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13.9.2026, 11 Uhr: Rosa und ihre Kameradinnen

Lesung

Rosa und ihre Kameradinnen:
Briefe an Freundinnen — über Blumen und Vögelchen
Briefe an Kampfgenossinnen — über Zustände der Revolution
Briefe an beide — über alles, trotz alledem!

Es lesen:
Shabnam Chamani, Hanna Eichel und Lisa Ursula Tschanz
(EnsemblÖ Theater Neumarkt Zürich)

Eine Begleitveranstaltung zur Produktion «In Zukunft nur Rosa» am Theater Neumarkt Zürich.

Sonntag, 13. September 2026, 11 Uhr
Schweizerisches Sozialarchiv, Medienraum

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26.6.2026, 18 Uhr: Ein Netzwerk im Krieg

Moritz Tramer und die «Zeitschrift für Kinderpsychiatrie» 1934–1963

Moritz Tramer war ein Pionier der Kinderpsychiatrie, die als neues Fachgebiet Kinder ins Zentrum wissenschaftlichen Interesses rückte. 1934 gründete Tramer die «Zeitschrift für Kinderpsychiatrie», die in den Kriegsjahren ein Ort internationaler Vernetzung wurde, der auch jüdischen Forscher:innen im Exil eine Plattform bot. Die Zeitschrift war interdisziplinär; sie veröffentlichte auch Beiträge aus der Psychologie, Psychoanalyse, Psychohygiene und (Heil-)Pädagogik. Eine besondere Bedeutung kam Kinderzeichnungen zu, die als eine Sprache verstanden wurden, die Kindern zur Verfügung stand, und zugleich als ein Schema, nach dem sie taxiert werden konnten. Trotz ihrer pionierhaften Leistung erfuhren Moritz Tramer, der 1937 auch die international beachtete Kinderbeobachtungsstation «Gotthelfhaus» in Biberist gründete, und seine Frau, die Psychologin und Pazifistin Franziska Baumgarten, nicht die erwünschte Anerkennung und sind bis heute erstaunlich unbekannt.

Buchvernissage mit den Herausgeberinnen Katrin Luchsinger und Stefanie Mahrer sowie Gregor Spuhler (Moderation).
Mit anschliessendem Apéro.

Freitag, 26. Juni 2026, 18 Uhr
Schweizerisches Sozialarchiv, Medienraum

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4./5. Juni 2026: Gosteli-Gespräche 2026

«Über Grenzen verbunden: Schweizerische Frauenbewegungen und ihre transnationalen Verflechtungen»

Konferenz des Gosteli-Archivs in Kooperation mit dem Schweizerischen Sozialarchiv
4./5. Juni 2026, Universität Zürich, Rämistrasse 71, KOL-G-217

Anmeldung bis am 31. Mai 2026 unter: anmeldung@gosteli-archiv.ch

Detailprogramm herunterladen (PDF, 141 KB)

29.4.2026, 18.30 Uhr: Kampfzone Ossola

Der Widerstand an der Schweizer Südgrenze 1943–1945

Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs rückten die Kampfhandlungen immer näher an die Grenzen der Schweiz und überschritten diese teilweise sogar. Besonders spürbar war dies in der Region von Domodossola. Dort entstand im Herbst 1944 kurzzeitig eine freie Partisanenrepublik, welche einen regen Austausch mit der Schweiz pflegte. Obwohl nur einige Kilometer von der Grenze entfernt, ist diese Geschichte in der Deutschschweiz beinahe unbekannt. Das neue Buch von Raphael Rues und Andrej Abplanalp schliesst diese Lücke und entwirrt das komplexe Geflecht zwischen italienischen Partisan:innen, deutschen und faschistischen Truppen sowie den zunehmend involvierten Schweizer Behörden in den Jahren 1943 bis 1945.

Das Buch leistet einen Beitrag zur aktuellen Erinnerungsdebatte und zur Rehabilitation der Schweizer:innen, die im Zweiten Weltkrieg die italienische Resistenza oder französische Résistance unterstützt haben.

Buchpräsentation mit den Autoren Raphael Rues und Andrej Abplanalp sowie Andreas Rieger (Gruppo per la Memoria 1943–1945).
Mit anschliessendem Apéro.

Mittwoch, 29. April 2026, 18.30 Uhr
Schweizerisches Sozialarchiv, Medienraum

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Ninety Years Since the Spanish Civil War

Experiences, Memories, Concepts (1936–2026)

Conference, Swiss Social Archives, Zurich, 19–20 November 2026
Call for papers

On 17 July 2026, the ninetieth anniversary of the outbreak of the Spanish Civil War (1936–1939) will be commemorated. On that day in 1936, a group of high-ranking generals launched a military uprising against the democratically elected government of the Second Spanish Republic. The coup failed to secure immediate control, as large segments of the population resisted and joined military and militia units in defense of the Republic. What began as a putsch quickly escalated into a protracted and brutal civil war.

