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Das Rechercheportal – der neue Zugang zum NEBIS-Katalog

In der ganzen Bibliothekswelt ist ein Wandel der Online-Kataloge im Gange. Die Suchoberflächen werden moderner, einfacher und benutzerfreundlicher. Ab dem 4. Januar 2011 wird auch das Schweizerische Sozialarchiv für den NEBIS-Katalog eine neue Suchoberfläche zur Verfügung stellen: Das Rechercheportal (http://www.recherche-portal.ch) verspricht einen leicht verständlichen und schnellen Zugriff auf die NEBIS-Katalogdaten.
Das Rechercheportal wird von der Zentralbibliothek Zürich gestaltet. Benutzende der Zentralbibliothek werden also im Sozialarchiv dieselbe vertraute Katalogoberfläche vorfinden.

Was ist im Rechercheportal enthalten?
Das Rechercheportal bietet Zugriff auf die Bestände sämtlicher NEBIS-Verbundbibliotheken: Neben dem Sozialarchiv, der Zentralbibliothek und der ETH-Bibliothek sind die Museumsgesellschaft, die Bibliotheken der ZHAW und viele mehr vertreten. Das Rechercheportal verzeichnet Bücher, Zeitschriften, Broschüren, audiovisuelle Medien, Bilder, Musikalien, Karten sowie lizenzierte E-Journals und E-Books.

Was findet man nicht im Rechercheportal?
Wie im NEBIS-Katalog sind auch im Rechercheportal die Bestände der meisten Institutsbibliotheken der Universität Zürich nicht enthalten. Sie finden sich nach wie vor im Katalog IDS Zürich. Swissbib Zürich – zugänglich über die Homepage der Zentralbibliothek – ermöglicht eine gemeinsame Suche über beide Kataloge.
Wer auf dem Platz Zürich nicht fündig geworden ist, kann seine Suche ausweiten auf Swissbib Schweiz (http://www.swissbib.ch), den Metakatalog der Schweizer Hochschulbibliotheken und der Schweizerischen Nationalbibliothek.

Aktualisierter Präsenzbestand im Lesesaal

Im Lesesaal steht den Benutzerinnen und Benutzern des Sozialarchivs ein umfangreicher Präsenzbestand an Büchern und Zeitschriften zur Verfügung.

Der Buchbestand umfasst rund 500 Titel und besteht aus Gesamtdarstellungen, Statistiken, Nachschlagewerken, Fachbibliografien und Adressverzeichnissen, welche die einzelnen Sammelschwerpunkte des Sozialarchivs (Gesellschaft, Politik, Geschichte, Arbeit, Sozialpolitik) abdecken. Sowohl Fachlexika als auch allgemeine Nachschlagewerke finden sich zu weniger zentralen Gebieten wie Recht, Wirtschaft und Kultur. Diese Präsenzbibliothek ermöglicht einen raschen Zugang zu Informationen – sei es, um einen ersten Überblick über ein Thema zu gewinnen oder um Sachverhalte, Daten und Fakten abzugleichen.
Die Präsenzbibliothek wird zwar laufend durch Neuerscheinungen ergänzt, jedoch fand die letzte systematische Überprüfung des gesamten Bestandes 1997 statt. Im Verlauf dieses Jahres wurde daher der gesamte Bestand auf seine Aktualität hin überprüft. Veraltete, nicht benutzte Bücher sowie ähnliche Bücher zum gleichen Thema wurden entfernt. Ebenso wurden nicht zum Sammelgebiet gehörende Titel herausgenommen. Für veraltete Büchertitel wurden Neuauflagen oder ein gleichwertiger Ersatz beschafft. Insgesamt wurden 46 Bücher entfernt und 44 neu aufgestellt. Neu eingeführt wurde das Thema "Kommunikationswissenschaften" –  die sieben Titel sind in der Abteilung LS 1 "Kultur, Wissenschaft" zu finden. Nach Abschluss der Aktualisierung wurde auch das Gesamtverzeichnis der Präsenzbibliothek nachgeführt, es liegt bei der Informationstheke auf.
Der Periodikabestand wurde bereits vor rund drei Jahren überprüft. Aktuell liegt die jeweils neueste Nummer von rund 660 Zeitungen und Zeitschriften zur Lektüre bereit. Ende 2009 wurde ausserdem der alphabetische Zugriff darauf erneuert, denn der bisherige Zettelkasten war aus heutiger Sicht umständlich in Bedienung und Aktualisierung. Neu liegt bei der Informationstheke eine übersichtliche Titelliste auf, die rasch zum gesuchten Lesesaalfach führt. Der thematische Zugriff erfolgt nach wie vor über die Aufstellung der Zeitschriften nach Themengruppen.

