Am Abend des 27. Juni 1991 konnten Herr und Frau Schweizer in der Tagesschau live den Beginn eines Krieges verfolgen, der sich in verschiedenen Phasen bis zum Ende des Jahrzehnts fortsetzen sollte und den Hoffnungen auf eine friedlichere Zukunft nach dem Ende des Kalten Krieges einen brutalen Dämpfer versetzte. Kamerateams des österreichischen Fernsehens berichteten direkt von der Grenze über die ausgebrochenen Kämpfe zwischen Einheiten der Jugoslawischen Volksarmee und Sicherheitskräften Sloweniens, das zwei Tage zuvor seine Unabhängigkeit erklärt hatte. Nach einer weit verbreiteten Ansicht brach damit erstmals seit dem Zweiten Weltkrieg wieder ein Krieg in Europa aus.
Ganz korrekt war dies zwar nicht. Im Anschluss an den Zweiten Weltkrieg hatte in Griechenland 1946 bis 1949 ein brutaler Bürgerkrieg getobt. Auf Zypern gab es 1955 bis 1959 einen bewaffneten Aufstand gegen die britische Kolonialherrschaft, gefolgt von bürgerkriegsartigen Unruhen zwischen griechischen und türkischen Zypriot:innen 1963/64 und 1974 dann einem griechisch-nationalistischen Putsch mit anschliessender türkischer Invasion, was zur faktischen Teilung der Insel führte. Im Baskenland und in Nordirland eskalierten ab Ende der 1960er Jahre Konflikte in einer Art und Weise, dass oft von Krieg bzw. Bürgerkrieg die Rede war (s. SozialarchivInfo 1/2019). Hinzu kamen sowjetische Militärinterventionen in der DDR 1953, Ungarn 1956, der Tschechoslowakei 1968 sowie Litauen und Lettland Anfang 1991 (s. SozialarchivInfo 5/2016 und 1/2018), ebenso Militärputsche gegen demokratische Regierungen in der Türkei 1960, 1971 und 1980 sowie in Griechenland 1967 und gegen diktatorische Regime in Portugal 1974 und Rumänien 1989 (s. SozialarchivInfo 1/2024).
Die jugoslawischen Zerfallskriege stellten aber an Intensität und Brutalität alle gewaltsamen Konflikte in Europa seit dem Zweiten Weltkrieg und seinen Ausläufern in Griechenland in den Schatten und liessen in der westlichen Publizistik die aus der Jahrhundertwende stammende Metapher vom «Pulverfass Balkan» wieder aufleben. Während das Auseinanderbrechen der Sowjetunion 1991 letztlich eine verspätete (und unvollständige) Dekolonisation darstellte und die Auflösung der Tschechoslowakei im Jahr darauf im Modus einer einvernehmlichen Trennung erfolgte, spielten beim Zerfall Jugoslawiens strukturelle (v. a. wirtschaftliche, soziokulturelle und erinnerungspolitische) Faktoren sowie das unheilvolle Wirken vermeintlicher «Strongmen» vor dem Hintergrund einer geopolitischen Disruption in katastrophaler Art und Weise zusammen.
Vom imperialen Grenzgebiet über den nationalistischen Gewaltraum zum titoistischen Vielvölkerstaat
Mit den Jugoslawienkriegen zerfiel ein Staat, dessen Geschichte bis zum Ende des Ersten Weltkriegs zurückreichte. Das Gebiet des nachmaligen Jugoslawiens hatte sich bis zu Beginn des 20. Jahrhunderts im Grenzbereich der Imperien der Habsburger und Osmanen befunden. Bereits im 19. Jahrhundert war mit dem «Jugoslawismus» die Idee einer Vereinigung aller Südslaw:innen in einem Staat aufgekommen. Als Führungsmacht eines solchen Zusammenschlusses erschien zunehmend Serbien, das seit 1830 ein autonomes Fürstentum im Osmanischen Reich bildete, 1878 die Unabhängigkeit erlangte und 1882 zum Königreich wurde. Konkurrierende Konzepte waren der «Illyrismus», der Zusammenschluss der Territorien von Kroatien, Slowenien und Bosnien unter kroatischer Führung im Rahmen des Habsburgerreiches, und der «Panslawismus», die kulturelle und politische Einheit aller slawischen Völker unter russischer Führung. Abseits dieser Gedankenspiele intellektueller und politischer Eliten waren nationale Identifikationen bei der breiten bäuerlichen Bevölkerung Südosteuropas aber bis zur Jahrhundertwende noch sehr fluide. Erst dann erfasste der Nationalismus infolge grösserer gesellschaftlicher Mobilität, der Entwicklung eines national(istisch)en Presse- und Vereinswesens sowie politischer und wirtschaftlicher Modernisierungskrisen und Kriegen immer breitere Bevölkerungsschichten.
Im Verlauf des 19. Jahrhunderts brach die osmanische Herrschaft auf dem Balkan zunehmend zusammen. 1877 eskalierten ein serbisch-osmanischer Krieg und ein Aufstand gegen die osmanische Herrschaft in Bulgarien in einen russisch-osmanischen Krieg, dessen Beilegung auf dem Berliner Kongress 1878 die politische Landkarte Südosteuropas zulasten des Osmanischen Reiches stark veränderte. Unter anderem wurde die Unabhängigkeit von Serbien und Montenegro anerkannt und beide Länder konnten ihre Territorien erweitern. Das Habsburgerreich erhielt zwecks Verhinderung der Bildung eines grossen südslawischen Staates das Recht zur Besetzung und Verwaltung des formal beim Osmanischen Reich verbleibenden Bosnien-Herzegowina, was dort auf starken Widerstand der muslimischen wie auch serbisch-orthodoxen Bevölkerungsteile stiess. 1908 löste die Annexion Bosnien-Herzegowinas durch das Habsburgerreich, mit der Wien nicht nur das Osmanische Reich, sondern auch die unabhängigen Balkanstaaten sowie das sich als Schutzherr der südslawischen Völker aufspielende Russland brüskierte, eine schwere internationale Krise aus. Unter russischer Förderung entstand daraufhin ein Militärbündnis zwischen Serbien, Bulgarien, Montenegro und Griechenland mit dem Ziel der Vertreibung des Osmanischen Reiches vom Balkan. Nach einem Krieg von Oktober bis Dezember 1912 musste das Osmanische Reich auf fast alle seiner über Jahrhunderte gehaltenen südosteuropäischen Territorien verzichten. Es kam aber sofort zu Konflikten unter den Siegermächten über die Verteilung der eroberten Gebiete, die in den zweiten Balkankrieg von Juni bis August 1913 mündeten, bei dem Serbien, Griechenland, Rumänien und das Osmanische Reich gegen Bulgarien kämpften.
Kurz nach den Balkankriegen, aus denen Serbien politisch gestärkt und mit stark vergrössertem Territorium (einschliesslich des Kosovo) hervorgegangen war, lösten im Sommer 1914 die Ermordung des habsburgischen Thronfolgepaares in Sarajevo durch bosnisch-serbische Nationalisten und die darauffolgende Kriegserklärung des Habsburgerreiches an Serbien den Ersten Weltkrieg aus, in dem Serbien, das während des Krieges zeitweise vollständig von österreich-ungarischen, deutschen und bulgarischen Truppen besetzt war, schliesslich auf der Siegerseite stand. Das am 1. Dezember 1918 gebildete «Königreich der Serben, Kroaten und Slowenen» unter dem serbischen Königshaus erwarb aus der Konkursmasse des Habsburgerreiches Slowenien, Kroatien-Slawonien, Dalmatien, Bosnien-Herzegowina und die Vojvodina, hinzu kamen noch Montenegro sowie Makedonien, das bis 1912 zum Osmanischen Reich gehört hatte und dann zwischen Serbien, Bulgarien, Griechenland und Albanien umstritten gewesen war. Zeitgenössische Literatur zur Entwicklung vor und nach der Gründung des ersten Jugoslawiens findet sich im Sozialarchiv etwa in der Geschenkbibliothek des Buchbinders und Gewerkschafters Josef Veselic.
Der neue Staat umfasste eine kulturell heterogene Bevölkerung: Neben den Sprecher:innen von Variationen des südslawischen Dialektkontinuums, das eine Abgrenzung von «Nationalsprachen» umstritten machte und in zwei verschiedenen Alphabeten geschrieben wurde, gab es albanische, ungarische, deutsche und weitere sprachliche Minderheiten. In religiöser Hinsicht waren Orthodoxie, Katholizismus, Islam und Judentum präsent. Hinzu kam ein starkes wirtschaftliches Entwicklungsgefälle zwischen ehemals habsburgischen und ehemals osmanischen Landesteilen. Und die unterschiedlichen Vergangenheiten in verschiedenen Imperien hatten in den einzelnen Regionen zur Herausbildung je eigener Nationalmythen (in Serbien insbesondere des ursprünglich religiösen, im 19. Jahrhundert dann nationalisierten Kosovo-Mythos um die Schlacht auf dem Amselfeld von 1389) geführt.
Die serbische Dominanz im zentralistisch verfassten Staat stiess im Verlauf der 1920er Jahre zunehmend auf Opposition, vor allem aus Kroatien. Vor dem Hintergrund dieser Konflikte sowie einer allgemeinen Tendenz zu Autoritarismus im Europa der Zeit setzte König Alexander I 1929 in einem Staatsstreich die Verfassung ausser Kraft, löste das Parlament auf und errichtete eine Königsdiktatur. Die zugleich erfolgende Änderung des Staatsnamens in «Königreich Jugoslawien» erreichte aber ihren Zweck der Festigung einer jugoslawischen Identität nicht. Fünf Jahre darauf fiel Alexander einem Attentat in Marseille, hinter dem eine Verschwörung bulgarisch-makedonischer Nationalisten und kroatischer Faschisten stand, zum Opfer. Die innerjugoslawischen Spannungen hielten an und wurden auch durch Gewährung weitgehender Autonomie an Kroatien 1939 nicht gelöst.
Im Zweiten Weltkrieg ging mit dem Balkanfeldzug der Achsenmächte im Frühjahr 1941 das erste Jugoslawien unter. Sein Territorium wurde von Deutschland, Italien, Ungarn und Bulgarien besetzt, die verschiedene Grenzregionen annektierten. In Kroatien und Bosnien-Herzegowina entstand der von den Achsenmächten abhängige «Unabhängige Staat Kroatien» unter der Diktatur der faschistischen Ustaša, die mit brutaler Gewalt eine homogene kroatische Bevölkerung herstellen wollte und in einem umfangreichen System von Konzentrationslagern Hunderttausende von Serb:innen, Jüdinnen und Juden, Roma und antifaschistischer Oppositioneller ermordete. Vor diesem Hintergrund wurden dann die kroatischen Unabhängigkeitsbestrebungen des späten 20. Jahrhunderts von serbischer Seite häufig als Wiederaufleben des äusserst gewalttätigen Ustaša-Faschismus interpretiert.
In Serbien richteten die deutschen Besatzer eine einheimische Kollaborationsregierung mit Milizen ein, die bei der Aufstandsbekämpfung sowie Ermordung von Jüdinnen, Juden und Roma mithalfen. Auf Seite der Achsenmächte kämpften auch die Slowenische Heimwehr («Domobranzen»), die aus Jugoslawiendeutschen gebildete SS-Freiwilligen-Gebirgs-Division «Prinz Eugen», die vor allem aus muslimischen Bosniern gebildete, von Mohammed Amin al-Husseini, dem ehemaligen Grossmufti von Jerusalem und späteren politischen Mentor Jassir Arafats, organisierte SS-Waffen-Gebirgs-Division «Handschar», die vor allem aus Kosovo-Albanern gebildete SS-Waffen-Gebirgs-Division «Skanderbeg» und eine Kosaken-Kavallerie-Division in deutschen Diensten. Gegen die Besatzungsmächte und Kollaborateure leistete ab Sommer 1941 die stark kommunistisch beeinflusste, aus allen Teilen Jugoslawiens stammende Partisanenbewegung Titos Widerstand. Daneben existierten serbisch-monarchistische Tschetnik-Verbände, die anfangs im Auftrag der königlichen Exil-Regierung Jugoslawiens handelten und von Grossbritannien unterstützt wurden, sich dann aber zunehmend auf den Kampf gegen die mit den Alliierten verbündeten Partisanen konzentrierten und dabei auch mit den Besatzungsmächten zusammenarbeiteten.
Aus dieser komplexen Konfliktkonstellation mit zahlreichen Kriegsverbrechen von allen Seiten ging die Partisanenarmee, die im Oktober 1944 Belgrad einnahm, als Siegerin hervor. Anders als in anderen Teilen Osteuropas spielte die Sowjetunion bei der Errichtung der kommunistischen Herrschaft in Jugoslawien eine untergeordnete Rolle, was bald eine selbstbewusstere Haltung gegenüber Moskau ermöglichte. Bei Kriegsende und unmittelbar danach kam es zu zahlreichen Massakern an Kollaborateuren und Faschisten (die in der kroatisch-nationalistischen Erinnerungskultur dann teilweise zu einem antikroatischen Genozid umgedeutet werden sollten) sowie zur Verfolgung und Vertreibung der jugoslawiendeutschen Minderheit (s. SozialarchivInfo 2/2025). Die politischen Gruppierungen ausserhalb der kommunistisch geführten Volksfront, die bei den von der Opposition boykottierten Wahlen 1945 auf rund 90% der Stimmen kam, wurden rasch ausgeschaltet. Die am 29. November 1945 proklamierte «Föderative Volksrepublik Jugoslawien» bestand aus den sechs Teilrepubliken Serbien (mit den beiden autonomen Provinzen Vojvodina und Kosovo), Kroatien, Slowenien, Bosnien-Herzegowina, Makedonien und Montenegro.
In den folgenden Jahren wurde die Wirtschaft nach sowjetischem Vorbild verstaatlicht und zentraler Planung unterworfen. In den ersten Nachkriegsjahren leisteten Kommunist:innen aus anderen Ländern Hilfe beim wirtschaftlichen Aufbau. Der Basler Hans Stebler, dessen Nachlass sich im Sozialarchiv befindet, beteiligte sich 1946 am Bau der Eisenbahnlinie von Brčko nach Banovići. Im folgenden Jahr war er Leiter der 86-köpfigen «Schweizer Arbeitsbrigade» in Jugoslawien. Auch gab es Hilfsaktionen der vom Bundesrat initiierten «Schweizer Spende an die Kriegsgeschädigten» und verschiedener Schweizer Hilfswerke sowie einen vom aus Vukovar stammenden ETH-Professor und Chemie-Nobelpreisträger Leopold Ružička ins Leben gerufenen Schweizerisch-Jugoslawischen Hilfsverein. In jener Zeit kam es zu Gesprächen über einen Beitritt Albaniens zu Jugoslawien oder gar eine Balkanföderation mit Bulgarien sowie als weiteren potenziellen Mitgliedern Griechenland oder Rumänien. Die Konflikte um diese Projekte trugen zum (in der Sachdokumentation des Sozialarchivs mit zahlreichen Kleinschriften vertretenen) Bruch zwischen Tito und Stalin 1948 und zum Ausschluss der jugoslawischen Kommunistischen Partei aus der Kominform bei. Dieser führte dazu, dass die Repression gegen Oppositionelle nun auch auf vermeintliche Stalinist:innen ausgeweitet wurde, die zu Tausenden in Zwangsarbeitslagern landeten.
In der Folge betrieb Jugoslawien eine eigenständige Aussenpolitik und folgte auch in der Organisation der Wirtschaft nicht mehr dem sowjetischen Modell, was beides unter dem Begriff des «Titoismus» subsumiert wurde. Ab den 1950er Jahren verfolgte das Land aussen- und bündnispolitisch einen Sonderweg zwischen den Blöcken von Ost und West. 1961, auf dem Höhepunkt der Dekolonisation (s. SozialarchivInfo 3/2020), gehörte es zusammen mit Indien und Ägypten zu den Initiatoren der Bewegung der Blockfreien Staaten, deren Gründungskonferenz in Belgrad stattfand und der sich zahlreiche Staaten des Globalen Südens anschlossen. Im Inneren wurde ab den frühen 1950ern die zentralistische Planwirtschaft in ein System mit Selbstverwaltung durch Arbeiterräte in den Betrieben und Marktelementen umgebaut, dessen Funktionsweise, wie eine Reihe von Abhandlungen in der Bibliothek des Sozialarchivs zeigt, internationales Interesse auf sich zog. Sowohl linkssozialistische Kreise im Westen (so noch in der Programmrevisionsdebatte der Sozialdemokratischen Partei der Schweiz um 1980) und Globalen Süden als auch reformkommunistische Kräfte im Ostblock liessen sich vom jugoslawischen Modell inspirieren. Dieses Interesse hat sich beispielsweise in den im Sozialarchiv gelagerten Nachlässen des linkssozialistischen VPOD-Funktionärs Max Arnold (der 1956 eine Studienreise nach Jugoslawien leitete) und des führenden Wirtschaftsreformers des Prager Frühlings und späteren St. Galler Ökonomieprofessors Ota Šik niedergeschlagen. In den Akten des Schweizerischen Arbeiterhilfswerks im Sozialarchiv finden sich aus jener Phase verschiedene Hilfsprojekte, Schulungen für jugoslawische Fachkräfte sowie Lager für Kinder aus Jugoslawien.
Bis in die 1960er Jahre durchlief Jugoslawien eine Phase rascher Industrialisierung und Urbanisierung und hoher Wachstumsraten, allerdings um den Preis hoher internationaler Kreditaufnahme. Beim Wachstum der Industrieproduktion lag das Land in der zweiten Hälfte der 1950er Jahre vor Japan weltweit an der Spitze. 1954 bis 1964 stieg das Bruttosozialprodukt im Schnitt um 8,6% pro Jahr, die Industrieproduktion um 12,3% und die Realeinkommen um 5,3%. In der (zumindest rückblickend) «goldenen Zeit» des zweiten Jugoslawiens in den 1960er Jahren ging damit wirtschaftliche Prosperität einher mit einem positiven internationalen Image. Ebenso profitierte das Land von im Vergleich zu den Ostblockstaaten offenen Grenzen. Ab den 1960ern boomte der devisenträchtige Mittelmeertourismus aus dem Westen. Umgekehrt gingen viele Jugoslaw:innen als «Gastarbajteri» nach West- und Mitteleuropa. Ihre Überweisungen in die Heimat glichen ab den späten 1960ern, als der Wirtschaftsmotor ins Stottern kam, zunächst noch einen grossen Teil des jugoslawischen Leistungsbilanzdefizits aus. Ihre grosse Zahl widerspiegelte aber auch die wachsende offizielle und verdeckte Erwerbslosigkeit in Jugoslawien.
Auch die Schweiz, welche mit Jugoslawien 1962 einen bilateralen Sozialversicherungsvertrag abschloss, wurde zum Ziel jugoslawischer Arbeitsmigration auf Basis des Saisonnierstatuts – zunächst vor allem im Gesundheitswesen und der Landwirtschaft, dann schwerpunktmässig in Bauwirtschaft und Tourismus. Betrug der Anteil von Jugoslaw:innen an der ausländischen Wohnbevölkerung in der Schweiz noch 1960 lediglich 0,2%, so stieg er in der Folge rasant von 2,3% (1970) über 6,4% (1980) auf 12,5% (1990), womit die Jugoslaw:innen zur zweitgrössten Ausländer:innengruppe hinter den Italiener:innen wurden. In den Akten der Gewerkschaft Bau und Industrie im Sozialarchiv finden sich aus dieser Phase verschiedene Dossiers zur Integration jugoslawischer Arbeiter:innen.
Zu den wirtschaftlichen Problemen Jugoslawiens um 1970 gehörten nicht nur Verschuldung, Arbeitslosigkeit und Inflation, sondern auch anhaltende Disparitäten zwischen den Teilrepubliken, die in Verteilungskonflikte mündeten. Im «Kroatischen Frühling» 1970/71 mit Pamphleten und studentischen Demonstrationen wurden sowohl kultur- und sprachpolitische Forderungen erhoben als auch mehr Autonomie der Teilrepubliken und eine Neuaufteilung der zu einem bedeutenden Teil in Kroatien mit seiner langen Adriaküste erwirtschafteten Devisen verlangt. Titos Zentralregierung antwortete darauf unmittelbar mit Repression. 1974 wurde aber eine neue Verfassung erlassen, die die Kompetenzen der Teilrepubliken ausbaute, die 1967 gewährte, sehr weit gehende Autonomie der serbischen Provinzen Vojvodina und Kosovo bestätigte und den Teilrepubliken theoretisch das Recht zum Austritt aus Jugoslawien einräumte.
Der Weg in die Katastrophe
Als am 4. Mai 1980 Tito, der sich 1963 zum Präsidenten auf Lebenszeit gemacht hatte, im Alter von 87 Jahren verstarb, erschien die Zukunft Jugoslawiens ungewiss. Der Vorsitz des kollektiven Bundespräsidiums rotierte nun jährlich zwischen den Teilrepubliken und autonomen Provinzen, die wirtschaftlichen und staatspolitischen Probleme verschlimmerten sich aber weiter. Ein letztes Mal präsentierte sich Jugoslawien 1984 der Weltöffentlichkeit in einem positiven Licht mit den Olympischen Winterspielen in Sarajevo. Mitte der 1980er Jahre betrug die (sehr ungleich über die einzelnen Regionen verteilte) Arbeitslosenquote 16%, die jährlichen Inflationsraten waren dreistellig, das Aussenhandelsbilanzdefizit explodierte und der Dinar wertete sich rasant ab (gegenüber dem Dollar von 1 : 42 im Jahr 1981 über 1 : 457 im Jahr 1986 auf 1 : 1259 Ende 1987). Ende 1988 leitete das Bundesparlament die Privatisierung der Wirtschaft ein und schaffte das Selbstverwaltungssystem ab. Auf Anraten des Internationalen Währungsfonds folgte eine Schocktherapie mit eingefrorenen Löhnen, Subventionsstopps und Ausgabenkürzungen. Dadurch wurde zwar die Währung etwas stabilisiert, die Produktion brach aber ein, viele Arbeitsplätze verschwanden, die Hälfte der Betriebe war vom Bankrott bedroht und die Verteilungskonflikte zwischen den Teilrepubliken verschärften sich noch mehr.
