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Moskau retour

Ankunft der Russlandschweizer und Abreise der Sowjetschweizer vor 100 Jahren

Der Erste Weltkrieg und die aus ihm hervorgehenden Umbrüche führten weltweit zu gewaltigen Migrationsbewegungen. Dazu zählten trans- und interkontinentale Verschiebungen von Truppen und Kriegsarbeitern, besonders aber Flucht, Vertreibung und Exil. Millionen Menschen sollten 1920 an völlig anderen Orten leben als ein Jahrzehnt zuvor; die meisten davon unfreiwillig. Es ist kein Zufall, dass der Nansen-Pass für staatenlose Flüchtlinge im Jahr 1922 eingeführt wurde. Auch am Krieg nicht direkt beteiligte Länder wie die Schweiz waren von diesen Vorgängen betroffen. Nebst Vertriebenen, Deserteuren und Kriegsversehrten kehrten auch zahlreiche AuslandschweizerInnen in die alte Heimat zurück, die sie teilweise noch nie zuvor gesehen hatten. Eine besonders grosse Gruppe kam nach der Oktoberrevolution aus Russland.

Vom späten 17. Jahrhundert bis zum Ersten Weltkrieg waren rund 20’000 SchweizerInnen nach Russland ausgewandert. Zum Teil handelte es sich um Angehörige der ländlichen Unterschichten, die man aufgrund ihrer Motivation heute als „Wirtschaftsflüchtlinge“ bezeichnen würde. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts gründeten bäuerliche MigrantInnen beispielsweise die Schweizer Kolonien Chabag in Bessarabien und Zürichtal auf der Krim. Russland rekrutierte aber auch gezielt Fachleute in Westeuropa (in heutiger Terminologie: „Expats“), die die Modernisierungsbestrebungen des Zarenreichs unterstützen sollten. Aus der Schweiz gelangten im Rahmen dieser Spezialistenmigration in einer ersten Welle etwa Offiziere, Beamte, Wissenschaftler, Ärzte, Architekten, Theologen und Zuckerbäcker nach Russland, in einer zweiten Welle ab Mitte des 19. Jahrhunderts dann Käser, ErzieherInnen, Kaufleute und Industrielle. Bis zur Oktoberrevolution entstanden im Zarenreich, insbesondere in den Regionen von Moskau, St. Petersburg und der Ukraine, rund 300 schweizerische Firmen in der Maschinen-, Lebensmittel- und Textilindustrie. Schweizer Unternehmer und Händler wirkten in Russland vielfach als Träger wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Modernisierung, im technisch-industriellen Bereich beispielsweise mit der Einführung der Walzendruckerei, der mechanischen Teppichweberei sowie der Gründung der ersten Uhren- und Glühlampenfabriken, im kulturellen Bereich etwa als Pioniere des modernen Sports.

Die Oktoberrevolution stellte für die „Russlandschweizer“ – der Begriff ging erst ab Frühjahr 1918 in den allgemeinen Sprachgebrauch ein – eine massive Zäsur dar. Bis 1922 verliessen 6’000 oder rund drei Viertel von ihnen Russland. Zwischen 1918 und 1920 brachten fünf Repatriierungszüge jeweils 200 bis 600 RückkehrerInnen in die Schweiz. Viele waren mittellos geworden durch die Enteignungsmassnahmen des neuen bolschewistischen Regimes und die Verwüstungen des Bürgerkriegs, bei dem sich neben den „roten“ und „weissen“ Armeen auch Interventionstruppen Grossbritanniens, Frankreichs, der Vereinigten Staaten und Japans auf Seiten der „Weissen“, autonome bäuerliche und anarchistische Einheiten, polnische Invasoren und deutsch-baltische Freikorps bekämpften. Der Bürgerkrieg und damit verknüpfte Konflikte an den Peripherien des ehemaligen Zarenreichs zog sich bis 1922 hin und forderte Millionen von Menschenleben durch Kampfhandlungen, „roten“ und „weissen“ Terror sowie Hungersnöte. Im Mai 1918 gründeten die Rückkehrer als Selbsthilfeorganisation die „Vereinigung der Russlandschweizer“, die bis 1965 existieren sollte, und im Oktober 1918 entstand die halbstaatliche „Schweizerische Hilfs- und Kreditorengenossenschaft für Russland“ (Secrusse). Diese Russlandschweizer-Lobby trug dazu bei, die antikommunistische Grundstimmung in der Schweiz weiter zu verstärken. Die Lage der in Russland Verbliebenen verschlechterte sich noch mehr, nachdem die Schweiz im November 1918, auch auf Druck der Siegermächte des Weltkriegs, die diplomatischen Beziehungen zu Sowjetrussland abgebrochen hatte. Die konsularischen Angelegenheiten der RusslandschweizerInnen wurden nun vom Roten Kreuz wahrgenommen, dessen Delegierter in Moskau einen grossen Teil seiner Arbeitskraft für deren Unterstützung aufwandte.

