16.2. bis 23.3.2026: Teilweiser Bestell-Stopp von ausgelagerten Beständen wegen Zügelarbeiten: Die vom Umzug betroffenen Bestände sind vom 16. Februar bis und mit 23. März 2026 nicht verfügbar. Wir entschuldigen uns für die temporären Umstände und bitten Sie um Verständnis.
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Renovationsarbeiten an der Kirchenuhr Bühl, Zürich, 1940/50er Jahre (F_5100-Fx-01-001)
Renovationsarbeiten an der Kirchenuhr Bühl, Zürich, 1940/50er Jahre (F_5100-Fx-01-001)

Neu öffnet die Ausleihe am Morgen bereits um 9 Uhr!

Das Schweizerische Sozialarchiv hat per 3. August 2015 seine Öffnungszeiten erweitert: Der Ausleih- und Informationsschalter ist von Montag bis Freitag am Morgen neu schon ab 9 Uhr besetzt.

Bereitgestellte Bücher können also früher abgeholt und reservierte Dokumente früher im Lesesaal eingesehen werden. Ebenso können Sie bereits ab 9 Uhr unsere Unterstützung bei Ihren Recherchen in Anspruch nehmen.

Die Öffnungszeiten am Samstag bleiben unverändert.

Relaunch Datenbank Bild + Ton

Am Donnerstag, 6. November 2014, ist es soweit: Die Datenbank Bild + Ton erscheint in neuem Kleid. Die Umstellung erfolgt am Mittwochabend (5. November).

Obwohl es sich um eine "Vorab-Version" handelt und noch nicht alle Funktionen komplett sind, drängen wir an die Öffentlichkeit, denn der alte Auftritt bescherte Ihnen als Benutzer/in immer wieder unangenehme Ausfälle. Ausgefeilte Komfortfunktionen sind in Bearbeitung, detailliertere Informationen in Vorbereitung.

Sie hätten gerne eine Ergänzung? Sie entdecken trotz all unserer Bemühungen einen Fehler? – Zögern Sie nicht, uns Ihre Freude oder Ihren Frust mitzuteilen: E-Mail an bildundton@sozarch.uzh.ch genügt.

Besten Dank für Ihr Interesse und viel Erfolg bei Ihren Recherchen!

Neue Infostation im Lesesaal des Sozialarchivs

An der neuen Infostation im Lesesaal des Schweizerischen Sozialarchivs können Sie auf die digitalen Sammlungen verschiedener Schweizer Kulturinstitutionen zugreifen: auf die Schweizer Nationalphonothek, auf Memobase+, das Webarchiv Schweiz, die Datenbank FARO sowie – mit einer speziellen Genehmigung – auf die "Datenbank Verdingkinder".
Die Inhalte sind urheberrechtlich geschützt. Sie können angesehen und abgehört, jedoch nicht ausgedruckt, verschickt, gespeichert oder anderweitig verwendet werden.

Schweizer Nationalphonothek

Die "Schweizer Nationalphonothek" ist das Tonarchiv der Schweiz. Es sammelt musikalische und gesprochene Dokumente mit einem Bezug zur Geschichte und Kultur der Schweiz.

Memobase+

"Memobase+" verzeichnet audiovisuelle Kulturgüter aus 15 Schweizer Gedächtnisinstitutionen. Die Plattform birgt Schätze aus den Bereichen Fotografie, Ton, TV, Film und Video, darunter zum Beispiel 12’183 Radiosendungen mit einem Bezug zum Kanton Zürich. Memobase+ ist ein Angebot von Memoriav, dem Verein zur Erhaltung des audiovisuellen Kulturgutes der Schweiz.

Webarchiv Schweiz

"Webarchiv Schweiz" ist ein von der Schweizerischen Nationalbibliothek geleitetes Kooperationsprojekt zur Archivierung landeskundlich relevanter Websites aus der Schweiz. Das Schweizerische Sozialarchiv wählt für diese Sammlung Websites aus, die sich mit dem gesellschaftlichen und politischen Wandel, der sozialen Frage und den sozialen Bewegungen befassen. Die Websites werden von der Nationalbibliothek in regelmässigen Abständen als Momentaufnahme gesammelt und archiviert.

FARO

"FARO" ist die digitale Videodatenbank von SRF (Schweizer Radio und Fernsehen). Sie ermöglicht die Recherche und Konsultation der umfassenden Videobestände von SRF.