Das ideologische und personelle Vakuum, das mit Titos Tod entstanden war, wurde in der wirtschaftlichen Krisensituation zunehmend von Nationalismen und Nationalisten gefüllt. Aversionen aus der unbewältigten Gewaltgeschichte des Zweiten Weltkriegs und davor, die während vier Jahrzehnten unter dem Deckel gehalten und in der mittleren Tito-Zeit angesichts wirtschaftlicher Prosperität und zahlreicher Mischehen teilweise abgebaut worden waren, gelangten wieder an die Oberfläche und wurden für politische Ambitionen gezielt weiter geschürt. 1981 kam es zu Massenprotesten albanischer Studierender in Priština, bei deren Niederschlagung es zahlreiche Tote gab. Viele Demonstrant:innen forderten, wie schon bei Manifestationen Ende der 1960er Jahre, die Erhebung Kosovos zur Teilrepublik. Der Kosovo, der wirtschaftlich immer mehr zurückfiel, litt damals unter einer Arbeitslosigkeit von über 27%. Das Sozialprodukt pro Person betrug nur noch ein Drittel desjenigen Kernserbiens bzw. Gesamtjugoslawiens und ein Siebtel desjenigen Sloweniens.
1982 sprachen 21 serbisch-orthodoxe Priester und Mönche in einem Aufruf von einem «gut geplanten Genozid» der Albaner:innen an den Kosovo-Serb:innen. 1983 wurde die Beerdigung des berüchtigten Ex-Geheimdienstchefs Aleksandar Ranković, der unter anderem für harte Repressionen im Kosovo verantwortlich gewesen war, in Belgrad zu einer serbisch-nationalistischen Massenkundgebung mit 100’000 Teilnehmenden. Im folgenden Jahr gab es serbische Demonstrationen gegen die kosovarische Autonomie. 1986 veröffentlichte die Serbischen Akademie der Wissenschaften und Künste das «Memorandum zur Lage der serbischen Nation in Jugoslawien», das den Titoismus als «antiserbische Doktrin» kritisierte und eine wirtschaftliche Diskriminierung Serbiens, Unterdrückung der Serb:innen in Kroatien und gar einen Völkermord an den Serb:innen im Kosovo behauptete. Damit etablierte sich der nationalistische Diskurs über einen drohenden «serbophoben» Genozid, dessen angebliche Täterschaft Anfang der 1990er Jahre dann von den Kosovo-Albaner:innen auf die Kroat:innen und gar die internationale Gemeinschaft erweitert wurde. Die gängige Methode populistischer Demagogie, gesellschaftliche Probleme und Konflikte zu einer existenziellen Bedrohungssituation hochzustilisieren und diese zur Mobilisation einer Massenbasis in ein simples «Wir»-vs.-«sie»-Schema zu pressen, wurde dadurch mit katastrophalen Folgen auf die Spitze getrieben.
Auch Slobodan Milošević, ab 1986 Vorsitzender des serbischen Bundes der Kommunisten und ab 1989 Präsident Serbiens, bediente sich zunehmend einer nationalistischen Rhetorik, so 1987 in einer Rede zu Serb:innen im Kosovo («Niemand darf Euch schlagen!») und 1989 bei seiner Ansprache zum 600. Jahrestag der Schlacht auf dem Amselfeld. Im Rahmen der von serbischen Intellektuellen und der Serbisch-Orthodoxen Kirche unterstützten «antibürokratischen Revolution» mit inszenierten Grossdemonstrationen 1987 bis 1989 wurden der Autonomiestatus von Vojvodina und Kosovo auf den Stand von 1963 zurückgestuft und die politischen Schaltstellen in Serbien, Montenegro, Vojvodina und Kosovo mit Gefolgsleuten Miloševićs besetzt. Ebenso erfolgte eine Verdrängung von Albaner:innen aus Verwaltung, Wirtschaft und Bildungswesen, was zur Entstehung von Parallelstrukturen führte. Der Abbau der Autonomierechte stiess bei der albanischen Bevölkerungsmehrheit im Kosovo auf heftigen Widerstand. Es gab Studierendenproteste und Boykotte staatlicher serbischer Einrichtungen. Im Februar 1989 traten Bergarbeiter in Trepča in den Hungerstreik, dann kam es zum Generalstreik und einer Kundgebung mit 300’000 Teilnehmenden. Als das serbische Parlament Ende März die Autonomie faktisch beseitigte, gab es im Kosovo schwere Unruhen mit Dutzenden von Toten. Im Juli 1990 löste Milošević dann Regierung und Parlament des Kosovo auf.
Zu den internen Problemen und Konflikten kam 1989 der Zusammenbruch der kommunistischen Regime im Ostblock (s. SozialarchivInfo 5/2019), der auch in Jugoslawien den Ruf nach freien Wahlen laut werden liess. Im September 1989 verankerte Slowenien in seiner Verfassung das Recht, Jugoslawien zu verlassen. Eine für Dezember geplante Grosskundgebung von Milošević-Anhänger:innen aus ganz Jugoslawien in Ljubljana wurde von slowenischen und kroatischen Polizeikräften verhindert. Daraufhin rief Milošević zu einem Boykott von Waren aus Slowenien auf, fror Guthaben slowenischer Firmen ein und liess ohne Rücksprache mit der jugoslawischen Nationalbank Dinar-Noten drucken, was die Inflation weiter anheizte. Slowenien, die wirtschaftlich stärkste Teilrepublik, reagierte mit dem Stopp von Zahlungen in den Bundesfonds für unterentwickelte Regionen.
Im Januar 1990 zerbrach auf dem 14. Kongress des Bundes der Kommunisten Jugoslawiens die Partei an den Gegensätzen zwischen den Teilrepubliken. Nachdem sämtliche Anträge der slowenischen Delegation für demokratische Reformen abgelehnt worden waren, verliess diese den Parteitag. Gegen Miloševićs Vorschlag, trotzdem weiter zu tagen, erhob die kroatische Delegation erfolgreich Einspruch. Der Bund der Kommunisten Sloweniens wandelte sich im Anschluss in die sozialdemokratische «Partei der demokratischen Erneuerung» um. Bei den ersten freien Wahlen im April 1990 wurde ihr Vorsitzender Milan Kučan zum Präsidenten gewählt. Bei der Parlamentswahl war sie zwar die stärkste Einzelpartei, unterlag aber dem Parteienbündnis «Demokratische Opposition».
Kurz danach fanden auch in Kroatien freie Wahlen statt, aus der die nationalistische, auch von der Katholischen Kirche unterstützte Partei HDZ von Franjo Tuđman als Siegerin hervorging. Eine Woche nach dem zweiten Wahlgang kam es in Zagreb Mitte Mai zu einer Massenschlägerei zwischen Fussballfans von Dinamo Zagreb und Roter Stern Belgrad, die rückblickend häufig als Startschuss zu den Zerfallskriegen gesehen wurde. Einen Tag darauf transportierte die Jugoslawische Volksarmee, bevor die neugewählten Parlamente Sloweniens und Kroatiens zusammengetreten waren, einen grossen Teil der Waffendepots der Territorialverteidigungskräfte der beiden Republiken ab – ausser in den Gebieten Kroatiens mit serbischer Bevölkerungsmehrheit. Ende Mai blieben bei einem Versuch, den 14. Parteikongress wiederaufzunehmen, sämtliche slowenischen sowie die meisten kroatischen und makedonischen Delegierten fern und der Bund der Kommunisten Jugoslawiens löste sich faktisch auf. Ebenso kam es zu keinen freien Wahlen auf jugoslawischer Bundesebene mehr.
Ab Sommer 1990 bereitete Slowenien zielstrebig seinen Austritt aus Jugoslawien vor und kündigte eigene Grenzkontrollen und eine eigenständige Aussen- und Wirtschaftspolitik an. In Kroatien stiess der nationalistische Kurs der neuen HDZ-Regierung, die symbolpolitisch zum Teil an den Ustaša-Staat anknüpfte, auf erbitterten Widerstand des serbischen Bevölkerungsteils, der durch Propaganda aus Belgrad zusätzlich geschürt wurde und bei der serbischen Bevölkerung zu einem Bedeutungsverlust moderater politischer Kräfte und zum Aufstieg radikaler Kreise führte. Im August 1990 kam es im Süden Kroatiens zu Strassenblockaden (sogenannte «Baumstammrevolution»), um die kroatische Tourismusindustrie zu schädigen, und Anfang September zur Ausrufung des «Autonomen Gebiets der Krajina». Im ehemaligen Grenzgebiet zwischen den Imperien der Habsburger und der Osmanen gab es einen hohen serbischen Bevölkerungsanteil aus Nachkommen der Wehrbauern, die von den Habsburgern ab dem 16. Jahrhundert an der «Militärgrenze» angesiedelt worden waren.
In einer im September 1990 erlassenen neuen Verfassung gab sich Serbien die Kompetenzen eigenständiger internationaler Beziehungen und der Verweigerung von Beschlüssen der jugoslawischen Zentralregierung und bestätigte den Abbau der Autonomierechte von Kosovo und Vojvodina. Im November und Dezember 1990 fanden in mehreren Teilrepubliken erstmals Mehrparteienwahlen statt. In Bosnien-Herzegowina splittete sich das Parteienspektrum – trotz anfänglicher Versuche, einen solchen Prozess rechtlich zu unterbinden – entlang ethnischer Linien, so dass aus dem Urnengang je eine muslimische, serbische und kroatische Partei als Sieger hervorgingen. Ähnlich wie die HDZ in Kroatien hatten sie abgesehen von der ethnonationalistischen Mobilisierung kaum politisch-programmatisches Profil. Der neue Präsident Alija Izetbegović bildete daraufhin eine Koalitionsregierung aus diesen drei Parteien. In Serbien errang Milošević einen überwältigenden Wahlsieg. In Kroatien stufte die im Dezember beschlossene neue Verfassung den serbischen Bevölkerungsteil vom «zweiten Staatsvolk» zur «Minderheit» herab. Einen Tag später hielt Slowenien ein Referendum über seine staatliche Zugehörigkeit ab, bei der sich über 95% für die Unabhängigkeit innert einem halben Jahr aussprachen. Verhandlungsversuche Sloweniens zur Umgestaltung Jugoslawiens in einen lockeren Staatenbund blieben in der Folge erfolglos.
Im ersten Halbjahr 1991 hielten die Führungen der sechs jugoslawischen Teilrepubliken zahlreiche bi-, tri- und multilaterale Treffen ab, ohne aber eine Lösung der Staatskrise oder eine friedliche Auflösung Jugoslawiens zu erreichen. Bis heute umstritten ist, ob bei einem Treffen zwischen Milošević und Tuđman in Karađorđevo Ende März über eine Aufteilung Bosniens zwischen Serbien und Kroatien verhandelt wurde. Angesichts des Umstandes, dass etwa ein Drittel der serbischen Bevölkerung Jugoslawiens ausserhalb der Teilrepublik Serbien lebte, kursierten im Hinblick auf das immer wahrscheinlicher werdende Auseinanderfallen des Bundesstaats Gerüchte und Ideen über die Abtrennung serbisch dominierter Gebiete anderer Teilrepubliken und ihren Anschluss an Serbien. Die im Februar 1991 gegründete Radikale Partei, die rasch zur zweitstärksten politischen Kraft Serbiens aufstieg, sprach sich gar für ein Grossserbien aus, dem nebst Montenegro und Makedonien ganz Bosnien-Herzegowina und ein grosser Teil Kroatiens einverleibt werden sollte. Ende März kam es zu einem ersten bewaffneten Zwischenfall zwischen krajina-serbischen Paramilitärs und kroatischer Polizei mit zwei Toten. Am 2. Mai töteten bei einem Scharmützel serbische Paramilitärs ein Dutzend kroatischer Polizisten. Wenige Tage darauf bildete die Jugoslawische Volksarmee in Kroatien Pufferzonen, in denen sich serbische Paramilitärs frei bewegen konnten.
Am 19. Mai 1991 hielt auch Kroatien ein Referendum ab, in dem 93% für die Unabhängigkeit votierten. Im selben Monat verweigerte das kollektive Bundespräsidium Jugoslawiens, in dem Miloševićs Gefolgsleute die Hälfte der Sitze innehatten, dem kroatischen Vertreter Stjepan Mesić die turnusgemässe Wahl zum Vorsitzenden, die erst Anfang Juli auf Druck der EG zustande kam. Am 21. Juni warnte US-Aussenminister James Baker, sein Land würde die Unabhängigkeit Sloweniens und Kroatiens nicht anerkennen. Ebenso machte die EG die Erhaltung Jugoslawiens zur Voraussetzung für weitere Wirtschaftshilfen. Dennoch proklamierten die Parlamente der beiden Republiken am 25. Juni auf gleichzeitig anberaumten Sitzungen die Unabhängigkeit und anerkannten sich gegenseitig als unabhängige Staaten. Noch in derselben Nacht erklärten das jugoslawische Bundesparlament und die Zentralregierung die Beschlüsse Sloweniens und Kroatiens für nichtig und ermächtigten Bundespolizei und Volksarmee, die Kontrolle über die Aussengrenzen und Grenzregionen zu übernehmen. Am 27. Juni begannen Kampfhandlungen in Slowenien als erste Phase der jugoslawischen Zerfallskriege.
Krieg und Gewalt in Slowenien, Kroatien und Bosnien
Im slowenischen 10-Tage-Krieg standen sich je etwa 30’000 Personen der slowenischen Territorialverteidigung und Polizei und der Jugoslawischen Volksarmee gegenüber. Letztere bombardierte am ersten Kriegstag den Flughafen Ljubljana und versuchte insbesondere, die Kontrolle über die Grenzübergänge zu Österreich zu erlangen, litt aber unter Sabotage- und Blockadeaktionen im Aufmarschgebiet Kroatien und dem Umstand, dass sich viele kroatische und bosnische Soldaten rasch den slowenischen Einheiten ergaben. Am 3. Juli kam ein Waffenstillstand zustande, am 7. Juli durch Vermittlung von EG, UNO und der österreichischen Regierung das Abkommen von Brioni. Darin verpflichteten sich Slowenien und Kroatien zur Aussetzung ihrer Unabhängigkeit für drei Monate, während derer eine friedliche Konfliktlösung gefunden werden sollte. Der 10-Tage-Krieg kostete 200 bis 300 Menschenleben. Seine kurze Dauer war wesentlich dadurch bedingt, dass in Slowenien keine nennenswerte serbische Minderheit lebte. Während der dreimonatigen Übergangsphase verliessen die Truppen der Jugoslawischen Volksarmee Slowenien und am 8. Oktober 1991 trat die Unabhängigkeit in Kraft.
War das Abkommen von Brioni für Slowenien ein Erfolg, so eskalierte in Kroatien während der Übergangsphase die Situation weiter und führte in einen mehrjährigen Krieg. Im August 1991 kontrollierten die waffentechnisch überlegenen serbischen Paramilitärs etwa ein Drittel des kroatischen Territoriums. In diesen Gebieten kam es zu Vertreibungen von etwa 170’000 Menschen und Massakern, an denen nebst serbischen Paramilitärs auch die Jugoslawische Volksarmee beteiligt war, so dass dort der nichtserbische Bevölkerungsanteil von April 1991 bis Juli 1992 von 48% auf 12% absackte. Am 27. August 1991 setzte der Ministerrat der EG die sogenannte Badinter-Kommission ein, um die völkerrechtlichen Fragen des Jugoslawienkonflikts zu klären. Am 25. September verhängte der UNO-Sicherheitsrat ein Waffenembargo über Jugoslawien, das faktisch aber den Konflikt nicht eindämmte, sondern zunächst das militärische Übergewicht der von der Jugoslawischen Volksarmee unterstützten bzw. auf deren Waffenlager zugreifenden serbischen Seite förderte. Am 7. Oktober, einen Tag vor Ablauf des Unabhängigkeitsmoratoriums, flog die Jugoslawische Volksarmee einen Luftangriff auf ein Regierungsgebäude in Zagreb. Am folgenden Tag brach Kroatien sämtliche staatsrechtlichen Beziehungen zu Jugoslawien ab.
Bereits Mitte September 1991 hatte die Schlacht um die ethnisch gemischte kroatische Grenzstadt Vukovar begonnen, die am 18. November durch die Jugoslawische Volksarmee und serbische Paramilitärs unter grossen Verlusten eingenommen wurde. Die Kämpfe forderten Tausende von Toten, es kam erneut zu Vertreibungen und verschiedenen Massakern, der grösste Teil der Wohngebäude und städtischen Infrastruktur wurde zerstört. Die Schlacht um Vukovar verschaffte aber der kroatischen Regierung Zeit zur Reorganisation ihrer Verteidigungskräfte, die durch Angriffe auf und Belagerungen von anderen Städten unter Druck standen. Ebenso hatten die Kampfhandlungen und Massaker von Vukovar erhebliche Auswirkungen auf die internationale Stimmung, die nun vom anfänglichen Bemühen um den Erhalt Jugoslawiens auf die Anerkennung Kroatiens und Sloweniens umschwenkte. Am 19. Dezember 1991 wurde in den serbischen Rebellengebieten Kroatiens die «Republik Serbische Krajina» proklamiert, die international keine Anerkennung erlangen konnte. Ebenso führte die kroatische Armee aber gegen Jahresende verschiedene erfolgreiche Operationen durch, was auf der serbisch-jugoslawischen Seite die Verhandlungsbereitschaft erhöhte.
Am 2. Januar 1992 kam auf Initiative von UNO-Vermittler Cyrus Vance ein Waffenstillstand zustande. Die Jugoslawische Volksarmee verpflichtete sich zum Abzug aus Kroatien (übergab dabei aber viele Waffen den serbischen Paramilitärs) und es erfolgten die Stationierung von Truppen der «United Nations Protection Force» (UNPROFOR) und die Einrichtung von vier UNO-Schutzzonen. Am 15. Januar anerkannte die EG (nachdem Deutschland diesen Schritt schon am 23. Dezember 1991 vollzogen hatte) Slowenien und Kroatien (das sich zuvor zur Verbesserung des verfassungsmässigen Minderheitenschutzes hatte verpflichten müssen) und am 22. Mai wurden die beiden Länder in die UNO aufgenommen. Der Konflikt in Kroatien war damit eingefroren, aber keineswegs beigelegt. Die Waffenstillstandslinie wurde faktisch (aber nicht völkerrechtlich) zur Staatsgrenze. Die Verhandlungen über eine Konfliktlösung kamen in der Folge nicht voran und die Vertriebenen konnten bis 1995 nicht zurückkehren. 1992 und 1993 flammten auch verschiedentlich neue Kämpfe auf.
Der Schwerpunkt des Krieges verschob sich nun aber von Kroatien auf Bosnien-Herzegowina. Die Entwicklungen und Ereignisse in den anderen jugoslawischen Teilrepubliken hingen 1990/91 zunehmend als Damoklesschwert über dem Land, das mit seiner multiethnischen Bevölkerung eine Art Jugoslawien im Kleinen darstellte. Die bosnische Hauptstadt Sarajevo war im Sommer 1991 Zentrum der jugoslawischen Friedensbewegung. Höhepunkt war ein Friedenskonzert mit Bands aus ganz Jugoslawien am 28. Juli 1991, für das Hunderttausende aus ganz Jugoslawien angereist waren und das live im Fernsehen übertragen wurde. Am 12. November demonstrierten erneut Zehntausende für ein friedliches Zusammenleben in Bosnien-Herzegowina. Zugleich wuchsen aber die innerbosnischen Spannungen. Die Perspektive auf einen serbisch dominierten restjugoslawischen Staat rief bei den muslimischen und kroatischen Bevölkerungsteilen Unabhängigkeitsbestrebungen hervor, wobei letztere nun teilweise auch mit einem Anschluss an Kroatien liebäugelten. Umgekehrt ventilierten führende serbisch-bosnische Politiker grossserbische Ideen.
Ab Mai 1991 forderte die bosnisch-serbische Regierungspartei unter Radovan Karadžić die Abtretung grosser Teile Nord- und Westbosniens und deren Vereinigung mit der Krajina, erklärte Gebiete mit serbischer Bevölkerungsmehrheit zu «Serbischen Autonomen Regionen» und boykottierte ab August 1991 die Sitzungen des bosnischen Staatspräsidiums. Ab September 1991 wurden in den «Serbischen Autonomen Regionen» Truppen der Jugoslawischen Volksarmee stationiert, die teilweise auch bei militärischen Aktionen gegen Kroatien zum Einsatz kamen. Ab Oktober 1991 verliessen die meisten serbischen Abgeordneten das bosnische Parlament. Am 10./11. November stimmten die bosnischen Serb:innen in einem inoffiziellen Referendum für einen gemeinsamen Staat mit Serbien, Montenegro und der Krajina. Eine Woche darauf proklamierte die Führung der bosnisch-kroatischen Regierungspartei die «Kroatische Gemeinschaft Herceg-Bosna». Am 9. Januar 1992, eine Woche nach dem Waffenstillstand in Kroatien, erfolgte die Ausrufung der bosnischen «Republika Srpska» mit Karadžić als Präsident, die sich zu einem Teilstaat Jugoslawiens erklärte. Vor diesem Hintergrund fand am 1. März 1992 ein bosnisches Unabhängigkeitsreferendum statt, bei dem sich 99% der Stimmenden bzw. zwei Drittel der Stimmberechtigten für die Unabhängigkeit aussprachen, das aber vom serbischen Bevölkerungsteil boykottiert wurde. Die Unabhängigkeit Bosnien-Herzegowinas wurde am 5. März proklamiert, am 6. April von der EG und am folgenden Tag von den USA anerkannt.
