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Foto (Ausschnitt): Bruno Helbling
Foto (Ausschnitt): Bruno Helbling

Buchempfehlungen der Bibliothek

Bruno Helbling (Hrsg.): Olympic Realities: Sechs Städte nach dem Grossanlass. Basel, 2015.

Weltrekorde, Heldengeschichten, Tränen der Verlierer. Für zwei Wochen blickt die Welt auf eine Stadt, Olympische Spiele sind das grösste und wichtigste internationale Sportereignis. Allumfassende Begeisterung und globale Medienpräsenz machen die Spiele zu einem Politikum und Anlass für Milliardeninvestitionen. Stadien werden zu Symbolen der Macht. Doch den Tagen der Euphorie folgt bald Ernüchterung. „Olympic Realities“ führt den Betrachter durch Städte, aus denen der olympische Sportzirkus ausgezogen ist.
In Bruno Helblings Fotografien erzählen Rost und Ruinen ganz eigene Geschichten und werfen die Frage nach dem Sinn des monströsen Grossereignisses auf. Begleitet werden die eindrücklichen Bilder von sechs Essays, verfasst von Autoren mit einem Bezug zum jeweiligen Austragungsort. So schreibt beispielsweise der Journalist Werner van Gent über die Olympischen Sommerspiele 2004 in Athen. Schonungslos und kurzweilig werden die Wurzeln des olympischen Systems von Grössenwahn, Korruption und Fehlmanagement freigelegt.

Enno Schmidt, Daniel Straub, Christian Müller: Grundeinkommen von A bis Z. Zürich, 2016.

Am 5. Juni 2016 stimmen wir über die Volksinitiative „Für ein bedingungsloses Grundeinkommen“ ab. Das Buch „Grundeinkommen von A bis Z“ ist eine verständlich geschriebene Vertiefung in das Thema und ein Argumentarium für die Diskussion um eine Idee, die viele irritiert. Es nimmt sich die wichtigsten Fragen rund um ein bedingungsloses Grundeinkommen und auch die Einwände dagegen vor: Wer arbeitet dann noch? Wer soll das bezahlen? Ist es gerecht, wenn man auch ohne Arbeit genug zum Leben hat? Handelt es sich um eine Lohnkostensubvention für private Unternehmen? Kommen dann mehr Migrant/innen? Was ist der Wert, was die Zukunft der Arbeit?
Die Autoren erzählen auch die Geschichte dieser utopisch anmutenden Idee und gehen gründlich auf die Frage der Finanzierung ein.

Erich Hackl (Hrsg.): So weit uns Spaniens Hoffnung trug – Erzählungen und Berichte aus dem Spanischen Bürgerkrieg. Zürich, 2016.

Diesen Sommer ist es achtzig Jahre her, dass spanische Militärs unter General Franco ihren Aufstand gegen die Republik begannen und damit den Spanischen Bürgerkrieg vom Zaun brachen. Aus diesem Anlass ist die vorliegende Anthologie entstanden.
Der Band versammelt 46 Texte, Erzählungen und Berichte von deutschsprachigen Schriftstellerinnen und Schriftstellern, die Zeitgenossen waren. Der Spanische Bürgerkrieg fiel also in ihre Lebenszeit, wie beispielsweise bei Anna Siemsen, Edwin Gmür oder Arthur Koestler. Die Texte sind chronologisch geordnet und veranschaulichen den Spanischen Bürgerkrieg vom Anfang bis zum Ende in einer einzigen grossen, vielstimmigen Erzählung – und in all seinen Facetten: Sie illustrieren die Hoffnung und die Schrecken des Krieges, die Entschlossenheit des Widerstands gegen den Faschismus und die Solidarität, den Verrat des demokratischen Europa an der spanischen Republik, die Kämpfe innerhalb der Volksfront sowie viele weitere Aspekte des Spanischen Bürgerkriegs.

Bestände zum Spanischen Bürgerkrieg im Sozialarchiv (Auswahl):

Bild + Ton:

  • F 9007 Filmbestand von Robert Risler (1912-2005)
  • F 5077 Agenturfotos aus dem Nachlass von Roger A. Roth (1940-2008)
  • DVD 15 Hans Hutter – ein Schweizer im Spanischen Bürgerkrieg: Ein Dokumentarfilm von Luís M. Calvo Salgado und Christian Koller (Zürich 2006)

Papierarchiv:

  • Ar 20.803 Auslandhilfe des Schweizerischen Arbeiterhilfswerks SAH
  • Ar 151.11.5 Korrespondenz, Postkarten, Flugblätter, Plakate etc. aus dem Nachlass von Robert Risler
  • Ar 39.30.7 Akten 1936-1939 des Schweizerischen Verbands des Personals öffentlicher Dienste vpod

Sachdokumentation:

  • KS 335/70 ff. Broschüren und Flugschriften zum Spanischen Bürgerkrieg
  • ZA 39.9 *SpB Schweizer im Spanischen Bürgerkrieg (Zeitungsausschnitte)
13. Mai 2016Susanne Brügger zurück