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12. April 2017, 18 Uhr: Öffentliche Präsentation

Die Stones – reif fürs Archiv?!

Das Sozialarchiv hat das Rolling-Stones-Archiv von Felix Aeppli übernommen: Tausende Tonträger und mehrere 100 Stunden Videomaterial warten auf den Fan und auf die Forscherin.

Was daran interessant ist und weshalb die Stones ins Sozialarchiv passen, erfahren Sie auf einem Streifzug durch das Archiv zusammen mit dem Stonologen Dr. Felix Aeppli.

Mittwoch, 12. April 2017, 18 bis ca. 19 Uhr
Schweizerisches Sozialarchiv, Medienraum

> Veranstaltungsflyer herunterladen (PDF, 2 MB)

Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung ist nicht nötig.
Alle Interessierten sind herzlich willkommen!

> Öffentliche Präsentationen 2017

Tarnschrift (Ausschnitt)
Tarnschrift (Ausschnitt)

22. März 2017, 18 Uhr: Öffentliche Präsentation

Alles falsch! Fakes im Archiv

Ein Fake ist ein Imitat, ein Schwindel oder die Vortäuschung falscher Tatsachen. Fakes waren und sind ein Mittel der politischen Agitation und Manipulation. Gute Fakes arbeiten mit Verfremdung, Übertreibung und Erfindung. Im besten Fall führen sie zu einem Nachdenken über die Sprache der Macht.

Das Sozialarchiv präsentiert originelle und witzige Fakes aus seinen Beständen.

Mittwoch, 22. März 2017, 18 bis ca. 19 Uhr
Schweizerisches Sozialarchiv, Medienraum

> Veranstaltungsflyer herunterladen (PDF, 2 MB)

Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung ist nicht nötig.
Alle Interessierten sind herzlich willkommen!

> Öffentliche Präsentationen 2017

30. März 2017, 18 Uhr: Buchpräsentation

«Ruth Gattiker: Pionierin der Herzanästhesie»

In ihrem neuen Buch «Ruth Gattiker: Pionierin der Herzanästhesie» erzählt die Historikerin und Journalistin Denise Schmid die Lebensgeschichte von Ruth Gattiker, einer der ersten Professorinnen an der Medizinischen Fakultät der Universität Zürich. Anhand der Biografie der führenden Herzanästhesistin ihrer Zeit gibt das Buch Einblicke in die Medizingeschichte des 20. Jahrhunderts; vor allem aber zeigt es das unabhängige Leben einer erfolgreichen Frau voller Tatendrang und fern von Konventionen.

Das Sozialarchiv präsentiert ausserdem Bücher zum Thema aus dem eigenen Bibliotheksbestand.

Donnerstag, 30. März 2017, 18 bis ca. 19.30 Uhr
Schweizerisches Sozialarchiv, Medienraum

> Veranstaltungsflyer herunterladen (PDF, 521 KB)

Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung ist nicht nötig.
Alle Interessierten sind herzlich willkommen!

> Denise Schmid: Ruth Gattiker – Pionierin der Herzanästhesie. Baden 2016.

Zwangserziehungsanstalt Aarburg (oberhalb der Stadtkirche), ca. 1910 (SozArch F 7000 Fe-0002-33)
Zwangserziehungsanstalt Aarburg (oberhalb der Stadtkirche), ca. 1910 (SozArch F 7000 Fe-0002-33)

Buchempfehlungen der Bibliothek

Kevin Heiniger: Krisen, Kritik und Sexualnot – die „Nacherziehung“ männlicher Jugendlicher in der Anstalt Aarburg (1893-1981). Zürich, 2016

In der 1893 auf der Festung Aarburg gegründeten Zwangserziehungsanstalt sollten jugendliche Straftäter vor der gemeinsamen Inhaftierung mit Erwachsenen und damit vor negativen Einflüssen bewahrt werden. Der Anteil administrativer Versorgungen betrug allerdings von Beginn an rund die Hälfte aller Einweisungen, womit die Anstaltsgeschichte von Aarburg nach Kevin Heiniger auch die „Fortsetzung von Verdingkinder- und Fremdplatzierten-Schicksalen“ darstellt.
Kompetenzkonflikte kurz nach der Eröffnung der Anstalt, Misshandlungsvorwürfe und die Suizide zweier Jugendlicher in den Jahren um den Ersten Weltkrieg, die medienwirksame Anstaltskritik von 1936 und schliesslich die Heimkampagne um 1970 sind die Sondierungspunkte dieses auf der Dissertation des Autors beruhenden Buchs. Im Zentrum der Untersuchung stehen neben der Institutionsgeschichte, die dank eines nahezu lückenlosen Aktenbestandes genauestens dokumentiert werden konnte, die Lebenswelt und die zwischenmenschlichen Beziehungen der Jugendlichen, die anhand der überlieferten Personendossiers nachgezeichnet werden. Insbesondere werden die sexuelle Unterdrückung und deren Folgen für die Jugendlichen aufgezeigt. Im Quellenanhang ist zudem das eindrückliche Tagebuch des Jugendlichen Oskar M. angefügt, der die Jahre 1942 bis 1945 in der Erziehungsanstalt verbrachte.

Für die Arbeit benutzte Archivquellen aus dem Sozialarchiv:

  • Ar 135.45.1 Strafanstalt Aarburg, 1936
  • Ar 201.89.5 Heimkampagne

Thomas Brückner: Hilfe schenken – Die Beziehung zwischen dem IKRK und der Schweiz 1919-1939. Zürich, 2017

Seit seiner Gründung ist das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) mit der Schweiz verbunden. Das neue, aus der Dissertation des Historikers Thomas Brückner entstandene Buch widmet sich den verschiedenen Dimensionen dieser Beziehung in den Jahren zwischen 1919 und 1939.
Der Autor geht das bisher noch wenig erforschte Thema unter dem Blickwinkel des Schenkens an, da die „Konzentration auf beziehungsstiftende Abhängigkeiten durch den Tausch“ einen wesentlichen Aspekt der Beziehung zwischen der Schweiz und dem IKRK darstellt. Er untersucht die humanitären Einsätze, die vor dem Zweiten Weltkrieg von der Schweiz und dem IKRK ausgingen und widmet sich dann den konstanten Tauschbeziehungen zwischen den Institutionen, welche beide fest aneinander band.

Für die Arbeit benutzte Quellen aus der Sachdokumentation des Sozialarchivs:

  • Dossier 49.5 Rotes Kreuz
  • KS 362/49 Internationale Hilfsaktionen

Philippe Bender und Patrick Bondallaz, in Zusammenarbeit mit Roland Böhlen: 150 Jahre für mehr Menschlichkeit – das Schweizerische Rote Kreuz 1866-2016. Bern,  2016

Um das Schweizerische Rote Kreuz (SRK) geht es in der Festschrift zum letztjährigen 150-Jahre-Jubiläum. Das SRK wurde drei Jahre nach dem Internationalen Roten Kreuz 1866 in Bern von General Henri Dufour, Bundesrat Jakob Dubs und weiteren Persönlichkeiten gegründet. Die Publikation zeichnet die Entwicklung der humanitären Organisation von ihrem Ursprung im 19. Jahrhundert bis zum heutigen Tag nach. Die Historiker und SRK-Mitarbeiter Philippe Bender und Patrick Bondallaz fassen die wichtigsten Ereignisse in einem übersichtlich gestalteten und reich illustrierten Buch zusammen.

> Die digitale Umsetzung findet man auf geschichte.redcross.ch, wo neben weiterem Bild- auch Videomaterial zu finden ist.

Material zum Thema im Sozialarchiv:

  • Dossier 49.5 Rotes Kreuz
  • Ar 201.28 Griechenlandhilfe des Schweizerischen Roten Kreuzes
  • Ar 20 Schweizerisches Arbeiterhilfswerk SAH

Helmut Altrichter:  Russland 1917 – ein Land auf der Suche nach sich selbst. Paderborn, 2017

Russland 1917: Das ist ein Staat im Krieg, eine Gesellschaft in der Krise. Der Zar wird gestürzt, der Sturm der Revolution fegt über das Reich. Doch wie es mit Russland weitergehen soll, bleibt heftig umstritten.
In der aktualisierten Ausgabe des Klassikers zur Geschichte des Revolutionsjahres entwirft der Autor das Panorama eines entscheidenden Jahres in der russischen Geschichte und führt in ein Land auf der Suche nach sich selbst. Einig ist es sich nur in dem, was es nicht will: in der Ablehnung der zarischen Autokratie. Über die Zukunft Russlands ist sich die polarisierte Gesellschaft hingegen uneins. An den Rändern des Vielvölkerreichs kommt es zu Unabhängigkeitsbestrebungen.
Helmut Altrichter hat seine Darstellung der Situation und der Kräfte und Kämpfe von 1917 anlässlich des 100. Jahrestages der Russischen Revolution um eine Rückschau auf Zeit, Ereignis und Mythos vom heutigen Standpunkt aus ergänzt.

Kleine Auswahl weiterer Bücher zum Thema im Sozialarchiv:

  • 135309 Moshe Lewin: The Soviet Century. London, 2016
  • 135290 Mark D. Steinberg: The Russian Revolution 1905-1921. Oxford, 2017
  • 135343 Andy Willimott: Living the Revolution: Urban Communes & Sowiet Socialism, 1917-1932. Oxford, 2017

> Vom 24.2. bis 25.6.2017 findet im Schweizerischen Nationalmuseum die Ausstellung „1917 Revolution – Russland und die Schweiz“ statt.