Ende März 1992 brach der Krieg in Bosnien-Herzegowina offen aus. Am 4. April begann die fast vierjährige serbische Belagerung Sarajevos, die etwa 11’000 Todesopfer fordern sollte. Am folgenden Tag gab es in der bosnischen Kapitale erneut eine grosse Friedensdemonstration mit Zehntausenden von Teilnehmer:innen, die ins Parlamentsgebäude strömten, wo zahlreiche Prominente, darunter Präsident Izetbegović, Reden hielten. Serbische Heckenschützen töteten dabei mit Schüssen in die Menge sechs Demonstrant:innen. Aber auch in Belgrad demonstrierten in der Folge – wie schon zuvor während des 10-Tage-Kriegs in Slowenien, bei der Schlacht um Vukovar oder der Belagerung von Dubrovnik – Zehntausende gegen den Krieg und gegen Milošević und solidarisierten sich mit den Bewohner:innen des eingeschlossenen Sarajevo. Die Antikriegsproteste in Serbien wurden unter anderem von Frauenbewegungen (z. B. «Frauen in Schwarz»), regierungsunabhängigen Medien und Rockbands organisiert und getragen.
Im zweiten Quartal 1992 eroberten bosnisch-serbische Streitkräfte, die am frühesten und stärksten gerüstet waren und von der Jugoslawischen Armee (die bei ihrem offiziellen Abzug im Mai den bosnischen Serben einen Grossteil ihrer Waffen und Ausrüstung sowie 60’000 Soldaten überliess) sowie Freiwilligen aus Serbien, Russland und weiteren Ländern unterstützt wurden, etwa 70% des Landes. Die bosnisch-kroatischen Streitkräfte erhielten insgeheim Unterstützung aus Kroatien. Am 15. Mai 1992 konstituierte sich eine Regierungsarmee von Bosnien-Herzegowina, die von Bosniaken dominiert war. Darüber hinaus wurde die bosniakische Seite von Freiwilligen aus zahlreichen islamisch geprägten Ländern unterstützt, von denen viele einen dschihadistischen Hintergrund (u. a. al-Quaida) hatten. Insgesamt waren an den Kämpfen in Bosnien-Herzegowina mindestens 45 verschiedene paramilitärische Gruppen beteiligt. Sie begannen im Sommer 1992 in den von ihnen kontrollierten Gebieten mit Vertreibungen und Massakern und es wurden auch Internierungslager eingerichtet, in denen zahlreiche Verbrechen (u. a. Massenvergewaltigungen) verübt wurden. Auch gab es sogenannte «Wochenendkrieger», die von Serbien aus Plünderungszüge nach Bosnien unternahmen, sowie offenbar ausländische Kriegstouristen, die dafür bezahlten, als Heckenschützen auf die Zivilbevölkerung von Sarajevo schiessen zu können.
Ebenso komplizierte sich nun die Konfliktkonstellation. Waren kroatische und bosniakische Streitkräfte zunächst verbündet gewesen, so hatten die Führer der serbischen und kroatischen Bosnier:innen am 6. Mai 1992 in Graz ein Abkommen zur territorialen Aufteilung Bosniens geschlossen und im Juni starteten Kämpfe zwischen kroatischen und bosniakischen Einheiten. Dieser «Krieg im Kriege» zwischen den ehemaligen Verbündeten eskalierte im Frühjahr 1993 und erlebte seinen symbolischen Höhepunkt mit der Zerstörung der aus dem 16. Jahrhundert stammenden Alten Brücke von Mostar durch gezielten kroatischen Granatbeschuss am 9. November 1993. Die kroatisch-bosniakischen Kämpfe endeten erst im März 1994 mit dem auf amerikanischen Druck von den Präsidenten Bosnien-Herzegowinas und Kroatiens unterzeichneten Washingtoner Abkommen, das zur Gründung der «Föderation Bosnien und Herzegowina» als Entität der hauptsächlich von Bosniak:innen und Kroat:innen bewohnten Teile Bosnien-Herzegowinas führte.
Im Sommer 1995 ereignete sich das grösste Kriegsverbrechen der jugoslawischen Zerfallskriege. Am 11. Juli nahmen bosnisch-serbische Einheiten die Stadt Srebrenica ein, die von der UNO zur Sicherheitszone erklärt worden war und wo sich viele Flüchtlinge aufhielten. In den folgenden Tagen ermordeten die Truppen unter Führung des bosnisch-serbischen Militärchefs Ratko Mladić über 8’000 bosniakische Männer und Knaben. Dieses Massaker, dessen Dimensionen erst in den folgenden Monaten allmählich bekannt wurden, haben später der Internationale Strafgerichtshof und der Internationale Gerichtshof als Völkermord eingestuft, es wurde aber noch lange von serbisch-nationalistischen Kreisen sowie internationalen rechts- und linksextremen Zirkeln (in der Bibliothek des Sozialarchivs etwa repräsentiert durch Schriften von Jürgen Elsässer, s. SozialarchivInfo 1/2024) und später der putinistischen Propaganda relativiert oder gar geleugnet. Die Rolle des schwachen, nur zur Selbstverteidigung ermächtigten und ausgerüsteten niederländischen Blauhelm-Kontingents in Srebrenica ist bis heute umstritten.
Daraufhin wendete sich das militärische Kräfteverhältnis. Im Sommer und Herbst 1995 eroberten bosniakische und bosnisch-kroatische Einheiten weite Gebiete im Westen Bosniens. Im September endete nach dreieinhalb Jahren die Belagerung Sarajevos. Seit Mai 1992 konnte die bosnische Kapitale nur noch durch die Luft versorgt werden. Im Juni 1992 wurde das Mandat der UNPROFOR um die Kontrolle des Flughafens von Sarajevo und im September auf die Sicherstellung der humanitären Versorgung in ganz Bosnien-Herzegowina erweitert. Durchschnittlich wurden während der Belagerungsjahre täglich 329 Granaten auf Sarajevo abgefeuert und Heckenschützen schossen gezielt auf Passant:innen in den Strassen. Der grösste Teil der Gebäude wurde zerstört oder beschädigt. Ende August 1992 wurde die Nationalbibliothek durch Beschuss schwer beschädigt, wobei über 2 Millionen Bücher und Dokumente verbrannten. Im Mai 1993 erklärte der UNO-Sicherheitsrat Sarajevo und die ebenfalls von bosnisch-serbischen Truppen belagerten Städte Bihać, Goražde, Tuzla und Žepa zu Schutzzonen und forderte vergeblich von allen Kriegsparteien, bewaffnete Angriffe und feindselige Akte in diesen Gebieten einzustellen. Zu den Aufgaben der UNPROFOR in Sarajevo gehörten neben der Aufrechterhaltung der Luftbrücke und der Versorgung der Bevölkerung mit Hilfsgütern auch Massnahmen zum Schutz der Zivilbevölkerung und zur Aufrechterhaltung elementarer Infrastrukturen.
Zur Durchsetzung des UNO-Flugverbots über Bosnien und zum Schutz der Blauhelmtruppen hielt sich die NATO seit August 1993 die Option von Luftangriffen offen. Die Strategie wurde im Februar 1994 verschärft mit einem Ultimatum zum Abzug sämtlicher schwerer Waffen aus einer Schutzzone von 20 Kilometern um Sarajevo. Bis Ende Februar wurden die meisten Stellungen innerhalb der Schutzzone durch Luftangriffe zerstört oder die schweren Waffen abgezogen. Im April erfolgte die Errichtung ähnlicher Schutzzonen um andere bosnische Städte und es kam zu verschiedenen Luftkämpfen. Im August 1994 flog die NATO weitere Luftangriffe gegen neuerlich in die Schutzzone um Sarajevo gebrachte schwere Waffen. Im Mai 1995 nahmen serbische Truppen 400 Blauhelmsoldaten als Geiseln und ketteten sie als menschliche Schutzschilde gegen NATO-Luftschläge an Munitions- und Waffenlager. Am 28. August 1995, wenige Wochen nach dem Massaker von Srebrenica, feuerten serbische Truppen fünf Mörsergranaten aus der Schutzzone um Sarajevo auf den Markale-Markt, töteten 37 Personen und verletzten 90 weitere. Zwei Tage darauf starteten UNO und NATO die «Operation Deliberate Force» mit Luftschlägen gegen die serbisch-bosnische Militärinfrastruktur um Sarajevo, Pale, Tuzla und Goražde, die drei Wochen andauerten und unter anderem die Belagerung von Sarajevo beendeten.
Ab Mai 1995 kam es auch wieder zu militärischen Operationen im Kroatienkrieg, die die Lage im seit 1992 eingefrorenen Konflikt radikal veränderten. Anfang 1995 hatte die «Zagreb 4-Gruppe», bestehend aus Vertretungen der USA, Russlands, Frankreichs und Deutschlands, in Zusammenarbeit mit dem UNO-Sicherheitsrat einen Plan für die friedliche Reintegration der abtrünnigen «Republik Serbische Krajina» in den kroatischen Staat unter Gewährung umfangreicher kultureller und teilweiser politischer Autonomie sowie der Rückkehr der 1991/92 Vertriebenen vorgelegt, der von der Führung der Krajina-Serb:innen aber abgelehnt worden war. In der Folge eroberte die mittlerweile von den USA ausgerüstete kroatische Armee Anfang Mai in einer nur 31-stündigen Operation Westslawonien von der «Republik Serbische Krajina» zurück. Als Vergeltung feuerten deren Paramilitärs Boden-Luft-Raketen auf die Zagreber Innenstadt, wobei sieben Menschen getötet wurden. Anfang August erfolgte dann in der viertägigen «Operation Sturm» die kroatische Rückeroberung der Krajina, die das faktische Ende der «Republik Serbische Krajina» bedeutete und zugleich die strategische Situation in Westbosnien zuungunsten der serbischen Streitkräfte veränderte. Die Zerschlagung der «Republik Serbische Krajina» ermöglichte die Rückkehr der 1991/92 Vertriebenen, im Verlauf der Operationen kam es aber seitens kroatischer Kräfte zu Kriegsverbrechen und etwa 200’000 Serb:innen flohen, teilweise dauerhaft, nach Bosnien oder Serbien.
Diese Entwicklungen von Sommer und Herbst 1995 brachten, unter massivem Druck der Clinton-Administration, die Konfliktparteien an den Verhandlungstisch. Ab Anfang November 1995 weilten die Präsidenten Bosniens, Serbiens und Kroatiens zu Gesprächen auf einer Airforce-Basis bei Dayton (Ohio) unter der Leitung von US-Aussenminister Warren Christopher, US-Chefunterhändler Richard Holbrooke, dem EU-Sonderbeauftragten Carl Bildt und dem stellvertretenden russischen Aussenminister Igor Ivanov. Nach drei Wochen fast ununterbrochener Verhandlungen in Klausur wurde das Dayton-Abkommen zur Beendigung des Bosnienkrieges paraphiert. Die Unterzeichnung durch die Präsidenten Bosniens, Serbiens und Kroatiens erfolgte am 14. Dezember 1995 in Paris. Als Zeugen fungierten die Präsidenten der USA, des Europäischen Rates und Frankreichs, die Ministerpräsidenten Grossbritanniens und Russlands und der deutsche Bundeskanzler. Gemäss dem Dayton-Abkommen blieb Bosnien-Herzegowina in den international anerkannten Grenzen bestehen und wurde von Restjugoslawien und Kroatien als unabhängiger Staat anerkannt. Im Inneren erfolgte eine starke Dezentralisierung zwischen den beiden «Entitäten» Republika Srpska mit 49% des Territoriums und der aus zehn «Kantonen» bestehenden bosniakisch-kroatischen Föderation Bosnien und Herzegowina mit 51% des Territoriums. Zur Überwachung der Waffenstillstandsvereinbarungen und Truppenentflechtungen trat an die Stelle von UNPROFOR die multilaterale Friedenstruppe IFOR unter NATO-Kommando, die dann Ende 1996 ihrerseits durch die bis 2004 präsente Stabilisierungstruppe SFOR abgelöst wurde.
Schätzungen zufolge forderte der Kroatienkrieg 11’000 bis 16’000, der Bosnienkrieg mindestens 100’000 Todesopfer. In Bosnien gab es 2,2 Millionen Vertriebene und über die Hälfte der Bevölkerung musste ihre Wohnorte dauerhaft verlassen. Die Methoden der Vertreibungen und Massaker, für die bald die Bezeichnung «ethnische Säuberungen» aufkam, standen in der Tradition von Gewaltpraktiken zur Herstellung «nationalstaatlicher» Strukturen in einer Region mit religiös und sprachlich heterogenen Bevölkerungen in der Zeit der schrittweisen Verdrängung des Osmanischen Reiches aus Südosteuropa im 19. und frühen 20. Jahrhundert und erneut während und unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg. Im Bosnienkrieg gehörten dazu auch Massenvergewaltigungen an geschätzt 20’000 bis 60’000 bosniakischen Frauen als systematisches Mittel der ethnopolitischen Kriegsführung.
Zur Verfolgung solcher Kriegsverbrechen hatte der UNO-Sicherheitsrat im Mai 1993 den Internationalen Strafgerichtshof für das ehemalige Jugoslawien in Den Haag eingesetzt, der bis 2017 Anklagen gegen 161 Personen erhob und 83 davon (mit einer Ausnahme alles Männer) verurteilte. Etwa zwei Drittel der Verurteilten waren Serb:innen, etwa ein Fünftel Kroaten, der Rest Bosniaken, Montenegriner, Makedonier oder Kosovo-Albaner. Einige prominente Angeklagte mussten sich erst geraume Zeit nach Kriegsende vor Gericht verantworten: Radovan Karadžić, der unter falschem Namen und mit stark verändertem Aussehen in Belgrad lebte, wurde 2008 festgenommen (und in der Folge zu 40 Jahren Haft verurteilt), Ratko Mladić sogar erst 2011 (und zu lebenslanger Haft verurteilt). Slobodan Milošević wurde 2001 ein halbes Jahr nach seinem Sturz von der neuen serbischen Regierung festgenommen und nach Den Haag überstellt, verstarb aber 2006 vor Abschluss seines Prozesses. Chefanklägerin des Strafgerichtshofs war von 1999 bis 2007 die ehemalige Schweizer Bundesanwältin Carla Del Ponte, deren zwei Memoirenbände in der Bibliothek des Sozialarchivs greifbar sind.
Epilog der jugoslawischen Zerfallskriege im Kosovo
Mit dem Ende der Kriege in Kroatien und Bosnien 1995 bestand die (oft als «Restjugoslawien» bezeichnete) Bundesrepublik Jugoslawien, wie sich der Staat seit 1992 nannte, nur noch aus Serbien und Montenegro. Neben Slowenien und Kroatien hatte im September 1991 auch Makedonien seine Unabhängigkeit verkündet und als einzige Teilrepublik Jugoslawien friedlich verlassen können. Im Kosovo war im September 1991 nach einem inoffiziellen Referendum die «Republik Kosova» ausgerufen worden, die 1992 ein Parlament und einen (Exil-)Präsidenten wählte, aber international nur von Albanien anerkannt wurde. In der zweiten Hälfte der 1990er Jahre eskalierte der seit zwei Jahrzehnten anhaltende Konflikt im Kosovo, der kein Gegenstand der Friedensvereinbarungen von 1995 gewesen war, noch mehr und mündete schliesslich in einen weiteren Krieg.
Die 1994 entstandene «Befreiungsarmee des Kosovo» (UÇK) verübte ab 1996 eine Reihe von Attentaten gegen Polizeistationen, tötete aber auch serbische Zivilist:innen und der «Kollaboration» bezichtigte Albaner:innen. Sie rekrutierte sich teilweise aus den geschätzt mehreren Tausend Kosovo-Albanern, die in den Kriegen der frühen 1990er Jahre auf kroatischer oder bosniakischer Seite gekämpft hatten. Parallel dazu verlor die 1989 gegründete liberal-konservative Demokratische Liga des Kosovo, die auf passiven Widerstand setzte, bei der jüngeren kosovo-albanischen Bevölkerung an Rückhalt. Zugleich flohen viele Menschen ins Ausland. Die Zahl der Kosovo-Albaner:innen, die jährlich in der Schweiz Asyl beantragten, stieg von 2’000 im Jahr 1989 über 5’300 im Jahr 1993 auf 30’000 auf dem Höhepunkt des Konflikts im Frühjahr 1999, als zur Unterstützung der zivilen Asylbehörden Teile der Schweizer Armee Assistenzdienst leisteten. Dann gingen die Zahlen stark zurück und in der zweiten Jahreshälfte 1999 sowie 2000 kehrte ein grosser Teil der Flüchtlinge in die Heimat zurück.
Im Frühjahr 1998 eskalierten die Kämpfe zwischen UÇK und serbischen Sicherheitskräften. Ende März verhängte der UNO-Sicherheitsrat deswegen ohne Gegenstimme ein Waffenembargo gegen Jugoslawien, betonte sein Engagement für die territoriale Integrität Jugoslawiens, rief die Kosovo-Albaner:innen zur Verurteilung terroristischer Methoden auf und forderte den Abzug der serbischen Sonderpolizei sowie eine politische Lösung des Konflikts. Als Reaktion liess Milošević Ende April in Serbien ein Referendum über «ausländische Vermittlung» im Kosovo-Konflikt abhalten, die – bei einem Boykott der Kosovo-Albaner:innen – mit 96% abgelehnt wurde. Die UÇK änderte nun ihre Strategie und ging zu einer grossangelegten Offensive über. Zur Jahresmitte kontrollierte sie etwa ein Drittel des kosovarischen Territoriums. Ab Juli eroberten die von serbischen Paramilitärs unterstützten Truppen der serbischen Sonderpolizei und der Jugoslawischen Armee aber die meisten Gebiete wieder zurück. Im Verlauf dieser Operationen kam es von beiden Seiten zu Gewaltexzessen, es wurden Hunderte albanischer Siedlungen zerstört und Zehntausende in die Flucht getrieben.
Mitte Juni 1998 vereinbarte der russische Präsident Boris Jelzin bei einem Treffen mit Milošević die Einrichtung einer internationalen «Kosovo Diplomatic Observer Mission» der aus den USA, Russland, Grossbritannien, Frankreich, Deutschland und Italien bestehenden «Balkan-Kontaktgruppe» und sicherte zu, dass Russland einen NATO-Einsatz im UNO-Sicherheitsrat blockieren würde. Aufgrund von Lageberichten dieser Mission gab der UNO-Sicherheitsrat Ende August und erneut Ende September seiner Besorgnis über die Eskalation der Kämpfe und die übermässige Gewaltanwendung durch serbische Sicherheitskräfte Ausdruck. Im Oktober forderte die Balkan-Kontaktgruppe ultimativ direkte Verhandlungen zwischen der serbischen Staatsführung und Vertretern der Kosovo-Albaner:innen. Unter internationalem Druck (u.a. Drohung mit NATO-Luftschlägen) stimmte die serbische Führung einem faktischen Waffenstillstand, dem Abzug der schweren Waffen, der Rückkehr der Binnenflüchtlinge und der Zulassung einer unbewaffneten «Kosovo Verification Mission» der OSZE zu.
Nach einer vorübergehenden Beruhigung flammten die Kämpfe Anfang 1999 erneut auf. Sie wurden zunehmend auch Teil eines Propagandakriegs, für den erstmals gezielt das Internet eingesetzt wurde. Besonderes internationales diplomatisches und mediales Aufsehen erregte das Massaker von Račak am 15. Januar 1999, dem 45 Kosovo-Albaner:innen, darunter eine Frau und ein Kind, zum Opfer fielen. Die OSZE-Mission beschuldigte die serbische Seite eines Verbrechens gegen die Menschlichkeit, während die jugoslawische Führung die aufgefundenen Leichen als von serbischen Polizisten im Kampf getötete UÇK-Angehörige darstellte. Die genauen Umstände des Ereignisses sind bis heute umstritten und Gegenstand propagandistischer Auseinandersetzungen. Zwei Wochen darauf kamen beim Massaker von Rogovo 24 Kosovo-Albaner, die meisten davon UÇK-Mitglieder, ums Leben.
Auf Initiative der Balkan-Kontaktgruppe fanden vom 6. bis 23. Februar 1999 im Schloss Rambouillet bei Paris Gespräche über eine politische Lösung des Kosovo-Konflikts unter Leitung der Aussenminister Frankreichs und Grossbritanniens statt. Verhandlungsparteien waren die Balkan-Kontaktgruppe und je eine jugoslawische und kosovo-albanische Delegation. Die von der Kontaktgruppe vorgelegten Vorschläge, die in Analogie zum Dayton-Abkommen eine weitgehende Autonomie Kosovos im Rahmen der Bundesrepublik Jugoslawien und der Republik Serbien und die Stationierung von NATO-Truppen zur Überwachung des Friedens vorsahen, wurden zunächst von beiden Konfliktparteien abgelehnt. Am 15. März wurden die Gespräche in Paris wieder aufgenommen. Die kosovo-albanische Delegation erklärte sich nun nach massivem Druck durch die US-Diplomatie bereit, die Vorschläge der Kontaktgruppe anzunehmen. Daraufhin stellte die NATO der jugoslawischen Führung ein erfolgloses Ultimatum, das Rambouillet-Abkommen ebenfalls zu unterzeichnen.
Ab dem 24. März 1999 setzte die NATO die seit dem Vorjahr vorbereitete Option eines militärischen Eingreifens in den Kosovo-Konflikt um. Die Luftschläge, an denen sich Kampfflugzeuge von 14 Mitgliedstaaten beteiligten, richteten sich anfänglich vor allem gegen die jugoslawische Militärinfrastruktur, im Verlauf der bis zum 10. Juni dauernden Operation aber zunehmend auch gegen zivile Einrichtungen, etwa die Kommunikations-, Verkehrs- und Energieinfrastruktur und Chemiefabriken. Zum ersten Mal seit Beginn der jugoslawischen Zerfallskriege wurden damit auch Belgrad und andere Gebiete Kernserbiens direkt von Kriegshandlungen betroffen, die auch etwa 500 zivile Todesopfer forderten.
