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Lee Miller in Uniform, London 1944
Lee Miller in Uniform, London 1944

Buchempfehlungen der Bibliothek

Elisabeth Bronfen, Daniel Kampa (Hrsg.): Eine Amerikanerin in Hitlers Badewanne. Drei Frauen berichten über den Krieg: Marta Gellhorn, Lee Miller, Margaret Bourke-White. Hamburg, 2015

Kanonenhagel über Moskau, Bomberangriffe gegen Rommels Einheiten in Tunesien, der Vormarsch der Alliierten in Italien, der D-Day und die Befreiung des KZ Buchenwald: Im Zweiten Weltkrieg akkreditierten die amerikanischen Streitkräfte die ersten Frauen als Reporterinnen, welche nun an vorderster Front über das Kriegsgeschehen berichteten. Denn auch an der Heimatfront sollten Frauen für die Kriegsanstrengungen gewonnen werden. So kam es, dass in Hochglanz- und Frauenmagazinen wie Vogue neben Modestrecken illustrierte Reportagen über die Ereignisse des Krieges abgedruckt wurden.
Zu den bekanntesten Journalistinnen zählten die drei Amerikanerinnen Lee Miller, Martha Gellhorn und Margaret Bourke-White, deren wichtigste Texte und Fotos – viele davon in Deutschland unbekannt – Elisabeth Bronfen zusammengestellt hat.

Thomas Fenner: Flaggschiff Nescafé – Nestlés Aufstieg zum grössten Lebensmittelkonzern der Welt. Baden, 2015

Nescafé, Nestea, Nesquik: Rund um den Globus trinken Menschen in zunehmendem Masse dieselben Markenprodukte. Manche sprechen in diesem Zusammenhang von einer weltweiten Vereinheitlichung der Alltagskultur, die von Weltmarken und multinationalen Konzernen gesteuert wird.
Der aus Burgdorf stammende Historiker Thomas Fenner geht in seiner Dissertation diesen globalen Transformationsprozessen exemplarisch am Beispiel von Nestlé und Nescafé nach. Er dokumentiert erstmals die Geschichte des Nescafés als wertvollste Marke der Schweiz und bedeutendste Kaffeemarke weltweit. Über Markenprodukte wie Nescafé, Nestea und Nesquik verbindet er Nestlés Aufstieg zum grössten Lebensmittelkonzern der Welt mit dem Wandel unserer Konsumgewohnheiten und schildert das Zusammenspiel zwischen globalen Markenprodukten und lokalem Konsumverhalten.

Susanna Grogg: Heimatlos in der Heimat – Magdalena Hirschi, geborene Rolli, 1784-1846. Eine Lebens- und Dorfgeschichte. Bern, 2015

Magdalena Hirschi sehnt sich nach Geborgenheit und Wärme. Sie möchte gerne eine Familie gründen. Doch Anfang des 19. Jahrhunderts stellen sich jungen Leuten aus einfachen Verhältnissen viele Hürden in den Weg. Obwohl dank Napoleon frischer Wind sogar bis nach Bern weht, liegt die Freiheit doch nur in der Luft und wird nicht Wirklichkeit. Das Ancien Regime regiert uneingeschränkt weiter. Kirche und Staat halten die Menschen im Griff, entscheiden und verfügen über sie. Das trifft auch die Dienstmagd Magdalena hart, denn ihr Mann, der sich in Frankreich Napoleons Truppen angeschlossen hat, kehrt nie wieder zurück.
Susanne Grogg hat den Lebenslauf von Magdalena Hirschi anhand von Dokumenten im Kirchen- und Pfarrarchiv Albligen rekonstruiert. Die Geschichte zeigt das Schicksal einer alleinerziehenden Mutter im 19. Jahrhundert, deren Wunsch nach Bildung und sozialem Aufstieg unerfüllt bleibt.

6. Januar 2016Susanne Brügger zurück