Datenbank Verdingkinder

Die "Datenbank Verdingkinder" entstand ab 2005 im Rahmen des Forschungsprojekts "Verdingkinder, Schwabengänger, Spazzacamini und andere Formen von Fremdplatzierungen und Kinderarbeit in der Schweiz im 19. und 20. Jahrhundert" an der Universität Basel. Sie ist mit der Archivablieferung der Projektunterlagen im Jahr 2013 ins Schweizerische Sozialarchiv gelangt. Im August 2014 wurde sie mit den Audio-Files der Interviews und den digital vorhandenen schriftlichen Unterlagen angereichert. Die Datenbank besteht im Wesentlichen aus 285 Einträgen zu den einzelnen im Forschungsprojekt berücksichtigten Personen.

»Hammer oder Amboss?»: Eine Broschüre von Friedrich Schneider zur Lage der Sozialdemokratischen Partei der Schweiz aus dem Jahr 1940. (Signatur: KS 335/224c-34)
"Hammer oder Amboss?": Eine Broschüre von Friedrich Schneider zur Lage der Sozialdemokratischen Partei der Schweiz aus dem Jahr 1940. (Signatur: KS 335/224c-34)

Projektabschluss Datenbank «Sachdokumentation»

Nachdem im Spätsommer 2012 die neue Datenbank "Sachdokumentation" in Betrieb genommen wurde, steht jetzt das direkt damit verbundene Projekt "Detailerfassung des 335er-Bestandes" kurz vor seinem Abschluss. Bei den sogenannten "335ern" handelt es sich um den Sonderkatalog "Sozialismus", eine einmalige Sammlung von Quellen und Publikationen zur Geschichte des Sozialismus vorwiegend in der Schweiz.

Der Bestand war bis 2012 mit Karteikarten erschlossen, die teilweise unvollständige Angaben enthielten. Ausserdem war er im Gegensatz zu allen anderen Beständen der Sachdokumentation nach dem Provinienzprinzip (Ordnung nach Herkunft) geordnet. Dies führte dazu, dass bei den Sachthemen die Positionen der linken Parteien und Gruppierungen zum Teil fehlten. Beispielsweise waren alle Dokumente der "Revolutionären Marxistischen Liga" (RML), einer Partei, die im Nachgang zu 1968 in der Schweiz entstanden war, bisher im Dossier der Partei abgelegt. Durch die Neuzuordnung zu den Sachthemen (Pertinenzprinzip) konnten nun u.a. die Themen Atomkraft, Stadtentwicklung, Universitätspolitik und Wahlen (eidgenössisch, kantonal und kommunal) durch die Broschüren und Flugschriften der RML komplettiert werden.

Im Rahmen des Teilprojekts "Detailerfassung des 335er-Bestandes" sollten zum einen diese Inkonsistenzen behoben und zum anderen all diese Dokumente und Flugschriften in der Datenbank "Sachdokumentation" zugänglich gemacht werden. Mit dem Projektabschluss per Ende Juni 2014 sind so nun umfassende Online-Recherchen nach Themen, aber auch nach Titeln und Autoren möglich geworden.

Neuerungen und Vorteile für die Benutzung

  • Die sichtbarste Änderung betrifft den Kleinschriftenkatalog im Lesesaal, der dank der Online-Recherche obsolet geworden ist.
  • Durch die thematische Neuzuordnung von "335er"-Dokumenten nach Pertinenzprinzip sind nun "alle" politischen Positionen zu einem Thema im betreffenden Dossier vertreten. Viele Dossiers konnten so substanziell ergänzt werden.
  • Die Recherche nach "Paul Pflüger", dem Gründer des Sozialarchivs, listet zum einen die Schachtel 335/233 mit den darin enthaltenen Broschüren auf. Das Resultat zeigt aber zum anderen auch alle anderen Broschüren von Paul Pflüger, die thematisch den unterschiedlichsten Dossiers zugeordnet sind. Dadurch ergeben sich Hinweise für weiterführende Recherchen.
  • Die Dokumente zur 1968er-Bewegung in der Schweiz werden sehr oft nachgefragt. Aus konservatorischen Gründen wurden sie eingescannt und sind nun neu online konsultierbar (als PDF).

Fazit: Durch die Detailerschliessung der Einzeldokumente ("335er") in der Datenbank "Sachdokumentation" haben sich die Suchmöglichkeiten erweitert – und sie liefern optimierte Rechercheergebnisse.

> www.sachdokumentation.ch

Elektronische Zeitschriften im Schweizerischen Sozialarchiv

Im Verzeichnis elektronischer Zeitschriften finden Sie mittlerweile mehr als 350 Periodika mit Volltext-Zugriff.