In der Zwischenkriegszeit machten verschiedene ehemalige Russlandschweizer von sich reden. 1923 erschoss der repatriierte ehemalige Weissgardist Moritz Conradi an einer internationalen Konferenz in Lausanne den sowjetischen Diplomaten Vaclav Vorovskij. Der Bundesrat verzichtete darauf, der sowjetischen Regierung zu kondolieren, und das Lausanner Geschworenengericht sprach Conradi frei. Die Sowjetunion reagierte mit einem Handelsboykott gegen die Schweiz und der Ankündigung, künftig keine Gesandten mehr an Konferenzen auf Schweizer Boden zu schicken. Teilweise russlandschweizerische Wurzeln hatte auch Eugène „Genia“ Walaschek, ein Fussballstar der 30er und 40er Jahre. 1916 in Moskau als Sohn eines tschechischen Musikprofessors und einer Deutschen geboren, hatte er auch schweizerische und ungarische Vorfahren. Im Frühling 1919 kam er mit seiner Grossmutter, die einer Neuenburger Uhrmacherfamilie entstammte und Eugène zunächst als ihren Sohn ausgab, in einem Repatriierungszug in Basel an, während seine Eltern, die er erst in den 60er Jahren wiedersehen sollte, in Russland blieben. In der Folge wurde er staatenlos, spielte ab 1937 aber dennoch in der Schweizer Nationalmannschaft. Nachdem sein erster Einbürgerungsversuch gescheitert war, durfte er an der Weltmeisterschaft 1938 mit einer Sondergenehmigung der FIFA für die Schweiz spielen und erzielte beim sensationellen Sieg gegen „Grossdeutschland“ einen wichtigen Treffer. Nach der WM erhielt er dann umgehend den Schweizer Pass. Im Jahr 1937 eröffnete die Bündner Russlandschweizer-Familie Bernhard, nach der noch heute die Ortschaft Berngardovka in der Nähe von St. Petersburg benannt ist, am Werdmühleplatz in Zürich das „Café Troika“, das bis 1982 sowie erneut für kurze Zeit ab 1997 unter diesem Namen existierte. Entsprechend der Mode der damaligen Zeit handelte es sich um ein Themenlokal, dessen Interieur heute unter Denkmalschutz steht. 1954 bemalte Wladimir Kölliker die Holzdecke mit einem russischen Pferde-Dreigespann, einer „Troika“, und anderen russischen Motiven und Alois Carigiet steuerte ein Wandgemälde mit drei Frauen in russischer Tracht bei.

Das Schweizerische Sozialarchiv verfügt in all seinen Abteilungen über umfangreiches Material zur Geschichte der RusslandschweizerInnen. Im Jahr 2013 konnte das von der Osteuropa-Abteilung des Historischen Seminars der Uni Zürich unter der Leitung von Professor Carsten Goehrke im Rahmen des Forschungsprojekts „Auswanderung aus der Schweiz in das Zarenreich“ seit den späten 70er Jahren aufgebaute Russlandschweizer-Archiv übernommen werden. Dabei handelt es sich um eine umfangreiche Sammlung von Briefen, Erinnerungen, Familiengeschichten, Tonbändern mit Zeitzeugeninterviews, Fotodokumenten, Publikationen und Zeitungsartikeln sowie eine Datenbank mit Angaben zu fast 4’000 RusslandschweizerInnen. Die verschiedenen aus diesem Forschungsprojekt hervorgegangenen Untersuchungen zu unterschiedlichen Berufsgruppen von RusslandschweizerInnen sowie Editionen von Selbstzeugnissen sind in der Bibliothek des Sozialarchivs greifbar. Mit dem Russlandschweizer-Archiv gelangten auch die Akten der „Vereinigung der Russlandschweizer“ und der „Secrusse“ sowie verschiedene Forschungsdokumentationen ins Sozialarchiv. In der Sachdokumentation des Sozialarchivs finden sich schliesslich verschiedene Flugblätter und Broschüren, die ab 1918 in der Schweiz auf das Schicksal der RusslandschweizerInnen hinwiesen – oftmals mit politischen Hintergedanken.