Donnerstag, 2. März 2017, 19 Uhr: Von Italien nach Österreich

Buchpräsentation mit Alexandra Locher und Carlo Moos

Alexandra Locher: Bleierne Jahre: Linksterrorismus in medialen Aushandlungsprozessen in Italien 1970-1982. Wien: Lit 2013.

Protestbewegungen und staatliche Akteure konfrontierten sich im Italien der 1970er Jahre zunehmend gewaltsam. Die Roten Brigaden waren dabei die bekannteste linksextreme Gruppierung, die Gesellschaft und Staat mit Gewalt herausforderte. Was aber wurde in diesen Konflikten als Terrorismus bezeichnet?
Die Autorin untersucht das Wechselspiel von Gewalttaten und deren Wahrnehmung. Sie versteht Terrorismus auch als Kommunikationsprozess, der den Diskurs über legitime bzw. illegitime Gewalt veränderte. Die Medien, die diesen Diskurs sichtbar machten, stellt sie in den Mittelpunkt ihrer Studie.

> Buchflyer herunterladen (PDF, 96 KB)

Carlo Moos: Habsburg post mortem: Betrachtungen zum Weiterleben der Habsburgermonarchie. Wien: Böhlau Verlag 2016.

Obwohl sich die Habsburgermonarchie im Herbst 1918 in ihre von einer umstrittenen Friedensregelung noch zu fixierenden Bestandteile auflöste, hat sie nie ganz zu existieren aufgehört. Nicht nur ist sie in Denkmälern und Inschriften aller Art sowie in weit über die einstige Monarchie verstreuten Bauten präsent, sondern sie wirkt in einer Vielzahl von literarischen Werken und anderen Zeugnissen stark nach.
Das Buch rekonstruiert dieses zweite Leben der Monarchie, indem es zunächst die politischen Implikationen der Verträge von St. Germain und Trianon und die nachfolgenden Grenzprobleme analysiert sowie verschiedene Renaissance-Bemühungen einbezieht, während es sodann auf einer vielfältigen Spurensuche der grossen kulturellen Hinterlassenschaft des untergegangenen Reichs nachgeht.

> Buchflyer herunterladen (PDF, 173 KB)

Donnerstag, 2. März 2017, 19 Uhr
Schweizerisches Sozialarchiv, Medienraum
Mit anschliessendem Apéro, Eintritt frei

Vor 80 Jahren: Der Spanische Bürgerkrieg und die Schweiz

Am 17. Juli 1936 putschten Teile der spanischen Armee gegen die Volksfrontregierung, die nach ihrem Wahlsieg fünf Monate zuvor die seit zwei Jahren regierende Rechtskoalition abgelöst hatte. Der „Frente Popular“ bestand aus linksbürgerlichen, sozialistischen und kommunistischen Parteien, wobei die Regierung ausschliesslich aus Ministern der bürgerlichen Republikaner gebildet wurde. Mit dem Putsch erreichte die seit einiger Zeit angespannte Situation in Spanien mit politischer Gewalt von allen Seiten eine neue Eskalationsstufe. Die Spanische Republik, die 1930/31 die Militärdiktatur Miguel Primo de Riveras abgelöst hatte, war mit ihrem Modernisierungsanspruch rasch auf den Widerstand der traditionellen Eliten gestossen, denen als Ideal weiterhin eine nationalistische Monarchie vorschwebte, in der die katholische Kirche, die konservativen Grossgrundbesitzer und das Militär die Politik bestimmen sollten. Die Demokratisierung des Staates, die Reformen in Armee und Bildungswesen, die Trennung von Staat und Kirche, die politische Gleichberechtigung der Frauen, die Gewährung von Autonomierechten für Katalonien, Galizien und das Baskenland und vor allem die Bestrebungen nach einer gerechteren Verteilung des Agrarlandes riefen heftige Reaktionen dieser Kreise hervor.

Die Putschisten stützten sich neben Teilen des Militärs im Mutterland vor allem auf die aus marokkanischen Söldnern bestehenden Kolonialtruppen in Nordafrika. Ihre Hoffnung, rasch die Kontrolle über Madrid und alle wichtigen Städte zu erlangen, erfüllte sich indessen trotz logistischer Unterstützung durch Nazi-Deutschland nicht. Sie eroberten zwar rasch mehrere Städte und Regionen, Madrid, Valencia und Barcelona blieben aber in der Hand der rechtmässigen Regierung. Damit war der Putsch faktisch misslungen. Es folgte ein blutiger Bürgerkrieg, der sich bis ins Frühjahr 1939 hinzog. Der Krieg forderte etwa eine halbe Million Tote, das Pro-Kopf-Einkommen des Landes sank um ein Viertel, die Infrastruktur wurde weitgehend zerstört und etwa 400’000 Menschen, darunter ein grosser Teil der geistigen Elite, flüchteten ins Ausland. Seit Dezember 1936 legte das franquistische Regime Straflager an, in denen Hunderttausende republikanischer Häftlinge „umerzogen“ werden sollten und dann als Zwangsarbeiter ausgebeutet wurden. Die Zahl der Todesopfer dieses bis in die 40er Jahre hinein bestehenden Lagersystems ist sechsstellig. Noch bis in die frühen 50er Jahre setzten antifaschistische Widerstandsgruppen ihren Untergrundkampf fort. Die aus dem Bürgerkrieg hervorgegangene Diktatur hielt sich bis zu Francos Tod im Jahr 1975.

Auf der Seite der Republik kämpfte im Bürgerkrieg eine vielgestaltige und teilweise zerstrittene Allianz aus Sozialisten und Gewerkschaftern, bürgerlichen Republikanern, Anarchisten, Kommunisten, katalanischen Autonomisten und Anhängern der konservativen baskischen Regionalregierung. In den bei Kriegsbeginn eilends aufgestellten Partei- und Gewerkschaftsmilizen spielten Frauen eine wesentliche Rolle. Auf der Gegenseite gelang es General Francisco Franco, sich zum alleinigen Anführer aufzuschwingen und eine Koalition aus Militär, katholischer Kirche, Faschisten, Grossgrundbesitz und Monarchisten verschiedener Strömungen zu schmieden. Auch ausländische Sympathisanten schlossen sich Francos Truppen an, darunter etwa drei Dutzend Schweizer aus dem rechtsextremen Milieu.

Der Spanische Bürgerkrieg entwickelte sich rasch zu einem Konflikt mit zahlreichen transnationalen Dimensionen. Zwar bildete sich im September 1936 ein „Komitee für Nichteinmischung in die Angelegenheiten Spaniens“, dem die wichtigsten europäischen Staaten angehörten. Nichtsdestotrotz griffen das Deutsche Reich und Italien auf der einen und die Sowjetunion auf der anderen Seite immer stärker ins Kriegsgeschehen ein. Hitler-Deutschland und das faschistischen Italien unterstützten die Putschisten grosszügig mit Waffen, Flugzeugen und Interventionstruppen und das unter der Diktatur António de Oliveira Salazars stehende Nachbarland Portugal leistete ihnen logistische Hilfe. Demgegenüber hielten sich die westlichen Demokratien ans Nichtinterventionsabkommen. Neben der Sowjetunion unterstützte lediglich Mexiko die Spanische Republik aktiv.

Dass durch die starke militärische Abhängigkeit der Republik von der Sowjetunion der Einfluss der Kommunisten in der Volksfrontregierung dauernd zunahm, war die logische Konsequenz. Allerdings nutzten diese ihre Stärke keineswegs dazu, sozialrevolutionäre Ziele umzusetzen. Vielmehr massen sie entsprechend der aktuellen aussenpolitischen Strategie Stalins der Verteidigung der bürgerlichen Republik oberste Priorität zu und bekämpften innerhalb des republikanischen Lagers – auch mit militärischen und geheimpolizeilichen Mitteln – die anarchistischen und linksmarxistischen Kräfte, die bei Kriegsausbruch insbesondere in Katalonien zur Kollektivierung von Landwirtschaft, Industrie und Dienstleistungsbetrieben geschritten waren. Die aus einer Fusion von stalintreuen Kommunisten und Rechtssozialisten hervorgegangene Vereinigte Sozialistische Partei Kataloniens wurde so groteskerweise zur Interessenvertretung der bürgerlichen und gewerblichen Mittelschichten und Unternehmer, die dieser Partei in Massen beitraten. Die Kämpfe innerhalb des republikanischen Lagers in Barcelona im Mai 1937 sind etwa durch George Orwells Kriegsmemoiren in Erinnerung geblieben.