Mit der jüngsten Aktualisierung des Buchbestandes befindet sich nun das gesamte Präsenzangebot im Lesesaal auf dem neuesten Stand.

Verzeichnis elektronischer Zeitschriften

Mit der neuen Website hat das Schweizerische Sozialarchiv am 11. Februar 2010 auch ein Verzeichnis seiner elektronischen Zeitschriften aufgeschaltet.

Das Sozialarchiv bietet seinen Benutzerinnen und Benutzern seit mehreren Jahren Zugriff auf ausgewählte E-Journals – aktuell sind es 134 Titel. Dabei handelt es sich um wissenschaftliche Publikationen aus dem Sammelbereich, um Amtsdruckschriften sowie um graue elektronische Zeitschriften von wichtigen Organisationen, Parteien und Bewegungen.

Während die wissenschaftlichen Titel bereits früher auch über die Website des Sozialarchivs zugänglich waren, mussten die anderen Zeitschriften jeweils über den NEBIS-Katalog angewählt werden. Mit dem neuen Verzeichnis ist nun erstmals das gesamte Angebot an elektronischen Zeitschriften mit wenigen Klicks erreichbar. Es ist auch möglich, das alphabetische Verzeichnis nach Zeitschriftentypen und Sachgruppen zu filtern oder mit einer Stichwortsuche zu durchsuchen. Da das Verzeichnis direkt aus dem NEBIS-Katalog gespiesen wird, kann es einfach auf aktuellem Stand gehalten werden.

Aus dem Verzeichnis führt jeweils ein Link auf die Zeitschrift – entweder direkt (v.a. graue Titel) oder über eine Zwischenseite mit dem Linking-Service SFX des NEBIS-Verbundes (v.a. wissenschaftliche Titel). Ein zweiter Link führt auf die Titelaufnahme im NEBIS-Katalog, wo auch der gedruckte Bestand der Zeitschrift aufgeführt ist.

Kostenpflichtige E-Journals sind nur im Lesesaal des Sozialarchivs zugänglich, von extern besteht aber z.T. Zugang zu Inhaltsverzeichnis und Abstracts. Bei diesen Angeboten sind daher im Verzeichnis die vom Schweizerischen Sozialarchiv lizenzierten Jahrgänge angegeben. Falls der Zugriff auf eine der Zeitschriften einmal nicht funktionieren sollte, freuen wir uns über eine Mitteilung, um dem Problem möglichst rasch auf den Grund gehen zu können.

Zuwachsliste

Die Bücher und Zeitschriften sind für die Neuerwerbungsliste in 22 Sachgruppen eingeordnet. In jeder Sachgruppe sind historische und aktuelle Darstellungen des jeweiligen Themas zu finden. Geografisch liegt der Schwerpunkt auf der Schweiz, gefolgt von Deutschland und Westeuropa allgemein. Literatur wird in den Sprachen Deutsch, Französisch und Englisch erworben.

Acquisitions

Sur la liste des nouvelles acquisitions, les livres et les périodiques sont classés en 22 catégories thématiques. Dans chacun d’eux, les thèmes sont abordés sous un aspect historique et actuel. Sur le plan géographique, la Suisse a la priorité, suivie de l’Allemagne et de l’Europe occidentale, en général. Les acquisitions littéraires se font en langues allemande, française et anglaise.