Die Migrationsbewegung zwischen Russland und der Schweiz nach der Oktoberrevolution verlief aber nicht nur in eine Richtung. Es gab, freilich in geringerem Ausmass, auch eine Wanderung in die Gegenrichtung. Immer wieder reisten Schweizer KommunistInnen zu Visiten in ihr gelobtes Land. Eine dreistellige Zahl von SchweizerInnen wollte sich sogar definitiv in der Sowjetunion niederlassen und aktiv am Aufbau einer neuen Gesellschaftsordnung mitwirken. Obwohl zumeist KommunistInnen, handelte es sich weniger um stramme ParteisoldatInnen – die Kommunistische Partei der Schweiz lehnte offiziell die Auswanderung in die Sowjetunion ab –, sondern eher um IdealistInnen, die einem utopischen Traum nachlebten. Daneben waren Arbeits- und politische Perspektivlosigkeit in der Schweiz weitere Auswanderungsmotive. In gewisser Weise standen die EmigrantInnen in der Tradition jener SchweizerInnen, die zur Mitte des 19. Jahrhunderts an mehreren Versuchen mitgewirkt hatten, in den Vereinigten Staaten frühsozialistische Mustersiedlungen aufzubauen.

Treibende Kraft hinter den Siedlungsprojekten in der Sowjetunion war der Kommunist Fritz Platten, der 1923 die „Vereinigung der Auswanderer nach Sowjetrussland“ ins Leben rief. Die Schweizer Behörden, die damals Emigration als Mittel zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit förderten, unterstützten das erste Auswanderungskontingent finanziell: Bund, Kanton und Stadt Zürich sowie die Stadt Schaffhausen subventionierten das Unternehmen mit insgesamt 5’700 Franken. Die bürgerliche Presse begrüsste das Projekt ebenfalls, allerdings aus politischen Gründen. So schrieb die „Neue Zürcher Zeitung“ zur Auswanderung Plattens: „Nachdem Russland der Schweiz schon viele gefährliche Agitatoren geschickt hat, wird man es nicht als unbillig empfinden, wenn es uns auch einmal einen solchen Umsturzapostel abnimmt“ (30.9.1923).

Im Jahr 1923 siedelten sich auf dem südrussischen Gut Nova Lava 68 SchweizerInnen an. Weitere 39 kamen 1924 ins Gut Teplovka in der Nähe, zogen aber bereits 1925 nach Uvarovo weiter. 1927 gingen die noch verbliebenen 40 SchweizerInnen nach Vas’kino, 75 km südlich von Moskau. Hier gelang es nach den aus personellen und klimatischen Gründen gescheiterten Projekten, ein wirtschaftlich erfolgreiches Mustergut aufzubauen, das 1930 dann kollektiviert wurde. 1937 wanderte eine Gruppe arbeitsloser Schweizer Uhrenarbeiter in die Sowjetunion aus.

Fritz Platten selbst lebte hauptsächlich in Moskau und besuchte die landwirtschaftlichen Genossenschaften nur sporadisch. Er geriet ab 1930 politisch ins Abseits, gelangte in den späten 30er Jahren in den Strudel der stalinistischen Säuberungen und wurde 1942 im Gulag erschossen. Sein Tod blieb der Weltöffentlichkeit aber noch längere Zeit verborgen. Am 1. Mai 1948 sorgte in Zürich ein Transparent mit der Aufschrift „Befreit Fritz Platten aus den Kerkern Stalins“ zu einem Handgemenge zwischen PdA-Aktivisten und AntistalinistInnen. 1951 verkündeten Mitglieder einer Delegation der „Gesellschaft Schweiz-Sowjetunion“ nach ihrer Rückkehr aus Russland, Platten lebe in der Nähe von Moskau und es gehe ihm gut. Zugleich blieben Nachforschungen des in der Schweiz verbliebenen Sohns Fritz N. Platten, der später im Sozialarchiv als Bibliothekar und Dokumentalist arbeiten sollte, zunächst ergebnislos. 1956 wurde Plattens Tod dann offiziell bekannt gegeben, die genauen Umstände konnten aber erst in den frühen 90er Jahren geklärt werden.

