heutigen Russland in einer zunehmend unübersichtlicher werdenden Welt.

 

Russland und die Schweiz

Mit Peter Collmer (Universität Zürich) und Christian Koller (Schweizerisches Sozialarchiv)
Donnerstag, 9. November 2017, 19 Uhr
Schweizerisches Sozialarchiv (Theater Stadelhofen)

Lenins wohlbekanntes Schweizer Exil ist nur ein Element der jahrhundertelangen schweizerisch-russischen Verflechtungsgeschichte. Die Veranstaltung stellt Aspekte dieser politischen, wirtschaftlichen, kulturellen und migratorischen Beziehungen vor und präsentiert Beispiele der vielfältigen Quellenbestände des Schweizerischen Sozialarchivs zur Thematik.
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Russlands Gesellschaft zwischen Apathie, patriotischem Enthusiasmus und kreativer Rebellion

Mit Ekaterina Emeliantseva (Universität Zürich), Svetlana Boltovskaja (Herder-Institut Marburg) und Gleb Albert (Universität Zürich)
Donnerstag, 16. November 2017, 19 Uhr
Schweizerisches Sozialarchiv (Theater Stadelhofen)

Die russische Gesellschaft ist tief gespalten: Enttäuschte Demokratiebefürworter sehen sich dem erstarkenden aggressiven Patriotismus breiter Massen ausgesetzt. Die politische Führung setzt zunehmend auf konservative Werte und den Rechtspopulismus und duldet kein oppositionelles Denken. Selbst friedliche Proteste der Jugend gegen die Korruption werden im Keim erstickt. In der Veranstaltung werden die aktuelle Lage analysiert und Optionen für die Zukunft diskutiert.
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Ein neuer Kalter Krieg? Russland und der Westen

Mit Jeronim Perovic (Universität Zürich), Christof Münger (Tages-Anzeiger) und Daniel Wechlin (Neue Zürcher Zeitung)
Donnerstag, 14. Dezember 2017, 19 Uhr
Schweizerisches Sozialarchiv (Theater Stadelhofen)

Nie seit dem Zerfall der Sowjetunion waren die Beziehungen zwischen dem Westen und Russland so angespannt wie heute. Die Annexion der Krim, die verdeckte militärische Intervention in der Ostukraine und die Militärhilfe an das syrische Regime haben in Europa die Furcht vor einem aggressiven Russland geschürt und alte Ängste neu belebt. Ob diese Ängste gerechtfertigt sind, wie Russlands Verhalten zu verstehen ist und wie der Westen damit umgehen soll, sind die zentralen Fragen in dieser Veranstaltung.
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