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Abziehbild der «Stop Aids»-Kampagne, 1980er Jahre (SozArch F Oc-0001-036)
Abziehbild der "Stop Aids"-Kampagne, 1980er Jahre (SozArch F Oc-0001-036)

Buchempfehlungen der Bibliothek

Constantin Seibt (Hrsg.): Positiv – Aids in der Schweiz. Basel, 2018

Das sexuelle Erwachen einer ganzen Generation wurde durch die zuerst rätselhafte Krankheit Aids anfangs der 1980er Jahre geprägt – «Ohne Dings kein Bums» wurde zum Slogan, der bis heute Gültigkeit besitzt, wenngleich Aids nun mit der richtigen Therapierung nicht mehr das Todesurteil bedeutet wie damals.
Wohl nicht zufälligerweise stammt die Idee zu diesem Buch von einem Werber, haben doch die «Stop Aids»-Kampagnen das kollektive Gedächtnis in der Schweiz geprägt. Die Chronologie der Kampagnen ist denn auch am Schluss des Buches zu finden.
Andere Beiträge beleuchten die anfangs zaghafte Reaktion der Behörden, die Arbeit von schwulen Aktivisten oder eben die Entwicklung der antiretroviralen Medikamente. Dazwischen sind die Erinnerungen von direkt oder indirekt Betroffenen festgehalten, Stimmen der Generation, die mit Aids und HIV aufgewachsen ist.

Stefan Howald: Links und bündig: WOZ – Die Wochenzeitung. Eine alternative Mediengeschichte. Zürich, 2018

Als die «WochenZeitung» (WOZ) 1981 erstmals erschien, gaben ihr nicht viele eine Chance – die WOZ existiert aber noch heute! Und dies als selbstverwalteter Betrieb, ohne Chefs und mit Einheitslohn. Dieses Buch liefert die Hintergründe zur Erfolgsgeschichte und bettet sie in die gesellschaftlichen Umbrüche von 1980 bis 2018 ein.
Stefan Howald arbeitet seit 2010 selber bei der WOZ und zeichnet in «Links und bündig» die bewegte Geschichte der alternativen Wochenzeitung nach. Die Zeitung ist seit der ersten Nummer auch im Sozialarchiv archiviert (Signatur D 2060).

Vorstand der bonlieuGenossenschaft (Hrsg.): Oh Boy. Proletarische Jugend Zürich – Die Geschichte einer linken Genossenschaft zwischen revolutionärer Utopie und reformistischem Pragmatismus. Zürich, 2018

2017 feierte die «bonlieuGenossenschaft für Wohnen und Kultur» in Zürich ihr 100-jähriges Bestehen. Als «Freie Jugend Uster» mit der Idee gegründet, einen gemeinschaftlichen Wohnraum und Bildungsort für das junge Proletariat zu initiieren, firmierte sie schon bald als «Proletarische Jugend Zürich». Seit den Anfängen bot sie Jugendlichen Wohn- und Erholungsraum an, und 1928 wurde das legendäre Jugendheim Sihlfeld in Zürich eingeweiht, das zu einem wichtigen Treffpunkt der europäischen Arbeiterbewegung und der Zürcher Arbeiterjugend wurde. Das Gebäude mit dem damals alkoholfreien Restaurant «Café Boy» gehört noch heute der Genossenschaft.
Luca Stoppa und Muriel Pérez erzählen die Geschichte der Genossenschaft, ihrer ProtagonistInnen und der Veränderungen, die sie in ihren 100 Jahren durchlaufen hat. Einen grossen Teil ihrer Recherchearbeit tätigten die AutorInnen im Sozialarchiv, welches 2003 das Archiv der «Genossenschaft Proletarische Jugend» (Signatur Ar 96) übernommen hat.

Weitere Bestände, die für das Buch eingesehen wurden (Auswahl):

  • Ar 19 Wandervogel. Schweizerischer Bund für alkoholfreie Jugendwanderungen
  • Ar 137 Nachlass Max Rotter (1881-1967)
6. Mai 2018Susanne Brügger zurück