Mit Beginn der Bombardierungen verlegte die Jugoslawische Armee starke Einheiten in den Kosovo, die mit grossangelegten Vertreibungen der albanischen Bevölkerung die Nachbarländer Makedonien und Albanien zu destabilisieren versuchten. Bis Ende Mai waren etwa 90% der kosovo-albanischen Bevölkerung auf der Flucht. Am 17. April ermordeten serbische Einheiten in Poklek 53 albanische Zivilpersonen, darunter 24 Kinder. Aufgrund der Erfahrung der «ethnischen Säuberungen» während der Kriege in Kroatien und Bosnien sowie der Vertreibungen und Massaker der vorangegangenen Monate tauchte in der internationalen Öffentlichkeit die Befürchtung einer längerfristig geplanten und seit Januar umgesetzten Vertreibung der gesamten kosovo-albanischen Bevölkerung auf. Die Existenz eines sogenannten «Hufeisenplans», der von serbischer Seite vehement in Abrede gestellt wurde, konnte aber bislang nicht bewiesen werden. Im Mai kam es zu schweren Bodenkämpfen zwischen von amerikanischen und britischen Militärs und Geheimdiensten vorbereiteten UÇK-Einheiten und der Jugoslawischen Armee, die bis zum 10. Juni die Kontrolle über das ganze kosovarische Territorium aufrechterhalten konnte.
Im Unterschied zu den Luftschlägen im Bosnienkrieg waren diejenigen während des Kosovokriegs nicht durch ein UNO-Mandat gedeckt. Aufgrund des absehbaren Vetos Russlands wurde die Operation nicht vor den UNO-Sicherheitsrat gebracht. Auch war die Bundesrepublik Jugoslawien seit 1992 kein UNO-Mitglied mehr. Zur Legitimation des Einsatzes wurden Menschenrechtsverletzungen durch jugoslawische Sicherheitskräfte vorgebracht, rückwirkend auch eine angeblich geplante «ethnische Säuberung». Nach dieser Argumentation handelte es sich um eine (völkerrechtlich freilich umstrittene, da mit dem Souveränitätsprinzip kollidierende) «humanitäre Intervention» ausserhalb des allgemeinen Gewaltverbots der UNO-Charta. In der rückblickenden völkerrechtlichen Diskussion war und ist die Legalität der Luftschläge umstritten, wobei die Argumentationen im Allgemeinen differenzierter sind als in zeitgenössischen und rückblickenden politischen Debatten.
Am 6. Mai 1999 legten die G-8-Staaten einen Friedensplan vor, dem Parlament und Präsident von Serbien am 3. Juni zustimmten und der nach schwierigen Verhandlungen in die Unterzeichnung des Abkommens von Kumanovo am 9. Juni mündete. Dieses sah die Einstellung der Feindseligkeiten, den Rückzug der Jugoslawischen Armee und serbischen Polizei aus dem Kosovo, die Stationierung einer multinationalen Friedenstruppe (KFOR) mit UNO-Mandat und unter NATO-Kommando im Kosovo und die Entwaffnung der UÇK durch die KFOR vor. Am 10. Juni billigte der UNO-Sicherheitsrat den Friedensplan und das militärische Abkommen. Zwei Tage darauf besetzten russische Einheiten der SFOR-Truppe aus Bosnien überraschend den Flughafen von Priština, um den anmarschierenden KFOR-Truppen zuvorzukommen. Bereitstehende russische Truppenverstärkungen konnten aber wegen einer Luftblockade nicht eingeflogen werden und ab Juli unterstellte Russland der KFOR (bis 2003) Soldaten. Parallel zum Abzug der jugoslawischen Truppen flüchteten nun Zehntausende von Serb:innen, Roma und Angehöriger anderer Minderheiten.
In der Folge wurde Kosovo bei anhaltender völkerrechtlicher Zugehörigkeit zu Jugoslawien ein UNO-Protektorat unter der Zivilverwaltung der «United Nations Interim Administration Mission in Kosovo» (UNMIK), in die die Schweiz Sachverständige entsandte, und militärischer Kontrolle der KFOR, an der ab Oktober 1999 als erster grösserer Einsatz bewaffneter schweizerischer Armeeangehöriger im Ausland auch das etwa 200-köpfige Swisscoy-Kontingent mitwirkte. Im Oktober 2000 fanden im Kosovo die ersten Lokalwahlen statt, im November 2001 Parlamentswahlen.
Nach dem Ende des letzten Jugoslawienkrieges war der Zerfallsprozess noch nicht ganz abgeschlossen und auch die politische Gewalt kam zu keinem vollständigen Ende. In der von den Kriegen der 1990er Jahre verschonten Republik Makedonien – die ansonsten von einem bis 2018 anhaltenden Streit mit Griechenland um den Staatsnamen betroffen war – entstand im Herbst 1999 ein Ableger der UÇK, der sich 2001 gewaltsame Auseinandersetzungen mit makedonischen Sicherheitskräften mit mehreren Dutzend Todesopfern lieferte. Der Konflikt mündete im August 2001 in einen Ausbau der albanischen Minderheitenrechte im Rahmenabkommen von Ohrid. 2003 verschwand der Name «Jugoslawien» von der politischen Landkarte, als die Bundesrepublik Jugoslawien sich in «Staatenunion von Serbien und Montenegro» umbenannte. Drei Jahre darauf sprachen sich die stimmberechtigten Montenegriner:innen in einem Referendum mit rund 55% für die Unabhängigkeit von Serbien aus. Im Februar 2008 proklamierte das kosovarische Parlament zum zweiten Mal nach 1992 die Unabhängigkeit von Serbien. Diese wurde in der Folge von einer Mehrheit der UNO-Mitgliedsstaaten anerkannt, bis heute aber weder von Serbien noch von selbst mit Sezessionsbestrebungen konfrontierten Ländern wie Russland, China und Spanien. 2015/16, im Vorfeld des Beitritts Montenegros zur NATO, kam es zu Unruhen sowie einem geplanten Putschversuch am Tag der Parlamentswahlen 2016, in dessen Zusammenhang mehrere serbische und montenegrinische Staatsbürger sowie russische Geheimdienstmitarbeiter verurteilt wurden. In Bosnien-Herzegowina verstärkten sich die seit den Unabhängigkeitserklärungen Montenegros und Kosovos schwelenden Abspaltungsbestrebungen der Republika Srpska ab etwa 2020 unter Förderung von Serbien und Russland.
Schweizerisch-(post)jugoslawische Verflechtungen
Die vielfältige Betroffenheit der Schweiz von den jugoslawischen Zerfallskriegen widerspiegelt sich in zahlreichen Beständen des Sozialarchivs. Die breite und durchaus nicht uniforme mediale Abdeckung zeigt sich in der Zeitungsausschnittsammlung, hinzu kommen verschiedene in der Datenbank Bild + Ton online konsultierbare Beiträge zu Jugoslawien im Sendearchiv von Radio LoRa. Diese Berichterstattung befasste sich auch mit der Rolle der Schweiz in der Diplomatie während der jugoslawischen Zerfallskriege. Von August 1992 bis Januar 1996 war Genf Schauplatz einer Serie von Konferenzen unter gemeinsamer Schirmherrschaft von UNO und EG/EU zur Lösung des Jugoslawienkonflikts («Genfer Jugoslawienkonferenz», s. SozialarchivInfo 3/2025), aus denen verschiedene Friedenspläne hervorgingen, deren Prinzipien schliesslich auch ins Dayton-Abkommen einflossen.
Die Schweiz selbst schloss sich (als damaliges Nichtmitglied) 1992 bis 1995 den UNO-Wirtschaftssanktionen gegen Jugoslawien an. Auch bei der Anerkennung der neuen Staaten folgte sie der internationalen Gemeinschaft und anerkannte 1992 Slowenien, Kroatien und dann Bosnien und 1993 Makedonien im Gleichschritt mit der EG. Im September 1991 stufte der Bundesrat Jugoslawien migrationspolitisch vom «zweiten» in den als «kulturfremd» betrachteten «dritten Kreis» herab und führte die Visumspflicht wieder ein, wodurch Jugoslaw:innen nicht mehr als Saisonniers rekrutiert werden konnten. 1994 verloren die bisherigen jugoslawischen Saisonniers die Möglichkeit, ihren Status zu erneuern und in eine B-Bewilligung umzuwandeln. 1998 bis 2000 beteiligte sich die Schweiz dann als Novität an den von der EU erlassenen Wirtschaftssanktionen gegen Jugoslawien. Am 19./20. April 1999 besuchte Bundespräsidentin Ruth Dreifuss den Kosovo und nahm am Tag nach ihrer Rückkehr, bei der sie 40 Flüchtlinge mitnahm, in einer Parlamentsrede eine Auslegeordnung der Schweizer Kosovo-Politik vor. Zu den verschiedenen Schweizer Hilfsmassnahmen gehörte ab September 1999 die Aktion «Kühe für Kosovo», bei der zur Unterstützung der kosovarischen Landwirtschaft 500 Rinder auf den Balkan geflogen wurden. 2006 sprach sich der Bundesrat für die Unabhängigkeit Kosovos aus und anerkannte diese 2008 als 19. Land zehn Tage nach ihrer Proklamation.
Zur Schweizer Jugoslawiendiplomatie liegen in der Bibliothek des Sozialarchivs etwa die Memoiren von Jean-Daniel Ruch vor, der als OSZE-Wahlbeobachter in Serbien, Montenegro und Kosovo, Schweizer Botschafter in Belgrad und diplomatischer Berater von Carla Del Ponte am Internationalen Strafgerichtshof für das ehemalige Jugoslawien wirkte. Materialien zur Schweizer Beteiligung an der KFOR sind in den sicherheitspolitischen Akten des Archivs der Sozialdemokratischen Partei greifbar. Die Juristin und Altnationalrätin Gret Haller, die von 1996 bis 2000 im Auftrag der OSZE als Ombudsfrau für Menschenrechte in Bosnien wirkte, legte 2004 einen kleinen Erfahrungsbericht vor. 2012 beleuchtete sie dann im Buch «Menschenrechte ohne Demokratie?», das sie an einer Veranstaltung zum Tag der Menschenrechte im Soziarchiv vorstellte, unter anderem das Menschenrechtsverständnis ohne demokratische Legitimation bei gleichzeitiger Ethnisierung der Staatsstrukturen im auf dem Dayton-Abkommen beruhenden neuen Bosnien-Herzegowina kritisch.
Aufgrund der starken Arbeitsmigration aus Jugoslawien seit den 1960er Jahren und der zunehmenden Fluchtmigration seit den späten 1980er Jahren lebte während der Zerfallskriege eine grosse und weiterwachsende Zahl von Menschen aus dem (post)jugoslawischen Raum in der Schweiz. Ohne die Eingebürgerten waren es 1990, im letzten Jahr vor Kriegsausbruch, 200’000, 2008, im Jahr der kosovarischen Unabhängigkeitserklärung, dann 320’000 Menschen. Um die Jahrtausendwende überholte diese Gruppe erstmals die Italiener:innen, die seit dem Zweiten Weltkrieg stets das mit Abstand grösste Ausländer:innenkontingent in der Schweiz gestellt hatten, und machte mehr als 4% der Gesamtbevölkerung der Schweiz aus. In den Beständen des Sozialarchivs finden sich zahlreiche und sehr verschiedene Quellen zu diesen Migrationsbewegungen – von Akten in den Archiven von Flüchtlingshilfsorganisationen und Gewerkschaften über zeitgenössische Diplomarbeiten aus Studiengängen der sozialen Arbeit zum Umgang mit bosnischen und kosovarischen Migrant:innen (s. SozialarchivInfo 1/2016) bis zu den Erlebnisberichten von Basrie Sakiri-Murati oder den «balkan-kids» in der Bibliothek sowie Selbstzeugnissen und Bildmaterial aus der Wanderausstellung «Da und fort», die auf Erzählworkshops mit über 70 Migrant:innen von 1998/99 beruhte, im Archiv und der Datenbank Bild + Ton. Während der 1990er Jahre kam es in Schweizer Städten zu einer Reihe von Demonstrationen serbischer Nationalist:innen, die zum Teil im Werkarchiv von Gertrud Vogler fotografisch dokumentiert sind.
Im Zuge der starken Immigration aus Jugoslawien ab den 1960er Jahren entstanden in der Schweiz auch zahlreiche jugoslawische Institutionen und Vereinigungen. Diese reichten von staatlich kontrollierten «Jugo-Schulen» über Kulturvereine und Sportklubs bis zu Restaurants. Auch gab es einen Dachverband der jugoslawischen Vereinigungen in der Schweiz mit engen Beziehungen zur jugoslawischen Botschaft. Deren Präsident wurde 1987 in Lausanne wegen nachrichtendienstlicher Tätigkeiten (u.a. Überwachung von Kosovo-Demonstrationen) verurteilt. Mit dem Auseinanderbrechen Jugoslawiens verschwanden einige dieser Organisationen, andere wandelten sich in serbische Institutionen um und es wurden, beispielsweise im Fussball, neue bosnische, kosovo-albanische oder makedonische Vereinigungen gegründet.
Schon früh waren auch Institutionen und Organisationen mit Distanz oder gar in expliziter Opposition zum titoistischen Staat entstanden. 1955 gründeten ehemalige Tschetniks einen «Club Culturel National Serbe en Suisse». 1960 wurde in Zürich der «Kroatische Verein in der Schweiz» aus der Taufe gehoben. Dessen Präsident Jure Petričević, der 1942 an der ETH in Agronomie doktoriert hatte, dann Landwirtschaftsfunktionär des Ustaša-Staates geworden war, 1945 flüchtete und Mitarbeiter des Schweizerischen Bauernverbandes wurde, veranstaltete während des «Kroatischen Frühlings» 1971 eine Konferenz kroatischer Intellektueller in Luzern und gründete in Brugg den «Adria Verlag», von dem einige Publikationen zu politischen und gesellschaftlichen Fragen Jugoslawiens aus den 80er Jahren in der Bibliothek des Sozialarchivs vorhanden sind. Ebenso existierte in der Romandie eine von Flüchtlingen ins Leben gerufene «Association d’entreaide des Yougoslaves en Suisse». Ab den 1960er Jahren entstanden in Zürich und Bern serbisch-orthodoxe Kirchgemeinden sowie in Zürich eine katholische Kroatenmission, die alljährliche Wallfahrten nach Einsiedeln veranstaltete. 1982 wurde in Biel das «Mouvement pour la république albanaise du Kosovo en Yougoslavie» gegründet, das zahlreiche Demonstrationen organisierte. Der seit 1954 in der Schweiz lebende Geschäftsmann, ehemalige kommunistische Politiker und liberale Philanthrop Adil Zulfikarpašić gründete Mitte der 80er Jahre in Zürich das Bosnische bzw. Bosniakische Institut als Kultur- und Forschungsinstitution mit umfangreichen landeskundlichen Sammlungen. Einige frühe Publikationen dieses Instituts, das nach Ende des Bosnienkrieges dann nach Sarajevo übersiedelte, sind in der Bibliothek des Sozialarchivs greifbar.
Besonders zahlreich war die Zuwanderung aus dem Kosovo. Ab 1981 hielt sich ein Grossteil der Führung der kosovo-albanischen Nationalbewegung in der Schweiz auf. 1981 wurden am Rande einer kosovarischen Demonstration in Genf zwei jugoslawische UNO-Korrespondenten tätlich angegriffen. 1984 gab es eine grosse Kundgebung in Bern. Auch in Zürich fanden ab den 1980er Jahren zahlreiche Kosovo-Demonstrationen statt, die teilweise in den Fotobeständen des Sozialarchivs dokumentiert sind. Ab 1993 weilte Hashim Thaçi, Mitorganisator der Studierendenproteste von 1989, als Asylant und Geschichtsstudent der Universität Zürich in der Schweiz, nahm dann 1999 als UÇK-Vertreter an den Rambouillet-Verhandlungen teil und wurde später Premierminister (mit einer zentralen Rolle bei der Unabhängigkeitserklärung 2008) und Präsident von Kosovo, bis er 2020 vom Kosovo-Kriegsverbrechertribunal in Den Haag angeklagt wurde. Dessen Verdikt wird für diesen Sommer erwartet. Zu Beginn des 21. Jahrhunderts lebten 10% aller Kosovo-Albaner:innen in der Schweiz und wurden auch Thema helvetischer Migrationsdebatten. Kontroverse Diskussionen riefen 2018 die Schweizer Fussballnationalspieler mit kosovarischen Wurzeln Granit Xhaka (dessen Vater in den späten 1980er Jahren in Jugoslawien längere Zeit inhaftiert gewesen war) und Xherdan Shaqiri hervor, als sie an der Weltmeisterschaft in Russland Tore gegen Serbien, dessen Fans zuvor mit antialbanischen Sprechchören und Porträts von Ratko Mladić provoziert hatten, mit der Handgeste des albanischen Doppeladlers feierten.
In zahlreichen Beständen zivilgesellschaftlicher Organisationen (Hilfswerke, Frauen-, Menschenrechts- und Friedensorganisationen, Gewerkschaften) im Sozialarchiv finden sich Materialien zu umfangreichen Aktivitäten während der Jugoslawienkriege. Sie reichen von Hilfsaktionen und Friedensprojekten vor Ort über Flüchtlingsbetreuung und Unterstützung (post)jugoslawischer Arbeitsmigrant:innen bis zu Informationskampagnen, Sammelaktionen und Antikriegsprotesten in der Schweiz. Dazu zählt das kleine Archiv des «Infokreises Ex-Jugoslawien», eines 1994 entstandenen Zusammenschlusses von Länderbeauftragten für Ex-Jugoslawien verschiedener Schweizer Hilfswerke und Friedensorganisationen.
Material zum Thema im Sozialarchiv (Auswahl)
- Ar 1.260.50 Sozialdemokratische Partei der Schweiz: Jugoslawien
- Ar 1.734.99 Sozialdemokratische Partei der Schweiz: Internationales: Osteuropa, Kaukasus
- Ar 1.734.129 Sozialdemokratische Partei der Schweiz: Internationale Vernetzung nach Ländern K-W
- Ar 1.734.137 Sozialdemokratische Partei der Schweiz: Militär, Sicherheit
- Ar 1.734.142 Sozialdemokratische Partei der Schweiz: Sicherheitspolitik
- Ar 20.651 Schweizerisches Arbeiterhilfswerk SAH: Ungarn/CSSR/Jugoslawien
- Ar 20.897.1-6 Schweizerisches Arbeiterhilfswerk SAH: Jugoslawien
- Ar 29.92.22 Schweizerischer Verband für Frauenrechte SVF: Handakten Ursula Nakamura-Stoecklin, Mappe 4: Hilfe für Frauen aus Ex-Jugoslawien
- Ar 56.15.14 POCH Zürich: Länder II
- Ar 80.35.6 Peace Brigades International PBI Schweiz: Balkan Peace Project
- Ar 91.60.5 Arbeitsgemeinschaft für Rüstungskontrolle und ein Waffenausfuhrverbot ARW II: Länderdossiers V
- Ar 98.20.6 cfd-Frauenstelle für Friedensarbeit: Aktionen 1991–1993
- Ar 98.40.5 cfd-Frauenstelle für Friedensarbeit: Aktivitäten 1988–2002
- Ar 107.3 Nachlass Rodolfo Olgiati: Schweizer Spende II
- Ar 134 Nachlass Ota Šik
- Ar 138.60.3 Nachlass Max Arnold: Nachtrag VPOD: Mappe 1: Studienreise nach Jugoslawien, Juli/August 1956
- Ar 146 Nachlass Hansjörg Braunschweig: Jugoslawien, Bosnien
- Ar 160.40.10 Nachlass Max Meier: «Der seit 1945 überwundene Krieg in Europa» 1991
- Ar 174.10.3 Vorlass Karl Aeschbach: Reden, Artikel: 1989–1996
- Ar 198.40.2 Nachlass Arnold Thiel: ZAFO Ausstellungen 1970 und 1981
- Ar 198.60.5 Nachlass René Muntwyler: Proteste: Jugoslawien (Kosovo-Konflikt)
- Ar 201.158 Da und fort – Wanderausstellung
- Ar 201.261 Infokreis Ex-Jugoslawien
- Ar 201.327 Osteuropa-Solidarität, Dokumentation Marc Schaffroth
- Ar 431.20.8 Gewerkschaft Bau und Industrie (GBI) Zürcher Oberland: Ausländerproblematik (I) ca. 1980–2000
- Ar 437.20.1-19 Frauen/Lesben-Archiv: Krieg in Ex-Jugoslawien
- Ar 437.31.3 Frauen/Lesben-Archiv: Bevölkerungspolitik Ex-Jugoslawien (ohne Kroatien) 1992–1995
- Ar 437.31.4 Frauen/Lesben-Archiv: Bevölkerungspolitik Kroatien ca. 1982–1996
- Ar 452.42.1+2 Gruppe für eine Schweiz ohne Armee GSoA: Ex-Jugoslawien
- Ar 452.65.20-23 Gruppe für eine Schweiz ohne Armee GSoA: Para Pacem: Infodienst zu Ex-Jugoslawien
- Ar 465.20.19 Frauenbefreiungsbewegung Zürich (FBB) / Autonomes Frauenzentrum Zürich: Diverse Frauengruppen gegen Nationalismus, Krieg, Projekte in Jugoslawien
- Ar 465.20.21 Frauenbefreiungsbewegung Zürich (FBB) / Autonomes Frauenzentrum Zürich: Studienwoche von Frauen aus dem ehemaligen Jugoslawien in Zürich
- Ar 507.0186 Greenpeace Schweiz: Atomwaffen: betr. u.a. Afghanistan, Golfkrieg, Nuclear Non Proliferation Treaty (NPT), Kosovo, Star Wars Programm der USA
- Ar 513.14.3 Frauen für den Frieden: Korrespondenz, Protokolle 1987–1998
- Ar 513.17.4 Frauen für den Frieden: Akten, Mappe 5: Kosovo 1997–1999 (darin u.a. Unterlagen betr. Frauen in Schwarz [Women in Black])
- Ar 579 Publ 1 Archiv Schweiz-Osteuropa (ASO): Poezija i proza, broj 122, 1. januar 1988. Kultumo-literarni bilten udruzenja Jugoslovena u Svajcarskoj.