Die Sammlung der E-Journals ist auf die elektronischen Pendants von Titeln fokussiert, die vom Sozialarchiv bereits in gedruckter Form gesammelt werden, sie enthält aber auch Links zu Zeitschriften, die überhaupt nicht – oder nicht mehr – in gedruckter Form erscheinen. Gemäss dem Sammelprofil des Sozialarchivs werden in erster Linie Schweizer Publikationen verlinkt, deren Ausgaben online zugänglich sind. Das Angebot der verlinkten Periodika wird laufend weiter ausgebaut.

Das Verzeichnis umfasst wissenschaftliche Zeitschriften, graue Publikationen und auch einige Amtsdruckschriften. Die Titel können nach diesen drei Typen und/oder thematisch nach Sachgruppen sortiert bzw. gefiltert werden.

Bei jedem Titel gibt es jeweils einen Link zur Website mit dem Volltext der Publikation sowie einen Link in den NEBIS-Katalog. Sämtliche Zeitschriften sind natürlich auch direkt über NEBIS recherchierbar. Von dort hat man ebenfalls Zugriff auf die elektronische Version und kann zudem bei Bedarf auch die gedruckten Bestände bestellen.

Bei rund einem Viertel der E-Journals handelt es sich um solche, die vom Schweizerischen Sozialarchiv lizenziert werden. Der Zugriff auf den Volltext ist bei diesen Titeln deshalb nur im Netz des Sozialarchivs möglich. Gerne begrüssen wir Sie dazu bei uns im Lesesaal.

> Verzeichnis elektronischer Zeitschriften

Argumentarium für die Alpeninitiative «zum Schutze des Alpengebietes vor dem Transitverkehr» (Signatur: QS 98.0 *Alp)
Argumentarium für die Alpeninitiative "zum Schutze des Alpengebietes vor dem Transitverkehr" (Signatur: QS 98.0 *Alp)

Eidgenössische Abstimmungen in der Sachdokumentation

Die Erwerbung in der Dokumentation des Sozialarchivs erfolgt zeitnah. So wurden in den letzten Wochen u.a. die Dokumente zu den drei Vorlagen der eidgenössischen Abstimmungen vom 9. Februar 2014 gesammelt und erschlossen: zur "FABI"-Vorlage, zur Volksinitiative "Abtreibungsfinanzierung ist Privatsache" sowie zur Volksinitiative "Gegen Masseneinwanderung".

Im Vorfeld von Abstimmungen formieren sich Parteien, Verbände und NGOs und formulieren ihre Standpunkte. Es wird Propagandamaterial gedruckt und Pro- und Kontra-Allianzen schalten ihre Kampagnen-Websites auf. Bevor es ums Abstimmen selber geht, werden via Facebook und Twitter Befürworterinnen und Gegner in den Abstimmungskampf eingebunden, um als Multiplikatoren weitere Wählerinnen zu mobilisieren. – Kurz: Im Vorfeld von Abstimmungen laufen die gesellschaftlichen und politischen Diskussionen auf Hochtouren, Argumente und Gegenargumente für eine Vorlage werden verbal und oft auch visuell als pointierte Positionen auf den Markt der Meinungen geworfen.

Da sich in Abstimmungsvorlagen gewissermassen auch die offenen Fragen und zu lösenden Probleme der schweizerischen Gesellschaft kristallisieren, werden sie in der Datenbank Sachdokumentation als Zusatz-Informationen auf Schachtelebene separat ausgewiesen. Erfasst werden sie mit ihrem offiziellen Namen und/oder mit ihrer gängigen Nennung. Zusätzlich ist der Abstimmungstermin sowie bei Volksinitiativen das Datum des Sammelbeginns angegeben. Wer sich also angesichts der Vorlagen vom Februar 2014 rasch einen Überblick über die vergangenen Abstimmungen zum Thema Einwanderung verschaffen möchte, wird im Dossier 02.3 C (Einwanderung, Ausländerfrage) fündig: Hier erscheinen die sechs Überfremdungsinitiativen, die Mitenand-Initiative und die 18-Prozent-Initiative. Den Verweisen folgend findet man zudem in den Dossiers 22.5 (Ausländerrecht) und 22.9 (Asylrecht) weitere sachverwandte Abstimmungen. Wer sich vor dem Hintergrund der FABI-Abstimmung für die politische Aushandlung von Verkehrsfragen in der Vergangenheit interessiert, setzt eine Suchanfrage mit den beiden Begriffen "abstimmung verkehr" ab und ist erstaunt, wie häufig sich die Bevölkerung schon zu Verkehrsfragen äussern durfte oder musste. Und wer wissen will, wie die Kontroversen in früheren Abstimmungen zum Schwangerschaftsabbruch verliefen, ruft mit der Suchanfrage "schwangerschaftsabbruch abstimmung" direkt sämtliche Schachteln auf, in denen Material dazu zu finden ist.

