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29.4.2026, 18.30 Uhr: Kampfzone Ossola

Der Widerstand an der Schweizer Südgrenze 1943–1945

Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs rückten die Kampfhandlungen immer näher an die Grenzen der Schweiz und überschritten diese teilweise sogar. Besonders spürbar war dies in der Region von Domodossola. Dort entstand im Herbst 1944 kurzzeitig eine freie Partisanenrepublik, welche einen regen Austausch mit der Schweiz pflegte. Obwohl nur einige Kilometer von der Grenze entfernt, ist diese Geschichte in der Deutschschweiz beinahe unbekannt. Das neue Buch von Raphael Rues und Andrej Abplanalp schliesst diese Lücke und entwirrt das komplexe Geflecht zwischen italienischen Partisan:innen, deutschen und faschistischen Truppen sowie den zunehmend involvierten Schweizer Behörden in den Jahren 1943 bis 1945.

Das Buch leistet einen Beitrag zur aktuellen Erinnerungsdebatte und zur Rehabilitation der Schweizer:innen, die im Zweiten Weltkrieg die italienische Resistenza oder französische Résistance unterstützt haben.

Buchpräsentation mit den Autoren Raphael Rues und Andrej Abplanalp sowie Andreas Rieger (Gruppo per la Memoria 1943–1945).
Mit anschliessendem Apéro.

Mittwoch, 29. April 2026, 18.30 Uhr
Schweizerisches Sozialarchiv, Medienraum

Veranstaltungsflyer herunterladen (PDF, 180 KB)

Ninety Years Since the Spanish Civil War

Experiences, Memories, Concepts (1936–2026)

Conference, Swiss Social Archives, Zurich, 19–20 November 2026
Call for papers

On 17 July 2026, the ninetieth anniversary of the outbreak of the Spanish Civil War (1936–1939) will be commemorated. On that day in 1936, a group of high-ranking generals launched a military uprising against the democratically elected government of the Second Spanish Republic. The coup failed to secure immediate control, as large segments of the population resisted and joined military and militia units in defense of the Republic. What began as a putsch quickly escalated into a protracted and brutal civil war.

The military rebellion provoked widespread international outrage and generated an unprecedented wave of solidarity, particularly among politically organized workers and intellectuals. Tens of thousands of volunteers travelled to Spain to defend the Republic.

Among them were approximately 800 Swiss citizens. After the dissolution of the International Brigades in the autumn of 1938 and, even more so, following the foreseeable victory of General Franco in early 1939, most surviving volunteers returned to Switzerland. There they faced prosecution, imprisonment, and the loss of civil rights. At the same time, Switzerland was one of the first democracies to officially recognize Franco’s regime in February 1939, even before the official end of the war. In the years that followed, Switzerland maintained close political and economic relations with the Franco regime.

To this day, the Swiss volunteers who fought against fascism and for democracy occupy an ambivalent place in national memory. For decades, their commitment was marginalized rather than publicly acknowledged. Only in 2009 were they formally rehabilitated. Meanwhile, the Spanish Civil War has often been interpreted as a military and ideological testing ground for Fascist Italy and Nazi Germany in preparation for the Second World War. Yet this perspective risks overshadowing other dimensions of the conflict, including its transnational entanglements, its cultural representations, and its long-term political and social repercussions.

This conference seeks to foster scholarly exchange on recent research concerning the Spanish Civil War and its aftermath. At the same time, it aims to engage a broader public and to stimulate critical discussion about the conflict’s enduring historical and political significance. The conference will take place on 19 and 20 November 2026 at the Swiss Social Archives in Zurich. The keynote lecture will be held by Diego Gaspar Celaya.

We invite scholars from history and related disciplines to submit proposals that address innovative perspectives on the Spanish Civil War. Please indicate which of the thematic areas listed below your contribution would engage with. Abstracts and a short CV (each no longer than one page) should be submitted by 24 April 2026 to franziska.zaugg@unifr.ch and moises.prieto@hu-berlin.de.