- Ar 579 Publ 222 Archiv Schweiz-Osteuropa (ASO): Mehrere Presseartikel zum Direktor der Kosovo-Befreiungsarmee UCK, Hashim Thaqi, 1999
- Ar 579 Publ 246 Archiv Schweiz-Osteuropa (ASO): Kanton Kosovo, Sonntags-Zeitung, 29.10.2000
- Ar 579 Q 76 Archiv Schweiz-Osteuropa (ASO): Projekt «Kompetenzzentrum Balkan» (KZB): Konzept
- Ar 579 Q 86 Archiv Schweiz-Osteuropa (ASO): Text von Dr. Derek Müller, DEZA-Beauftragter für Bosnien-Herzegowina, Dezember 2001
- Ar 644.10.15 Sozialdemokratische Partei Stäfa: Protokolle: Korrespondenzen betreffend der Ausschaffung der Familie R. aus Mazedonien, 1999
- Ar 658.10.3 Vorlass Thomas Schnyder: Akten betr. Rückkehr nach Bosnien
- Ar 690.5.1 FIZ Fachstelle Frauenhandel und Frauenmigration: Frauenhandel, EU, Balkan: Zeitungs- und Zeitschriftenartikel Frauenhandel
- Ar 695.10.8 Dokumentation Beat Schaffer: Dokumente 1983
- Ar 714.10.12 Solidarité sans frontières (Sosf, BODS, AKS): BODS, Thema Kosovo, Ex-Jugoslawien
- Ar 1024.50.1-3 Nachlass Ueli Wildberger: Balkan Peace Team
- Ar 1028 Vorlass Jacob Schädelin
- Ar 1029 Nachlass Hans und Louise Stebler-Keller
- Ar 1037.11.5 Vorlass Heinz Nigg: Videogespräch mit dem Ethnologen und Psychoanalytiker Paul Parin aus Anlass des Kriegs in Ex-Jugoslawien
- Ar 1037.12.2 Vorlass Heinz Nigg: Migration in der Schweiz 1945–2000, Projekt «Da und Fort. Leben in zwei Welten»
- Ar 1037.13.10 Vorlass Heinz Nigg: Ausstellung «Da und fort»
- Ar 1051 Vorlass Jonathan Sisson
- Ar AI D 004-022 Amnesty International Schweizer Sektion: Jugoslawien Kampagne Mai-August 1985
- Ar AI D 004-023 Amnesty International Schweizer Sektion: Ex-Jugoslawien Aktion in Genf 1993
- Ar AI D 004-024 Amnesty International Schweizer Sektion: Ex Jugoslawien Aktion 1993, Bosnien 1995
- Ar AI D 004-025 Amnesty International Schweizer Sektion: Kosovo Krise ab Juni 1998, Kampagne Mai/Juni 1999
- Ar AI Y 001-016 Amnesty International Schweizer Sektion: Bosnien-Aktion «Lichter gegen den Krieg», 1993
- Ar AI Y 002-001 Amnesty International Schweizer Sektion: Solidaritätsaktion Bosnien 1993
- Ar GBI 01C-0004 Gewerkschaft Bau und Industrie: Akten des Zentralpräsidenten: Ausländische Arbeitnehmer (Spanien, Jugoslawien, Schwarzarbeit)
- Ar GBI 04A-0016 (4) Gewerkschaft Bau und Industrie: Hilfsprojekt in Bihac, Bosnien in Kooperation mit der DEZA
- Ar GBI 04A-0059 Gewerkschaft Bau und Industrie: Baugewerbe: Ausbildungskurse für Saisonarbeiter: Jugoslawien
- Ar GBI 05C-0003 Gewerkschaft Bau und Industrie: GBH-Kurs für jugoslawische Vertrauensleute
- Ar GBI 05C-0005 Gewerkschaft Bau und Industrie: Petition für Gleichberechtigung der jugoslawischen Arbeitnehmer
- Ar GBI 05C-0026 Gewerkschaft Bau und Industrie: Jugoslawische Abteilung
- Ar GBI 05C-0058 Gewerkschaft Bau und Industrie: Diverse Kursunterlagen (serbokroatisch); darin auch Typoskript «Jugoslawische Emigration in der Schweiz», verf. Komaromi, Mirjana
- Ar GBI 07A-0023 Gewerkschaft Bau und Industrie: Sektion Zürich (V): Diverse Aktivitäten (darin IG ausl. Arbeitnehmende, Kosovo, Jugendprojekte, Rechtsdienst Wahlen etc.)
- Ar sabz 125.2 Schweizerische Arbeiterbildungszentrale: Zusammenarbeit nach Ländern: Russland, Jugoslawien, Albanien
- Ar sabz 274.2 Schweizerische Arbeiterbildungszentrale: Cours pour migrant-e-s à Berne
- Ar SAH 20.971.9 Schweizerisches Arbeiterhilfswerk SAH: Aktionen und Projekte 1979–1993
- Ar SAH 20.971.17 Schweizerisches Arbeiterhilfswerk SAH: Flüchtlingsdienst Zürich
- Ar SAH 20.971.22 Schweizerisches Arbeiterhilfswerk SAH: Flüchtlingsdienst Basel
- Ar SAH 20.971.26 Schweizerisches Arbeiterhilfswerk SAH: Flüchtlinge Balkan
- Ar SAH 20.971.119 Schweizerisches Arbeiterhilfswerk SAH: Reisen, Diverses
- Ar SAH 20.971.125 Schweizerisches Arbeiterhilfswerk SAH: Aktionen, diverse: Teil 1: Jugoslawien 1958–1971
- Ar SAH 20.971.131 Schweizerisches Arbeiterhilfswerk SAH: Diverse Themen und Organisationen
- Ar SAH 20.972.9 Schweizerisches Arbeiterhilfswerk SAH: Spezielle Sammlungen 1939, 1984-1999
- Ar SAH 20.973.232 Schweizerisches Arbeiterhilfswerk SAH: Jugoslawien
- Ar SAH 20.973.233 Schweizerisches Arbeiterhilfswerk SAH: Kroatien, Bosnien-Herzegowina
- Ar SAH 20.973.269 SAH Ausland: Diverses
- Ar SGB G 765/9 Schweizerischer Gewerkschaftsbund (SGB): Regroupement familial facilité pour les familles des Balkans 1998–1999
- Ar SGB G 775/9 Schweizerischer Gewerkschaftsbund (SGB): Balkans occidentaux: dialogue social
- Ar SGB G 389/6 Schweizerischer Gewerkschaftsbund (SGB): Korrespondenzen mit Gewerkschaften der Balkanländer
- Ar SGB G 466/6 Schweizerischer Gewerkschaftsbund (SGB): Sekretariat: Korrespondenzen mit Gewerkschaften der Balkanländer
- Ar SGB G 669/4 Schweizerischer Gewerkschaftsbund (SGB): SAH: Protokolle
- Ar SGB G 736/3 Schweizerischer Gewerkschaftsbund (SGB): Pacte de stabilité pour les Balkans
- Ar SGB G 763/1 Schweizerischer Gewerkschaftsbund (SGB): Sekretariat: Korrespondenzen mit Gewerkschaften der Balkanländer
- Ar SGB G 767/8 Schweizerischer Gewerkschaftsbund (SGB): Serbien
- Ar SGB G 767/9 Schweizerischer Gewerkschaftsbund (SGB): Korrespondenzen mit Gewerkschaften der Balkanländer
- Ar SGB G 767/7 Schweizerischer Gewerkschaftsbund (SGB): Macédoine
- Ar SMUV 01D-0141 SMUV Gewerkschaft Industrie, Gewerbe, Dienstleistungen: Geschäftsleitung: Neutralitätsproblematik, Jugoslawischer Gewerkschaftsbund
- F 1010-MC0353_B Radio LoRa: Kosovo I
- F 1010-MC0354_B Radio LoRa: Kosovo II
- F 1010-MC0363_A+B Radio LoRa: Jugoslawien
- F 1063-028A+B Nachlass Christoph Lindenmaier: Radio LoRa Sonntagsgipfel, 20.12.1987: Wohin treibt Jugoslawien?
- F 1063-058B Nachlass Christoph Lindenmaier: Andreas Buro spricht zur Friedensbewegung nach der Pershing-Stationierung 1983, das Komitee für Grundrechte und Demokratie, die Friedensbewegung 1990er-Jahren, Krieg in Ex-Jugoslawien
- F 1063-059A Nachlass Christoph Lindenmaier: Andreas Buro, Mitgründer des Grundrechtekomitees, zum Krieg in Ex-Jugoslawien, Bellizismus Diskussionen in Deutschland, Gefahr des Demokratieabbaus und politische Perspektiven
- F 1063-065A Nachlass Christoph Lindenmaier: FERL/AIM, 02.02.1994, Bura Nr. 11: Diese monatliche Radiosendung wurde in verschiedenen Radios der Republiken des ehemaligen Jugoslawiens ausgestrahlt
- F 1063-071 Nachlass Christoph Lindenmaier: In Kosovo entsteht die grösste Militärbasis der USA seit dem Vietnamkrieg: Bondsteel 1999
- F 1032-CD_RPVERSG2005_01_13+16 Radioschule klipp+klang: Liederwunsch Kroatien
- F 5021 Da und fort – Leben in zwei Welten
- F 9035-001 Schweizerisches Arbeiterhilfswerk SAH: «The Devasted City», Erdbeben in Banja Luka, 1969
- F 9035-004 Schweizerisches Arbeiterhilfswerk SAH: «Zemljotres u Banjaluci», Erdbeben in Banja Luka, 1969
- F 9060-23-05 Szenario, Kurs 23, 2007, Video «Balkan connect»
- F 9083-058 Shedhalle: Vorstellungsrunde vom 25.10.1998 eines einwöchigen Workshops (27.–31.10.1998) mit Radio- und Videoproduzenten aus Ex-Jugoslawien und der Schweiz
- DS 2660 Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV): Srebrenica – 25 Jahre nach dem Genozid sind Kinder und Frauen marginalisiert und noch einmal traumatisiert
- KS 32/35 Jugoslawien
- KS 32/35a + b Jugoslawien
- KS 335/402:1 + 2 Kommunistische Partei Jugoslawiens (KPJ); Bund der Kommunisten Jugoslawiens (BdKJ): Schriften
- KS 335/402a Kommunistische Partei Jugoslawiens (KPJ); Bund der Kommunisten Jugoslawiens (BdKJ): Konflikt mit Stalin und Kominform
- KS 335/402b:1 + 2 Kommunistische Partei Jugoslawiens (KPJ); Bund der Kommunisten Jugoslawiens (BdKJ)
- KS 335/402c Kommunistische Partei Jugoslawiens (KPJ); Bund der Kommunisten Jugoslawiens (BdKJ): Schriften
- KS 338/40 Agrarpolitik & Landwirtschaft: DDR, Jugoslawien
- KS 338/286 Wirtschaftspolitik: Jugoslawien
- QS 23.9 Kriegsverbrechen; Verbrechen gegen die Menschlichkeit
- QS 69.0 C Asylpolitik & Flüchtlingswesen in der Schweiz
- QS K Osteuropa: gesamthaft
- QS KSJ Jugoslawien
- ZA 23.9 Kriegsverbrechen; Verbrechen gegen die Menschlichkeit
- ZA 48.1 Konferenzen der Neutralen & Blockfreien Staaten
- ZA 58.0 KSJ Kommunismus, kommunistische Parteien in Jugoslawien
- ZA 58.03 Titoismus ausserhalb Jugoslawiens
- ZA 69.0 C *2 Asylpolitik & Flüchtlingswesen in der Schweiz: Allg.
- ZA 91.0 *4 KSJ Agrarpolitik & Landwirtschaft in Jugoslawien
- ZA K Osteuropa: gesamthaft
- ZA KSJ Jugoslawien
- ZA KSJ Bundesrepublik Jugoslawien (Serbien, Montenegro, Kosovo)
- ZA KSJ *BH Bosnien Herzegowina
- ZA KSJ *K Kroatien
- ZA KSJ *Mk Mazedonien
- ZA KSJ *S Slowenien
- ZA KSJ *TD Jugoslawien: Sonderdossier: Josip Broz Tito; Milovan Djilas
- Aarburg, Hans-Peter von und Sarah Barbara Gretler: Kosova–Schweiz: Die albanische Arbeits- und Asylmigration zwischen Kosovo und der Schweiz (1964–2000). Wien 2008, 119829
- Akkaya, Gülcan: Nichtregierungsorganisationen als Akteure der Zivilgesellschaft: Eine Fallstudie über die Nachkriegsgesellschaft im Kosovo. Wiesbaden 2012, 128010
- Amberg, Lorenzo et al.: Pulverfass Balkan. Wettingen 2022, Gr 15510
- Analis, Dimitri T. et al.: Les Serbes et nous. Lausanne 1996, 101123
- Arnold, Pascal: Der UNO-Sicherheitsrat und die strafrechtliche Verfolgung von Individuen: Die ad hoc Tribunale zur Verfolgung von Kriegsverbrechen im ehemaligen Jugoslawien und in Ruanda sowie das Statut des Internationalen Strafgerichtshofs. Fribourg 1999, 106043
- The Associated labour act. Belgrad 1977, Hf 6580
- Association Solidarité Bosnie Genève (Hg.): Guide du chemin de paix: Nezuk – Potocari/Srebrenica, Bosnie-Herzégovine Est. Genf 2015, 134467
- Aspen Institute Berlin und Carnegie Endowment for International Peace (Hg.): Der trügerische Frieden: Bericht der Internationalen Balkan-Kommission. Reinbek 1997, 102433
- Bächler, Günther et al. (Hg.): Tod durch Bomben: Wider den Mythos vom ethnischen Konflikt: Ergebnisse der Internationalen State-of-Peace-Konferenz 1994. Chur/Zürich 1995, 100055
- Bachofner, Hans: Der Krieg ist wieder da – aber wir haben den Respekt verloren: Vortrag, gehalten anlässlich der ordentlichen Generalversammlung der «Schweizerzeit» Verlags AG am 19. Mai 1999 in Zürich. Flaach 1999, D 5578:33
- Baker, Catherine: Sounds of the borderland: Popular music, war and nationalism in Croatia since 1991. Farnham 2010, 134354
- Baker, Catherine: The Yugoslav Wars of the 1990s. London 2015, 133738
- Baković, Nikola: Brotherhood on the move: Ritual mobilities in the Second Yugoslavia. Zagreb 2023, 152829
- Baleva, Martina und Boris Previšić (Hg.): «Den Balkan gibt es nicht»: Erbschaften im südöstlichen Europa. Köln 2016, 149111
- Banac, Ivo: The national question in Yugoslavia: Origins, history, politics. Ithaca/London 1984, 79003
- Barber-Kersovan, Alenka: Vom «Punk-Frühling» zum «Slowenischen Frühling»: Der Beitrag des slowenischen Punk zur Demontage des sozialistischen Wertesystems. Hamburg 2005, 115040
- Bärlocher, Marianne und Raphael Gägauf: Zwischen Vorurteil und Realität: Kosova-AlbanerInnen in der Schweiz. Zürich 1998, Gr 9623
- Barriot, Patrick und Eve Crépin: Nos témoignages sur la Serbie. Lausanne 2003, 112260
- Bartl, Peter: Grundzüge der jugoslawischen Geschichte. Darmstadt 1985, 79787
- Bartsch, Günter: Milovan Djilas, oder, die Selbstbehauptung des Menschen: Versuch einer Biographie. München 1971, 48360
- Bataković, Dušan T. et al. (Hg.): Histoire du peuple serbe. Lausanne 2005, 114844
- Batinić, Jelena: Women and Yugoslav partisans: A history of World War II resistance. New York 2015, 132567
- Baumberger, Beno: Zwischen Vergangenheit und Zukunft: Die Bildung der serbischen Community in den 1990er Jahren, in: Niederhäuser, Peter und Anita Ulrich (Hg.): Fremd in Zürich – fremdes Zürich? Migration, Kultur und Identität im 19. und 20. Jahrhundert. Zürich 2005. S. 123-133, 113899
- Baumgartner, Ilse und Wolfgang Baumgartner: Der Balkan-Krieg der 90er: Fakten, Hintergründe, Analysen, Zukunftsperspektiven. Berlin 1997, 103026
- Bebler, Anton: The Yugoslav crisis and the «Yugoslav People’s Army». Zürich 1992, Gr 7746
- Bernecker, Arabelle und Susanne Glass: Schwestern der Revolution: Aktivistinnen im Kampf gegen Diktatur und Unterdrückung. München 2015, 131889
- Becker, Jörg und Mira Beham: Operation Balkan: Werbung für Krieg und Tod. Baden-Baden 2008, 120047
- Beganović, Davor und Peter Braun (Hg.): Krieg sichten: Zur medialen Darstellung der Kriege in Jugoslawien. München 2007, 118440
- Beljo, Ante: Jugoslavija: Genocid: Dokumentarna analiza / Genocide: A Documented Analysis. Sudbury 1985, 80784
- Bennett, Christopher: Yugoslavia’s bloody collapse: Causes, course and consequences. London 1995, 98200
- Berger, Jean-François: La diplomatie humanitaire du CICR et le conflit en Croatie (1991–1992). Genf 1995, 101165
- Bernard, Sara: Deutsch marks in the head, shovel in the hands and Yugoslavia in the heart: The gastarbeiter return to Yugoslavia (1965–1991). Wiesbaden 2019, 151849
- Bernecker, Arabelle: Internationales Konfliktmanagement am Beispiel des Krieges um Bosnien: 1992–1995. Bern 2001, 108247
- Berthier, René: Ex-Yougoslavie – ordre mondial et fascisme local. Paris 1996, 104401
- Bevc, Vladislav: Liberal forces in twentieth century Yugoslavia: Memoirs. New York 2007, 119086
- Bićanić, Rudolf: Economic policy in socialist Yugoslavia. London 1973, 49645
- Bieber, Florian: Pulverfass Balkan: Wie Diktaturen Einfluss in Europa nehmen. Berlin 2023, 151199
- Bihalji-Merin, Oto: Jugoslavien: Kleines Land zwischen den Welten. Zürich 1955, 21435
- Bischof, Cornelia et al.: Fair? Lehrstellensuche im Kanton Zürich – Jugendliche aus Ex-Jugoslawien erzählen. Zürich 2003, Vid V 221
- Biserko, Sonja (Hg.): Yugoslavia: Collapse, war, crimes. Belgrad 1993, Hf 2327
- Bittermann, Klaus (Hg.): Serbien muss sterbien: Wahrheit und Lüge im jugoslawischen Bürgerkrieg. Berlin 1994, 97219
- Bittermann, Klaus und Thomas Deichmann (Hg.): Wie Dr. Joseph Fischer lernte, die Bombe zu lieben: Die SPD, die Grünen, die NATO und der Krieg auf dem Balkan. Berlin 1999, 105276
- Bogdanović, Dimitrije: Kosovo: Vergangenheit und Gegenwart. Zürich/Lausanne 1992, 105091
- Bogoeva, Julija et al. (Hg.): Srebrenica: Ein Prozess: Dokumente aus dem Verfahren gegen General Radislav Krstić vor dem Internationalen Strafgerichtshof für das Ehemalige Jugoslawien in Den Haag. Frankfurt 2002, 110908
- Bombelles, Joseph T.: Economic development of communist Yugoslavia 1947–1964. Stanford 1968, Gr 2548
- Bonac, Vladimir: Jugoslawien. 2. erw. und verb. Aufl. Hannover 1970, 48657
- Booth, Ken (Hg.): The Kosovo tragedy: The human rights dimensions. London 2001, 111174
- Bosanski Institut (Hg.): Bosanski muslimani: Čimbenik mira izmedju Srba i Hrvata: Interview Adila Zulfikarpašica (pitanja je postavljao g. Pavlinić). Zürich 1986, 82235
- Bosanski Institut (Hg.): Sarajevski proces: Suđenje muslimanskim intelektualcima 1983 g.: Sabrani dokumenti. Zürich 1987, 83277
- Brandes, Detlef et al. (Hg.): Lexikon der Vertreibungen: Deportation, Zwangsaussiedlung und ethnische Säuberung im Europa des 20. Jahrhunderts. Wien/Köln 2010, 123101
- Braunschweig, Judith et al.: Im Spannungsfeld von Tradition und Emanzipation: Sozialarbeit mit Migrantinnen aus Kosova. Bern 1999, Gr 9467
- Bremer, Thomas et al. (Hg.): Serbiens Weg in den Krieg: Kollektive Erinnerungen, nationale Formierung und ideologische Aufrüstung. Berlin 1998, 104776
- •Briza, Jan: Minority Rights in Yugoslavia. London 2000, D 4907:7
- Brunnbauer, Ulf und Stefan Troebst (Hg.): Zwischen Amnesie und Nostalgie: Die Erinnerung an den Kommunismus in Südosteuropa. Köln 2007, 118730
- Brunnbauer, Ulf und Klaus Buchenau: Geschichte Südosteuropas. Ditzingen 2018, 138560
- Buchwald, Axel: Der Fall Tadic vor dem Internationalen Jugoslawientribunal im Lichte der Entscheidung der Berufungskammer vom 2. Oktober 1995. Berlin 2005, 116152
- Bundeskomitee für Informationen (Hg.): Resolution über die gemeinsame Politik wirtschaftlicher und sozialer Entwicklung Jugoslawiens im Jahre 1976. Belgrad 1976, Hf 6585
- Bundeskomitee für Informationen (Hg.): Jugoslawien in der Gegenwart. Belgrad 1976, 58481
- Bürgisser, Thomas: Wahlverwandtschaft zweier Sonderfälle im Kalten Krieg: Schweizerische Perspektiven auf das sozialistische Jugoslawien 1943–1991. Bern 2017, 137046
- Burkard, Eva: Balkan-Kids: Die neuen Schweizer erzählen. Frauenfeld 2010, 122465
- Burri Sharani, Barbara: Die kosovarische Bevölkerung in der Schweiz. Bern 2010, 125625
- Calic, Marie-Janine: Der Krieg in Bosnien-Hercegovina: Ursachen, Konfliktstrukturen, Internationale Lösungsversuche. Frankfurt 1995, 97979
- Calic, Marie-Janine: Krieg und Frieden in Bosnien-Hercegovina. Frankfurt 2006, 117991
- Calic, Marie-Janine: Geschichte Jugoslawiens im 20. Jahrhundert. München 2010, 123434
- Calic, Marie-Janine: Südosteuropa: Weltgeschichte einer Region. München 2016, 137097
- Calic, Marie-Janine: Tito: Der ewige Partisan: Eine Biographie. München 2020, 144583
- Calic, Marie-Janine: Geschichte des Balkans: Von den Anfängen bis zur Gegenwart. München 2023, 150841
- Calic, Marie-Janine et al. (Hg.): The crisis of socialist modernity: The Soviet Union and Yugoslavia in the 1970s. Göttingen 2011, 125536
- Cattacin, Sandro und Loïc Pignolo (Hg.): Prishtina la paradoxale ou L’innovation dans un environnement adverse. Genf 2020, D 6069:48
- Cfd-Frauenstelle für Friedensarbeit (Hg.): Krieg in Europa: Vergewaltigung dort – Verantwortung hier? Von der persönlichen Betroffenheit zum feministischen politischen Handeln: Dokumentation einer Tagung und ihres Kontextes, Luzern / Zürich, 1994. Zürich 1994, Hg 2045