The military rebellion provoked widespread international outrage and generated an unprecedented wave of solidarity, particularly among politically organized workers and intellectuals. Tens of thousands of volunteers travelled to Spain to defend the Republic.

Among them were approximately 800 Swiss citizens. After the dissolution of the International Brigades in the autumn of 1938 and, even more so, following the foreseeable victory of General Franco in early 1939, most surviving volunteers returned to Switzerland. There they faced prosecution, imprisonment, and the loss of civil rights. At the same time, Switzerland was one of the first democracies to officially recognize Franco’s regime in February 1939, even before the official end of the war. In the years that followed, Switzerland maintained close political and economic relations with the Franco regime.

To this day, the Swiss volunteers who fought against fascism and for democracy occupy an ambivalent place in national memory. For decades, their commitment was marginalized rather than publicly acknowledged. Only in 2009 were they formally rehabilitated. Meanwhile, the Spanish Civil War has often been interpreted as a military and ideological testing ground for Fascist Italy and Nazi Germany in preparation for the Second World War. Yet this perspective risks overshadowing other dimensions of the conflict, including its transnational entanglements, its cultural representations, and its long-term political and social repercussions.

This conference seeks to foster scholarly exchange on recent research concerning the Spanish Civil War and its aftermath. At the same time, it aims to engage a broader public and to stimulate critical discussion about the conflict’s enduring historical and political significance. The conference will take place on 19 and 20 November 2026 at the Swiss Social Archives in Zurich. The keynote lecture will be held by Diego Gaspar Celaya.

We invite scholars from history and related disciplines to submit proposals that address innovative perspectives on the Spanish Civil War. Please indicate which of the thematic areas listed below your contribution would engage with. Abstracts and a short CV (each no longer than one page) should be submitted by 24 April 2026 to franziska.zaugg@unifr.ch and moises.prieto@hu-berlin.de.

Possible topics include but are not limited to:

  • Conceptual (re)considerations: «Spanish Civil War» versus «Guerre d’Espagne»
  • Conservative entanglements and networks of support or aid
  • The war as a training ground for fascist and anti-fascist forces prior to the Second World War
  • Politics, public debate, taboos, and commemoration in post-war Switzerland
  • Politics, public debate, taboos, and commemoration in post-war Europe and beyond
  • The war in the arts and popular culture

Call for papers (PDF, 146 KB)

Organizing Committee: Franziska Zaugg, Luís M. Calvo Salgado, Sébastien Farré, Peter Huber, Christian Koller, Moisés Prieto, Anna Voser

13.3.2026, 18 Uhr: Themenabend: Gewalt im Namen der Kirche

Die Aufarbeitung zum Kinderheim Einsiedeln im Kontext der katholischen Kirche der Schweiz

Die Publikation «Heilig-Geist-Spital, Waisenhaus und Kinderheim. Zur wechselvollen Geschichte einer Fürsorgeeinrichtung in Einsiedeln, 1861 bis 1972» von Kevin Heiniger, Simone Girard-Groeber, Annette Lichtenauer und Christine Matter (Fachhochschule Nordwestschweiz) beleuchtet die Geschichte einer Institution, die als Armenhaus, Waisenhaus und Kinderheim während über einem Jahrhundert das Leben zahlloser Kinder geprägt hat. Gestützt auf umfangreiche Archivquellen, persönliche Dokumente und 19 Zeitzeug:innen-Interviews entsteht ein facettenreiches Bild einer Einrichtung, in der soziale Kontrolle, religiöser Eifer, staatliche Vernachlässigung und wirtschaftliche Überlegungen zu einem System verschmolzen, das in vielen Fällen nicht dem Wohl der Kinder diente, sondern ihnen nachhaltig schadete – und über das jahrzehntelang geschwiegen wurde.
Die Veranstaltung stellt dieses Stück Schweizer Sozialgeschichte vor und verortet es in gegenwärtigen Forschungen zu verwandten Themen.

Inputreferate und Diskussion mit dem Autor:innenteam (Fachhochschule Nordwestschweiz) sowie Magda Kaspar und Lucas Federer (Universität Zürich, Forschungsprojekt «Sexueller Missbrauch im Umfeld der katholischen Kirche in der Schweiz»).
Mit anschliessendem Apéro.

