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Bäume des Südens, Gemälde von Ernst Nobs
Bäume des Südens, Gemälde von Ernst Nobs

Mittwoch, 6. Februar 2013, 18 bis 19 Uhr: Öffentliche Führung

Preziosen im Sozialarchiv

12’000 Regalmeter voller Kostbarkeiten materieller, ideeller, dokumentarischer und ästhetischer Art!

Zu sehen gibt es die Erstausgabe des "Kapitals" von Karl Marx, Autographen von Rosa Luxemburg, das Original des Friedensabkommens in der schweizerischen Maschinenindustrie, künstlerische Werke des ersten sozialdemokratischen Bundesrats und vieles mehr.
Lassen Sie sich überraschen!

> Flyer herunterladen (PDF, 95 KB)

Die Teilnahme an den öffentlichen Führungen ist kostenlos, eine Anmeldung ist nicht nötig.
Alle Interessierten sind herzlich willkommen!

Robert Risler: Max Wehrli und Marthy Baumgartner (Sozialistische Arbeiterjugend Zürich)
Robert Risler: Max Wehrli und Marthy Baumgartner (Sozialistische Arbeiterjugend Zürich)

Mittwoch, 16. Januar 2013, 18 bis 19 Uhr: Öffentliche Führung

Aus der neuen Liebeswelt: Liebe und Utopie

Seit der utopische Sozialist Charles Fourier zu Beginn des 19. Jahrhunderts in "Die neue Liebeswelt" alle Moralbegriffe über den Haufen warf, provozierten die Konventionen der bürgerlichen Ehe immer wieder Gegenentwürfe. Besonders utopisch-sozialistische, feministische und anarchistische Kreise propagierten zu verschiedenen Zeiten ihre Liebestheorien.
Die Führung zeigt Dokumente zur Geschichte der Liebe und des utopisch-politischen Denkens.

> Flyer herunterladen (PDF, 89 KB)

Die Teilnahme an den öffentlichen Führungen ist kostenlos, eine Anmeldung ist nicht nötig.
Alle Interessierten sind herzlich willkommen!

10.12.2012: Wer bestimmt, was Menschenrechte sind? Und wie?

Zum Tag der Menschenrechte am 10. Dezember

"Was als Grund- und Menschenrechte gelten soll, muss von den Berechtigten immer wieder ausgehandelt werden. Das ist ein spannungsreicher Prozess, der unterschiedlich ablaufen kann. Wenn wir über die nationale Verfassung abstimmen, definieren wird den Geltungsbereich der Grundrechte – manchmal auch mit problematischen Folgen wie bei der Minarett-Abstimmung. Seit dem Zweiten Weltkrieg sind die Menschenrechte auch international geschützt – eine grosse Errungenschaft der internationalen Gemeinschaft. Aber auf dieser Ebene werden die Rechte in diplomatischen Konferenzen ausgehandelt, und Gerichte spielen hier eine noch wichtigere Rolle als auf der nationalen Ebene.
Die Selbstbestimmung der Berechtigten wird heute jedoch durch andere problematische Entwicklungen immer mehr eingeschränkt. Seit dem Ende des Kalten Krieges werden Menschenrechte vom Westen exportiert. Sie dienen der Begründung von militärischen Interventionen, oder sie verkommen zu Floskeln im politischen Alltag. Menschenrechte sind ein Instrument zur Befreiung der Menschen. Werden sie auch als Instrument zur Disziplinierung von Menschen eingesetzt? Die Berechtigten – und das sind alle Menschen – haben heute allen Grund zu fragen, wer bestimmt, was die Menschenrechte sind, und auf welchen Wegen dies geschieht."

Referat: Dr. Gret Haller, Juristin, Politikerin und Buchautorin
Anschliessend Diskussion und Apéro

Montag, 10. Dezember 2012, 19 Uhr
Universität Zürich, Saal KOL G 204

Rämistrasse 71, 8007 Zürich

Der Eintritt ist frei.

> Flyer herunterladen (PDF, 133 KB)

Eine Veranstaltung des Schweizerischen Sozialarchivs, der Hochschulgruppe der Freidenker Zürich, der Freidenker Sektion Zürich und der Giordano-Bruno-Stiftung

Samstag, 3. November 2012, 10 bis 16 Uhr: Schweizerischer Archivtag: «AutoBioGrafisches»

Am 3. November 2012 findet der Schweizerische Archivtag statt. Das Schweizerische Sozialarchiv nimmt daran teil und hat unter dem Motto "AutoBioGrafisches" ein abwechslungsreiches Programm zusammengestellt:
Zusammen mit verschiedenen Gästen möchten wir den Spuren des Lebens im Archiv nachgehen – im Gespräch, mit Präsentationen, Fotos und Dokumenten aus dem Leben gewöhnlicher und ungewöhnlicher Menschen.