Neben mehreren Fotografien zu Plattens Kolonisationsprojekt verfügt das Sozialarchiv in verschiedenen Beständen über Unterlagen zu seinem Nachleben, inklusive den Erkundigungen seines Sohns. Der jüngst übernommene Nachlasssplitter von Elsa Rutgers-Fausch beleuchtet ein anderes „sowjetschweizerisches“ Schicksal. Die Jungkommunistin Rutgers-Fausch emigrierte 1932 nach einem abgebrochenen Medizinstudium an der Uni Zürich mit ihrem Ehemann nach Moskau und arbeitete dort als Deutschlehrerin. Ihr Mann geriet 1936 in die Mühlen der Säuberungen, sie selber wurde 1941 am Tag des deutschen Angriffs auf die Sowjetunion verhaftet und in ein Lager nach Kasachstan deportiert, aus dem sie nach fünf Jahren freikam. Erst 1957 durfte sie die Sowjetunion verlassen, musste aber ihren Sohn in Moskau zurücklassen. Ihr Nachlass umfasst einen umfangreichen Briefwechsel mit ihrem Vater aus den Jahren 1946 bis 1957 sowie weitere Briefe und tagebuchartige Notizen.

Material zum Thema im Sozialarchiv (Auswahl)

Archiv

  • Ar 23 Gesellschaft Schweiz-Sowjetunion
  • Ar 140.20.1 Nachlass Edgar Woog: Briefwechsel zwischen S. Bamatter und F. Platten jun.
  • Ar 198.7 Schweizer Kommunisten
  • Ar 534 Vereinigung der Russlandschweizer
  • Ar 535 Russlandschweizer-Archiv
  • Ar 579 Archiv Schweiz-Osteuropa
  • Ar 1016 Nachlass Elsa Rutgers-Fausch

Archiv Bild + Ton

  • F 5022 Gesellschaft Schweiz-Sowjetunion
  • F 5119 Russlandschweizer-Archiv
  • F 7000 Sammelbestand Fotografie: F 98: Schweizer Kolonie in der Sowjetunion

Sachdokumentation

  • KS 335/332:1 Bürgerlicher Antikommunismus, 1918–1969
  • ZA 04.9: Pom-Pz Biografien: einzelne Personen: Fritz Platten