Relancement www.sozialarchiv.ch

Dès le 11 Février 2010, les Archives Sociales Suisses se présentent avec un site internet entièrement nouveau. L’ancien site, après une dizaine d’années de bons et loyaux services, sera envoyé aux oubliettes.
Le nouveau site Web visualise avec trois sections sur la page du portail les différents services des Archives Sociales Suisses et permet ainsi une entrée séparée dans chaque domaine: dans les Fonds, ou bien la Recherche de la Bibliothèque, le domaine des Archives ou de la Documentation. Nous espérons que nos visiteuses et nos visiteurs accèderons ainsi au plus vite aux  informations importantes sur les fonds et à chacun des instruments de recherche appropriés ou au catalogue. Grâce aux liens rapides, ceux qui sont pressés peuvent accéder directement à la recherche dans le catalogue en ligne NEBIS, aux instruments de recherche électroniques, aux bases de données et aux répertoires.
Le concept sobre et avenant du design avec le rouge comme couleur de base, s’appuie sur la clarté et la transparence, et intégre à tous les niveaux les représentations iconographiques du fond des Archives Sociales Suisses. Cela donne également, au cours de la visite virtuelle des Archives Sociales Suisses, un aperçu des trésors de nos collections.
Techniquement, le nouveau site avec Typo3 est basé sur un système open source de gestion de contenu (CMS). Avec le logiciel de navigation, tous les contenus peuvent être enregistrés et affichés sur le site Web de manière rapide et sans détours. En outre, la structure de navigation peut toujours être adaptée aux besoins actuels.
Parmi les améliorations par rapport à l’ancien site, non des moindres: les services de recherche d‘ informations de service telles que l’adresse, les heures d’ouverture, etc. Une boîte de recherche omniprésente vous permet de parcourir le site. Et sur la page du portail, à l’avenir vous trouverez les nouvelles en provenance des départements (par exemple, les principaux ajouts aux différents départements), ainsi que des informations sur les événements spéciaux des Archives Sociales Suisses seront placés bien en évidence.

Donation de l’association netzwerk-verdingt

Les Archives Sociales Suisses ont repris sous leur égide la bibliothèque „Enfants du réseau Verding, enfants placés dans des institutions et foyers d’accueil“ de l’association netzwerk-verdingt.

L’association netzwerk-verdingt, en tant que partie représentant les intérêts de personnes concernées a mis sur pied une bibliothèque spécialisée sur le placement des enfants et, en a fait une donation aux Archives Sociales Suisses. La bibliothèque, qui se conçoit comme instrument de sensibilisation et de réflexion sur l’histoire des enfants recueillis, augmente ainsi sa visibilité et son accessibilité pour le public intéressé. Les livres dans le catalogue NEBIS peuvent être commandés et empruntés.

La bibliothèque spécialisée dans „enfants placés dans des foyers et institutions d’accueil“ se compose d’environ 400 oeuvres en allemand, français, italien et anglais. Elle contient des ouvrages provenant de Suisse mais aussi de pays voisins.
Il s’agit surtout d’autobiographies, de reportages et de témoignages personnels. Parmi les auteurs : Peter Surava, Arthur Honegger, ou la militante Louisette Buchard-Molteni, dont l’autobiographie „Le Tour de Suisse en cage“ a été à l’origine, dans le canton de Vaud, d’un exposé scientifique sur l’histoire des enfants placés. Cependant le nombre d’auteurs personnellement concernés, mais dont le nom n’est pas connu et qui ont laissé témoignages et mémoires, est considérable. Ces documents sont d’importantes sources qui permettent de mieux comprendre les conditions de vie misérables des enfants placés accompagnées de pauvreté, d’exclusion et de violence.
La bibliothèque spécialisée comprend en outre un grand nombre de classiques de la littérature mondiale et de la jeunesse. Pour en citer quelques-uns: Jeremias Gotthelf, Carl A. Loosli, Charles Dickens et Hector Malot. Un vaste éventail d’ouvrages littéraires, romans et récits complètent la collection, ainsi que des livres illustrés et des bandes dessinées.
Le deuxième point fort de cette bibliothèque spécialisée: „Les enfants du réseau Verding, enfants placés dans des foyers et institutions d’accueil“ sont les publications scientifiques et les ouvrages classiques sur les thèmes des enfants du réseau Verding, les enfants placés dans des foyers et institutions  d’accueil et les enfants trouvés et adoptés.