Die Nazis auf der anderen Seite entsandten die „Legion Condor“ nach Spanien und nutzten den Bürgerkrieg nicht nur als Test für die Bündnistreue Mussolinis, der etwa 80’000 „volontari“ nach Spanien abordnete, und die Nachgiebigkeit der westlichen Demokratien, sondern auch als Laboratorium des totalen Kriegs. Das prominenteste Beispiel ist die Bombardierung der baskischen Kleinstadt Gernika am Nachmittag des 26. April 1937 durch deutsche und italienische Kampfflieger. Der Angriff, der mehrere Hundert Todesopfer forderte und das kulturelle und religiöse Zentrum des Baskenlandes in Schutt und Asche legte, nahm die Schrecken des Luftkriegs gegen die Zivilbevölkerung vorweg, wie sie im Zweiten Weltkrieg und späteren Kriegen an der Tagesordnung sein sollten. Auch die von der franquistischen Seite verbreitete Fake News, Gernika sei von flüchtenden republikanischen Truppen im Rahmen einer Strategie der verbrannten Erde zerstört worden, nahm die Lügenpropaganda der folgenden Jahre vorweg. Pablo Picassos für die Pariser Weltausstellung von 1937 angefertigtes Monumentalbild „Guernica“ war damit Anklage und Menetekel zugleich.

Der Überlebenskampf der Spanischen Republik führte zu einer grossen internationalen Solidarisierungswelle. Etwa 40’000 Antifaschisten, darunter viele bekannte Intellektuelle, strömten in die Internationalen Brigaden. Mehr als die Hälfte der Interbrigadisten kam in Spanien ums Leben. Von den rund 800 Schweizer Spanienkämpfern waren etwa 60 Prozent Kommunisten, 12 Prozent Sozialdemokraten, 3.6 Prozent Anarchisten, 2.3 Prozent ehemalige KP-Mitglieder, 1.5 Prozent ehemalige SP-Mitglieder und knapp ein Prozent Trotzkisten. Damit waren im internationalen Vergleich die Kommunisten überdurchschnittlich stark vertreten. Das Durchschnittsalter der Schweizer Spanienkämpfer betrug etwa 27 Jahre; die meisten waren ledig. Die Zahl der Gefallenen ist nicht exakt bekannt, sie liegt zwischen 20 und 26 Prozent. Von den Überlebenden hatte etwa die Hälfte Verwundungen erlitten. Etwa ein Dutzend Schweizer Interbrigadisten fiel in die Hände der Putschisten und erlitt in deren Gefangenschaft zum Teil schwere Folter.

Zum zweiten Standbein der Solidarität mit der Spanischen Republik wurde die Spanienhilfe. Vor allem das kurz zuvor von SP und Gewerkschaftsbund ins Leben gerufene Schweizerische Arbeiterhilfswerk engagierte sich stark. Schon im September 1936 schickte es zehn Tonnen Trockenmilch nach Madrid. Trotz der anhaltenden Wirtschaftskrise erbrachte eine erste Sammlung bis Ende 1936 eine Spendensumme von über 50’000 Franken. Insgesamt spendete die Schweizer Bevölkerung etwa 800 Tonnen Hilfsgüter im Wert von über zwei Millionen Franken. Die Spanienhilfe stand unter dem Motto „Sauver l’Espagne, c’est sauver la Suisse“ und wies damit auf die dem Spanischen Bürgerkrieg zugemessene internationale Bedeutung hin. Eine wichtige Rolle bei diesen Hilfsaktionen spielte der Zürcher Robert Risler, dessen Nachlass sich heute im Schweizerischen Sozialarchiv befindet. Als passionierter Filmer produzierte er zudem eindrückliche Zeugnisse von den Kriegsschrecken und dem Schicksal der Flüchtlinge.

Verschiedene Versuche, spanische Kinder in der Schweiz unterzubringen, scheiterten vorerst am Widerstand der Schweizer Behörden. Hingegen konnten vor Ort mehrere Kinderheime und Kantinen für Kinder, Schwangere und alte Menschen eingerichtet werden. 1937 gründete das Arbeiterhilfswerk zusammen mit 13 anderen Hilfsorganisationen die Schweizerische Arbeitsgemeinschaft für Spanienkinder (Ayuda Suiza), in der Rodolfo Olgiati eine wesentliche Rolle spielte. Die Arbeitsgemeinschaft führte ein Patenschaftssystem ein, bei dem sich eine oder mehrere Personen dazu verpflichten konnten, jeden Monat 15 Franken – etwa ein Zwanzigstel eines durchschnittlichen Arbeitergehalts – für die Versorgung eines Kindes aufzubringen. Von diesem Geld wurden die notwendigen Lebensmittel bezahlt. Kollektivpatenschaften bestanden zum Beispiel aus Schulklassen, Freundeskreisen, Gewerkschafts- oder Parteisektionen. Bis Ende 1937 wurden 550 Patenschaften übernommen, im folgenden Jahr stieg die Zahl auf 900.

Die Sympathien für die Bürgerkriegsparteien waren in der Schweiz geteilt. Die Linke ergriff unmissverständlich Partei für die Republik. Bereits Anfang August 1936 fand in Zürich die erste Grossveranstaltung gegen den Militärputsch statt. Auf bürgerlicher Seite gab es hingegen durchaus auch Sympathien für Franco, sei es eher verkappt wie in der Berichterstattung der Neuen Zürcher Zeitung, sei es offen und enthusiastisch wie bei den Katholisch-Konservativen, die Francos Krieg als Kreuzzug gegen den gottlosen Bolschewismus darstellten. Der 1938 von Rechtskreisen um den ehemaligen katholisch-konservativen Fribourger Bundesrat Jean-Marie Musy und den nachmaligen SS-Obersturmbannführer Franz Riedweg gedrehte Propagandastreifen „Die Rote Pest“, der mit einer geschickten und sehr kostenintensiven Montage von Archivfilmmaterial eine jüdisch-bolschewistisch-intellektualistische Weltverschwörung zu suggerieren versuchte, stellte das „gottlose“ republikanische Spanien als Gegensatz der christlich-bäuerlichen Schweiz gegenüber.

Auch der katholisch-konservative Aussenminister Giuseppe Motta hegte Sympathien für Franco. Bereits 1938 wurde ein schweizerischer Diplomat nach Burgos ins Hauptquartier der Putschisten entsandt. Die offizielle Anerkennung des Franco-Regimes als Regierung Spaniens durch die Schweiz erfolgte dann schon am 14. Februar 1939, rund einen Monat, bevor den Putschisten die Eroberung Madrids gelang. Damit kam die Schweiz den anderen Demokratien zuvor. Nach dem Ende des Bürgerkriegs wurde der wirtschaftliche Austausch mit Spanien rasch wieder forciert. Als einzige Demokratie verfolgte die Schweiz systematisch ihre Spanienkämpfer mit dem Strafrecht. Bereits die Bundesverfassung von 1848 hatte den Abschluss neuer Militärkapitulationen untersagt, ohne indessen die bestehenden aufzuheben. 1859 war dann der individuelle Eintritt in „fremde, nichtnationale Truppenkörper“ durch Bundesgesetz untersagt worden. Das Verbot wurde lange Zeit eher large gehandhabt, etwa gegenüber den Tausenden von jungen Schweizern, die in der französischen Fremdenlegion Dienst leisteten. Erst 1927 wurde im Militärstrafgesetz ein generelles Verbot des Eintritts in fremden Militärdienst verankert. Kurz nach Ausbruch des Spanischen Bürgerkriegs verschärfte der Bundesrat das Verbot mit zwei Bundesbeschlüssen, die die Ausfuhr von Kriegsmaterial aller Art nach Spanien, die Ausreise nach Spanien zur Teilnahme am Bürgerkrieg sowie deren Begünstigung von der Schweiz aus verboten. Die meisten Spanienkämpfer reisten deshalb mit einem Unterbruch in Frankreich auf die iberische Halbinsel.

Zumeist wurden die Rückkehrer aus Spanien bereits beim Grenzübertritt verhaftet. Nebst dem Verstoss gegen die genannten Verbote konnten zahlreichen Spanienkämpfern Dienstversäumnisse in der Schweizer Armee angelastet werden, da sie in ihrer Abwesenheit Wiederholungskurse verpasst hatten. Insgesamt wurden 550 Spanienkämpfer strafrechtlich verfolgt und 420 verurteilt. Die Dauer der Freiheitsstrafen reichte von 15 Tagen bis zu vier Jahren; 81 Prozent der Verurteilten wurden mit Gefängnis zwischen einem und sechs Monaten bestraft. In der Regel wurden die Freiheitsstrafen mit einer Einstellung der bürgerlichen Ehrfähigkeit zwischen einem und fünf Jahren verbunden. Die Strafen waren damit schärfer als diejenigen, die gegen Schweizer Fremdenlegionäre, aber auch die Bürgerkriegsfreiwilligen auf Francos Seite ausgesprochen wurden, tendenziell indessen milder als diejenigen für die Schweizer Freiwilligen in der Waffen-SS während des Zweiten Weltkriegs.

Unmittelbar nach ihrer Rückkehr in die Schweiz gründeten die ehemaligen Spanienkämpfer eine Interessengemeinschaft, die sich unter anderem dafür engagierte, dass den in Spanien gefallenen Schweizern ein Denkmal gesetzt werde. Bis es soweit war, sollte es aber fast vier Jahrzehnte dauern. Erst 1976, ein Jahr nach Francos Tod, wurde am Zürcher Volkshaus eine entsprechende Tafel angebracht. 1978 erfolgte die Errichtung eines Denkmals mit den Namen der gefallenen Tessiner Spanienkämpfer auf dem Monte Ceneri. 1986 wurde auch in Genf eine Gedenktafel eingeweiht. Im Jahr 2000 folgte in Genf die Errichtung einer von der Stadt finanzierten, vier Meter hohen Gedenkskulptur. Seit 2003 gibt es in La Chaux-de-Fonds eine „Place des Brigades-internationales“. Nach jahrzehntelanger Funkstille erschienen ab den 1980er Jahren auch wieder Memoiren ehemaliger Spanienkämpfer, so diejenigen Ernst Stauffers im Jahr 1986 und diejenigen Hans Hutters zehn Jahre darauf.