Bibliothek

  • Aubert, Théodore: L’Affaire Conradi: Le procès du bolchévisme: Plaidoire prononcée pour Arcadius Polounine devant le Tribunal Criminel de Lausanne, les 14 et 15 novembre 1923. Genf 1924, 56605
  • Boller, Angela: „Russland-Schweizer“: Sinnkonstruktionen und Grenzen eines Konzepts: Aushandlungsprozesse einer russlandschweizerischen Identität in den Selbstzeugnissen der Rückkehrer 1917–1961. Masterarbeit, Univ. Basel 2017, Gr 14526
  • Bühler, Roman et al.: Schweizer im Zarenreich: Zur Geschichte der Auswanderung nach Russland. Zürich 1985, 79023
  • Bühler, Roman: Bündner im Russischen Reich: 18. Jahrhundert – Erster Weltkrieg: Ein Beitrag zur Wanderungsgeschichte Graubündens. Disentis/Mustér 1991, 92060
  • Bürgisser, Thomas: „Unerwünschte Gäste“: Russische Soldaten in der Schweiz 1915–1920. Zürich 2010, 122897
  • Collmer, Peter (Hg.): Die besten Jahre unseres Lebens: Russlandschweizerinnen und Russlandschweizer in Selbstzeugnissen, 1821–1999. Zürich 2001, 107952
  • Collmer, Peter: Die Schweiz und das Russische Reich 1848–1919: Geschichte einer europäischen Verflechtung. Zürich 2004, 112710
  • Derendinger, Ernst: Erzählungen aus dem Leben: Als Graphiker in Moskau von 1910 bis 1938. Zürich 2006, 115686
  • Dreyer, Dietrich: Schweizer Kreuz und Sowjetstern: Die Beziehungen zweier ungleicher Partner seit 1917. Zürich 1989, 87482
  • Emeliantseva, Ekaterina: Sport und urbane Lebenswelten im spätzarischen St. Petersburg (1860–1914), in: Koller, Christian (Hg.): Sport als städtisches Ereignis. Ostfildern 2008, S. 31-76, 129510
  • Etterlin, Jakob: Russland-Schweizer und das Ende ihrer Wirksamkeit. Zürich 1938, 10387
  • Fleury, Antoine und Danièle Tosato-Rigo (Hg.): Schweiz – Russland: Aufbau und Krisen der Beziehungen 1813–1955: Dokumente aus dem Archiv des russischen Ministeriums für auswärtige Angelegenheiten und dem Schweizerischen Bundesarchiv. Bern etc. 1994, 96605
  • Gattiker, Annetta: L’affaire Conradi. Bern 1975, 56052
  • Gehrig-Straube, Christine: Beziehungslose Zeiten: Das schweizerisch-sowjetische Verhältnis zwischen Abbruch und Wiederaufnahme der Beziehungen (1918–1946) aufgrund schweizerischer Akten. Zürich 1997, 102825
  • Goehrke, Carsten: Die Auswanderung aus der Schweiz nach Russland und die Russlandschweizer: Eine vergleichende Forschungsbilanz, in: Schweizerische Zeitschrift für Geschichte 48 (1998). S. 291-324, D 4212
  • Goehrke, Carsten: Auswandern – Einwandern – Rückwandern: Schweizer in Russland und Russen in der Schweiz vom 17. Jahrhundert bis heute, in: Maeder, Eva und Peter Niederhäuser (Hg.): Käser, Künstler, Kommunisten: Vierzig russisch-schweizerische Lebensgeschichten aus vier Jahrhunderten. Zürich 2009. S. 15-28, 121129
  • Hasselmann, Anne: „Wir wollen keine Almosen, wir wollen unser Recht.“ Die Emigration der Russlandschweizer/innen im Kontext der Russischen Revolution von 1917, in: Schweizerische Zeitschrift für Geschichte 67 (2017). S. 316-342, D 4212
  • Huber, Peter: Stalins Schatten in die Schweiz: Schweizer Kommunisten in Moskau: Verteidiger und Gefangene der Komintern. Zürich 1994, 96335
  • Jung, Beat: Génia Walaschek – der Sans-Papier in der Nati, in: ders. (Hg.): Die Nati: Die Geschichte der Schweizer Fussball-Nationalmannschaft. Göttingen 2006. S. 89-94, 117332
  • Koller, Christian: Kicken unter Hammer und Sichel – die vergessene Geschichte des Schweizerischen Arbeiterfussball-Verbandes (1930–1936), in: Dahlmann, Dittmar et al. (Hg.): Überall ist der Ball rund – Die Zweite Halbzeit: Zur Geschichte und Gegenwart des Fussballs in Ost- und Südosteuropa. Essen 2008. S. 241-267, 117772: 2
  • Kunz, Hans Beat: Weltrevolution und Völkerbund: Die schweizerische Aussenpolitik unter dem Eindruck der bolschewistischen Bedrohung 1918–1923. Bern 1981, 70628
  • Lengen, Markus: Ein Strukturprofil der letzten Russlandschweizer-Generation am Vorabend des Ersten Weltkrieges, in: Schweizerische Zeitschrift für Geschichte 48 (1998). S. 360-390, D 4212
  • Mumenthaler, Rudolf: „Keiner lebt in Armuth“: Schweizer Ärzte im Zarenreich. Zürich 1991, 92959
  • Mumenthaler, Rudolf: Im Paradies der Gelehrten: Schweizer Wissenschaftler im Zarenreich (1725–1917). Zürich 1996, 101376
  • Rauber, Urs: Schweizer Industrie in Russland: Ein Beitrag zur Geschichte der industriellen Emigration, des Kapitalexportes und des Handels der Schweiz mit dem Zarenreich (1760–1917). Zürich 1985, 79396
  • Schneider, Barbara: Schweizer Auswanderer in der Sowjetunion: Die Erlebnisse der Schweizer Kommunarden im revolutionären Russland (1924–1930). Schaffhausen 1985, 79324
  • Schneider, Harry: Schweizer Theologen im Zarenreich (1700–1917): Auswanderung und russischer Alltag von Theologen und ihren Frauen. Zürich 1994, Hf 4367
  • Soom, Jost: „Avancement et fortune“: Schweizer und ihre Nachkommen als Offiziere, Diplomaten und Hofbeamte im Dienst des Zarenreiches. Zürich 1996, Hf 4416
  • Torracinta-Pache, Claire et Claude Torracinta: „Ils ont pris le Palais d’Hiver“: Julien Narbel, un Suisse dans la tourmente de la révolution russe de 1917. Genf 2013, 138526
  • Tschudin, Gisela: Schweizer Käser im Zarenreich: Zur Mentalität und Wirtschaft ausgewanderter Bauernsöhne und Bauerntöchter. Zürich 1990, 91004
  • 1917 Revolution: Russland und die Schweiz. Hg. Schweizerisches Nationalmuseum. Dresden 2017, Gr 14192

Periodika

  • Periodische Mitteilungen der Russland-Schweizer, 1921-1926, D 5939
8. November 2018Christian Koller zurück