Possible topics include but are not limited to:

  • Conceptual (re)considerations: «Spanish Civil War» versus «Guerre d’Espagne»
  • Conservative entanglements and networks of support or aid
  • The war as a training ground for fascist and anti-fascist forces prior to the Second World War
  • Politics, public debate, taboos, and commemoration in post-war Switzerland
  • Politics, public debate, taboos, and commemoration in post-war Europe and beyond
  • The war in the arts and popular culture

Call for papers (PDF, 146 KB)

Organizing Committee: Franziska Zaugg, Luís M. Calvo Salgado, Sébastien Farré, Peter Huber, Christian Koller, Moisés Prieto, Anna Voser

13.3.2026, 18 Uhr: Themenabend: Gewalt im Namen der Kirche

Die Aufarbeitung zum Kinderheim Einsiedeln im Kontext der katholischen Kirche der Schweiz

Die Publikation «Heilig-Geist-Spital, Waisenhaus und Kinderheim. Zur wechselvollen Geschichte einer Fürsorgeeinrichtung in Einsiedeln, 1861 bis 1972» von Kevin Heiniger, Simone Girard-Groeber, Annette Lichtenauer und Christine Matter (Fachhochschule Nordwestschweiz) beleuchtet die Geschichte einer Institution, die als Armenhaus, Waisenhaus und Kinderheim während über einem Jahrhundert das Leben zahlloser Kinder geprägt hat. Gestützt auf umfangreiche Archivquellen, persönliche Dokumente und 19 Zeitzeug:innen-Interviews entsteht ein facettenreiches Bild einer Einrichtung, in der soziale Kontrolle, religiöser Eifer, staatliche Vernachlässigung und wirtschaftliche Überlegungen zu einem System verschmolzen, das in vielen Fällen nicht dem Wohl der Kinder diente, sondern ihnen nachhaltig schadete – und über das jahrzehntelang geschwiegen wurde.
Die Veranstaltung stellt dieses Stück Schweizer Sozialgeschichte vor und verortet es in gegenwärtigen Forschungen zu verwandten Themen.

Inputreferate und Diskussion mit dem Autor:innenteam (Fachhochschule Nordwestschweiz) sowie Magda Kaspar und Lucas Federer (Universität Zürich, Forschungsprojekt «Sexueller Missbrauch im Umfeld der katholischen Kirche in der Schweiz»).
Mit anschliessendem Apéro.

Freitag, 13. März 2026, 18 Uhr
Schweizerisches Sozialarchiv, Medienraum

Veranstaltungsflyer herunterladen (PDF, 238 KB)

27./28.3.: BiblioWeekend – ein Wochenende der Bibliotheken der Schweiz

Rätselrundgang auf den Spuren des gesellschaftlichen Wandels

Im Lesesaal des Sozialarchivs erwarten Sie verschiedene kurze Fragespiele, die Sie eigenständig lösen können.

Testen Sie Ihr Wissen über unsere Bibliothek mit langjähriger Geschichte, entdecken Sie das Sozialarchiv neu und gewinnen Sie mit etwas Glück einen Preis!

Freitag, 27. März 2026, 10 bis 16 Uhr
Samstag, 28. März 2026, 12 bis 15 Uhr

Schweizerisches Sozialarchiv, Lesesaal

> biblioweekend.ch

Veranstaltungsflyer herunterladen (PDF, 886 KB)

5.2.2026, 19 Uhr: «Und das nennt sich Grenzbesetzung!»

Erfahrungen von Deutschschweizer Offizieren während des Aktivdienstes im Ersten Weltkrieg

Als der Erste Weltkrieg sich dem Ende zuneigte, hofften einige Deutschschweizer Offiziere auf Aufstände und Unruhen in der Schweiz. Nicht weil sie die protestierende Arbeiterschaft unterstützt hätten, im Gegenteil: Die Unruhen niederzuschlagen, hätte es ihnen erlaubt, ihren Ruf zu polieren und am Ende der ereignisarmen Grenzbesetzung doch noch etwas zu erleben.

Mario Podzorskis Buch bietet gestützt auf bisher wenig beachtete Briefe und Tagebücher ein Panorama wesentlicher Elemente der Aktivdiensterfahrung von Offizieren. Nach einer Phase der Unsicherheit im August 1914 standen die Bedürfnisse, etwas zu erleben und sich zu bewähren, im Vordergrund. Diese konnten die Offiziere während der oft als ereignisarm und sinnfrei erfahrenen Grenzbesetzung und angesichts lauter werdender Kritik an der Armee aber kaum befriedigen. Erst der Ordnungsdienst während des Landesstreiks sollte ihnen die Möglichkeit dazu bieten.