Die Erinnerung an den Spanieneinsatz war seit Beginn eng verknüpft mit den Bemühungen um politische und juristische Rehabilitation. Bereits Ende 1938 hatte ein Komitee innert weniger Wochen 80’000 Unterschriften für eine Amnestiepetition gesammelt, die in der Folge von den eidgenössischen Räten relativ knapp abgelehnt worden war. Im letzten Moment hatten einige bürgerliche Nationalräte die Seite gewechselt und dadurch die Amnestie verhindert. Nach dem Zweiten Weltkrieg blieben die Beziehungen der Schweiz zu Franco-Spanien umstritten. Trotz antifranquistischer Manifestationen seitens der Linken spielte die Schweiz bei der Normalisierung der Stellung Spaniens, innerhalb dessen Regime sich die Gewichte zunehmend weg von der faschistischen „Falange“ und hin zu Technokraten der katholischen Laienbewegung „Opus Dei“ verschoben, auf der internationalen Bühne im Zeichen des Kalten Krieges eine aktive Rolle. 1954 wurde zwischen den beiden Staaten ein erstes bilaterales Wirtschaftsabkommen abgeschlossen und 1959 unterstützte die Eidgenossenschaft die Aufnahme Spaniens in die „Organisation for European Economic Co-operation“ (OEEC).

In der Folgezeit trug die Schweiz wesentlich zur wirtschaftlichen Modernisierung Spaniens bei. Sie war eines der drei wichtigsten Auswanderungsländer für Spanierinnen und Spanier und zweitwichtigster Investor in Spanien. Der einsetzende Massentourismus nach Spanien erfasste in den 60er Jahren auch die Schweiz stark. Gleichzeitig manifestierte sich ein zunehmender, zunächst hauptsächlich von Exilspaniern getragener Antifranquismus, der von Teilen des linken SP-Flügels und nach 1968 dann der Neuen Linken aufgegriffen wurde. Hingegen exponierte sich James Schwarzenbach, Spritius rector der helvetischen Anti-Immigrationsbewegung der späten 60er und frühen 70er Jahre, bis zuletzt als Freund der Franco-Diktatur.

Erst nach dem Ende des Franco-Regimes kam es zu neuen parlamentarischen Anläufen zu einer juristischen Rehabilitierung der Spanienkämpfer, die indessen zunächst scheiterten: 1978 Postulat Wyler (SP), 1982 Einfache Anfrage Robbiani (SP), 1982 Motion Günther (LdU), 1989 Postulat Pini (FDP), 1991 Einfache Anfrage Grobet (SP), 1999 Motion De Dardel (SP), 1999 parlamentarische Initiative Rechsteiner (SP). 1986, zum 50. Jahrestag des Kriegsbeginns, richtete mit Otto Stich erstmals ein Bundesrat Grussworte an die Spanienkämpfer. Die letzte Versammlung der Interessengemeinschaft der Schweizer Spanienkämpfer fand 1994 in Anwesenheit von Bundesrätin Ruth Dreifuss statt, die in der Folge auch ein Geleitwort zu den Memoiren Hans Hutters verfasste. 1996 lehnte der Bundesrat in seiner Antwort auf die Einfache Anfrage Grobet zwar eine Amnestie ab, billigte den Spanienkämpfern aber „achtenswerte Beweggründe“ zu und hielt fest, sie stünden „heute in allen Ehren und Rechten“. Erst eine weitere parlamentarische Initiative von Paul Rechsteiner brachte 2006 den Stein ins Rollen: 2008/09 stimmten beide Parlamentskammern dem „Bundesgesetz über die Rehabilitierung der Freiwilligen im Spanischen Bürgerkrieg“ zu,
das sämtliche Urteile gegen die Spanienkämpfer aufhob.

Material zum Thema im Sozialarchiv

Archiv

  • Ar 1.260.56 Sozialdemokratische Partei der Schweiz: Spanien, 1936–1988
  • Ar 20.803 Schweizerisches Arbeiterhilfswerk: Spanischer Bürgerkrieg ca. 1937–1939
  • Ar 20.892.44 Schweizerisches Arbeiterhilfswerk: Berufsausbildung für spanische Flüchtlingsjugendliche in Frankreich 1951–1956
  • Ar 20.930.14 Schweizerisches Arbeiterhilfswerk: Spanienkinder 1946–1947
  • Ar 20.960.17 Schweizerisches Arbeiterhilfswerk: Film 1938, 1947–1950
  • Ar 20.972.1 Schweizerisches Arbeiterhilfswerk: Kampagnen und Aktionen I
  • Ar 46.36.1 Landesverband der Schweiz. Kinderfreunde-Organisationen (LASKO): Spielzeug für Spanienkinder, 1938
  • Ar 107 Nachlass Rodolfo Olgiati
  • Ar 108.1 Nachlass James Schwarzenbach: Korrespondenz
  • Ar 151.11.5 Nachlass Robert Risler: Spanischer Bürgerkrieg 1936–1997
  • Ar 198.31 Nachlass Gottlieb Enrique Iseli
  • Ar 301.8 Manuskripte: Darwin, Ingeborg: Eine Frau erlebt die spanische Revolution, ca. 1938
  • Ar 459.18.2 Partei der Arbeit der Schweiz: Sammlung Albert Martin, ca. 1930-1973

Archiv Bild + Ton

  • F 5077 Roth, Roger A. (1940–2008)
  • F 9007 Risler, Robert (1912–2005) [FILM]
  • DVD 8 Risler, Robert: Madrid 1, 2, 3: Filmmaterial. Lausanne 1936.
  • DVD 15 Hans Hutter – ein Schweizer im Spanischen Bürgerkrieg: Ein Dokumentarfilm von Luís M. Calvo Salgado und Christian Koller. Zürich 2006.

Sachdokumentation

  • KS 32/24 Spanien
  • KS 32/143a Neutralität & Aussenpolitik der Schweiz
  • KS 335/70 & KS 335/71 Spanischer Bürgerkrieg: Allgemeines
  • KS 335/72 Spanischer Bürgerkrieg: Regierung und Presseinformation
  • KS 335/73 Spanischer Bürgerkrieg: Sozialistische Schriften
  • KS 335/74 Spanischer Bürgerkrieg: Anarchisten
  • KS 335/75 Spanischer Bürgerkrieg: Trotzkisten, POUM: Partido Obrero de Unificación Marxista, etc.
  • KS 335/75a Spanischer Bürgerkrieg: POUM: Partido Obrero de Unificación Marxista
  • KS 335/76 Spanischer Bürgerkrieg: Hilfsaktionen
  • QS ESS + Spanien: Geschichte
  • ZA 39.9 * SpB Spanischer Bürgerkrieg: Schweizer im Spanischen Bürgerkrieg