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Sozialarchivs zeigen biografische Trouvaillen aus den Bibliotheks- und Archivbeständen des Sozialarchivs. Der Archivtag ist eine gute Gelegenheit, auch einmal hinter die Kulissen des Sozialarchivs zu blicken!

Samstag, 3. November 2012, 10 bis 16 Uhr
Schweizerisches Sozialarchiv

Programm:

Durchgehend: Führungen durchs Haus, Bar, Präsentation von Dokumenten

10:30 Uhr: Olivia Heussler: Leben und Werk von Alis Guggenheim aus fotografischer Perspektive

11:30 Uhr: Franco Battel: Schwulsein in der Provinz – Ruedi S. (1920-2006) in Wort, Bild und Ton

13:30 Uhr: Claude Braun/Michael Rössler: Cornelius Koch, Flüchtlingskaplan – ein unbequemes Leben

14:30 Uhr: Christiane Uhlig: Lotte Schwarz (1910-1971). Dienstmädchen, Emigrantin, Schriftstellerin

15:30 Uhr: Verena Siegrist: Staatsschutzakten als autobiografische Quelle

Sie sind herzlich eingeladen!

> Flyer zum Archivtag herunterladen (PDF, 799 KB)

Maria Drittenbass
Maria Drittenbass

Mittwoch, 7. November 2012, 18 bis 19 Uhr: Öffentliche Führung

Einstein und "Rote Zora"

Wie kommt das Schweizerische Sozialarchiv zu Briefen von Albert Einstein? Welche Beziehung gibt es zwischen einem deutschen Kriegsgefangenenlager für serbische Offiziere, der "Roten Zora" und dem Blindenwohnheim "Mühlehalde"? Und wofür handelte sich das Sozialarchiv 1934 eine Rüge der für Mädchen aus besseren Familien eingerichteten Gartenbauschule Corbière bei Estavayerle-Lac ein?
Antworten dazu gibt es im Nachlass der preisgekrönten, stillen Poetin Maria Drittenbass (1919-2010).

> Flyer herunterladen (PDF, 66 KB)

Die Teilnahme an den öffentlichen Führungen ist kostenlos, eine Anmeldung ist nicht nötig.
Alle Interessierten sind herzlich willkommen!

23. Oktober 2012: Bewegte Welten

Filme zur Solidarität und Entwicklungszusammenarbeit der Schweiz

Filme motivierten zahlreiche Menschen in der Schweiz dazu, sich in der internationalen Solidarität und Entwicklungszusammenarbeit zu engagieren. In Kirchgemeindehäusern, Schulzimmern und Tagungszentren erhielten sie eine Vorstellung von der "Dritten Welt".
Ein Historiker und ein Filmemacher laden ein, historische Filme neu zu sehen, und geben Einblick in den Entstehungsprozess eines aktuellen Films zur Schweizer Entwicklungszusammenarbeit.

Dienstag, 23. Oktober 2012, 19 Uhr
Theater Stadelhofen, Stadelhoferstrasse 12, 8001 Zürich

Filmausschnitte:
"Dahomey": Ein Film von René Gardi und Armin Schlosser, 1961
"Bananera libertad": Ein Film von Peter von Gunten, 1971
"Sie kamen, um zu helfen" (Arbeitstitel): Ein Film von Thomas Isler, 2013

Diskussion:
Thomas Isler, Filmemacher
Felix Rauh, Historiker

Durch den Abend führen Konrad Kuhn und Lukas Zürcher, Gäste im Sozialarchiv 2012.
Eine Veranstaltung der Reihe "Die Welt entwickeln"

> Veranstaltungsflyer herunterladen (PDF, 171 KB)

Fahne des Arbeiter-Radfahrer-Bunds Basel, 1923
Fahne des Arbeiter-Radfahrer-Bunds Basel, 1923

Donnerstag, 4. Oktober 2012, 18 bis 19 Uhr

Arbeiterbewegung und Velo standen lange Zeit in enger Beziehung.
Die Arbeiterradfahrer zählten zu den grössten Sportvereinen der Schweiz.
Die Führung zeigt, was Arbeitskampf mit Velofahren zu tun hat und wie
das Langsamfahren zu einer wichtigen Disziplin im Sportbetrieb wurde.

> Flyer herunterladen (PDF, 89 KB)

Die Teilnahme an den öffentlichen Führungen ist kostenlos, eine Anmeldung ist nicht nötig.
Alle Interessierten sind herzlich willkommen!

Lotte Schwarz war von 1938 bis 1948 Bibliothekarin im Schweizerischen Sozialarchiv (damals noch am Predigerplatz 35), 1942
Lotte Schwarz war von 1938 bis 1948 Bibliothekarin im Schweizerischen Sozialarchiv (damals noch am Predigerplatz 35), 1942

Buchvernissage: «Jetzt kommen andere Zeiten»

Die Biografie der Lotte Schwarz spiegelt die Aufbrüche und Katastrophen des 20. Jahrhunderts.