- Chalupa, Gustav: Unbekannter Nachbar Jugoslawien. Aarau 1989, 88062
- Chomsky, Noam: Der neue militärische Humanismus: Lektionen aus dem Kosovo. Zürich 2000, 107284
- Chomsky, Noam: People without rights: Kosovo, Ost-Timor und der Westen. Hamburg 2002, 109559
- Čičić, Zvonko: Die Kroaten in der Schweiz / Hrvati u Švicarskoj. Zürich 2015, 133454
- Claassen, Andrea: Gewaltfreiheit und ihre Grenzen: Die friedensethische Debatte in Pax Christi vor dem Hintergrund des Bosnienkrieges. Baden-Baden 2019, 143399
- Clewing, Konrad und Oliver Jens Schmitt (Hg.): Geschichte Südosteuropas: Vom frühen Mittelalter bis zur Gegenwart. Regensburg 2011, 148969
- Čolović, Ivan: The Balkans: The terror of culture: Essays in political anthropology. Baden-Baden 2011, 124582
- Cosovschi, Agustín: Les sciences sociales face à la crise: Une histoire intellectuelle de la dissolution yougoslave (1980–1995). Paris 2022, 149498
- Cottet, Bertrand: Kosovo. Zürich/Lausanne 2013, 128602
- Dahinden, Janine: Prishtina–Schlieren: Albanische Migrationsnetzwerke im transnationalen Raum. Zürich 2005, 114721
- Dalmas, Louis: Quo vadis, Tito? Das jugoslawische Experiment. Frankfurt 1952, Hf 457
- Danielsson, Sarah K. (Hg.): War and sexual violence: New perspectives in a new era. Paderborn 2019, 143220
- Daxner, Michael: Islam auf dem Balkan: Realitäten, Ängste und Projektionen. Wien 2007, 117228
- Dedijer, Vladimir: Tito: Autorisierte Biographie. Berlin (West) 1953, 19791
- Del Ponte, Carla: Im Namen der Anklage: Meine Jagd auf Kriegsverbrecher und die Suche nach Gerechtigkeit. Frankfurt 2009, 120776
- Del Ponte, Carla: Ich bin keine Heldin: Mein langer Kampf für Gerechtigkeit. Frankfurt 2021, 145890
- Denitch, Bogdan: The legitimation of a revolution: The Yugoslav case. New Haven 1976, 58898
- Denitch, Bogdan: Limits and possibilities: The crisis of Yugoslav socialism and state socialism systems. Minneapolis 1990, 92195
- Department of Migration und Swiss Red Cross (Hg.): In the aftermath of war and torture: Coping with long-term traumatization, suffering and loss. Zürich 2005, 115552
- Dijkema, Claske und Ayla Korajac: Urban peace, a spatial approach: In search for peacescapes in the post-war city of Brčko. Basel 2022, Gr 15557
- Dischl, Michael: Westliche Demokratien und humanitäre militärische Intervention: Eine Analyse der NATO-Intervention im Konflikt um den Kosovo. Zürich 2002, 111982
- Djilas, Milovan: Die neue Klasse: Auszüge aus dem Djilas-Buch in der Neuen Zürcher Zeitung. Zürich 1957, VE 349
- Djilas, Milovan: Die neue Klasse: Eine Analyse des kommunistischen Systems. München 1957, 23490
- Djilas, Milovan: Gespräche mit Stalin. Frankfurt 1962, 29059
- Djilas, Milovan: Die unvollkommene Gesellschaft: Jenseits der «Neuen Klasse». Wien 1969, VE 28
- Djilas, Milovan: Parts of a lifetime. Hg. Michael und Deborah Milenkovitch. New York/London 1975, 55602
- Djilas, Milovan: Tito: Eine kritische Biographie. Wien 1980, 68066
- Djilas, Milovan: Idee und System: Politische Essays. Wien 1982, 72089
- Djilas, Milovan: Adil Zulfikarpǎsǐc: Eine politische Biographie aus dem heutigen Bosnien. München 1996, 103526
- Dobek-Ostrowska, Bogusława und Jelena Kleut (Hg.): Media systems in Balkan countries: Context and dynamics of changes. Lausanne etc. 2023, D 6019:18
- Dobias, Peter: Das jugoslawische Wirtschaftssystem: Entwicklung und Wirkungsweise. Tübingen 1969, 41009
- Dohnanyi, Johannes von und Germana von Dohnanyi: Schmutzige Geschäfte und Heiliger Krieg: Al-Quaida in Europa. Zürich 2002, 110510
- Dolanc, Stane: Der Bund der Kommunisten Jugoslawiens im Selbstverwaltungssystem. Belgrad 1975, Hf 6758
- Domaschke, Cornelia und Birgit Schliewenz: Spaltet der Balkan Europa? Berlin 1994, 96213
- Donia, Robert J. und John V.A. Fine, Jr.: Bosnia and Hercegovina: A tradition betrayed. London 1994, 97184
- Dragnich, Alex N. und Slavko Todorovich: The saga of Kosovo: Focus on Serbian-Albanian relations. Boulder 1984, 79107
- Drakulic, Slavenka: Keiner war dabei: Kriegsverbrechen auf dem Balkan vor Gericht. Wien 2004, 113067
- Drulović, Milojko: Arbeiterselbstverwaltung auf dem Prüfstand: Erfahrungen in Jugoslawien. Berlin (West) 1976, 58239
- Durovic, Dragoljup (Hg.): Verfassung der Sozialistischen Föderativen Republik Jugoslawien Belgrad 1974, 85398
- Dužević, Stipe (Hg.): Der zehnte Kongress des Bundes der Kommunisten Jugoslawiens. Belgrad 1975, Hf 886
- Dyker, David A.: Yugoslavia: Socialism, development and debt. London 1990, Hf 157
- Džaja, Srećko M.: Die politische Realität des Jugoslawismus (1918–1991): Mit besonderer Berücksichtigung Bosnien-Herzegowinas. München 2002, 110806
- Eidgenössisches Büro für die Gleichstellung von Frau und Mann (Hg.): Frauenflüchtlinge in der Schweiz: Ein Handbuch. Bern 1993, 133809
- Eisermann, Daniel: Der lange Weg nach Dayton: Die westliche Politik und der Krieg im ehemaligen Jugoslawien 1991 bis 1995. Baden-Baden 2000, 108326
- Elsässer, Jürgen (Hg.): Nie wieder Krieg ohne uns: Das Kosovo und die neue deutsche Geopolitik: Mit einem unfreiwilligen Vorwort von Joschka Fischer. Hamburg 1999, 106442
- Elsässer, Jürgen: Kriegslügen: Vom Kosovo-Konflikt zum Milosevic-Prozess. Berlin 2004, 113965
- Elvert, Jürgen (Hg.): Der Balkan: Eine europäische Krisenregion in Geschichte und Gegenwart. Stuttgart 1997, 102109
- Erdelitsch, Walter und Friedrich Orter: Krieg auf dem Balkan: Wie Fernsehreporter den Zusammenbruch Jugoslawiens erlebten. Wien 1992, 94185
- Ernst, Andreas: Haben Sie Kleingeld? Streiflichter auf den neuen Balkan / Imate li sitno? Zapisi sa novog Balkana. Belgrad 2012, 127897
- Die Ethnisierung des Sozialen: Die Transformation der jugoslawischen Gesellschaft im Medium des Krieges. Berlin 1993, 96201
- Europäisches Bürgerforum (Hg.): Wir suchen Kain und Abel: Die Kirchen im jugoslawischen Bürgerkrieg: Bericht der Internationalen ökumenischen Delegation «Frieden auf dem Balkan» 1992. Basel 1992, 94651
- Europäisches Bürgerforum (Hg.): Ohne Soldaten kein Krieg: Zur Kampagne des Europäischen Bürgerforums zugunsten der Deserteure und Kriegsdienstverweigerer aus dem ehemaligen Jugoslawien. Basel 1994, 98453
- Everts, Daan W.: Peacekeeping in Albania and Kosovo: Conflict response and international intervention in the Western Balkans, 1997–2002. London 2020, 147781
- Faber, Bernard Lewis (Hg.): The social structure of Eastern Europe: Transition and process in Czechoslovakia, Hungary, Poland, Romania and Yugoslavia. New York 1976, 62575
- Fäh, Hans et al. (Hg.): Die verbotene Liebe zum Balkan: Versuch einer Annäherung. Zürich 2003, Gr 11196
- Farkas, Richard P.: Yugoslav economic development and political change: The relationship between economic managers and policy-making elites. New York 1975, 57108
- Ferdinand, Peter: Communist regimes in comparative perspective: The evolution of the Soviet, Chinese and Yugoslav systems. Hemel Hempstead 1991, 92196
- Fibbi, Rosita et al.: The new second generation in Switzerland: Youth of Turkish and former Yugoslav descent in Zurich and Basel. Amsterdam 2015, 137448
- Fink, Matthias: Srebrenica: Chronologie eines Völkermords oder was geschah mit Mirnes Osmanović. Hamburg 2015, 140391
- Fischer, Erica: Am Anfang war die Wut: Monika Hauser und Medica mondiale: Ein Frauenprojekt im Krieg. Köln 1997, 102434
- Forster, Michael: Nation Building durch die internationale Gemeinschaft: Eine völkerrechtliche Analyse der Verwaltungsmissionen der Vereinten Nationen im Kosovo und in Ost-Timor. Göttingen 2005, 116434
- Fotiadis, Ruža et al. (Hg.): Brotherhood and unity at the kitchen table: Food in socialist Yugoslavia. Zagreb 2019, 148963
- Friedrich, Stefanie: Politische Partizipation und Repräsentation von Frauen in Serbien. Berlin 2014, 130095
- Funke, Hajo und Alexander Rhotert: Unter unseren Augen: Ethnische Reinheit – die Politik des Regime Milosevic und die Rolle des Westens. Berlin 1999, 105141
- Furkes, Josip und Karl-Heinz Schlarp (Hg.): Jugoslawien: Ein Staat zerfällt: Der Balkan, Europas Pulverfass. Reinbek 1991, 92048
- Furtak, Robert K.: Jugoslawien: Politik, Gesellschaft, Wirtschaft. Hamburg 1975, 56168
- Gabriel, Jürg Martin (Hg.): Schweizerische Aussenpolitik im Kosovo-Krieg. Zürich 2000, 107409
- Gaisbacher, Johann et al. (Hg.): Krieg in Europa: Analysen aus dem ehemaligen Jugoslawien. Linz 1992, 95868
- Garton Ash, Timothy: Zeit der Freiheit: Aus den Zentren von Mitteleuropa. München 1999, 106113
- Gaspard, Armand: Yougoslavie. Lausanne 1962, Gr 1246
- Gasteyger, Curt (Hg.): Die Feindlichen Brüder: Jugoslawiens neuer Konflikt mit dem Ostblock 1958: Ein Dokumentenband. Bern 1960, 26718
- Geiss, Imanuel: Der Jugoslawienkrieg. Frankfurt 1993, 96529
- Gellner, Ernest: Nationalismus und Moderne. Berlin 1991, 93458
- Giersch, Carsten: Konfliktregulierung in Jugoslawien 1991–1995: Die Rolle von OSZE, EU, UNO und NATO. Baden-Baden 1998, 104356
- Glaser, Ivan und Ernst Köhler: Für das kleinere Ganze: Zu einem anderen Verständnis vom Ende Jugoslawiens. Münster 1993, 95369
- Glenny, Misha: Jugoslawien: Der Krieg, der nach Europa kam. München 1993, 95693
- Gneuss, Christian und Klaus-Detlev Grothusen (Hg.): Jugoslawien: Aspekte der Gegenwart, Perspektiven der Zukunft. Stuttgart 1979, 64627
- Goeke, Pascal: Transnationale Migrationen: Post-jugoslawische Biografien in der Weltgesellschaft. Bielefeld 2007, 117499
- Goldstein, Ivo und Slavko Goldstein: The Holocaust in Croatia. Pittsburgh 2016, 136779
- Golubović, Z. und S. Stojanović: Systemkrise in Jugoslawien. Köln 1986, 84800:14
- Gottschalk, Herbert: Jugoslawien: Teppich Europas. Bern 1960, 26624
- Götz, Irene et al. (Hg.): Neuer Nationalismus im östlichen Europa: Kulturwissenschaftliche Perspektiven. Bielefeld 2017, 137710
- Grandits, Hannes und Holm Sundhaussen (Hg.): Jugoslawien in den 1960er Jahren: Auf dem Weg zu einem (a)normalen Staat? Wiesbaden 2013, 129811
- Gromes, Thorsten: Demokratisierung nach Bürgerkriegen: Das Beispiel Bosnien und Herzegowina. Frankfurt 2007, 119483
- Grothusen, Klaus-Detlev (Hg.): Jugoslawien / Yugoslavia. Göttingen 1975, 67657
- Grotzky, Johannes: Balkankrieg: Der Zerfall Jugoslawiens und die Folgen für Europa. München/Zürich 1993, 96549
- Gruenwald, Oskar: The Yugoslav search for man: Marxist humanism in contemporary Yugoslavia. South Hadley 1983, 74145
- Grulich, Rudolf (Hg.): Menschenrechte und Religionsfreiheit in Jugoslawien. Königstein 1986, Gr 5153
- Gürses, Hakan et al. (Hg.): Gastarbajteri: 40 Jahre Arbeitsmigration. Wien 2004, 112598
- Gutman, Roy: Augenzeuge des Völkermords: Reportagen aus Bosnien. Göttingen 1994, 97023
- Haberl, Othmar Nikola: Parteiorganisation und nationale Frage in Jugoslawien. Berlin 1976, 61740
- Haberl, Othmar Nikola: Die Abwanderung von Arbeitskräften aus Jugoslawien: Zur Problematik ihrer Auslandsbeschäftigung und Rückführung. München 1978, 62862
- Hajdini, Drenusha: L’administration publique au Kosovo sous le programme SIGMA de l’OCDE et de l’UE: Analyse de quelques domaines de réformes. Lausanne 2023, K 834:325
- Hadžišehović, Munevera: A Muslim woman in Tito’s Yugoslavia. College Station 2003, 112759
- Haesler, Fred: Aufgehende Saat: Erlebnisse und Begegnungen in Jugoslawien. Zürich 1948, Gr 728
- Hagemann, Michael: Die sozialistische Marktwirtschaft Jugoslawiens. Stuttgart 1974, 55243
- Hahlbohm, Dörte: Peacekeeping im Wandel: Die friedenssichernden Einsätze der Vereinten Nationen nach dem Ende des Ost-West-Konflikts. Frankfurt 1993, 96628
- Halder, Marc: Der Titokult: Charismatische Herrschaft im sozialistischen Jugoslawien. München 2013, 132901
- Haller, Gret: Nach Sarajevo – im Namen Europas, in: Altwegg, Jürg: Helvetia im Aussendienst: Was Schweizer in der Welt bewegen. Wien 2004. S. 60-70, 113435
- Haller, Gret: Menschenrechte ohne Demokratie? Der Weg der Versöhnung von Freiheit und Gleichheit. Berlin 2012, 126903
- Halperin, Ernst: Der siegreiche Ketzer: Titos Kampf gegen Stalin. Köln 1957, 23075
- Hamel, Hannelore (Hg.): Arbeiterselbstverwaltung in Jugoslawien: Ökonomische und wirtschaftspolitische Probleme. München 1974, 54522
- Handke, Peter: Abschied des Träumers vom Neunten Land: Eine Wirklichkeit, die vergangen ist: Erinnerung an Slowenien. Frankfurt 1991, 94005
- Hasenclever, Andreas: Die Macht der Moral in der internationalen Politik: Militärische Interventionen westlicher Staaten in Somalia, Ruanda und Bosnien-Herzegowina. Frankfurt 2001, 108122
- Hatschikjan, Magarditsch und Stefan Troebst (Hg.): Südosteuropa: Gesellschaft, Politik, Wirtschaft, Kultur: Ein Handbuch. München 1999, 106691
- Haug, Hilde Katrine: Creating a socialist Yugoslavia: Tito, communist leadership and the national question. London 2012, 135477
- Heidlberger, Bruno: Jugoslawiens Auseinandersetzung mit dem Stalinismus: Historische Voraussetzungen und Konsequenzen. Frankfurt/Bern 1989, 89821
- Helms, Elissa: Innocence and victimhood: Gender, nation, and women’s activism in postwar Bosnia-Herzegovina. Madison, Wisconsin 2013, 133475
- Hemmo, Klaus: Warum sie Feinde wurden: Völkerhass vom Balkan bis zum Nahen Osten. Düsseldorf 2001, 108621
- Herbert, Gabriele: Das Einfache, das schwer zu machen ist: Selbstverwaltung in Jugoslawien: Ein Beispiel für die Probleme von Übergangsgesellschaften. Frankfurt 1982, 74190
- Hetemi, Atdhe: Student movements for the republic of Kosovo: 1968, 1981 and 1997. Cham 2020, 150093
- Heuberger, Valeria et al. (Hg.): Der Balkan: Friedenszone oder Pulverfass? Bern 1998, 103809
- Hinsch, Wilfried und Dieter Janssen: Menschenrechte militärisch schützen: Ein Plädoyer für humanitäre Interventionen. München 2006, 116569
- Holbrooke, Richard: Meine Mission: Vom Krieg zum Frieden in Bosnien. München/Zürich 1998, 103762
- Holenstein, René: Dieses Schicksal unterschreibe ich nicht: Gespräche im Balkan. Zürich 2007, 117740
- Honig, Jan Willem und Norbert Both (Hg.): Srebrenica: Der grösste Massenmord in Europa nach dem Zweiten Weltkrieg. München 1997, 102438
- Höpken, Wolfgang: Das Dickicht der Kriege: Ethnischer Konflikt und militärische Gewalt im früheren Jugoslawien 1991–1995, in: Wegner, Bernd (Hg.): Wie Kriege entstehen: Zum historischen Hintergrund von Staatenkonflikten. Paderborn 2000. S. 319-367, 107196
- Horvat, Branko: Planning in Yugoslavia. Belgrad 1966, Hf 6579
- Horvat, Branko: Die jugoslawische Gesellschaft: Ein Essay. Frankfurt 1972, 49354
- Horvat, Branko: Die Arbeiter-Selbstverwaltung: Das jugoslawische Wirtschaftsmodell. München 1973, 51252
- Horvat, Lea: Harte Währung Beton: Eine Kulturgeschichte des Massenwohnungsbaus im sozialistischen Jugoslawien und seinen Nachfolgestaaten. Köln 2024, 151682
- Horvat, Srećko und Igor Štiks (Hg.): Welcome to the desert of post-socialism: Radical politics after Yugoslavia. London 2015, 131096
- Hösch, Edgar: Geschichte des Balkans. München 2004, 113945
- Hoxha, Enver: Die jugoslawische «Selbstverwaltung», kapitalistische Theorie und Praxis. Tirana 1978, 65459
- Hugi, Simon und Beat Hugi: Nermin wird ausgeschafft: Klasse 3d kämpft um einen Freund: Ein Bericht für Menschen ab 14 Jahre. Bern 2000, 107655
- Husukić, Erna und Emina Zejnilović: Spaces of war, memory and imagination: Sarajevo 1984 Olympic games. Sarajevo 2023, 152842
- Ignatieff, Michael: Virtueller Krieg: Kosovo und die Folgen. Hamburg 2001, 107994
- Ihlau, Olaf und Miodrag Vukić (Hg.): Jugoslawien: Modell im Wandel. Frankfurt 1973, 50835
- Internationales Arbeitsamt (Hg.): Die Arbeiterselbstverwaltung in den Betrieben Jugoslawiens. Genf 1962, BIT 241
- Iseni, Bashkim: Transition et stratégies de privatisation en Europe de l’Est: Etude de cas de la Macédoine. Chavannes-près-Renens 1999, K 834:181
- Iseni, Bashkim: La question nationale en Europe du Sud-Est: Genèse, émergence et développement de l’identité nationale albanaise au Kosovo et en Macédoine. Bern 2008, 119076
- Iseni, Bashkim et al.: Die Bevölkerung von Bosnien und Herzegowina in der Schweiz. Bern 2014, 130947
- Ivin, Daniel: Revolution und Evolution in Jugoslawien. Bern 1968, 41296
- Jambrek, Peter: Development and social change in Yugoslavia: Crises and perspectives of building a nation. Farnborough 1975, 56693
- Jean, François (Hg.): Helfer im Kreuzfeuer: Humanitäre Hilfe und militärische Intervention: Ein Report über Völker in Not. Bonn 1994, 99527
- Jones, Briony et al.: Acquittal of Gotovina and Haradinaj: A lost chance for dealing with the past in the Balkans? Bern 2014, Gr 13478
- Joset, Marc et al. (Hg.): Sich einmischen – Friedensprojekte im ehemaligen Jugoslawien: 20 Jahre Friedensbrugg. Liestal 2012, 127389
- Jović, Borisav: Die Wirtschaftsentwicklung der SFR Jugoslawien. Belgrad 1975, Hf 6775
- Jugoslawien: Fünfundzwanzig Jahre Entwicklung, 1943–1968. Belgrad 1968, 36800
- Kaestli, Elisabeth: Frauen in Kosova: Lebensgeschichten aus Krieg und Wiederaufbau. Zürich 2001, 108467
- Kaestli, Elisabeth: Gräben und Brücken: Freundschaften vor und nach den Kriegen im Balkan: 16 Porträts. Zürich 2004, 113489
- Kaestli, Elisabeth: 7 Brüder, 7 Schwestern: Eine kosovarische Familie in der Welt. Zürich 2013, 129372
- Kägi, Ulrich: Schweizer Soldaten im Einsatz in friedensfördernden Operationen 1992–1998: Tatsachen und Erinnerungen. Seon o. J. [2012?], 135263
- Kaldor, Mary: Neue und alte Kriege: Organisierte Gewalt im Zeitalter der Globalisierung. Frankfurt 2000, 107602