Bibliothek

  • D 4212 Batou, Jean et al.: Regards suisses sur la guerre civile d’Espagne (1936–1996): Traumatisme, refoulement et éveil de la curiosité, in: Schweizerische Zeitschrift für Geschichte 47 (1997), S. 27-45.
  • HG 186 Baumann, Gino: Schweizer im spanischen Bürgerkrieg. Aarau 1989.
  • 106150 Bavaud, Pierre und Jean-Marc Béguin: Les oubliés: Trois Suisses de la guerre d’Espagne. Yens s./Morges 1998.
  • 116011 Beevor, Antony: Der Spanische Bürgerkrieg. München 2006.
  • 114197 Berg, Angela: Die Internationalen Brigaden im Spanischen Bürgerkrieg 1936–1939. Essen 2005.
  • 116112 Bernecker, Walther L. und Sören Brinkmann: Kampf der Erinnerungen: Der Spanische Bürgerkrieg in Politik und Gesellschaft 1936–2006. Nettersheim 2006.
  • D 5397 Cerutti, Mauro: Pas d’amnistie pour les brigadistes: La Suisse et le débat sur l’amnistie en faveur des volontaires de la guerre d’Espagne: 1939-2002…, in: Traverse 2003/1, S. 107-123.
  • 109807 Cerutti, Mauro et al. (Hg.): La Suisse et l’Espagne de la République à Franco (1936–1946): Relations officielles, solidarités de gauche, rapports économiques. Lausanne 2001.
  • 116926 Collado Seidel, Carlos: Der Spanische Bürgerkrieg: Geschichte eines europäischen Konflikts. München 2006.
  • 123243 Farré, Sébastien: La Suisse et l’Espagne de Franco: De la guerre civile à la mort du dictateur (1936–1975). Lausanne 2006.
  • Gr 2128 Gilardoni, Virgilio, Giorgio Lazzeri, Gianfranco Petrillo: I volontari ticinesi in difesa della Repubblica di Spagna. Bellinzona 1977.
  • [„Erwartet“] Günthart, Romy und Erich Günthart: Spanische Eröffnung 1936: Rotes Zürich, deutsche Emigranten und der Kampf gegen Franco. Zürich 2017.
  • 122908 Hamdorf, Wolfgang Martin und Clara López Rubio (Hg.): Fliegerträume und spanische Erde: Der Spanische Bürgerkrieg im Film. Marburg 2010.
  • 80803 Heller, Martin (Red.): Der Spanische Bürgerkrieg: Plakatausstellung zum 50. Jahrestag, Zürich, 28. Mai bis 7. September 1986. Zürich 1986.
  • 120756 Huber, Peter, in Zusammenarbeit mit Ralph Hug: Die Schweizer Spanienfreiwilligen: Biografisches Handbuch. Zürich 2009.
  • 117594 Hug, Ralph: St. Gallen – Moskau – Aragón: Das Leben des Spanienkämpfers Walter Wagner. Zürich 2007.
  • D 4212 Hug, Ralph: Schweizer in Francos Diensten: Die Francofreiwilligen im Spanischen Bürgerkrieg 1936–1939, in: Schweizerische Zeitschrift für Geschichte 61 (2011), S. 189-207.
  • 128870 Hug, Ralph: Schweizer unter Franco: Eidgenössische Diplomatie und die vergessenen Opfer der Franco-Diktatur 1936–1947. Zürich 2013.
  • 100692 Hutter, Hans: Spanien im Herzen: Ein Schweizer im Spanischen Bürgerkrieg. Zürich 1996.
  • 127460 Lugschitz, Renée: Spanienkämpferinnen: Ausländische Frauen im spanischen Bürgerkrieg, 1936–1939. Wien 2012.
  • D 5037 Marbacher, Joseph: Il y a cinquante ans: Les Brigades Internationales en Espagne: Souvenirs d’un combattant suisse, in: Cahiers d’histoire du mouvement ouvrier 3 (1986), S. 36-44.
  • 81753 Minnig, Albert: Diario di un volontario svizzero nella guerra di Spagna. Lugano 1986.
  • Gr 12725 Onori, Hanspeter: Schweizer Mitbeteiligte am Spanischen Bürgerkrieg aus der Sicht ihrer Prozesse. Lizentiatsarbeit, Univ. Basel 1978.
  • 132167 Prieto, Moisés: Zwischen Apologie und Ablehnung: Schweizer Spanien-Wahrnehmung vom späten Franco-Regime bis zur Demokratisierung (1969–1982). Köln 2015.
  • B 500 Reichmann, Franz: Bei den Gewerkschaften in Barcelona und an der spanischen Front. Zürich 1938.
  • 117133 Schauff, Frank: Der Spanische Bürgerkrieg. Göttingen 2006.
  • 135405 Schmeda, Astrid: Die Hoffnung bleibt: Spanische Revolution, Flucht und Exil in Frankreich Juli 1936–Januar 1939. Hamburg 2016.
  • 9161 Schmid, Arthur: Spanien, das Land zwischen Afrika und Europa: Ein Beitrag zur Beurteilung des spanischen Bürgerkrieges. Aarau 1936.
  • 124572 Schmid, Erich, unter Mitarbeit von Ralph Hug: In Spanien gekämpft, in Russland gescheitert: Männy Alt (1910–2000) – ein Jahrhundertleben. Zürich 2011.
  • 80786 Spiess, Heiner (Hg.): „… dass Friede und Glück Europas vom Sieg der spanischen Republik abhängt“: Schweizer im Spanischen Bürgerkrieg. Zürich 1986.
  • 80804 Stauffer, Ernst: Spanienkämpfer: Erinnerungen eines Freiwilligen aus dem spanischen Bürgerkrieg 1936–1938. Biel 1986.
  • 58424 Thalmann, Clara und Paul Thalmann: Revolution für die Freiheit: Stationen eines politischen Kampfes: Moskau – Madrid – Paris. Hamburg 1976.
  • 109573 Ulmi, Nic und Peter Huber: Les combattants suisses en Espagne républicaine (1936–1939). Lausanne 2001.
  • 10721 Wullschleger, Max: Schweizer kämpfen in Spanien: Erlebnisse der Schweizer Freiwilligen in Spanien. Hg. Interessengemeinschaft Schweizer Spanienfreiwilliger. Zürich 1939.
  • 58205 Zschokke, Helmut: Die Schweiz und der spanische Bürgerkrieg. Zürich 1976.

Vor 30 Jahren: Tschernobyl und Tschernobâle

Als in der Nacht zum 1. November 1986 in Basel und Umgebung die Alarmsirenen heulten, Lautsprecher die Bevölkerung zum Verschliessen von Türen und Fenstern aufforderten und sich ein bestialischer Gestank breitmachte, tauchten bei manchen verschiedene jüngere Umweltkatastrophen vor dem geistigen Auge auf. Das Chemieunglück im italienischen Seveso bei einer Tochterfirma des Basler Konzerns Hoffmann-La Roche lag erst zehn Jahre zurück, die Havarie im indischen Bhopal, die mehreren Tausend Menschen das Leben kostete, sogar nur knapp zwei Jahre. Es waren aber weniger diese beiden Katastrophen aus dem Chemiebereich, mit denen der Vorfall primär assoziiert wurde, sondern die Reaktorexplosion von Tschernobyl, die sich nur wenige Monate zuvor ereignet hatte.

Der bislang schwerste Unfall in einem Atomkraftwerk begann am 26. April 1986. Bereits 1982 waren im Block 1 des Kraftwerks radioaktive Gase ausgetreten und bis in die vier Kilometer entfernte Stadt Pripjat gelangt. Ende April 1986 nun explodierte nach einer Kernschmelze der Reaktor im 1983 fertiggestellten Block 4, worauf in den folgenden zehn Tagen grosse Mengen von Radioaktivität in die Umwelt gelangten. Der Brand des Reaktorblocks konnte erst nach mehreren Tagen gelöscht werden. Am 27. April mussten die knapp 50‘000 EinwohnerInnen von Pripjat ihre Stadt verlassen. In den folgenden Tagen und Wochen wurden insgesamt 330‘000 Menschen evakuiert. Das Sperrgebiet beträgt bis heute 4‘300 Quadratkilometer, das entspricht etwa den Flächen der Kantone Zürich, Aargau, Solothurn und Basel zusammengenommen. Als Ersatz für Pripjat wurde die neue Stadt Slavutič errichtet. Insgesamt verseuchte der Reaktorunfall etwa 150‘000 Quadratkilometer (dreieinhalbmal die Fläche der Schweiz) in Weissrussland, der Ukraine und Russland. Allein in Russland leben heute etwa 1,6 Millionen Menschen in Gebieten, die als verseucht gelten.

Die sowjetische Informationspolitik über die Katastrophe war zunächst sehr zurückhaltend. Erst am Abend des 28. April war in kurzen Mitteilungen von einem „Unfall“ die Rede. Zwei Tage später zeigte das sowjetische Fernsehen dann ein allerdings retuschiertes Foto vom Unfallort. Am Morgen des 28. April liessen Messungen in Schweden Vermutungen über eine Havarie in der Sowjetunion aufkommen. Am folgenden Tag berichteten internationale Medien ausführlicher über den Unfall, der nun auch durch Aufnahmen amerikanischer Militärsatelliten bestätigt wurde. Die Wolken mit dem radioaktiven Fallout verteilten sich in den Tagen nach der Reaktorexplosion über die gesamte nördliche Halbkugel. Zunächst wurden sie nach Skandinavien getrieben, dann über weite Teile Ostmitteleuropas, Süddeutschlands, der Schweiz und Norditaliens und schliesslich nach Südosteuropa und bis über die Türkei. Je nach Niederschlagsintensität wurden in diesen Regionen die Böden unterschiedlich hoch belastet. In der Schweiz wurden ab dem 30. April in verschiedenen Landesteilen erhöhte Strahlenwerte gemessen. Im September 1986 musste für den Luganersee wegen anhaltend hoher Strahlenwerte ein Fischereiverbot erlassen werden, das erst im Juli 1988 aufgehoben werden konnte. Der Verband der Schweizerischen Gemüseproduzenten erstritt sich in der Folge wegen Ausfällen im Zusammenhang mit Tschernobyl gerichtlich vom Bund eine Entschädigung in der Höhe von 8,7 Millionen Franken.

Die Überreste des Reaktorblocks 4 wurden in der Folge mit einer als „Sarkophag“ bezeichneten Schutzhülle umgeben. Mehrere Hunderttausend sogenannter „Liquidatoren“, in der Mehrheit Soldaten, Reservisten und zwangsverpflichtete Arbeiter, wurden für die Aufräumarbeiten herangezogen. Die Bezifferung der gesundheitlichen Langzeitfolgen der Atomkatastrophe von Tschernobyl ist kontrovers. Berichte der Internationalen Atomenergie-Organisation IAEA gehen von 4‘000 bis 9‘000 zu erwartenden Krebstoten aus. Eine Studie der atomkritischen Ärzteorganisation IPPNW und der Gesellschaft für Strahlenschutz von 2011 bezifferte aber allein die Zahl der mittlerweile an Krebs oder durch Selbstmord verstorbenen Liquidatoren auf 112‘000 bis 125‘000, wobei von den Überlebenden 90 Prozent schwer krank seien. Für ganz Europa prognostizierte die Studie bis ins Jahr 2056 etwa 240‘000 zusätzliche Krebsfälle wegen Tschernobyl. Eine andere Studie derselben Organisationen von 2006 ging von zwischen 12‘000 und 83‘000 in der Region um Tschernobyl mit genetischen Schäden geborenen Kindern aus. Die vom Unfall nicht beschädigten Teile des Kraftwerks wurden noch bis zur Jahrtausendwende weiterbetrieben. Ab 2010 wurde über dem Sarkophag von 1986 eine neue Schutzhülle errichtet, deren Vollendung für 2017 geplant ist. Das 36‘000 Tonnen schwere „New Safe Confinement“ soll für die folgenden hundert Jahre den Austritt radioaktiver Stoffe verhindern. Die Baukosten von etwa zwei Milliarden Euro wurden von der Europäischen Union, der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung und drei Dutzend Geberländern (darunter die Schweiz mit 6,4 Millionen Franken) aufgebracht, die zukünftigen Betriebskosten der Schutzhülle werden mit 600 Millionen pro Jahr beziffert.