Freitag, 13. März 2026, 18 Uhr
Schweizerisches Sozialarchiv, Medienraum

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27./28.3.: BiblioWeekend – ein Wochenende der Bibliotheken der Schweiz

Rätselrundgang auf den Spuren des gesellschaftlichen Wandels

Im Lesesaal des Sozialarchivs erwarten Sie verschiedene kurze Fragespiele, die Sie eigenständig lösen können.

Testen Sie Ihr Wissen über unsere Bibliothek mit langjähriger Geschichte, entdecken Sie das Sozialarchiv neu und gewinnen Sie mit etwas Glück einen Preis!

Freitag, 27. März 2026, 10 bis 16 Uhr
Samstag, 28. März 2026, 12 bis 15 Uhr

Schweizerisches Sozialarchiv, Lesesaal

> biblioweekend.ch

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5.2.2026, 19 Uhr: «Und das nennt sich Grenzbesetzung!»

Erfahrungen von Deutschschweizer Offizieren während des Aktivdienstes im Ersten Weltkrieg

Als der Erste Weltkrieg sich dem Ende zuneigte, hofften einige Deutschschweizer Offiziere auf Aufstände und Unruhen in der Schweiz. Nicht weil sie die protestierende Arbeiterschaft unterstützt hätten, im Gegenteil: Die Unruhen niederzuschlagen, hätte es ihnen erlaubt, ihren Ruf zu polieren und am Ende der ereignisarmen Grenzbesetzung doch noch etwas zu erleben.

Mario Podzorskis Buch bietet gestützt auf bisher wenig beachtete Briefe und Tagebücher ein Panorama wesentlicher Elemente der Aktivdiensterfahrung von Offizieren. Nach einer Phase der Unsicherheit im August 1914 standen die Bedürfnisse, etwas zu erleben und sich zu bewähren, im Vordergrund. Diese konnten die Offiziere während der oft als ereignisarm und sinnfrei erfahrenen Grenzbesetzung und angesichts lauter werdender Kritik an der Armee aber kaum befriedigen. Erst der Ordnungsdienst während des Landesstreiks sollte ihnen die Möglichkeit dazu bieten.

Buchpräsentation mit dem Autor Mario Podzorski-Gächter sowie Daniel Marc Segesser (Universität Bern).

Mit anschliessendem Apéro.

Donnerstag, 5. Februar 2026, 19 Uhr
Schweizerisches Sozialarchiv, Medienraum

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12./19.3.2026: Berufserkundungstage

Das Schweizerische Sozialarchiv bietet am Donnerstag, 12. März 2026, und am Donnerstag, 19. März 2026, je einen Berufserkundungstag an. An dem Tag geben wir Einblick in die Lehre als Fachperson Information und Dokumentation EFZ.

Die Teilnehmendenzahl ist begrenzt, die Anmeldefrist endet am 6. März 2026.

Anmeldungen bitte mit Geburtsdatum und Namen der aktuellen Schule.

Kontakt und Anmeldung: Andrea Schönholzer, Berufsbildnerin, schoenholzer@sozialarchiv.ch

4.12.2025, 18.30 Uhr: Mattmark 1965

Erinnerungen, Gerichtsurteile, italienisch-schweizerische Verflechtungen

Lesung und Gespräch mit der Herausgeberin Elisabeth Joris

Am 30. August 1965 wurden beim Bau des Stausees Mattmark 88 Bauarbeiter:innen durch den Abbruch einer Gletscherzunge unter 2 Millionen Kubikmetern Eis und Geröll begraben. Bei den Bergungsarbeiten konnten unter der bis zu 50 Meter starken Geröllschicht keine Überlebenden gefunden werden. Die Mehrheit der Todesopfer waren italienische Staatsangehörige. Das Risiko bei der Errichtung der Unterkunftsbaracken direkt unterhalb einer Gletscherzunge war nicht beachtet worden. Die Katastrophe rief deshalb in Italien heftige Kritik hervor. Sieben Jahre nach dem Unglück sprach die Walliser Justiz alle 17 Angeklagten frei. Ein grosser Teil der Gerichtskosten wurde den Familien der Opfer auferlegt, was in Italien eine neue Welle der Empörung hervorrief.

Das neue Buch von Elisabeth Joris lässt Familienangehörige zu Wort kommen, beleuchtet Unterschiede in der Erinnerungskultur in Italien und der Schweiz, stellt neue Erkenntnisse zum Gerichtsverfahren vor und beschreibt die Bedeutung der Mattmark-Katastrophe für den Wandel der gewerkschaftlichen Migrationspolitik zur Zeit der Schwarzenbach-Initiative.

Mit anschliessendem Apéro.

Donnerstag, 4. Dezember 2025, 18.30 Uhr
Schweizerisches Sozialarchiv, Medienraum

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