Buchpräsentation mit dem Autor Mario Podzorski-Gächter sowie Daniel Marc Segesser (Universität Bern).

Mit anschliessendem Apéro.

Donnerstag, 5. Februar 2026, 19 Uhr
Schweizerisches Sozialarchiv, Medienraum

Veranstaltungsflyer herunterladen (PDF, 251 KB)

12./19.3.2026: Berufserkundungstage

Das Schweizerische Sozialarchiv bietet am Donnerstag, 12. März 2026, und am Donnerstag, 19. März 2026, je einen Berufserkundungstag an. An dem Tag geben wir Einblick in die Lehre als Fachperson Information und Dokumentation EFZ.

Die Teilnehmendenzahl ist begrenzt, die Anmeldefrist endet am 6. März 2026.

Anmeldungen bitte mit Geburtsdatum und Namen der aktuellen Schule.

Kontakt und Anmeldung: Andrea Schönholzer, Berufsbildnerin, schoenholzer@sozialarchiv.ch

4.12.2025, 18.30 Uhr: Mattmark 1965

Erinnerungen, Gerichtsurteile, italienisch-schweizerische Verflechtungen

Lesung und Gespräch mit der Herausgeberin Elisabeth Joris

Am 30. August 1965 wurden beim Bau des Stausees Mattmark 88 Bauarbeiter:innen durch den Abbruch einer Gletscherzunge unter 2 Millionen Kubikmetern Eis und Geröll begraben. Bei den Bergungsarbeiten konnten unter der bis zu 50 Meter starken Geröllschicht keine Überlebenden gefunden werden. Die Mehrheit der Todesopfer waren italienische Staatsangehörige. Das Risiko bei der Errichtung der Unterkunftsbaracken direkt unterhalb einer Gletscherzunge war nicht beachtet worden. Die Katastrophe rief deshalb in Italien heftige Kritik hervor. Sieben Jahre nach dem Unglück sprach die Walliser Justiz alle 17 Angeklagten frei. Ein grosser Teil der Gerichtskosten wurde den Familien der Opfer auferlegt, was in Italien eine neue Welle der Empörung hervorrief.

Das neue Buch von Elisabeth Joris lässt Familienangehörige zu Wort kommen, beleuchtet Unterschiede in der Erinnerungskultur in Italien und der Schweiz, stellt neue Erkenntnisse zum Gerichtsverfahren vor und beschreibt die Bedeutung der Mattmark-Katastrophe für den Wandel der gewerkschaftlichen Migrationspolitik zur Zeit der Schwarzenbach-Initiative.

Mit anschliessendem Apéro.

Donnerstag, 4. Dezember 2025, 18.30 Uhr
Schweizerisches Sozialarchiv, Medienraum

Veranstaltungsflyer herunterladen (PDF, 255 KB)

Call for Papers – Gosteli-Gespräche 2026

«Über Grenzen verbunden: Schweizerische Frauenbewegungen und ihre transnationalen Verflechtungen»

Konferenz des Gosteli-Archivs Geschichte schweizerischer Frauenbewegungen in Kooperation mit dem Schweizerischen Sozialarchiv, 4./5. Juni 2026, Universität Zürich

Feministische Bewegungen in der Schweiz sind nicht einzig nationale Phänomene (gewesen). Schon die frühen Kämpfe um Rechte, Bildung und Arbeit waren von transnationalen Debatten beeinflusst und mit ihnen vernetzt. Schweizer Aktivist:innen nahmen an internationalen Konferenzen teil, gründeten Organisationen, die über Grenzen hinweg wirkten, und knüpften an feministische Kämpfe in anderen Regionen an. Dabei wurde nicht nur transnationales Wissen rezipiert, sondern auch eigenständige Impulse in internationale Diskurse eingebracht und der Austausch von Erfahrungen, Ideen sowie Strategien gepflegt.