Ein halbes Jahr nach der Tschernobyl-Katastrophe geriet im Industriegebiet Schweizerhalle bei Basel eine Lagerhalle des Sandoz-Konzerns mit 1‘351 Tonnen Chemikalien in Brand. Der um 0:19 Uhr entdeckte Brand mit bis zu 60 Meter hohen Flammen war bald weiterherum zu sehen. Um 3:43 heulten in der ganzen Region die Alarmsirenen und die Bevölkerung wurde mit Lausprecherdurchsagen dazu aufgefordert, Türen und Fenster geschlossen zu halten und das Radio einzuschalten. Der Ostwind trug Rauch, Gestank und Verbrennungsgase rasch in Richtung Basel und für mehrere Stunden wurde der Eisenbahn- und Autoverkehr in die Nordwestschweizer Metropole unterbrochen. In den folgenden Tagen mussten etwa 1‘250 Menschen wegen Atemwegs-Reizungen behandelt werden. Mit dem abfliessenden Löschwasser gelangten rund 30 Tonnen giftiger Pflanzenschutzmittel in den Rhein und lösten bis in den Mittelrhein ein massenhaftes Fischsterben aus. Unter anderem wurde auf einer Länge von 400 Kilometern die gesamte Aalpopulation von gegen 150‘000 Individuen getötet. Über zwei Wochen lang musste flussabwärts die Trinkwasserentnahme aus dem rot verfärbten Rhein bis in die Niederlande eingestellt werden.

Eine Woche nach dem Brand beteiligten sich in Basel rund 10‘000 Menschen an einer Grossdemonstration, an der mit Parolen wie „Tschernobâle“ und „Sandobyl“ auch Parallelen zur nur wenige Monate zurückliegenden Atomkatastrophe in der Sowjetunion gezogen wurden. Studierende des Konservatoriums intonierten ein „Requiem für den Rhein“. Auf besondere Kritik stiess das Verhalten von Sandoz-Chef Marc Moret, der sich erst am 21. November zum ersten Mal den Medien stellte. Am 14. Dezember bildete sich im Rahmen eines „Internationalen Rheinalarms“ eine Menschenkette, die von Basel bis nach Freiburg reichte. Von Sandoz wurde letztlich niemand juristisch zur Rechenschaft gezogen. Der Konzern leistete aber insgesamt 43 Millionen Franken Schadenersatzzahlungen in der Schweiz sowie nach Deutschland, Frankreich und in die Niederlande. Erst 2006 stellte die Internationale Rheinkommission fest, der Rhein sei wieder „ein lebendiger Fluss“.

Die Ereignisse des Jahres 1986 ordneten sich in seit anderthalb Jahrzehnten geführte kontroverse Debatten um Umwelt- und Energiepolitik ein, ohne auf dem politischen Parkett aber unmittelbar zu einem Umschwung zu führen. In den frühen 80er Jahren war es insbesondere das Waldsterben gewesen, das die umweltpolitischen Diskussionen bestimmt und zur Verabschiedung des Umweltschutzgesetzes im Jahr 1983 und der Luftreinhalteverordnung im Jahr 1985 geführt hatte. Während bei den Zürcher Kantonsratswahlen im Frühling 1987 die Sitzzahl der Grünen spektakulär von 4 auf 22 sprang, kam es ein halbes Jahr später bei den Nationalratswahlen nicht zur von manchen erwarteten ökologischen Wende. Die sechs Sitzgewinne der Grünen wurden durch ebenso viele Verluste der SP kompensiert, zudem zog mit der Schweizerischen Autopartei auch erstmals eine explizit ökologiefeindliche Gruppierung ins Bundesparlament ein. Immerhin wurde im Dezember 1987 mit der Rothenturm-Initiative zum Schutz der Moore erstmals ein ökologisch motiviertes Volksbegehren von Volk und Ständen gutgeheissen.

Die Anti-Atom-Bewegung erlebte nach Tschernobyl ein Revival. Nach einer ersten Phase in den 50er und 60er Jahren, die sich gegen Pläne zu einer nuklearen Bewaffnung der Schweizer Armee gewandt hatte, formierte sich um 1970, auch als Reaktion auf den Unfall im Versuchsreaktor Lucens im Januar 1969, eine Bewegung gegen die zivile Nutzung der Atomenergie, die bald mit spektakulären Aktionen auf sich aufmerksam machte. 1975 besetzten anfänglich 15‘000 Menschen für elf Wochen das Baugelände eines geplanten Atomkraftwerks in Kaiseraugst und zu Pfingsten 1977 marschierten 10‘000 Personen zum Baugelände des geplanten Atomkraftwerks Gösgen, dessen Besetzung im Sommer gleichen Jahres nur mit massiven Polizeiaufgeboten verhindert werden konnte. Parallel dazu organisierten sich die AKW-BefürworterInnen als schlagkräftige und finanzstarke Lobby mit engen Beziehungen ins Parlament und hochprofessioneller PR-Unterstützung. Auf Druck der Anti-Atom-Bewegung wurden Ende der 70er Jahren in beiden Basler Halbkantonen sogenannte Atomschutzgesetze erlassen, welche die Behörden dazu verpflichten, auf dem Kantonsgebiet sowie in der Nachbarschaft keine Atomkraftwerke, Nuklearaufbereitungsanlagen oder Atomlagerstätte zu tolerieren. Im Februar 1979 lehnten die Stimmberechtigten die Eidgenössische Volksinitiative «zur Wahrung der Volksrechte und der Sicherheit beim Bau und Betrieb von Atomanlagen» mit einer knappen Nein-Mehrheit von 51,2 Prozent ab. Vorangegangen war ein intensiver Abstimmungskampf. Anti-AKW-Bewegung und Umweltverbände entfalteten umfangreiche Aktivitäten, auf der Gegenseite setzte die Schweizerische Informationsstelle für Kernenergie drei Millionen Franken für Abstimmungswerbung ein. Die Stimmbeteiligung erreichte hohe 49 Prozent, wobei gemäss Nachbefragungen rund 15 Prozent ein Nein in die Urne legten, obwohl sie dem Anliegen der Initiative zustimmen wollten.

Zu Beginn der 80er Jahre hatte die Anti-Atom-Bewegung an Schwung verloren. 1984 erzielte die Eidgenössische Volksinitiative „für eine Zukunft ohne weitere Atomkraftwerke“ noch 45 Prozent Zustimmung. Nach der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl demonstrierten dann aber 30‘000 Menschen vor dem Atomkraftwerk Gösgen und zum ersten Jahrestag des GAUs gab es eine Grossdemonstration auf dem Bundesplatz. 1988 beerdigten die AKW-BefürworterInnen im Parlament unter Federführung von Nationalrat Blocher das Kaiseraugst-Projekt, das bis zu diesem Zeitpunkt 1,3 Milliarden Franken verschlungen hatte, selber. Und am Abstimmungssonntag vom September 1990 manifestierte sich das anhaltende Unbehagen der Bevölkerung gegenüber der Atomkraft erneut: Während die Volksinitiative für einen Atomausstieg mit einer Zustimmung von 47,1 Prozent knapp scheiterte, sagten 54,5 Prozent Ja zu einem zehnjährigen Moratorium im Atomkraftwerkbau. Gleichzeitig passierte die Vorlage für einen Energieartikel in der Bundesverfassung mit 71,1 Prozent Zustimmung und Mehrheiten in sämtlichen Kantonen die Volksabstimmung mit Bravour. Durch das Moratorium verlor die Atomdebatte in der Folge stark an Publizität. 2003 scheiterten die zwei atomkritischen Volksinitiativen „MoratoriumPlus“ (58,4 Prozent Nein) und „Strom ohne Atom“ (66,3 Prozent Nein) deutlich. Erst mit der Atomkatastrophe von Fukushima im März 2011 kam das Thema schlagartig wieder aufs Tapet und führte zu energiestrategischen Diskussionen, die bis heute anhalten.