- Kallaba Xhevdet und Jan Poldervaart (Hg.): Kosovo – Schweiz – Kosova: Flucht- und Rückkehrbewegung 1998–2001. Zürich 2005, 115217
- Kamenko, Vera: Unter uns war Krieg: Autobiographie einer jugoslawischen Arbeiterin. Berlin (West) 1978, 61699
- Kämpf, Philipp: Die Jugo-Schweiz: Klischees, Provokationen, Visionen: Enthält Portraits und Interviews mit Ex-Mister-Schweiz Robert Ismajlović, der Schriftstellerin Dragica Rajčić und anderen. Zürich 2008, 119152
- Kanzleiter, Boris: «Rote Universität»: Studentenbewegung und Linksopposition in Belgrad 1964–1975. Hamburg 2011, 124795
- Kapetanić, Mihovil: Die Wirtschaftsbeziehungen der SFR Jugoslawien mit dem Ausland. Belgrad o. J. [ca. 1974], Hf 6584
- Kappeler, Andreas et al. (Hg.): Die Muslime in der Sowjetunion und in Jugoslawien: Identität, Politik, Widerstand. Köln 1989, 89911
- Kappeler, Susanne et al.: Vergewaltigung, Krieg, Nationalismus: Eine feministische Kritik. München 1994, 96211
- Kardelj, Edouard: La démocratie socialiste dans la pratique yougoslave. Paris 1955, Hf 5051
- Kardelj, Edvard: Die Vierteilung: Nationale Frage der Slowenen. Wien 1971, 47387
- Keil, Soeren und Bernhard Stahl (Hg.): A new Eastern question? Great powers and the post-Yugoslav states. Stuttgart 2022, 150461
- Kind, Christian: Krieg auf dem Balkan: Der Jugoslawische Bruderstreit: Geschichte, Hintergründe, Motive. Zürich 1994, 104773
- King, Robert R.: Minorities under communism: Nationalities as a source of tension among Balkan communist states. Cambridge, Mass. 1973, 52830
- Kirn, Gal: Partisan ruptures: Self-management, market reform and the spectre of socialist Yugoslavia. London 2019, 144505
- Klinger, William und Denis Kuljiš: Tito’s secret empire: How the Maharaja of the Balkans fooled the world. London 2021, 144974
- Kohl, Christine von: Jugoslawien. München 1990, 91246
- Kohl, Christine von und Wolfgang Libal: Kosovo: Gordischer Knoten des Balkan. Wien 1992, 94010
- Kolbow, Walter und Heinrich Quaden (Hg.): Krieg und Frieden auf dem Balkan: Makedonien am Scheideweg? Chancen, Herausforderungen und Risiken des Aufbruchs nach Europa. Baden-Baden 2001, 109846
- Komitee für Grundrechte und Demokratie (Hg.): Friedenspolitik mitten im Krieg: Das Exempel Ex-Jugoslawien. Sensbachtal 1996, 99854
- Komitee für Grundrechte und Demokratie (Hg.): Ferien vom Krieg: Im Sommer 2016. Köln 2016, 136315
- Konjalić, Emina: Endlich die Welt mit eigenen Augen sehen: Die AFŽ BiH in der Kampagne für die Liquidierung des Analphabetismus 1945–1949. Zürich 2022, Gr 15570
- Korb, Alexander: Im Schatten des Weltkriegs: Massengewalt der Ustaša gegen Serben, Juden und Roma in Kroatien 1941–1945. Hamburg 2013, 128882
- Kraft, Michael G. (Hg.): Soziale Kämpfe in Ex-Jugoslawien. Wien 2013, 128295
- Králová, Kateřina et al. (Hg.): Minderheiten im sozialistischen Jugoslawien: Brüderlichkeit und Eigenheit. Frankfurt 2016, 133495
- Krech, Hans: Der Bürgerkrieg in Bosnien-Herzegowina (1992–1997): Ein Handbuch. Berlin 1997, 102928
- Kreidl, Jakob: Der Kosovo-Konflikt: Vorgeschichte, Verlauf und Perspektiven: Zur Stabilisierung einer Krisenregion. Frankfurt 2006, 116250
- Kreis, Aldo und Stephan Venzi: «Freiwillige» Rückkehr nach Bosnien-Herzegowina? Rückkehrorientierte Projektarbeit und Beratung. Zürich 1998, Gr 9610
- Kriemann, Hans-Peter: Der Kosovokrieg 1999. Ditzingen 2019, 141977
- Kriemann, Hans-Peter: Hineingerutscht? Deutschland und der Kosovo-Krieg. Göttingen 2021, 148460
- Küçükyldiz, Cafer und Hans Nef: Integration mit Blick auf die Rückkehr: Rückkehrvorbereitung von bosnischen Jugendlichen unter Berücksichtigung ihrer Bedürfnisse. Zürich 1998, Gr 9874
- Kulić, Vladimir und Maroje Mrduljaš: Modernism in-between: The mediatory architectures of socialist Yugoslavia. Berlin 2012, Gr 12968
- Kumer, Anton et al. (Hg.): Europäisierung versus Nationalismus: Der ex-jugoslavische Raum auf der Suche nach Stabilität. Frankfurt 2000, 107927
- Künzli, Arnold: Eurokommunismus: Aufzeichnungen aus Italien und Jugoslawien. Basel 1977, Hf 8508
- Lamb, Christina: Unsere Körper sind euer Schlachtfeld: Frauen, Krieg und Gewalt. München 2020, 152919
- Leipold, Helmut: Betriebsdemokratie – ökonomische Systemrationalität: Eine organisationstheoretische Analyse der jugoslawischen Arbeiterselbstverwaltung. Stuttgart 1974, 53326
- Lemân, Gudrun: Das jugoslawische Modell: Wege zur Demokratisierung. Frankfurt 1976, 57427
- Lendvai, Paul: Der rote Balkan: Zwischen Nationalismus und Kommunismus. Frankfurt 1969, 40210
- Le Normand, Brigitte: Citizens without borders: Yugoslavia and its migrant workers in Western Europe. Toronto 2021, 150952
- Leonhard, Wolfgang: Kominform und Jugoslawien: Über einige grundsätzliche Fragen des Kominform-Konflikts. Belgrad 1949, Hf 4104
- Libal, Wolfgang: Das Ende Jugoslawiens: Chronik einer Selbstzerstörung. Wien/Zürich 1991, 92049
- Libal, Wolfgang: Mazedonien zwischen den Fronten: Junger Staat mit alten Konflikten. Wien/Zürich 1993, 95660
- Libal, Wolfgang: Die Serben: Blüte, Wahn und Katastrophe. 2. Aufl. München/Wien 1996, 102718
- Libal, Wolfgang und Christine von Kohl: Der Balkan: Stabilität oder Chaos in Europa. Hamburg 2000, 107333
- Lilge, Hans-Georg: Arbeiterselbstverwaltung – das Beispiel Jugoslawien: Probleme der Unternehmungsführung in selbstverwalteten Unternehmungen. Bern 1978, 62869
- Listhaug, Ola et al. (Hg.): Civic and uncivic values: Serbia in the post-Milošević era. Budapest/New York 2011, 125026
- Lituchy, Barry M. (Hg.): Jasenovac und der Holocaust in Jugoslawien: Analysen und Augenzeugenberichte. Kirchheim 2019, 144328
- Lohoff, Ernst: Der Dritte Weg in den Bürgerkrieg: Jugoslawien und das Ende der nachholenden Modernisierung. Bad Honnef 1996, 101722
- Louis, Chantal: Monika Hauser – nicht aufhören anzufangen: Eine Ärztin im Einsatz für kriegstraumatisierter Frauen. Zürich 2008, 120345
- Lutz, Dieter S. (Hg.): Der Krieg im Kosovo und das Versagen der Politik: Beiträge aus dem IFSH. Baden-Baden 2000, 107756
- Maass, Peter: Die Sache mit dem Krieg: Bosnien von 1992 bis Dayton. München 1997, 101461
- Macesich, George: Yugoslavia: The theory and practice of development planning. Charlottesville 1964, 33370
- MacKenzie, David: Serbs and Russians. Boulder 1996, 103092
- Maclean, Fitzroy: Josip Broz Tito: Ein Kampfgefährte berichtet. Zürich 1980, Gr 3716
- Mahmuti, Bardhyl: Blood libel: Anti-Americanism and genocide in the Kosovo war. Tetovo 2015, 138326
- Maillard, Alain und Ueli Leuenberger: Les damnés du Troisième Cercle: Les Albanais de la Kosove en Suisse: 1965–1999. Genf 1999, 105934
- Mandić, Dominikus: Kroaten und Serben, zwei alte verschiedene Völker. Heiligenhof-Bad Kissingen 1989, 85238
- Mann, Carol: La résistance des femmes de Sarajevo. Broissieux 2014, 131858
- Mann, Michael: Die dunkle Seite der Demokratie: Eine Theorie der ethnischen Säuberung. Hamburg 2007, 117399
- Mappes-Niediek, Norbert: Krieg in Europa: Der Zerfall Jugoslawiens und der überforderte Kontinent. Berlin 2022, 149355
- Markert, Werner (Hg.): Jugoslawien. Köln 1954, 21609
- Marković, Mihailo und Gajo Petrović (Hg.): Praxis: Yugoslav essays in the philosophy and methodology of the social sciences: With the cumulative index to the International edition of «Praxis», 1965–1974. Dordrecht/Boston 1979, 69728
- Markovic, Sacha: La Yougoslavie que racontent les humanistes marxistes: Aux origines intellectuelles et culturelles des transitions yougoslaves, entre socialisme et nationalisme (des années 1920 aux années 1970). Paris 2024, 154443
- Matthies, Volker: Die Blockfreien: Ursprünge, Entwicklung, Konzeptionen. Opladen 1985, 79530
- Matthies, Volker (Hg.): Frieden durch Einmischung? Der Schrecken des Krieges und die (Ohn)Macht der internationalen Gemeinschaft. Bonn 1993, 95714
- Maurer, Daniel: Europäische Sicherheit: Konfliktmanagement am Beispiel «Ex-Jugoslawien». Zürich 2001, 108730
- McGlynn, Jade und Oliver T. Jones (Hg.): Researching memory and identity in Russia and Eastern Europe: Interdisciplinary methodologies. Cham 2022, 152184
- McMahon, Patrice C.: Das NGO-Spiel: Zur ambivalenten Rolle von Hilfsorganisationen in Postkonfliktländern. Hamburg 2019, 141201
- McQueen, Carol: Humanitarian intervention and safety zones: Iraq, Bosnia and Rwanda. Basingstoke 2005, 116286
- Meier, Michael: Das Engagement der Schweiz in den Konflikten im ehemaligen Jugoslawien: Eine deskriptive Analyse der Massnahmen und Entscheidungen des EDA zur Prävention und Beilegung der Konflikte im ehemaligen Jugoslawien 1989–1996. Bern 2006, 116265
- Meier, Paul J.: Der sozialistische Wohlfahrtsnationalstaat als Spätform der industriellen Produktionsgesellschaft: Die Föderative Volksrepublik Jugoslawien. Aarau 1956, 23826
- Meier, Viktor E.: Neuer Nationalismus in Südosteuropa. Opladen 1968, 39642
- Meier, Viktor: Wie Jugoslawien verspielt wurde. München 1995, 98770
- Meier, Viktor: Jugoslawiens Erben: Die neuen Staaten und die Politik des Westens. München 2001, 109048
- Melčić, Dunja (Hg.): Der Jugoslawien-Krieg: Handbuch zu Vorgeschichte, Verlauf und Konsequenzen. Opladen 1999, 105803
- Merkel, Rainer: Das Unglück der anderen: Kosovo, Liberia, Afghanistan. Frankfurt 2012, 127493
- Metzger-Breitenfellner, Renate und Jutta Vogel: Das Leben kann nicht warten: Junge Frauen aus Srebrenica. Luzern 2006, Hf 6045
- Mikić, Dejan und Erika Sommer: «Als Serbe warst du plötzlich nichts mehr wert»: Serben und Serbinnen in der Schweiz. Zürich 2003, 111439
- Mikić, Dejan und Erika Sommer: Jugoslawien–Schweiz einfach: 20 Erfolgsgeschichten. Zürich 2007, 118335
- Mills, Richard: The politics of football in Yugoslavia: Sport, nationalism and the state. London 2018, 139963
- Mir, Ljubo: Das neue Jugoslawien. Zürich/New York 1945, 14021
- Mišković, Nataša et al. (Hg.): The Non-Aligned Movement and the Cold War: Delhi – Bandung – Belgrade. London/New York 2014, 129890
- Mitrović, Víca: Gastarbeiter. Schwellbrunn 2025, erwartet
- Mlinarić, Bruno: Tito, der rote Rebell und seine «vollkommene Demokratie». Zürich 1948, 36712
- Möckli, Silvano: Die Supervision der Wahlen in Bosnien-Herzegowina durch die OSZE: Ein Erfahrungsbericht. St. Gallen 1997, K 610:268
- Möckli, Silvano: Die Wahlen in Bosnien-Herzegowina 1996/97 im Urteil von Supervisors aus Österreich, Deutschland und der Schweiz. St. Gallen 1999, K 610:281
- Moll, Nicolas: Solidarity is more than a slogan: International Workers Aid during and after the 1992–1995 war in Bosnia and Herzegovina. Brüssel 2021, 146255
- Mønnesland, Svein: Land ohne Wiederkehr: Ex-Jugoslawien: Die Wurzeln des Krieges. Klagenfurt 1997, 101693
- Moore, John H.: Growth with self-management: Yugoslav industrialisation: 1952–1975. Stanford 1980, 69242
- Morgenegg, Annemarie: Für dich öffne ich meine Schublade: Menschen aus Ex-Jugoslawien erzählen. Bern 2023, 151566
- Moritsch, Andreas und Alois Mosser (Hg.): Den Anderen im Blick: Stereotype im ehemaligen Jugoslawien. Frankfurt 2002, 111029
- Morlok, Christine und Armin Jufer: Rückkehr nach Bosnien? Eine Momentaufnahme aus sozialarbeiterischer Sicht: Stand 31. Dezember 1996: Diplomarbeit aus der HFS Zentralschweiz Höhere Fachschule im Sozialbereich, Teilzeitausbildung Sozialarbeit. Luzern 1997, Gr 9112
- Morokvašić, Mirjana: Jugoslawische Frauen: Die Emigration – und danach. Basel/Frankfurt 1987, 84358
- Mühlemann, Ernst: Augenschein: Als Schweizer Parlamentarier an aussenpolitischen Brennpunkten. Frauenfeld 2004, 112654
- Musa, Vladislav: Kurze kroatische Geschichte. München 1980, 68347
- Naimark, Norman M.: Flammender Hass: Ethnische Säuberung im 20. Jahrhundert. München 2004, 112585
- Narr, Wolf-Dieter et al.: Wider kriegerische Menschenrechte: Eine pazifistisch-menschenrechtliche Streitschrift: Beispiel: Kosovo 1999 – Nato-Krieg gegen Jugoslawien. Köln 1999, 106207
- Nielsen, Christian Axboe: Mass atrocities and the police: A new history of ethnic cleansing in Bosnia and Herzegovina. London etc. 2022, 152921
- Nigg, Heinz (Hg.): Da und fort: Leben in zwei Welten: Videodokumentation zu Immigration und Binnenwanderung in der Schweiz. o. O. 2002, DVD 2
- Nikolayenko, Olena: Youth movements and elections in Eastern Europe. Cambridge 2017, 139214
- Nikolić, Pavle: Das gesellschaftlich-politische System Jugoslawiens. Belgrad/Ljubljana 1974, Hf 6752
- Nikolic, Vinko (Hg.): Hrvatska Revija – Jubilarni zbornik 1951–1975. München 1976, 71111
- Norris, H. T.: Islam in the Balkans: Religion and society between Europe and the Arab world. London 1993, 96025
- Nuić, Tihomir: Auf der Suche nach Freiheit und Brot: Spuren der Kroaten in der Schweiz. St. Gallen 2003, 112702
- Nürnberger Menschenrechtszentrum (Hg.): Von Nürnberg nach Den Haag: Menschenrechtsverbrechen vor Gericht: Zur Aktualität des Nürnberger Prozesses. Hamburg 1996, 101466
- Nuti, Leopoldo: Europa und die Auflösung Jugoslawiens (1991–1995), in: Echternkamp, Jörg und Hans-Hubertus Mack (Hg.): Geschichte ohne Grenzen? Europäische Dimensionen der Militärgeschichte vom 19. Jahrhundert bis heute. Berlin/Boston 2017. S. 327-335, 136177
- Okuka, Miloš: Eine Sprache – viele Erben: Sprachpolitik als Nationalisierungsinstrument in Ex-Jugoslawien. Klagenfurt 1998, 104866
- Olschewski. Malte: Der serbische Mythos: Die verspätete Nation. München 1998, 104766
- Österreichisches Studienzentrum für Frieden und Konfliktlösung und Schweizerische Friedensstiftung (Hg.): Die Zukunft Südosteuropas: Friedensbericht 1997: Theorie und Praxis ziviler Konfliktbearbeitung. Chur 1997, 102458
- Ott, André: Dangers serbes sur la Croatie. Paris 1982, 73747
- Owen, David: Balkan-Odyssee. München 1996, 99706
- Pabst, Wolfgang: Du sollst schön langsam sterben: Der Terror des jugoslawischen Regimes gegen kroatische Bürger. Herne 1982, 72966
- Palmer, Stephen E. und Robert R. King: Yugoslav communism and the Macedonian question. Hamden 1971, 48303
- Parin, Paul: Untrügliche Zeichen von Veränderung: Jahre in Slowenien. Hamburg 1992, Hf 8207
- Parin, Paul: Es ist Krieg und wir gehen hin: Bei den jugoslawischen Partisanen. Hamburg 1997, 102384
- Parin, Paul: Das Bluten aufgerissener Wunden: Psychoanalyse, faschistische Ideologie und Krieg in Europa: Schriften 1992–1997. Hg. Johannes Reichmayr. Wien 2022, 148897
- Paris, Roland: Wenn die Waffen schweigen: Friedenskonsolidierung nach innerstaatlichen Gewaltkonflikten. Hamburg 2007, 118271
- Pašić, Najdan et al. (Hg.): Workers’ management in Yugoslavia: Recent developments and trends. Genf 1982, 73522
- Pavic, Kathrin: «Da habe ich alles, was Serbisch war, verteufelt.» Wie gesellschaftliche Diskurse die natio-ethno-kulturellen Zugehörigkeiten von ethnischen Serbinnen und Serben in der Deutschschweiz beeinflussen. Bern 2015, 132006
- Pavlaković, Vjeran und Davor Pauković (Hg.): Framing the nation and collective identities: Political rituals and cultural memory of the twentieth century traumas in Croatia. New York 2019, 142368
- Pavlowitch, Stevan K.: The improbable survivor: Yugoslavia and its problems: 1918–1988. London 1988, 87296
- Pavlowitch, Stevan K.: Tito: Yugoslavia’s great dictator: A reassessment. London 1992, 94749
- Pejovich, Svetozar: The market-planned economy of Yugoslavia. Minneapolis 1966, 35319
- Petričević, Jure: Nacionalnost stanovništva Jugoslavije: Nazadovanje Hrvata i Manjina, napredovanje Muslimana i Albanaca. Brugg 1983, 74236
- Petričević, Jure: Na prekretnici. Brugg 1986, 81069
- Petritsch, Wolfgang: Bosnien und Herzegowina: Fünf Jahre nach Dayton: Hat der Frieden eine Chance? Klagenfurt 2001, Hf 6998
- Petritsch, Wolfgang et al.: Kosovo, Kosova: Mythen, Daten, Fakten: Anhang: Der Vertrag von Rambouillet. 2. Aufl. Klagenfurt 1999, 106013
- Petrovic, Gajo (Hg.): Revolutionäre Praxis: Jugoslawischer Marxismus der Gegenwart. Freiburg 1969, 40615
- Pflüger, Tobias und Martin Jung: Krieg in Jugoslawien: Seine Ursachen: Offene Grenzen für Waffen – aber nicht für Flüchtlinge: Pazifistische Handlungsperspektiven. Tübingen 1993, 94911
- Piekalkiewicz, Jaroslaw und Christopher Hamilton (Hg.): Public bureaucracies between reform and resistance: Legacies, trends and effects in China, the USSR, Poland and Yugoslavia. New York 1991, 96160
- Pirjevec, Jože: Tito: Die Biografie. München 2016, 134582
- Pirjevec, Jože: Tito and his comrades. Madison 2018, 139229
- Piskorski, Jan M.: Die Verjagten: Flucht und Vertreibung im Europa des 20. Jahrhunderts. München 2013, 130138
- Plan social de developpement économique de la Yougoslavie 1961–1965. Belgrad 1961, 29264
- Polónyi, Carl: Heil und Zerstörung: Nationale Mythen und Krieg am Beispiel Jugoslawiens 1980–2004. Berlin 2010, 122792
- Poopuu, Birgit: The European Union’s brand of peacebuilding: Acting is everything. Cham 2020, 144295
- Popović, Nenad D.: Yugoslavia: The new class in crisis. Syracuse 1968, 47284
- Popovic, Srdja und Matthew Miller: Protest! Wie man die Mächtigen das Fürchten lehrt. Frankfurt 2015, 132262
- Popović, Tanja: Die Mythologisierung des Alltags: Kollektive Erinnerungen, Geschichtsbilder und Vergangenheitskultur in Serbien und Montenegro seit Mitte der 1980er Jahre. Zürich 2003, 112913
- Popović, Tanja: Vergangenheitsarbeit in post-jugoslawischen Zivilgesellschaften: Eine lebensweltliche Analyse anhand von Beispielen aus Serbien, Kroatien und Bosnien-Herzegowina. Zürich 2016, 134497
- Pospischil, Anton: Das System der sozialen Sicherung in Jugoslawien. München 1984, 88878
