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Plakat zum Ostermarsch 1966 Schaffhausen – Zürich (SozArch F Pe-0699)
Plakat zum Ostermarsch 1966 Schaffhausen – Zürich (SozArch F Pe-0699)

Buchempfehlungen der Bibliothek

Regula Schmid, Gisela Hürlimann, Erika Hebeisen (Hrsg.): Reformen jenseits der Revolte. Zürich in den langen Sechzigern. Zürich 2018

Anlässlich des «Jubiläums» von «1968» erschienen in den letzten Monaten zahlreiche Bücher, die das ereignisreiche Jahrzehnt thematisieren, darunter auch einige Schweizer Publikationen. Das Neujahrsblatt 2018 der Antiquarischen Gesellschaft beispielsweise widmet sich dem Schauplatz Zürich in jener Zeit. In dreizehn Beiträgen schauen Expertinnen und Experten auch auf die Jahre vor «68» und erzählen von Menschen und Organisationen in Stadt und Kanton Zürich, die in den «langen Sechzigern» Neues wagten und ihre Kräfte für nachhaltige gesellschaftliche Veränderungen jenseits der Revolte einsetzten.

Einige Illustrationen stammen aus dem Bildarchiv des Sozialarchivs, so zum Beispiel im Beitrag von Elisabeth Joris, in dem einzelne Vertreterinnen der Frauenbewegung porträtiert werden, oder im Artikel von Jakob Tanner, der die Antiatombewegung der 1960er Jahre in den Blick nimmt.

Weitere kürzlich von der Bibliothek erworbene Bücher zum Thema «1968» (Auswahl):

Bestände im Sozialarchiv zum Thema (Auswahl):
Sachdokumentation:

  • QS 36.3 C Demonstrationen, Krawalle; Protest: Schweiz
  • KS 335/41a bis 41d Jugendunruhen; Studentenbewegung; 1968er Bewegung: Schweiz

Archiv:

  • Ar 40 Federazione Colonie Libere Italiane in Svizzera (FCLIS)
  • Ar 465 und F 5060 Frauenbefreiungsbewegung Zürich (FBB) / Autonomes Frauenzentrum Zürich

Archiv Bild + Ton:

  • F 5093 Zürcher Manifest


Georg Kreis: Einstehen für «entartete Kunst». Die Basler Ankäufe von 1939/40. Zürich 2017

1939/40 kaufte das Basler Kunstmuseum von den Nationalsozialisten 21 aus deutschen Museen geraubte Kunstwerke, darunter mehrere, die 1937 in der Münchner Ausstellung «Entartete Kunst» zu sehen gewesen waren. Der Historiker Georg Kreis hat dies schon 1990 in der Erstveröffentlichung seines Buchs «‹Entartete› Kunst für Basel» beschrieben.

Nun ist das Buch neu aufgelegt worden: In den letzten Jahren haben sich nicht nur die Fragestellungen in der Geschichtswissenschaft geändert und wurde weitere Forschung betrieben – durch den Fund der «Sammlung Gurlitt» wurde das Thema auch einer breiteren Öffentlichkeit bekannt.

Weitere aktuelle Bücher zum Thema in der Bibliothek:


Laura Spinney: 1918 – Die Welt im Fieber. Wie die Spanische Grippe die Gesellschaft veränderte. München 2018

Als der Erste Weltkrieg zu Ende ging, forderte eine andere Katastrophe weltweit zwischen 20 und 50 Millionen Tote: die Spanische Grippe. Binnen weniger Wochen erkrankte ein Drittel der Weltbevölkerung. Ob in Europa, Asien oder Afrika, an vielen Orten brachte die Grippe die Machtverhältnisse ins Wanken, und da die Herkunft des Influenzavirus unbekannt war, gaben sich diverse Staaten gegenseitig die Schuld am Auftreten der Grippe. In Spanien trat sie auf jeden Fall nicht zuerst auf. Ihren Namen erhielt die Krankheit, weil es im neutralen Spanien – im Gegensatz zu anderen Ländern – keine Nachrichtensperre während des Weltkriegs gab und die spanische Presse über die Krankheit berichtete.

Das nun auf Deutsch übersetzte Buch von Laura Spinney fasst die damaligen Ereignisse in einem globalen Kontext zusammen und zeigt auf, wie die Pandemie den Krieg beziehungsweise dessen Ende weltweit beeinflusste.

9. März 2018Susanne Brügger zurück