Material zum Thema im Sozialarchiv:

Archiv

  • Ar 146.35 Nachlass Hansjörg Braunschweig: Atompolitik
  • Ar 201.109 AKW-GegnerInnen Region Olten (AGRO)
  • Ar 201.130 Dokumentation Anti-AKW-Bewegung
  • Ar 201.145 Dokumentation Anti-AKW-Bewegung nach Tschernobyl
  • Ar 201.247 Strom ohne Atom: Kampagne 1999-2003
  • Ar 462.10.1 Strahm Beratungen GmbH: Strom ohne Atom 1989-1990
  • Ar 472.10.6 Dokumentation Subkultur Bern: Tschernobyl-Demo 1987
  • Ar 507.12.31 Greenpeace Schweiz:  Atomunfall 1986-1996
  • Ar 510.10.48/.49 Schweizerische Energie-Stiftung: Tschernobyl
  • Ar 522.40.7 Dokumentation Christan Zeller: Aktion Selbstschutz
  • Ar 535 Publ 354 Russlandschweizer-Archiv RSA: Das Projekt „Tschernobyl-Hilfe“
  • Ar 579 Publ 89 Archiv Schweiz-Osteuropa ASO: Hilfe für Tschernobyl-Kinder
  • Ar W 68.32 Schweizerische Gesellschaft für Umweltschutz SGU: Energie
  • Ar WWF World Wide Fund for Nature Schweiz

Archiv Bild + Ton

  • F 5031 Gewerkschaft Bau und Industrie (GBI)
  • F 5087 Strom ohne Atom
  • Vid V 015 Der Rest ist Risiko (1987)
  • Vid V 070 Wochenschau Tomahawk, Tschernobyl, Atomarer Sonnenstich (1986)

Sachdokumentation

  • DS 165 30 Jahre Tschernobyl – 5 Jahre Fukushima
  • QS 92.3 C Atomenergie; Atomkraftwerke: Schweiz
  • ZA 92.3 C Atomenergie; Atomkraftwerke: Schweiz
  • ZA 92.3 *6  Atomkraftwerke: Reaktorunfälle
  • ZA 93.5 *Sch Chemische Industrie: Schweizerhalle

Bibliothek

  • 1034188 Arndt, Melanie (Hg.): Politik und Gesellschaft nach Tschernobyl : (Ost-)europäische Perspektiven. Berlin 2016.
  • 84418 Bericht des Regierungsrates an den Landrat zur Katastrophe Schweizerhalle. Liestal 1987.
  • 95917 Biermann , Gerd und Renate Biermann: Die Kinder von Tschernobyl: Nadezhda: Hoffnung durch Hilfe. München 1993.
  • 128057 Forter, Martin: Falsches Spiel: Die Umweltsünden der Basler Chemie vor und nach „Schweizerhalle“. 2. Aufl . Zürich 2013.
  • 81328 Gambaroff Marina  et al.: Tschernobyl hat unser Leben verändert: Vom Ausstieg der Frauen. Reinbek 1986.
  • UGr 79 Hofmann, Alexander: Tschernobyl. Bern 2016.
  • 83198 Kafka, Peter et al.: Tschernobyl, die Informationslüge: Anleitung zum Volkszorn. München 1986.
  • 100863 Karisch, Karl-Heinz und Joachim Wille (Hg.): Der Tschernobyl-Schock: Zehn Jahre nach dem Super-GAU. Frankfurt/M 1996.
  • 111271 Kupper, Patrick: Atomenergie und gespaltene Gesellschaft: Die Geschichte des gescheiterten Projektes Kernkraftwerk Kaiseraugst. Zürich 2003.
  • Gr 13221 Lepage, Emmanuel: Ein Frühling in Tschernobyl. Bielefeld 2013.
  • 81726 Maier-Leibnitz, Heinz: Lernschock Tschernobyl. Zürich 1986.
  • 101036 Müller, Ueli et al.: Katastrophen als Herausforderung für Verwaltung und Politik: Kontinuitäten und Diskontinuitäten. Zürich 1997.
  • 89806 Opp, Karl-Dieter et al.: Der Tschernobyl-Effekt: Eine Untersuchung über die Ursachen politischen Protests. Opladen 1990.
  • Fol 11 Polidori, Robert: Sperrzonen – Pripjat und Tschernobyl. Göttingen 2004.
  • 100253 Schuchardt, Erika und Lew Kopelew: Die Stimmen der Kinder von Tschernobyl: Geschichte einer stillen Revolution. Freiburg i. Br. 1996.
  • Gr 12919 Strahlende Plakate: Eine Sammlung von Plakaten der weltweiten Anti-Atom-Bewegung. Münster 2011.
  • Hg 270 Tschernobyl-Demo vom 25.4.1987 in Bern : Schlussbericht Teil I des Untersuchungsausschusses der Geschäftsprüfungskommission (UA-GPK) ; mit Rechtsgutachten „Über die verfassungs- und verwaltungsrechtliche Problematik des Polizeieinsatzes im Rahmen der Tschernobyl-Demo in Bern“ von Thomas Fleiner. Bern 1988.
  • 125208 Tschernobyl für immer : von den Atombombenversuchen im Pazifik bis zum Super-GAU in Fukushima: Ein nukleares Lesebuch. Basel 2011.
  • 129172 Uekötter, Frank (Hg.): Ökologische Erinnerungsorte. Göttingen 2014.
  • Gr 7035 Zydek, Franziska und Giosanna Crivelli: Menschen in Tschernobyl: Vom Leben mit der Katastrophe. Gümligen 1990.
Titelblatt (Ausschnitt) des Argumentariums des MV zur Volksinitiative „Wohneigentum für alle“ des Schweizerischen Hauseigentümerverbandes, Dezember 1998
Titelblatt (Ausschnitt) des Argumentariums des MV zur Volksinitiative „Wohneigentum für alle“ des Schweizerischen Hauseigentümerverbandes, Dezember 1998

Neu im Archiv: Mieterinnen- & Mieterverband Deutschschweiz

Schweizerinnen und Schweizer sind nach wie vor ein Volk von Mietern: Der Anteil der Miethaushalte liegt bei etwas über 60%. Das ist Europa-Rekord. Das nächste Land in dieser Rangliste, Deutschland, kommt auf 48%, und der Durchschnitt der EU-Länder liegt bei 30%. Die Interessen der Schweizer Mieter werden vom Schweizerischen Mieterverband (SMV) vertreten, der 1915 in Biel gegründet wurde. Der SMV ist der Dachverband der sprachregionalen Organisationen. Das sind der Mieterinnen- und Mieterverband Deutschschweiz, die Association suisse des locataires (ASLOCA) und die Associazione Svizzera Inquilini (ASI). Über die Mitgliedersektionen sind dem SMV 210’000 Mitglieder angeschlossen. Im Deutschschweizer Verband sind in 14 Sektionen 120‘000 Mitglieder organisiert.

Im Dezember 2016 konnte das Schweizerische Sozialarchiv die Akten des Mieterinnen- und Mieterverbandes Deutschschweiz aus der Geschäftsstelle an der Bäckerstrasse übernehmen. Vorhanden sind insbesondere Unterlagen aus der Präsidialzeit von Rudolf Strahm (1991-2004) und Anita Thanei (2004-2014): Protokolle und Sitzungsunterlagen, Korrespondenzen, Strategiepapiere, Unterlagen zur Strukturreform 1998-2003, Vernehmlassungsunterlagen, Akten zur Medienarbeit sowie diverse Drucksachen. Spezielle Hervorhebung verdienen die Kampagnenunterlagen des Mieterverbandes, u.a. zu folgenden Aktionen und Abstimmungskämpfen: Volksinitiative „Ja zu fairen Mieten“ 1996-2003, Volksinitiative „Wohneigentum für alle“ des Schweizerischen Hauseigentümerverbandes von 1999, Referendum Steuerpaket 2001, Vergleichsmiete 2004-2005, Steuerpaket 2004, Wohneigentumsbesteuerung 2004-2006, Wohnbauförderung 2005, Mietrechts-Revision 2005-2007.

Die Unterlagen stehen nach Abschluss der Ordnungs- und Verzeichnungsarbeiten allen Interessierten ohne Benutzungsbeschränkungen zur Verfügung.

Maurer und Handlanger in der Baracke der Firma Max Pfister beim Restaurant Stephanshorn, 1961
Maurer und Handlanger in der Baracke der Firma Max Pfister beim Restaurant Stephanshorn, 1961

Buchempfehlungen der Bibliothek

Marina Widmer, Giuliano Alghisi, Fausto Tisato, Rolando Ferrarese (Hrsg.): Grazie a voi. Ricordi e Stima – Fotografien zur italienischen Migration in der Schweiz. Zürich, 2016

Von Integration sprach niemand, als die Italienerinnen und Italiener während des Nachkriegsaufschwungs in die Schweiz kamen; man erwartete von ihnen Assimilation. Dabei sahen sich die Gastarbeiter mit einer erheblichen Fremdenfeindlichkeit konfrontiert. Als Antwort auf die geschlossene schweizerische Gesellschaft gründeten sie ihre eigenen Vereine für Sport und Freizeit, organisierten kulturelle Anlässe und Feste und eröffneten eigene Schulen und Kindertagesstätten. Sie schufen sich ihre eigene Welt und veränderten von dort aus sich – und die Schweiz.
Der zweisprachige Ausstellungsband „Grazie a voi“, der auf die Ausstellungen in St. Gallen und Kreuzlingen 2016 folgt, zeigt Fotografien aus dem Leben dieser italienischen Migrantinnen und Migranten, und zwar ihre eigenen Bilder: Fotografien von Familien und Einzelpersonen sowie Fotografien, die an offiziellen Anlässen und Festen der italienischen Gemeinschaft aufgenommen wurden. Sie erzählen von Alltag und Familie, Bildung und Politik, von Freizeit und ehrenamtlichen Tätigkeiten in Vereinen, von Festlichkeit und Eleganz.