Bis zum Jahr 2006 waren die eidgenössischen Abstimmungen in der Datenbank Sachdokumentation für die Schachteln mit Zeitungsausschnitten und mit Broschüren/Flugschriften bereits erfasst. Nun wurden sie auch noch für die folgenden Jahre nachgewiesen, bis und mit den Abstimmungen vom 9. Februar 2014. Ab sofort werden sie laufend, parallel zur Erschliessung der Abstimmungsdokumente, in der Datenbank aufgenommen. Allerdings nur für die Schachteln mit Broschüren/Flugschriften. Für die Recherche nach Abstimmungsdebatten in der Schweizer Presse steht für die Zeit nach 2006 als Äquivalent zu den Zeitungsausschnitten auf Papier im Lesesaal des Schweizerischen Sozialarchivs die Pressedokumentation "PresseDox" zur Verfügung.

Titelseite von Heft 2/2009
Titelseite von Heft 2/2009

Jetzt online: alle 87 Jahrgänge der «Roten Revue»

Die «Rote Revue» war die Theoriezeitschrift der Sozialdemokratischen Partei der Schweiz und erschien zwischen 1921 und 2009. Zu den Mitbegründern gehörten Robert Grimm und Ernst Nobs. Nobs, der 1943 als erster Sozialdemokrat in den Bundesrat gewählt wurde, war 1921 auch der erste Redaktor der Zeitschrift. Die «Rote Revue» verstand sich als Organ theoretischer Auseinandersetzung und Bildung. Neben programmatischen Artikeln finden sich Beiträge zu den verschiedensten Politikfeldern: Kultur, Wissenschaft, Wohnen, Militär, Neutralität, Wirtschaft, Europa.

Das Schweizerische Sozialarchiv hat alle 30’000 Seiten der «Roten Revue» digitalisiert. Das Ergebnis sehen Sie hier.

Von der «Aargauer Zeitung» zum «ZV Info»

Die Zeitschriften im Lesesaal des Sozialarchivs

Von aktuell 624 Titeln liegen die neuesten Nummern im Lesesaal des Schweizerischen Sozialarchivs auf und können in den denkmalgeschützten Räumlichkeiten frei konsultiert werden.
Das Angebot ist vielfältig und kommt dem Bedürfnis nach tagesaktuellen Informationen mit einer breiten Palette an regionalen und überregionalen Zeitungen sowie ausgewählten ausländischen Presseerzeugnissen entgegen. Sozial-, umwelt-  und entwicklungspolitische, historische, wirtschaftliche, soziale und politische sowie auch philosophische Interessen sind durch zahlreiche Fachzeitschriften gut abgedeckt.
Dazu kommen die Organe der verschiedenen Parteien, Berufsverbände und Interessengruppen: Von der Alternativen Liste (AL) bis zu den Schweizer Demokraten (SD) ist das ganze politische Spektrum vertreten. Aktuelle politische Debatten lassen sich so aus verschiedenen Perspektiven nachvollziehen.
Bei den Wirtschafts- und Gewerkschaftsblättern liegen "Bilanz" und "Handelszeitung" neben den Publikationen von UNIA, Syna und VPOD. Sie finden bei uns aber auch den "K-Tipp", "Saldo" oder "Beobachter".
Daneben stehen natürlich auch wissenschaftliche Publikationen zu den Sammelschwerpunkten des Sozialarchivs zur Verfügung: Soziologie, Geschichtswissenschaft und Politologie, Arbeit, Migration, Umwelt und Gender sind nur einige Disziplinen und Themen, zu denen Sie bei uns fündig werden.
Egal ob Sie sich in die "Kritische Justiz", "The New York Review of Books", den "Middle East Report", die "Schweizerische Zeitschrift für Geschichte", den "Naturfreund" oder in den "Schweizer Soldat" vertiefen wollen – bei uns sind Sie an der richtigen Adresse.
Sämtliche Zeitschriftentitel mit dem Hinweis auf das entsprechende Lesesaalfach finden Sie im NEBIS-Katalog. Beim Informations- und Ausleihschalter liegt zudem eine alphabetische Liste der Zeitschriftentitel auf, welche Sie ebenfalls direkt zum richtigen Lesesaalfach führt. Und selbstverständlich sind wir Ihnen jederzeit gerne behilflich, wenn Sie die von Ihnen gesuchte Zeitschrift nicht finden sollten.