- Poulton, Hugh: The Balkans: Minorities and states in conflict. London 1993, 95721
- Poulton, Hugh: Who are the Macedonians? London 1995, 98201
- Poulton, Hugh: Minorities in Southeast Europe: Inclusion and exclusion. London 1998, D 4907:1997/6
- Pradetto, August: Intervention, Regimewechsel, erzwungene Migration: Die Fälle Kosovo, Afghanistan und Irak. Frankfurt 2008, 120470
- Das Programm des Bundes der Kommunisten Jugoslawiens: Angenommen von dem siebenten Kongress des Bundes der Kommunisten Jugoslawiens in Ljubljana vom 22. bis 26. April 1958. Belgrad 1958, 24330
- Prunkl, Gottfried und Axel Rühle: Josip Tito: In Selbstzeugnissen und Bilddokumenten. Reinbek 1973, 50291
- Rajić, Milan L.: Srpski pakao u komunističkoj Jugoslavji: Trilogija komunističkih zločina. Chicago 1975, 55476
- Ramet, Sabrina: Die drei Jugoslawien: Eine Geschichte der Staatsbildungen und ihrer Probleme. München 2011, 124353
- Rapport du Conseil exécutif fédéral pour 1960. Belgrad 1961, 66518
- Rathfelder, Erich (Hg.): Krieg auf dem Balkan: Die europäische Verantwortung. Reinbek 1992, 94314
- Rathfelder, Erich: Sarajevo und danach: Sechs Jahre Reporter im ehemaligen Jugoslawien. München 1998, 104613
- Rathfelder, Erich: Kosovo: Geschichte eines Konflikts. Berlin 2010, 123488
- Razumovsky, Andreas: Ein Kampf um Belgrad: Tito und die jugoslawische Wirklichkeit. Berlin (West) 1980, 67668
- Razumovsky, Dorothea Gräfin: Titos Erbe: Jugoslawien zwischen gestern und heute. Freiburg 1970, 63403
- Rehder, Petra: Slowenien. München 1999, 108750
- Reissmüller, Johann Georg: Der Krieg vor unserer Haustür: Hintergründe der kroatischen Tragödie. Stuttgart 1992, 93706
- Reissmüller, Johann Georg: Die bosnische Tragödie. Stuttgart 1993, 95358
- Reuter, Jens: Die Albaner in Jugoslawien. München 1982, 73093
- Reuter, Jens (Hg.): Der Kosovo-Konflikt: Ursachen, Verlauf, Perspektiven. Klagenfurt 2000, 108260
- Rieff, David: Schlachthaus: Bosnien und das Versagen des Westens. München 1995, 98548
- Riegler, Henriette: Einmal Dayton und zurück: Perspektiven einer Nachkriegsordnung im ehemaligen Jugoslawien. Wien 1999, 104573
- Ritter, Christian: Postmigrantische Balkanbilder: Ästhetische Praxis und digitale Kommunikation im jugendkulturellen Alltag. Zürich 2018, 137845
- Roggemann, Herwig: Das Modell der Arbeiterselbstverwaltung in Jugoslawien. Frankfurt 1970, 41875
- Roggemann, Herwig: Krieg und Frieden auf dem Balkan: Historische Kriegsursachen, wirtschaftliche und soziale Kriegsfolgen, politische und rechtliche Friedensvoraussetzungen. Berlin 1993, 96050
- Roggemann, Herwig: Der Internationale Strafgerichtshof der Vereinten Nationen von 1993 und der Krieg auf dem Balkan. Berlin 1994, 99524
- Ronneberger, Franz und Borislav Radonovič (Hg.): Sozialer Wandel in Jugoslawien: Genossenschaften als Träger sozialistischer Reformpolitik auf dem Lande. Köln 1974, 55282
- Rossbacher, Dina: Friedenssicherung – am Beispiel der Interimsverwaltung der Vereinten Nationen im Kosovo (UNMIK): Die Zivilverwaltung als neue Form der Friedenssicherung. Hamburg 2004, 113314
- Rothacher, Albrecht: Im wilden Osten: Hinter den Kulissen des Umbruchs in Osteuropa. Hamburg 2002, 115039
- Rüb, Matthias: Balkan transit: Das Erbe Jugoslawiens. Wien 1998, 104618
- Ruch, Jean-Daniel: Frieden und Gerechtigkeit: Erfahrungen eines Schweizer Diplomaten zwischen Balkan, Russland und Nahost. Zollikon 2024, 153148
- Rückkehr in Würde: Den ehemaligen bosnischen KZ-Häftlingen Schutz gewähren: Eine Dokumentation der Gesellschaft für bedrohte Völker. Göttingen 1998, Gr 9917
- Rullmann, Hans Peter: Krisenherd Balkan: Jugoslawien zerbricht. Hamburg 1989, 89070
- Rusinow, Dennison I.: The Yugoslav experiment: 1948–1974. Berkeley/Los Angeles 1977, Hf 8427
- Sakiri-Murati, Basrie: Bleibende Spuren: Mein Weg vom Kosovo in die Schweiz. Zürich 2019, 141695
- Samary, Catherine: Krieg in Jugoslawien: Vom titoistischen Sonderweg zum nationalistischen Exzess. Köln 1992, 94012
- Samary, Catherine: Die Zerstörung Jugoslawiens: Ein europäischer Krieg. Köln 1995, 100495
- Satjukow, Elisa: Die andere Seite der Intervention: Eine serbische Erfahrungsgeschichte der NATO-Bombardierung 1999. Bielefeld 2020, 145194
- Sauer, Michael: Welfare regimes in south-eastern Europe: A comparative analysis of labour market and long-term care policies in Serbia and Croatia. Zürich 2015, 131309
- Schild, Erich (Hg.): 25 Jahre SWISSCOY: Davor. Dabei. Danach. Zürich 2024, Gr 16008
- Schleicher, Harry: Das System der betrieblichen Selbstverwaltung in Jugoslawien. Berlin 1961, 27530
- Schmid, Walter et al.: Werkstattheft Blockwoche «Kosovo – Schweiz: Realitäten da und dort». Luzern 2007, Gr 11916
- Schmitt, Oliver Jens: Der Balkan im 20. Jahrhundert: Eine postimperiale Geschichte. Stuttgart 2019, 142669
- Schönfeld, Roland (Hg.): Nationalitätenprobleme in Südosteuropa. München 1987, 84635
- Schrenk, Martin et al.: Yugoslavia: Self-management socialism and the challenges of development: Report of a mission sent to Yugoslavia by the World Bank. Baltimore/London 1979, 65692
- Schult, Ulrike: Zwischen Stechuhr und Selbstverwaltung: Eine Mikrogeschichte sozialer Konflikte in der jugoslawischen Fahrzeugindustrie, 1964-1985. Berlin 2017, 136156
- Schwab-Trapp, Michael: Kriegsdiskurse: Die politische Kultur des Krieges im Wandel 1991–1999. Opladen 2002, 109740
- Schwartz, Michael: Ethnische «Säuberungen» in der Moderne: Globale Wechselwirkungen nationalistischer und rassistischer Gewaltpolitik im 19. und 20. Jahrhundert. München 2013, 128294
- Schwarz-Schilling, Christian: Der verspielte Frieden in Bosnien: Europas Versagen auf dem Balkan. Freiburg etc. 2020, 153609
- Schweizerischer Friedensrat et al. (Hg.): Der Stein blüht: Texte, Gedichte aus «Jugoslawien» zwischen Krieg und Frieden. Zürich 1992, Hg 2329
- Seewann, Gerhard (Hg.): Minderheiten als Konfliktpotential in Ostmittel- und Südosteuropa: Vorträge der Internationalen Konferenz der Südosteuropa-Gesellschaft (München), des Südost-Instituts (München) und des Österreichischen Studienzentrums für Frieden und Konfliktlösung (Stadtschlaining, Burgenland). München 1995, 98590
- Seha, Esther: Post-sozialistische Regierungssystemreform: Armenien, Kroatien, Russland und die Ukraine im Vergleich. Baden-Baden 2015, 132641
- Seifert, Ruth (Hg.): Gender, Identität und kriegerischer Konflikt: Das Beispiel des ehemaligen Jugoslawien. Münster 2004, 113949
- Sémelin, Jacques: Säubern und Vernichten: Die Politik der Massaker und Völkermorde. Hamburg 2007, 118191
- Sher, Gerson S.: Praxis: Marxist criticism and dissent in socialist Yugoslavia. Bloomington/London 1977, 68084
- Shoup, Paul S.: Communism and the Yugoslav national question. New York/London 1968, 39199
- Sieber, Anja: Krieg im Frieden: Frauen in Bosnien-Herzegowina und ihr Umgang mit der Vergangenheit. Bielefeld 2011, 124931
- Sieber, Anja und Martine Scholer: Vom Umgang mit zwei Lebenswelten – Die Rückkehr in ein zerstörtes Land: Bosnische Jugendliche im Spannungsfeld zwischen Rückkehr und Reintegration. Bern 2001, Gr 10453
- Sikimić, Biljana et al. (Hg.): Labour migrations in the Balkans. München/Berlin 2012, 143255
- Simchen-Kahrimanović, Mirsada: Lauf, Mädchen, lauf! Mein Dorf in Bosnien, der Krieg und mein neues Leben. Darmstadt 2022, 148616
- Šimko, Dušan und Ueli Mäder (Hg.): Stabilization and progress in the Western Balkans: Proceedings of the symposium 2010, Basel, Switzerland, September 17-19. Bern/New York 2011, 125113
- Sisson, Jonathan (Hg.): Dealing with the past in post-conflict societies: Ten years after the peace accords in Guatemala and Bosnia-Herzegovina: Swisspeace Annual Conference 2006. Bern 2007, Gr 12299
- Šošić, Hrvoje: Ekonomsko pokriće «Agrokomerca». Zürich 1988, 84337
- Stahel, Albert A.: Krieg oder Dialog im ehemaligen Jugoslawien (Stand 28. Februar 1994), in: ders. et al. (Hg.): Dialog: In memoriam Peter Grotzer, 1933–1992. Zürich 1994. S. 183-207, 96938
- Stankovic, Slobodan: The end of the Tito era: Yougoslavia’s dilemmas. Stanford 1981, 69287
- Stankovic, Slobodan: Titos Erbe: Die Hypothek der alten Richtungskämpfe ideologischer und nationaler Fraktionen. München 1981, 73076
- Starčević, Stevan et al.: The second Congress of Self-Managers of Yugoslavia. Belgrad 1972, Hf 6757
- Stefanov, Nenad und Michael Werz (Hg.): Bosnien und Europa: Die Ethnisierung der Gesellschaft. Frankfurt 1994, 98682
- Stein, Ekkehart: Arbeiterselbstverwaltung: Lehren aus dem jugoslawischen Experiment. Köln 1980, 67272
- Steindorff, Ludwig: Geschichte Kroatiens: Vom Mittelalter bis zur Gegenwart. Regensburg 2020, 148898
- Stevens, Georgina: Filling the vacuum: Ensurig protection and legal remedies for minorities in Kosovo. London 2009, D 4907:44
- Stieger, Cyrill: Wir wissen nicht mehr, wer wir sind: Vergessene Minderheiten auf dem Balkan. Wien 2017, 137233
- Stieger, Cyrill: Die Macht des Ethnischen: Sichtbare und unsichtbare Trennlinien auf dem Balkan. Zürich 2021, 146251
- Stiglmayer, Alexandra (Hg.): Massenvergewaltigung: Krieg gegen die Frauen. Freiburg 1993, 95182
- Stipetić, Vladimir: L’Agriculture yougoslave 1945–1975. Belgrad 1975, Hf 6756
- Stover, Eric: Die Gräber: Srebrenica und Vukovar. Zürich 1998, 103863
- Stoyanovitch, K.: Le régime socialiste yougoslave: Principe de la légalité socialiste. Paris 1961, 27795
- Ströhm, Carl Gustaf: Zwischen Mao und Chruschtschow: Wandlungen des Kommunismus in Südosteuropa. Stuttgart 1964, 32667
- Ströhm, Carl Gustaf: Ohne Tito: Kann Jugoslawien überleben? Graz 1976, 63408
- Ströhm, Carl Gustaf: Tito. 2. akt. Aufl. Bergisch-Gladbach 1980, 67673
- Ströhm, Carl Gustaf: Tito: Nach Afghanistan – Weltkrise Jugoslawien? Bergisch Gladbach 1980, 69288
- Südosteuropa: Der kleine Subkontinent. Berlin 2014, Gr 13330
- Sundhaussen, Holm: Jugoslawien und seine Nachfolgestaaten 1943–2011: Eine ungewöhnliche Geschichte des Gewöhnlichen. Wien 2012, 127467
- Sunic, Tomislav: Titoism and dissidence: Studies in the history and dissolution of Communist Yugoslavia. Frankfurt/Bern 1995, 98478
- Supek, Rudi und Branko Bošnjak (Hg.): Jugoslawien Denkt Anders. Wien/Frankfurt 1971, 43507
- Swain, Geoffrey: Tito: A biography. London 2011, 127142
- Teran, Nika Stražišar: Peacebuilding and organized crime: The cases of Kosovo and Liberia. Bern 2007, Gr 12008
- Terrori i Serbisë pushtuese mbi shqiptarët 1844–1999 / The terror of Serbian occupier over Albanians 1844–1999. Pristina 2013, Gr 13658
- Ther, Philipp: Die dunkle Seite der Nationalstaaten: «Ethnische Säuberungen» im modernen Europa. Göttingen 2011, erwartet
- Ther, Philipp und Holm Sundhaussen (Hg.): Nationalitätenkonflikte im 20. Jahrhundert: Ursachen von inter-ethnischer Gewalt im Vergleich. Wiesbaden 2001, 109425
- Thyroff, Julia und Béatrice Ziegler (Hg.): Die Jugoslawienkriege in Geschichtskultur und Geschichtsvermittlung. Zürich 2020, 144331
- Tito, Josip Broz: Les peuples yougoslaves dans la lutte pour la liberté. Paris 1945, 15903
- Tito, Josip Broz: Relazione politica: Del Comitato Centrale del Partito Comunista della Jugoslavia: Relazione presenta al V Congresso del Partito Comunista della Yugoslavia. Belgrad 1948, Hf 4100
- Tito, Josip Broz et al.: Die ideelle und politische Offensive des Bundes der Kommunisten Jugoslawiens. Belgrad 1972, Hf 6587
- Tito, Josip Broz: Ausgewählte Reden. Berlin (Ost) 1976, 58290
- Tito, Josip Broz: Der jugoslawische Weg: Sozialismus und Blockfreiheit. München 1976, 58026
- Tito, Josip Broz: Ausgewählte Reden und Schriften. Stuttgart 1984, 80433:3/2
- Todorova, Maria: Die Erfindung des Balkans: Europas bequemes Vorurteil. Darmstadt 1999, Hf 5048
- Todorova, Maria und Zsuzsa Gille (Hg.): Post-communist nostalgia. New York 2010, 123894
- Tomasevich, Jozo: War and Revolution in Yugoslavia, 1941–1945: Occupation and collaboration. Stanford 2001, Gr 11125
- Topalović, Živko: Začeci socijalizma i komunizma u Jugoslaviji. London 1960, VE 719
- Topalovic, Živko: Slom demokratije. London 1961, VE 716
- Topalovič, Živko: Kako su komunisti dograbili vlast u Jugoslaviji. London 1964, VE 714
- Topalović, Živko: Borba za Budućnost Jugoslavije. Paris 1967, VE 707
- Trültzsch, Arno: Sozialismus und Blockfreiheit: Der Beitrag Jugoslawiens zum Völkerrecht 1948–1980/91. Göttingen 2021, 145792
- Tütsch, Christopher: Kosovo’s burdensome path to economic development and interethnic coexistence: FAST risk profile Kosovo. Bern 2005, Gr 11526
- Über die Ereignisse in Kosova: Artikel aus «Zëri i popullit» und anderen Organen. Tirana 1981, 74048
- Unabhängige Medien in Ex-Jugoslawien: Eine Dokumentation der «Medienhilfe Ex-Jugoslawien». Zürich o. J. [1994?], Gr 8149
- Unkovski-Korica, Vladimir: The economic struggle for power in Tito’s Yugoslavia: From World War II to non-alignment. London/New York 2016, 135493
- Vanek, Jan: The economics of worker’s management: A Yugoslav case study. London 1972, 49477
- Van Gent, Werner: Der Geruch des Grauens: Die humanitären Kriege in Kurdistan und im Kosovo. Zürich 2000, 106533
- Vasić, Mark: Zivilgesellschaftliche Demokratisierungsprozesse in der Bundesrepublik Jugoslawien: Perspektiven nach dem Kosovo-Konflikt. Frankfurt 2000, 106475
- Verfassung der Sozialistischen Föderativen Republik Jugoslawien. Belgrad 1974, 85398
- Der VIII. Kongress des Bundes der Kommunisten Jugoslawiens: Praxis und Theorie des Aufbaus des Sozialismus in Jugoslawien. Belgrad 1965, 41301
- Vinterhalter, Vilko: Tito: Der Weg des Josip Broz. Wien etc. 1969, 41124
- Višić, Seima: Fremde: Geschichten. Sarajevo 2009, Hf 8623
- Voegeli, Peter und Nikolaus Voegeli: Der Balkankönig und seine Familie: Eine andere Geschichte der Schweiz. Bern 2017, 137298
- Vogel, Toby K.: Bosnia and Herzegovina: The challenge of legitimacy: FAST country risk profile Bosnia and Herzegovina. Bern 2006, Gr 12010
- Vollmer, Johannes (Hg.): «Dass wir in Bosnien zur Welt gehören»: Für ein multikulturelles Zusammenleben. Solothurn/Düsseldorf 1995, 98134
- Vrtačič, Ludvik: Einführung in den jugoslawischen Marxismus-Leninismus: Organisation, Bibliographie. Dordrecht 1963, 67096
- Vrtačić, Ludvik: Der jugoslawische Marxismus: Einführung in die zeitgenössische jugoslawische Philosophie. Olten 1975, 54896
- Vucinich, Wayne S. (Hg.): Contemporary Yugoslavia: Twenty years of socialist experiment. Berkeley 1969, 42002
- Vukmanovic-Tempo, Svetozar: Mein Weg mit Tito: Ein Revolutionär erinnert sich. München 1972, 48881
- Vuksanović, Mladen: Pale – im Herzen der Finsternis: Tagebuch, 5.4.-15.7.1992. Wien 1997, 101391
- Walker, Nicole: Rückkehrorientierte Abklärungen mit bosnischen Staatsangehörigen: Diplomarbeit an der HFS Ostschweiz. Rorschach 1997, Gr 9343
- Weckbecker, Arno und Frank Hoffmeister: Die Entwicklung der politischen Parteien im ehemaligen Jugoslawien. München 1997, 103201
- Weissenbacher, Rudy: Jugoslawien: Politische Ökonomie einer Desintegration. Wien 2005, 114579
- Weitz, Eric D.: A century of genocide: Utopias of race and nation. Princeton 2015, 133514
- Weitzmann, Igor: Das System der Einkommensverteilung in der sozialistischen Marktwirtschaft Jugoslawiens. Berlin 1958, 23952
- Wenger, Andreas und Jeronim Perovic (Hg.): Das schweizerische Engagement im ehemaligen Jugoslawien: Über Grenzen und Möglichkeiten der Aussenpolitik eines neutralen Kleinstaates. Zürich 1995, Gr 8448
- Wette, Wolfram und Gerd R. Ueberschär (Hg.): Kriegsverbrechen im 20. Jahrhundert. Darmstadt 2001, 109099
- Widmer, Paul: Kroatien im Umbruch: Ein Land zwischen Balkan und Europa. Zürich 2004, 113866
- Wieland, Carsten: Nationalstaat wider Willen: Politisierung von Ethnien und Ethnisierung der Politik: Bosnien, Indien, Pakistan. Frankfurt/New York 2000, 148745
- Wieser, Angela: Ethnische Säuberungen und Völkermord: Die genozidale Absicht im Bosnienkrieg von 1992–1995. Frankfurt 2007, 117825
- Wilson, Duncan: Tito’s Yugoslavia. Cambridge/London 1980, 68188
- Winkler, Willi: Europa im Krieg: Die Debatte über den Krieg im ehemaligen Jugoslawien. Frankfurt 1992, 94673
- Yelen, Anne: Kossovo: 1389–1989: Bataille pour les droits de l’âme. Lausanne 1989, 90358
- Yugoslav communism – a critical study: Prepared for the Subcommittee to Investigate the Administration of the Internal Security Act and Other Internal Security Laws of the Committee on the Judiciary United States Senate Eighty-Seventh Congress First Session, October 18, 1961. Washington D. C. 1961, 31452
- Zgonjanin, Andrej: Der Umgang mit Kriegsverbrechen im ehemaligen Jugoslawien 1991–1999. Wien 2018, 138808
- Zimmermann, Tanja: Der Balkan zwischen Ost und West: Mediale Bilder und kulturpolitische Prägungen. Köln 2014, 149231
- Zülch, Tilman (Hg.): «Ethnische Säuberung» – Völkermord für «Grossserbien»: Eine Dokumentation der Gesellschaft für Bedrohte Völker. Hamburg 1993, 95120
- Žuljević, Snježana: Welches Jugoslawien? Eine Diskursanalyse journalistischer Texte aus den Jahren 1988/89. Frankfurt 2004, 116257
- Etudes économiques de l’OCDE: Yougoslavie, 53135:74
- Sozialistische Theorie und Praxis: Jugoslawische Monatsschrift, D 6216
- Survey: Periodical for social Studies / Survey Sarajevo, D 5046
- Yugoslav survey: A record of facts and information: Quarterly / Survey Serbia & Montenegro: A record of facts and information / Survey Republik of Serbia: A record of facts and information, N 2231






