Joakim Eskildsen: American Realities. Göttingen, 2015

Gemäss Behördenangaben leben rund 45 Millionen Amerikanerinnen und Amerikaner unter der Armutsgrenze. Die kalifornische Stadt Fresno beispielsweise ist stark von Armut betroffen, hier lebt ein Viertel der Bevölkerung in prekären Verhältnissen.
Der Bildband „American Realities“ kommt bis auf ein Vorwort ohne Text aus – die Fotografien von Joakim Eskildsen sprechen für sich. Der dänische Fotograf, der für seine Werke immer wieder an den Rand der Gesellschaft geht, gibt den Armen in Amerika ein Gesicht und zeigt die Kehrseite des Mythos vom „American Dream“.

http://americanrealities.org bietet Zugang zu weiteren Fotografien aus dem Bildband sowie zu anderen Werken von Joakim Eskildsen.

Juri Auderset und Peter Moser: Rausch & Ordnung. Eine illustrierte Geschichte der Alkoholfrage, der schweizerischen Alkoholpolitik und der Eidgenössischen Alkoholverwaltung (1887-2015). Bern, 2016

Mit „Rausch & Ordnung“ liegt zum ersten Mal ein fundierter Überblick über die Geschichte der „Alkoholfrage“, der Schweizer Alkoholpolitik und der Eidgenössischen Alkoholverwaltung vor. Die Autoren erläutern unter anderem die Hintergründe der gescheiterten Totalrevision des Alkoholgesetzes und der bevorstehenden Auflösung der Alkoholverwaltung (EAV) und deren Integration in die Eidgenössische Zollverwaltung, welche 2018 vollzogen werden soll.
In fünf Kapiteln wird in „Rausch & Ordnung“ die Geschichte der sogenannten „Alkoholfrage“ nachgezeichnet, die es als solche nicht gibt, sondern gemäss Einleitung „vielmehr eine wandelbare, soziokulturelle Konstruktion“ ist. Wie Alkohol betrachtet und beurteilt wird, hängt stark vom Wandel der Arbeits- und Erwerbsformen ab, von wirtschaftlichen und sozialen Verhältnissen und der Einbettung des Trinkens in die soziale Alltagskultur.
Ein Unterkapitel widmet sich auch der Abstinenzbewegung, welche sich gegen Ende des 19. Jahrhunderts als soziale Bewegung zu formieren begann und im Kern die totale Enthaltsamkeit forderte. Diverse Abstinenzvereine wurden gegründet, darunter 1877 auch das Blaue Kreuz, das heute noch existiert.

Material zum Thema „Alkohol“ im Sozialarchiv:

Es rockt im Archiv

Beat, Rockmusik, Punk, Hip-Hop oder elektronische Musik – Popkulturen haben ihrer Zeit einen Stempel aufgedrückt und den Soundtrack geliefert. Popkulturen sind aber auch Teil umfassender kultureller und gesellschaftlicher Veränderungen. So ist etwa die Geschichte sozialer Bewegungen der vergangenen fünfzig Jahre stark geprägt von verschiedenen, oftmals spezifischen Formen von Musik. Von «1968» bis ins Zeitalter der «Retromania» (Simon Reynolds) gehörten Protest und Musik so sehr zusammen, dass das eine nicht ohne das andere vorstellbar war. Das Phänomen ist aber noch weitaus komplexer und eng verflochten mit der Sozial-, Wirtschafts-, Kultur-, Geschlechter-, Medien- und Technikgeschichte seit der Mitte des 20. Jahrhunderts. Die Verleihung des Literaturnobelpreises 2016 an Bob Dylan stellt insofern die personalisierte Anerkennung eines umfassenden und transnationalen gesellschaftlichen Prozesses dar.

Auch in der Schweiz spielen Rock- und Popmusik seit den 50er Jahren eine wichtige gesellschaftliche Rolle. Bislang hat sich die sozial- und kulturhistorische Forschung diesem Phänomen aber wenig angenommen. Auch die Sicherung von Kulturgütern aus dem Bereich der Rock- und Popmusik ist wenig fortgeschritten. Während private SammlerInnen umfangreiche Kollektionen von Flyern, Plattencovers, Fanzines, Plakaten und anderen Memorabilien angelegt haben, sind die öffentlichen Gedächtnisinstitutionen dem Phänomen Rock- und Popmusik gegenüber auffällig gleichgültig geblieben. Die Gefahr des Kulturgüterverlusts ist nun, da zahlreiche ExponentInnen der frühen Schweizer Rock- und Popszene in die Jahre gekommen sind, akut.

Aus diesen Gründen hat das Schweizerische Sozialarchiv Anfang dieses Jahres zusammen mit dem Historiker und Autor Erich Keller und Sammlern und Chronisten aus der Rock- und Popszene den Verein Swiss Music Archives (SMA) ins Leben gerufen. Swiss Music Archives möchte die oftmals flüchtigen und immer sehr breitgefächerten Popkulturen in der Schweiz erschliessen und dokumentieren, sie für Forschung und Öffentlichkeit zugänglich machen. Der Verein sammelt, dokumentiert und präsentiert in Zusammenarbeit mit dem Schweizerischen Sozialarchiv Quellenmaterialien und Fachliteratur zur Geschichte populärer Musik in der Schweiz und initiiert Forschungs- und Vermittlungsprojekte. Als Auftakt ist die diesjährige Reihe «Gast im Sozialarchiv» mit Erich Keller dem Thema «Popmusik, Archiv, Geschichte» gewidmet. Bereits existiert auch eine Website, die als Ergebnis eines Pilotprojekts 178 Plakate zur Rockmusik der 1960er und 1970er Jahre in digitaler Form präsentiert.

Bisherige Bestände zum Thema im Sozialarchiv

Archiv:

  • Ar 36.103 Isola-Club Basel
  • Ar 38.20.2 Anti-Apartheid Bewegung der Schweiz: Veranstaltungen, Konzerte, Tagungen
  • Ar 201.216 Ausstellung «A walk on the wild side»
  • Ar 201.89 Dokumentation Umberto Blumati
  • Ar 201.112 Dokumentation «Alte Stadtgärtnerei» Basel
  • Ar 201.277 Dokumentation Radiopiraterie
  • Ar 201.279 Sammlung Michel Fries zur Jugendbewegung der 1980er Jahre
  • Ar 464 Volkshausstiftung Zürich
  • Ar 472 Dokumentation Subkultur Bern

Archiv Bild + Ton:

  • F 1005 Dieter Menyhart  – Piratenradios
  • F 1006 Politische Piratenradios
  • F 1025 Ansgar Kuster – Piratenradios
  • F 5111 Michel Fries
  • In Bearbeitung: Rolling-Stones-Archiv Felix Aeppli

Sachdokumentation:

  • QS 04.11 Jugendkulturen, jugendliche Subkultur
  • QS 04.41 Alternative Lebens- & Arbeitsgestaltung; Wohngemeinschaften
  • QS 10.01 C * 1 Alternativkultur, alternative Kulturbetriebe in der Schweiz
  • QS 16.4 Musik
  • ZA 04.11 Jugendkulturen, jugendliche Subkultur
  • ZA 10.01 C * RF Alternative Kulturbetriebe in Zürich: Rote Fabrik
  • ZA 16.4 Musik

Bibliothek:

Die Bibliothek des Schweizerischen Sozialarchivs umfasst zurzeit rund 200 Titel zur Geschichte und Gegenwart von Rock- und Popmusik. Hier eine kleine Auswahl:

  • 103304 Baldauf, Anette: Lips – Tits – Hits – Power? : Popkultur und Feminismus. Wien 1998.
  • 132007 Brode, Douglas: Sex, drugs & rock ’n‘ roll: The evolution of an American youth culture. New York 2015.
  • Hf 5418 Chapple, Steve und Reebee Garofalo: Wem gehört die Rock-Musik? Geschichte und Politik der Musikindustrie. Reinbek 1980.
  • 95947 Diederichsen, Diedrich:  Freiheit macht arm: Das Leben nach Rock’n‘ Roll 1990-93. Köln 1993.
  • 110687 Dornbusch, Christian et al. (Hg.): RechtsRock: Bestandsaufnahme und Gegenstrategien. Münster 2002.
  • 122138 Fenemore, Mark: Sex, thugs and rock ’n‘ roll: Teenage rebels in Cold-War East Germany. New York 2007.
  • 126656 Gäsche,  Daniel:  Born to be wild, oder, Die 68er und die Musik. Leipzig 2008.
  • 132650 Geisthövel, Alexa et al. (Hg.): Popgeschichte. 2 Bde. Bielefeld 2014.
  • Gr 11773 Grand, Lurker et al.: Hot Love: Swiss Punk & Wave, 1976-80. Zürich 2006.
  • Gr 13004 Grand, Lurker et al. (Hg.): Heute und danach: The Swiss underground music scene of the 80’s. Zürich 2012.
  • Gr 13538 Grand, Lurker (Hg.): Die Not hat ein Ende: The Swiss art of rock. Zürich 2015.
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