Wir laden Wissenschaftler:innen, insbesondere auch Nachwuchsforscher:innen, und Aktivist:innen ein, die Verflechtungen, Übersetzungsprozesse und Spannungen zwischen schweizerischen Frauenbewegungen und transnationalen Feminismen genauer zu betrachten. Gefragt sind Beiträge, die historische wie gegenwärtige Aspekte beleuchten und dabei die Rolle von Akteur:innen, Netzwerken, Ideen und Orten herausstellen. Uns interessiert, wie die Schweiz sowohl ein Resonanzraum als auch eine Ausgangsbasis feministischer Transformationen war – und wie feministische Anliegen hier in globale Zusammenhänge gestellt wurden. Ziel ist es, transnationale Dimensionen feministischer Geschichte(n) und Gegenwart(en) im schweizerischen Kontext sichtbar zu machen und zugleich kritisch zu reflektieren.

Wir freuen uns über Vorschläge aus den Geschichts-, Sozial- und Kulturwissenschaften ebenso wie aus Rechtswissenschaft oder verwandten Disziplinen. Auch Beiträge, die künstlerische oder aktivistische Perspektiven einbringen, sind ausdrücklich erwünscht.

Themenfelder

Die folgenden, beispielhaften Themenfelder sind als Anregung für Eingaben zu verstehen. Über zusätzliche Vorschläge freuen wir uns.

  • Netzwerke, Zirkulationen und Übersetzungen:
    Hier interessieren uns Beiträge zu transnationalen Allianzen, Austauschprozessen und der Zirkulation feministischer Ideen, Strategien, Praktiken und Symbole. Wie wurden Impulse aus der Schweiz ins Ausland getragen – und umgekehrt? Welche Übersetzungsleistungen waren notwendig, um Feminismus über Grenzen hinweg anschlussfähig zu machen? Welche Netzwerke von Frauenorganisationen verbanden die Schweiz mit anderen Regionen, und wie veränderten Übersetzungen und Anpassungen die Inhalte?
  • Themen, Kämpfe, Biografien:
    Dieses Panel rückt zentrale Themen feministischer Bewegungen in den Vordergrund wie etwa reproduktive Gerechtigkeit, sexuelle Selbstbestimmung, Bedingungen von Arbeit, Migration, rechtliche Gleichstellung oder politische Teilhabe. Im Fokus stehen thematische Verflechtungen und Auseinandersetzungen im transnationalen Kontext. Wo lassen sich Verbindungen finden, wo kam es zu Differenzen und Abgrenzungen? Beiträge können untersuchen, wie transnationale feministische Impulse lokal verhandelt, weiterentwickelt oder abgelehnt wurden und welche Rolle dabei einzelne Akteur:innen spielten.
  • Solidarität, Kritik, Intersektionalität:
    Feministische Bewegungen mussten sich stets mit Differenz auseinandersetzen, innerhalb eigener Gruppen und Bewegungen und im Austausch mit anderen. Dieses Panel fragt nach den Möglichkeiten und Grenzen solidarischer Allianzen: Wie prägten transnationale Debatten um Klasse, Ethnizität, Sexualität oder Religion die feministische Praxis in der Schweiz? Wie verhandelten Aktivist:innen Differenz, Ausschluss und Zugehörigkeit?
  • Orte des transnationalen Feminismus:
    Feministische Kämpfe fanden und finden an konkreten Orten statt – in Versammlungshäusern, in Konferenzsälen, in migrantischen Vereinen, bei Protestmärschen, an Universitäten, in internationalen Organisationen oder in virtuellen Räumen. Dieses Panel interessiert sich für die räumliche Dimension: Wo verdichteten sich transnationale feministische Verflechtungen? Welche Rolle spielten Städte, Grenzräume, Institutionen oder digitale Plattformen bei der Vernetzung von Aktivistinnen in und aus der Schweiz?

Einreichung

Bitte senden Sie ein Abstract von maximal 300 Wörtern sowie eine Kurzbiografie (max. 150 Wörter). Abstracts sind auf Deutsch, Französisch oder Englisch möglich.
Die Konferenz findet am 4./5. Juni 2026 in Zürich statt.
Einsendeschluss ist der 31. Januar 2026. Beiträge bitte an: fabienne.amlinger@gosteli-archiv.ch.
Eine Benachrichtigung über die Auswahl erfolgt bis zum 15. März 2026.

