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Bericht über den Fonds „Forschung Ellen Rifkin Hill“

[Auszug aus dem Jahresbericht 2012]

Das Schweizerische Sozialarchiv verfügt seit 2007 dank einer Schenkung von Ellen Rifkin Hill (1909-1999) jährlich über Forschungsmittel für historische, sozial- und kulturwissenschaftliche Projekte mit einem engen Bezug zu den Quellenbeständen und Fragestellungen des Sozialarchivs. Von 2007 bis 2012 wurden 28 Gesuche genehmigt, es handelt sich um Dissertationen, Publikations- und Archivierungsprojekte. Ende 2012 waren 19 Projekte abgeschlossen, 10 Monografien liegen gedruckt vor.

Schon 2011 beschloss der Vorstand, in den kommenden zwei Jahren einen neuen Akzent zu setzen, indem er eine Tradition des Sozialarchivs wieder aufnahm. Das Sozialarchiv hat in unregelmässigen Abständen immer wieder viel beachtete Publikationen angeregt, mitproduziert oder selber herausgegeben. Dazu zählen einige Sammelbände zur Schweizer Sozialgeschichte, allen voran „Arbeitsalltag und Betriebsleben“, 1981 zum 75-jährigen Jubiläum des Sozialarchivs herausgegeben, oder „Bilder und Leitbilder im sozialen Wandel“, erschienen 1991. An diese Tradition wird nun wieder angeknüpft mit einer Publikation zum Thema „Work in Progress. Arbeit in der Schweiz“. Es wird sich um einen Sammelband handeln, der historische, politologische, soziologische und auch ethnologische Beiträge in sich vereint. Das geplante Publikationsprojekt wird die Veränderungen der Arbeit, die heute vor allem im Zusammenhang mit der Globalisierung diskutiert werden, in einer historischen Perspektive situieren.

Das Buchprojekt steht unter der Leitung von Prof. Dr. Jakob Tanner und Dr. Brigitta Bernet, Historikerin am Institut für Geschichte an der ETH. Die Publikation wird von der Kommission „Forschung Ellen Rifkin Hill“ begleitet und aus Mitteln des Fonds „Ellen Rifkin Hill“ finanziert. Das Erscheinen des Buches ist auf 2014 geplant.

> Geförderte Projekte (PDF, 120 KB)