Grâce à la donation de cette bibliothèque, les Archives Sociales Suisses complètent et approfondissent leurs fonds sur des thèmes tels que les enfants placés, l’éducation hors de la famille, l’histoire de l’enfance ou en général sur des conditons de vie sociales liées à la misère, la violence et l’exploitation des enfants.

Geschenkbibliothek des Vereins netzwerk-verdingt

Das Sozialarchiv übernimmt die Bibliothek „Verdingkinder, Heim- und Pflegekinder“ des Vereins netzwerk-verdingt.

Der Verein netzwerk-verdingt hat als Interessenvertreter von Betroffenen eine Fachbibliothek zum Thema Fremdplatzierung zusammengetragen und dem Schweizerischen Sozialarchiv als Geschenk übergeben. Die Bibliothek, die als Instrument der Bewusstseinsbildung und der Aufarbeitung der Geschichte von Verding- und Pflegekindern dient, erhält dadurch erhöhte Visibilität und eine optimale Zugänglichkeit für die interessierte Öffentlichkeit. Die Bücher können im NEBIS-Katalog bestellt und ausgeliehen werden.

Die Fachbibliothek „Verdingkinder, Heim- und Pflegekinder“ wird gegen 400 Werke in den Sprachen Deutsch, Französisch, Italienisch und Englisch umfassen. Sie enthält neben Werken aus der Schweiz auch zahlreiche Titel aus dem umliegenden Ausland.
Den grössten Anteil nehmen Autobiografien, Reportagen und andere Selbstzeugnisse von Betroffenen ein. Unter den Autorinnen und Autoren sind Peter Surava, Arthur Honegger zu nennen oder die kämpferische Louisette Buchard-Molteni, deren Autobiografie „Le tour de suisse en cage“ im Kanton Waadt eine wissenschaftliche Aufarbeitung der Geschichte fremdplatzierter Kinder auslöste. Bedeutend ist die Zahl der autobiografischen Aufzeichnungen und Erinnerungen von Betroffenen, die keine bekannten Namen tragen. Ihre Aufzeichnungen sind wichtige Quellen, um Einblicke in die misslichen Lebensverhältnisse von Verdingkindern zu erhalten. Darüber hinaus erfährt man Einiges über Armut, Ausgrenzung und Gewalt.
Die Fachbibliothek umfasst weiter eine grosse Anzahl Klassiker der Welt- und Jugendliteratur, u. a. von Jeremias Gotthelf und Carl A. Loosli, von Charles Dickens und Hector Malot. Eine Fülle belletristischer Darstellungen, Romane und Erzählungen ergänzen die Sammlung, dazu kommen Bildbände und ein Comic.
Als zweiten Schwerpunkt enthält die Fachbibliothek „Verdingkinder, Heim- und Pflegekinder“ wissenschaftliche Publikationen und Standardwerke zu den Themen Verding-, Heim-, Findel-, Pflege- und Adoptivkinder.

Das Schweizerische Sozialarchiv erhält mit der Geschenkbibliothek eine wertvolle Ergänzung und Vertiefung seiner Bestände zu Themen wie Fremdplatzierung von Kindern, ausserfamiliärer Erziehung, zur Geschichte der Kindheit oder allgemeiner zu gesellschaftlichen Verhältnissen von Armut, Gewalt und Kinderarbeit.