20.11.2025, 20.45 Uhr: Mobilität und Wohnraum in Zürich: Historische Kurzfilme im Filmpodium

Eine Kooperation der Cinémathèque suisse mit dem Filmpodium Zürich und dem Schweizerischen Sozialarchiv

Am 20. November präsentiert die Cinémathèque suisse anlässlich des Erscheinens der zweiten Ausgabe ihrer neuen Online-Zeitschrift «Repérages» im Filmpodium Zürich ein Kurzfilmprogramm mit vier restaurierten Filmen zu den Themen Stadtentwicklung, Mobilität und Wohnen, eingeführt von Jacqueline Maurer, Kunst- und Filmwissenschaftlerin mit Schwerpunkt Film-, Architektur- und Städtebauforschung.

Die beschleunigten Bilder in der kurzen Wochenschau «Zürich. Tempo, tempo!… Zeit ist Geld» symbolisieren die Dynamik und den Rhythmus der wachsenden Stadt in den 1920er Jahren. Der experimentelle Tourismusfilm «…via Zürich» (1967) von Alexander J. Seiler, Rob Gnant und June Kovach ist eine Auftragsarbeit, die in der formalen Gestaltung die ökonomisch geprägte Darstellung der Stadt ironisiert und von einem ambivalenten Verhältnis zur Auftragsfilmproduktion jener Zeit zeugt. «Beton-Fluss» von Hans-Ulrich Schlumpf prangert 1974 das später gescheiterte Bauprojekt «Expressstrasse Ypsilon» an. Mit «Zur Wohnungsfrage 1972» (1972) analysieren Nina und Hans Stürm den Wohnungsbau als Ware im kapitalistischen System.

«Repérages 02», herausgegeben von Stefan Länzlinger, Seraina Winzeler und Yvonne Zimmermann, widmet sich ganz und gar Zürich und versammelt zwölf Beiträge zu ausgewählten Themen aus dem Projekt «Gebrauchsfilm Zürich: Stadt-, Land-, Filmgeschichten», einem mehrjährigen Digitalisierungs- und Vermittlungsprojekt der Cinémathèque suisse zu Auftrags- und politischen Kurzfilmen Zürichs im 20. Jahrhundert. Parallel dazu werden in der virtuellen Ausstellung «Zürich – Stadt des Kapitals» Filme zugänglich gemacht. Beide Publikationen sind ab dem 19. November online.

Donnerstag, 20. November 2025, 20.45 Uhr
Kurzfilmprogramm im Filmpodium Zürich

Herman-Greulich-Gedenkmünze von 1955 (Urheber: H.J. Huguenin/SozArch F 5068-Oa-0473)
Herman-Greulich-Gedenkmünze von 1955 (Urheber: H.J. Huguenin/SozArch F 5068-Oa-0473)

7.11.2025, 18 Uhr: «Geh deine Bahn und lass die Leute schwätzen»

Zum 100. Todestag von Herman Greulich

Am 8. November jährt sich der Todestag von Herman Greulich zum 100. Mal. Als Vaterfigur der Schweizer Arbeiter:innenbewegung war der als Buchbindergeselle aus Preussen eingewanderte «Papa Greulich» auf lokaler, kantonaler, nationaler und internationaler Ebene aktiv, engagierte sich für die Sozialpolitik, das Frauenstimmrecht, die direkte Demokratie und den Frieden, gründete Gewerkschaften und Parteiorganisationen, war ein unermüdlicher Redner, Publizist und Pionier der schweizerischen Sozialstatistik, organisierte internationale Kongresse und Hilfsaktionen.

Greulichs Nachlass und die Akten des von ihm geleiteten Arbeitersekretariats befinden sich heute im Sozialarchiv. Aus Anlass von Greulichs 100. Todestag halten Annette Frei Berthoud, Christoph Arioli, Christian Koller und Adrian Zimmermann Rückschau auf Greulichs Wirken und diskutieren dessen Aktualität.
Mit anschliessendem Apéro.

Freitag, 7. November 2025, 18 Uhr
Schweizerisches Sozialarchiv, Medienraum

Veranstaltungsflyer herunterladen (PDF, 277 KB)

Im November zeigen wir in den Lesesaalvitrinen eine kleine Ausstellung mit Dokumenten zu Greulichs Leben und Wirken.