Eine Kooperation der Cinémathèque suisse mit dem Filmpodium Zürich und dem Schweizerischen Sozialarchiv
Am 20. November präsentiert die Cinémathèque suisse anlässlich des Erscheinens der zweiten Ausgabe ihrer neuen Online-Zeitschrift “Repérages” im Filmpodium Zürich ein Kurzfilmprogramm mit vier restaurierten Filmen zu den Themen Stadtentwicklung, Mobilität und Wohnen, eingeführt von Jacqueline Maurer, Kunst- und Filmwissenschaftlerin mit Schwerpunkt Film-, Architektur- und Städtebauforschung.
Die beschleunigten Bilder in der kurzen Wochenschau “Zürich. Tempo, tempo!… Zeit ist Geld” symbolisieren die Dynamik und den Rhythmus der wachsenden Stadt in den 1920er Jahren. Der experimentelle Tourismusfilm “…via Zürich” (1967) von Alexander J. Seiler, Rob Gnant und June Kovach ist eine Auftragsarbeit, die in der formalen Gestaltung die ökonomisch geprägte Darstellung der Stadt ironisiert und von einem ambivalenten Verhältnis zur Auftragsfilmproduktion jener Zeit zeugt. “Beton-Fluss” von Hans-Ulrich Schlumpf prangert 1974 das später gescheiterte Bauprojekt “Expressstrasse Ypsilon” an. Mit “Zur Wohnungsfrage 1972” (1972) analysieren Nina und Hans Stürm den Wohnungsbau als Ware im kapitalistischen System.
“Repérages 02”, herausgegeben von Stefan Länzlinger, Seraina Winzeler und Yvonne Zimmermann, widmet sich ganz und gar Zürich und versammelt zwölf Beiträge zu ausgewählten Themen aus dem Projekt “Gebrauchsfilm Zürich: Stadt-, Land-, Filmgeschichten”, einem mehrjährigen Digitalisierungs- und Vermittlungsprojekt der Cinémathèque suisse zu Auftrags- und politischen Kurzfilmen Zürichs im 20. Jahrhundert. Parallel dazu werden in der virtuellen Ausstellung “Zürich – Stadt des Kapitals” Filme zugänglich gemacht. Beide Publikationen sind ab dem 19. November online.
Donnerstag, 20. November 2025, 20.45 Uhr
Kurzfilmprogramm im Filmpodium Zürich
