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Anstecknadel-Verkauf zugunsten der heimkehrenden Russland-Schweizer, um 1918 (SozArch F 5119-Oa-002)
Anstecknadel-Verkauf zugunsten der heimkehrenden Russland-Schweizer, um 1918 (SozArch F 5119-Oa-002)

Der Jahresbericht 2025 des Sozialarchivs liegt vor

Das Wichtigste in Kürze

Neben analogen und digitalen Schriftquellen, stehenden und bewegten Bildern sowie Tonaufnahmen bewahrt das Sozialarchiv auch dreidimensionale Objekte aller Art auf: Fahnen, Wimpel, Transparente, Plaketten, Pins, Gedenk- und Jubiläumsteller, Besteck, Fensterbilder, Skulpturen, Instrumente u. v. a. m., aber auch Gadgets vom Ballon, Bierdeckel und Bonbon über den Teebeutel bis zur Zahnbürste und Zündholzschachtel. Es handelt sich um materiell wenig wertvolle Manifestationen einer bestimmten Organisationskultur (Erkennungszeichen, Auszeichnungen, Geschenke, Werbeartikel, Gebrauchsutensilien usw.) oder um dinghaft gewordene politische Rhetorik. Solche Sammlungsstücke fallen oft zwischen die Sparten: Für Museen sind sie zu wenig kostbar und einmalig, für Archive zu sperrig und ungewohnt. Manchmal sagen diese «Sachquellen» aber fast so viel wie tausend Worte und können andere Quellengattungen pointiert ergänzen. Die Illustrationen des vorliegenden Jahresberichts zeigen eine kleine Auswahl dieser dreidimensionalen Sammelobjekte des Sozialarchivs.

Im Berichtsjahr hat das Sozialarchiv das Angebot an analogen und digitalen, schriftlichen und audiovisuellen Quellen, wissenschaftlicher und grauer Literatur zu seinen Schwerpunktthemen erneut in allen Abteilungen ausgebaut. Das Archiv verzeichnete fast 90 Ablieferungsanfragen. Gegen Ende der Berichtsperiode näherte sich die Zahl der erschlossenen Archivbestände der 1000er-Grenze. Wichtige Übernahmen waren etwa die Archive von Veloland Schweiz/SchweizMobil, Arche Zürich und des Frauenflüchtlingsprojekts FEMIA oder der Nachlass des Radiopioniers Christoph Lindenmaier. Die wachsenden Bestände wollen auch sorgfältig aufbewahrt werden: Während des ganzen Berichtsjahres arbeitete das Sozialarchiv am neuen Magazinkonzept sowie der internen Notfallplanung. Zugleich wurden verschiedene Projekte der digitalen Transformation vorangetrieben.

Die Sammlungen des Sozialarchivs wurden im Berichtsjahr intensiv genutzt. Die Benutzung von Archivbeständen hat von hohem Niveau aus nochmals stark zugenommen. Die Benutzung der analogen Bestände der anderen Abteilungen war nur leicht rückläufig, diejenigen der digitalen Angebote nimmt weiter zu.

Einen hohen Stellenwert hatten auch in diesem Berichtsjahr die Vermittlungsaktivitäten und die Öffentlichkeitsarbeit. Die zahlreichen Buchpräsentationen und weiteren öffentlichen Veranstaltungen sowie Führungen für ganz unterschiedliche Gruppen stiessen auf ein gutes Echo. Der Fonds «Forschung Ellen Rifkin Hill» förderte im Berichtsjahr acht Projekte. Mitarbeitende des Sozialarchivs wirkten in zahlreichen Gremien und Veranstaltungen des Archiv- und Bibliothekswesens, der Forschung und Hochschullehre, der Berufs- und Gymnasialbildung und öffentlichen Vermittlung mit.

Das Schweizerische Sozialarchiv dankt allen, die es 2025 unterstützt haben: den Behörden, den Vereinsmitgliedern, den Partnerinstitutionen und -vereinigungen, den Benutzerinnen und Benutzern sowie allen Personen und Organisationen, die uns Schenkungen und Leihgaben anvertraut haben. Ein besonderer Dank geht an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, ohne deren Einsatz das Sozialarchiv seine vielfältigen Aufgaben nicht erfüllen könnte.

Den Jahresbericht 2025 als PDF-Dokument herunterladen (10 MB)

24. Mai 2026 zurück