Eingeschränkter Betrieb am 28. März und am 2. April 2013

Über Ostern 2013 wird der Katalog des IDS Zürich in das NEBIS-Bibliothekssystem integriert.

Es stehen daher vom Gründonnerstag, 28. März,
bis Dienstag nach Ostern, 2. April,
folgende Dienstleistungen nicht zur Verfügung:

  • Bestellung, Reservation, Ausleihe, Abholung und Rückgabe von Büchern
  • Neueinschreibungen


Zur Verfügung stehen:

Bitte planen Sie Ihre Bücherausleihen rechtzeitig und beachten Sie die speziellen Öffnungszeiten über die Feiertage.

Für die Einschränkungen bitten wir um Verständnis.
Schweizerisches Sozialarchiv, Benutzungsdienst

Jahresberichte des Vereins Zürcher Brockenhaus
Jahresberichte des Vereins Zürcher Brockenhaus

Bald sämtliche Jahresberichte im NEBIS-Katalog

Nach der vollständigen Rekatalogisierung der Zeitschriften per Ende 2011 ist nun ein weiterer Meilenstein der Rekatalogisierung in Reichweite: Der umfangreiche Bestand an Berichtsliteratur im Sozialarchiv ist bald vollständig im NEBIS-Katalog verzeichnet und kann somit online recherchiert werden. Von über 1’000 Institutionen sammelt(e) das Sozialarchiv die Jahresberichte. Damit liegen interessante Quellen für die Sozial- und Wirtschaftsgeschichte vor, die Forschenden und einer interessierten Öffentlichkeit Einblick in die Entwicklung einer Organisation und ihres Wirkungskreises bieten. Allein die Änderungen in der Begrifflichkeit und der Namensgebung (z.B. vom «Idiotenwesen» über die «Schwachsinnigenfürsorge» zur «Heilpädagogik») geben Auskunft über gesellschaftliche Veränderungen. Der wohl älteste Bestand in der Berichtsliteratur des Sozialarchivs ist der Jahresbericht der allgemeinen Armen-Anstalt in Basel (Signatur: K 908, ab 1804).
Die Themen der Berichtsliteratur sind vielseitig. Von Gewerkschaften, Stiftungen, Genossenschaften und Beratungsstellen über Verbände und Parteien hin zu Jahresberichten von Kinderheimen und Frauenhäusern und anderen sozialen Einrichtungen.

Drei Beispiele:

Der Jahresbericht der Bäckerei-Genossenschaft der Arbeiterunion Bern aus den Jahren 1898 bis 1911 (Signatur: K 680) ist auf den ersten Blick ein unscheinbarer Jahresbericht, der aber sehr amüsant und informativ zu lesen ist. Es werden lange Diskussionen über den Brotkonsum der Bevölkerung geführt, und es kommen die hohen Mehlpreise von anno dazumal zur Sprache. Die Rede ist von Brotführern und Pferden, die zu dieser Zeit das Brot noch mit Pferd und Wagen an die Aussenstellen verteilten. Vermerkt ist auch, wie viele Brote im Betriebsjahr gebacken wurden, wie viel für den Unterhalt der Pferde und wie viel für das Brennmaterial für die Öfen ausgegeben wurde. Im Jahr 1910 wurde über die Genossenschaft eine Mehlsperre verhängt, da diese den Brotpreis herabgesetzt hatte, um den Konsumenten eine Neujahrsfreude zu bescheren.
Der Verein Zürcher Brockenhaus existiert seit über hundert Jahren. In jüngster Zeit ist sein Jahresbericht (Signatur: K 606) in einer witzig-originellen Aufmachung erschienen, z.B. in Form einer flachen Bananenkiste (2002), als Notizblock (2003) oder als Stoffserviette (2004). Im Jahresbericht 2001 werden Menschen mit ihren Objekten aus dem Brockenhaus porträtiert. Weiter existiert ein sehr schöner Jubiläumsbericht zum 75-jährigen Bestehen des Vereins Zürcher Brockenhaus.
Der «Stiftikus» (Signatur: K 736) ist der Jahresbericht der Stiftung Umwelt-Einsatz Schweiz. Die Stiftung plant, vermittelt und betreut in der ganzen Schweiz Gruppeneinsätze von freiwilligen Helfern – Jugendlichen und Erwachsenen – zum Schutz und zur Pflege der Natur. Der Jahresbericht umfasst viele Schwarzweiss-Aufnahmen und dokumentiert diverse Umwelteinsätze.

> www.recherche-portal.ch
Viel Vergnügen beim Schmökern!