1910 geboren, in Hamburg zunächst Dienstmädchen, dann Bibliothekarin, folgte 1934 aus politischen Gründen die Emigration nach Zürich.

Dort fand sie 1938 ihr wichtigstes Wirkungsfeld: das Schweizerische Sozialarchiv, wo sie zehn Jahre als Bibliothekarin tätig war. Mit ihrem Wissen und ihrer grossen Hilfsbereitschaft war sie die ideale Anlaufstelle für viele Emigranten und Flüchtlinge.

Christiane Uhlig:
"Jetzt kommen andere Zeiten"
Lotte Schwarz (1910-1971)
Dienstmädchen, Emigrantin, Schriftstellerin

Dienstag, 18. September 2012, 19 Uhr
Schweizerisches Sozialarchiv, Theater Stadelhofen

Begrüssung: Anita Ulrich, Vorsteherin Schweizerisches Sozialarchiv

"Doch ist Lotte Schwarz als Chronistin und Schriftstellerin noch zu entdecken." Christiane Uhlig, Autorin

Eine Frau – Jahrgang 1910: Regina Wecker, Professorin für Geschlechtergeschichte

Lotte Schwarz› Biografie – das Kondensat eines Verlagsprogramms:
Monika Bucheli, Chronos Verlag

Diskussion

Apéro

> Veranstaltungsflyer herunterladen (PDF, 2.2 MB)

Voneinander lernen?

Entwicklungspraxis und Geisteswissenschaft im Dialog

Was ist gute Entwicklungszusammenarbeit? Diese Frage beschäftigt Fachpersonen aus Politik und Entwicklungspraxis seit Jahrzehnten. Neu befasst sich auch die Geisteswissenschaft mit Entwicklungszusammenarbeit. Ihr primäres Ziel ist dabei nicht die Verbesserung der Hilfe, sondern die Erforschung der Entwicklungszusammenarbeit als historische Zeiterscheinung.
Was passiert mit den Ergebnissen dieser Forschung? Nehmen die Hilfswerke und Entwicklungsorganisationen sie zur Kenntnis?
Auf dem Podium treten Entwicklungsfachleute und Historiker in einen Dialog.

Dienstag, 4. September 2012, 19 Uhr
Theater Stadelhofen, Stadelhoferstrasse 12, 8001 Zürich

Podiumsdiskussion mit:
Caroline Morel, Geschäftsleiterin Swissaid
René Holenstein, Stv. Bereichsleiter Humanitäre Hilfe, DEZA
Frank Schubert, Historiker, Universität Zürich
Daniel Speich Chassé, Historiker, Universität Luzern

Durch den Abend führen Konrad Kuhn und Lukas Zürcher, Gäste im Sozialarchiv 2012.
Eine Veranstaltung der Reihe "Die Welt entwickeln"

> Veranstaltungsflyer herunterladen (PDF, 171 KB)

12. Juni 2012, 18:30 Uhr: Buchvernissage

Bildungsort, Männerhort, politischer Kampfverein – Deutsche Arbeitervereine in der Schweiz:
"Eintracht Zürich" (1840-1916)

12. Juni 2012, 18:30 Uhr:
Restaurant "Neumarkt", David-Morf-Stube, Neumarkt 5, 8001 Zürich

Ab den 1830er Jahren gründeten politische Flüchtlinge aus den deutschsprachigen Nachbarstaaten Gesangs- und Lesevereine an verschiedenen Orten in der Schweiz. Unter dem Namen "Deutscher Arbeiterbildungsverein Eintracht Zürich" entwickelte sich die Zürcher Sektion bis zum Ersten Weltkrieg zu einem eigentlichen sozialistischen Kampfverein. In ihrer gut 70-jährigen Geschichte war die "Eintracht" Dreh- und Angelpunkt für ausländische und Schweizer Sozialdemokraten. Liebknecht, Bebel, Bernstein, Kautsky und vielen anderen bot die "Eintracht" ein wichtiges Redeforum. Herman Greulich, Fritz Brupbacher, Fritz Platten und der spätere Generalstreikführer Robert Grimm starteten ihre politische Laufbahn in diesem Verein. Vor und während des Ersten Weltkriegs gesellten sich mit Lenin, Trotzki, Axelrod, Radek und vielen anderen die russischen Exilrevolutionäre hinzu.

Die Historikerin und Autorin Karin Huser stellt ihr neustes Buch über dieses facettenreiche Stück Schweizer Arbeitergeschichte vor. Für das passende musikalische Kolorit sorgt der Historiker und Liederinterpret Hans Peter Treichler. Urs Kälin, Archivar des Schweizerischen Sozialarchivs, stellt die Bedeutung der "Eintracht" in den Kontext der Schweizerischen Arbeiterbewegung.

Im Anschluss wird ein Apéro serviert.